Zum sechsten Geburtstag: Facebook beschenkt sich mit neuen Features selbst

Marek Hoffmann

„Ich würde lieber live im Fernsehen von einem Paar kalter Hände eine Rektaluntersuchung bekommen, als eine Facebook-Seite zu haben!“ Dieser Ausspruch soll laut Branchen-Dienst Spielefilmetechnik aus dem Mund von George Clooney entwichen sein. Dies war aber bevor das Social Network gestern seinen sechten Geburtstag gefeiert und sich in diesem Zusammenhang nicht nur einen neunen Anstrich verpasst, sondern auch ein paar neue Features rausgehauen hat. Vielleicht würde der gute Mann nun seine Meinung ändern, wenn man ihn nochmal fragte.

Was ist denn nun aber neu? Zunächst einmal wurde die Navigation verbessert und ermöglicht nun über die obere sowie die von unten nach links gewanderte Menüleiste einen schnelleren Zugriff auf die wichtigsten Daten. Freundschaftsanfragen, Nachrichten und Benachrichtigungen werden zukünftig in Drop-Down-Menüs angezeigt, wenn man die entsprechenden Buttons oben links anklickt, die sich zwischen dem Facebook-Logo und dem Suchfenster befinden. Wer die Menüpunkte „Startseite“, „Profil“, „Freunde finden“ und „Konto“ sucht, muss seinen Blick in die rechte obere Ecke richten. Da mir die neuen Funktionen auf meinem Profil noch nicht zur Verfügung stehen (sie werden nach und nach ausgerollt und stehen erst 80 Millionen der mittlerweile 400 Millionen User zur Verfügung), kann ich euch hier leider nur den etwas unscharfen Screenshot der Facebook-Mitarbeiterin Jing Chen präsentieren: 

Um noch schneller zu sehen, welcher Freund gerade online ist, etwas Neues gepostet oder eine Nachricht geschrieben hat, wurden die Dashboards hierfür in die linke Menüleiste verschoben. Eine sehr hilfreiche Neuerung beim Foto-Dashboard erlaubt es, auf einen Blick die zuletzt von meinen Freunden veröffentlichten Fotos zu erkennen. Neben diesen Boards finden sich hier auch jene für die abonierten News-Feeds oder Games:

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Wer auf seinem Account bereits Zugriff auf die neuen Feature hat, kann mir gerne ein paar Screenshots schicken, die ich dann hier verwenden würde. Nachfolgend zwei Screenshots, die ich von Manu aus dem Bereich „Privacy Settings“ zur Verfügung gestellt bekommen habe:

Danke, Manu!

Eine weitere Neuerung, die mit der veränderten Navigation nichts zu tun hat und von Facebook auch noch nicht bestätigt wurde, habe ich vorhin noch bei den Kollegen von Techcrunch aufgeschnappt. Demnach überarbeiten Mark Zuckerberg und seine Techniker momentan ihren Messenger-Dienst und wollen schon bald einen komplett ausgestatteten E-Mail-Service anbieten. Das Projekt läuft einer anonymen Quellen zufolge intern unter dem Codenamen „Project Titan“ (wird von manchen aber offenbar auch als „Gmail killer“ bezeichnet). Der Dienst soll in die Plattform integriert werden, User können sich ihre Mails aber auch ausgeloggt über POP/IMAP auf den Rechner saugen.

Zuletzt noch eine Info, die ich persönlich aus einem speziellen Grund besonders interessant fand: Vor einigen Tagen hatte Facebook verkündet, bereits seit einem halben Jahr die Software „HipHop“ zur Beschleunigung des Maschinen-Codes PHP im Einsatz zu haben. Hierdurch hätte sich der Speicherverbrauch der Server reduzieren, ihre Auslastung halbieren und so enorme Kosten einsparen lassen. Als ich das las, musste ich an meinen Artikel „Datenschutz war gestern“ denken, in dem ich über eine Facebook-Mitarbeiterin geschrieben hatte. Sie hatte dem Magazin Rumpus ein anonymes Interview gegeben und darin unter anderem behauptet, dass die Seiten auf Facebook bald schneller verfügbar wären, weil man PHP durch den schnelleren Code „Hyper-PHP“ ersetzen würde.

Offenbar hatte die Dame Recht. Stellt sich nun die Frage, ob sich auch mit dem „Master Password“ Recht hatte…

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(Marek Hoffmann)

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Marek Hoffmann hat von 2009 bis 2010 über 750 Artikel für BASIC thinking geschrieben und veröffentlicht.