Discord, Messenger, Chat, Microsoft

Discord-Übernahme durch Microsoft? 10 Milliarden US-Dollar stehen im Raum

Maria Gramsch
Microsoft könnte für Discord zehn Milliarden US-Dollar auf den Tisch legen. (Foto: Pixabay.com / B_Zocholl)

Discord ist vor allem unter Gamern als Chat-Plattform beliebt. Doch der Messenger etabliert sich auch zunehmend außerhalb der Computerspiel-Branche. Nun soll sich Microsoft für die Plattform interessieren. 10 Milliarden US-Dollar stehen im Raum.

Wie viele Player in der Gaming-Branche hat auch Discord vom anhaltenden Lockdown profitiert. Denn die Menschen verbringen mehr Zeit zu Hause und auch mehr Zeit, um sich digital auszutauschen.

Die 2015 gegründete Plattform hat nach eigenen Angaben inzwischen monatlich mehr als 100 Millionen aktive Nutzerinnen und Nutzer. Diese kommunizieren bis zu vier Stunden am Tag miteinander über Discord.

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Im Jahr 2020 kletterte der Umsatz auf 130 Millionen US-Dollar – 2019 waren es noch rund 45 Millionen. Damit ist das Unternehmen nach eigenen Angaben aber noch lange nicht profitabel.

Dennoch wurde Discord erst im Dezember 2020 mit sieben Milliarden US-Dollar bewertet und konnte Investorengelder in Höhe von 140 Millionen US-Dollar einsammeln.

Geht Discord an den Meistbietenden?

Nun könnte die beliebte Plattform den Besitzer wechseln. Wie Gamesbeat berichtet, befindet sich Discord aktuell in Verkaufsgesprächen. Es gebe mehrere interessierte Unternehmen, die den Chatdienst übernehmen wollen, zitiert Gamesbeat zwei Insider.

Laut einer der beiden Quellen unterhalte sich Discord in exklusiven Gesprächen mit einem Interessenten. Die Parteien sollen sich „in endgültigen Verhandlungen über einen Verkauf“ befinden.

Microsoft zeigt offenbar Interesse an Discord-Übernahme

Bei dem von Gamesbeat nicht weiter benannten Interessenten könnte es sich um Microsoft handeln, berichten die New York Times und Bloomberg.

Es habe vorläufige Verhandlungen zwischen den beiden Unternehmen gegeben, bei denen eine Kaufsumme von mehr als zehn Milliarden US-Dollar im Raum gestanden haben soll. Ein Vertragsabschluss sei aber noch nicht in Sicht.

Laut einem Insider, den Bloomberg zitiert, sei es jedoch wahrscheinlicher, dass Discord einen Börsengang anstrebt als sich selbst zu verkaufen.

Die perfekte Ergänzung für Microsofts Gaming-Bestrebungen

Für Microsoft wäre der Zukauf von Discord wohl ein großer Gewinn. Im vierten Quartal 2020 hat der Tech-Konzern in seiner Gaming-Sparte erstmals einen Umsatz von mehr als fünf Milliarden US-Dollar erwirtschaftet. Zuvor hatte der Tech-Konzern eine neue Xbox-Konsole auf den Markt gebracht.

Discord wäre für Microsofts Xbox-Sparte ein „natural fit“, sagt Joost van Dreunen, Professor für Video Games an der New York University, gegenüber der New York Times. Microsoft habe Hardware gebaut und Software gekauft und „näht nun alles mit einem Community-Bindegewebe zusammen.“

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Maria ist freie Journalistin und technische Mitarbeiterin an der Universität Leipzig. Seit 2021 arbeitet sie als freie Autorin für BASIC thinking. Maria lebt und paddelt in Leipzig und arbeitet hier unter anderem für die Leipziger Produktionsfirma schmidtFilm. Sie hat einen Bachelor in BWL von der DHBW Karlsruhe und einen Master in Journalistik von der Universität Leipzig.