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Reels, Saves und Co.: Das musst du zum Instagram Algorithmus 2021 wissen

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Der Algorithmus von Instagram achtet auch 2021 auf neue Signale. (Foto: Unsplash.com / Luke van Zyl)
geschrieben von Christian Erxleben

Instagram passt seinen Algorithmus fortlaufend an. In den meisten Fällen merken wir nichts davon, nur selten gibt es konkrete Informationen. Wir verraten dir, was du zum Instagram Algorithmus 2021 wissen musst – und welches angebliche Cheatsheet falsch ist.

Die meisten Artikel rund um den Instagram Algorithmus 2021 erklären dir, dass es wichtig ist, regelmäßig zu posten, mit deiner Community zu interagieren und den perfekten Zeitpunkt für deine Postings herauszufinden. Das ist sicherlich alles richtig, hat jedoch keinen konkreten Bezug zum Jahr 2021.

Instagram Algorithmus 2021: Neue Regeln für Reels

Allerdings gibt es durchaus einige Veränderungen, die für dich als Instagram-Nutzer, Influencer und Social Media Manager von Bedeutung sind. Der entscheidende Unterschied ist, dass diese Informationen von Instagram direkt stammen und daher eine fundierte Grundlage besitzen.


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Die erste große Änderung am Instagram Algorithmus 2021 betrifft die Instagram Reels. Der Tik-Tok-Klon ist auch ein halbes Jahr nach dem Start noch nicht ins Rollen gekommen. Selbst Instagram-Chef Adam Mosseri zeigt sich mit dem Format unzufrieden.

Deshalb geht das soziale Netzwerk jetzt in die Offensive. Konkret verfolgt Instagram das Ziel, dass das Nutzererlebnis besser wird. Primär geschieht das dadurch, dass der Instagram Algorithmus 2021 bestimmte Videos mit weniger Reichweite belohnt.

Tipps für den richtigen Einsatz von Instagram Reels

Dabei gibt Instagram tatsächlich konkrete Anhaltspunkte für Creator und Social Media Manager. Von der reduzierten Reichweite sind demnach folgende Videos beziehungsweise Reels betroffen:

  • Verschwommene Inhalte
  • Inhalte in schlechter Auflösung
  • Inhalte, die Logos oder Wasserzeichen von anderen Apps enthalten. Dazu zählen beispielsweise Tik Tok und Snapchat.
  • Videos mit einem abgrenzenden Rahmen
  • Videos, deren visuelle Inhalte größtenteils von Text bedeckt sind.

Stattdessen empfiehlt Instagram seinen Nutzern, vertikale Videos zu posten. Diese enthalten im Idealfall nur Musik, die in der Sound-Bibliothek von Instagram oder innerhalb der Reels verfügbar ist.

Außerdem belohnt Instagram Accounts, die „neue Trends setzen“ und andere daran teilhaben lassen. Das kann beispielsweise in der Form von unterhaltsamen oder lustigen Inhalten oder verrückten Tänzen geschehen.

Welches Ziel verfolgt das Update des Instagram Algorithmus 2021?

Die Antwort auf diese Frage ist klar: Aktuell nutzen viele Ersteller von Inhalten Instagram ausschließlich als Zweitverwertungsplattform, die zusätzliche Reichweite generiert und die Bekanntheit steigert. Dadurch ist jedoch die Qualität der geposteten Inhalte in der Regel schlecht.

Unter der mangelnden Qualität der Reels wiederum leidet die User Experience, worunter wiederum das Image von Instagram leidet.

Um dieser Abwärtsspirale entgegenzuwirken, hat Instagram seinem Algorithmus nun ein Update verpasst. Für Creator und Social Media Manager bedeuten die Änderungen mehr Arbeit. Wer weiterhin die Inhalte nur zweitverwertet, wird voraussichtlich sinkende Reichweitenzahlen bemerken.

Allerdings gibt es schon jetzt Tools, die es Creatorn erlauben, das Wasserzeichen und das Logo von Tik Tok zu entfernen.

Kein „Super Like“: Instagram Cheatsheet ist falsch

Und auch ein seit Monaten kursierender Mythos ist seit Anfang Februar 2021 offiziell widerlegt. Konkret geht es dabei um folgende Grafik, die viele Influencer und vermeintliche Instagram-Berater in ihren Stories und Feeds teilen.

Instagram Algorithmus 2021

(Foto: Screenshot / Facebook)

Sie suggeriert, dass das Speichern eines Beitrags die wichtigste Währung für den Instagram Algorithmus 2021 ist. Es handelt sich sozusagen um einen „Super Like“. An zweiter Stelle folgen dann Direct Messages. Erst dann kommen Kommentare und zum Abschluss die herkömmlichen Likes.

Dazu sagt Heiko Hebig, Partnership Manager bei Instagram und selbsternannter Erklärbär, in einem Post auf Facebook: „Es gibt keine neuen Algoirgendwas und die Infografik ist ein Märchen.“

Konkret bedeutet das: Natürlich ist es keinesfalls schlecht, wenn deine Fans deine Beiträge speichern, an Freunde verschicken, kommentieren oder liken. Jede Interaktion und jede Handlung, die einen Mehrwert auslöst, ist von Vorteil.

Allerdings gibt es keinen nachweisbaren Beleg für die entsprechende Infografik. Nur weil Beiträge, die oft gespeichert werden, eine höhere Reichweite haben, gibt es zwischen beiden Faktoren keinen kausalen Zusammenhang. Es könnte auch sein, dass Beiträge mit hoher Reichweite einfach öfter gespeichert werden.

Anstatt zu versuchen, den Instagram Algorithmus zu knacken, solltest du dich also eher darauf konzentrieren, deinen Nutzern mehrwertige, einzigartige und qualitativ hochwertige Inhalte zu präsentieren. So hast du auf Instagram mit genügend Geduld immer Erfolg.

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Über den Autor

Christian Erxleben

Christian Erxleben ist seit Ende 2017 Chefredakteur von BASIC thinking. Zuvor war er als Ressortleiter Social Media und Head of Social Media bei BASIC thinking tätig. Durch seine Arbeit im Social-Media- und Marketing-Ressort der INTERNET WORLD Business, am Newsdesk von Focus Online und durch sein Journalismus-Studium sowie sein redaktionelles Volontariat hat er in den Bereichen der Redaktion und des Social Media Managements mehrjährige, fundierte Erfahrung gesammelt. Beruflich und privat beschäftigt er sich mit Social Media, New-Work-Konzepten und persönlicher Entwicklung.

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