Zeit- statt PageView-Messung

Robert Basic

nachdem Nielsen angekündigt hat, den Erfolg einer Webseite nicht mehr nur mittels der Anzahl der Seitenaufrufe zu messen, stattdessen mit „Time per User“, wurde ja in der Blogosphäre heiß darüber diskutiert. Heute stoße ich auf einen Beitrag bei Pronet Advertising. Diese Tabelle enthält bereits die Aufenthaltsdauer:
nielsentime

stellt man die Sortierung nach Zeit um, ergibt sich folgendes Ranking:
nielsentime

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An sich also nicht mal sooo wild, denn letztlich sind Marketiers nicht dämlich (gehe ich mal von aus): Natürlich kann man sich denken, dass die User auf Videoseiten tendentiell länger kleben bleiben. Auf Suchmaschinenseiten eher weniger. Und Newsseiten werden irgendwo dazwischen liegen. Wenn nun einer mit seiner Videoseite bei Onlinevermarktern klingelt, wird der natürlich nicht nur auf die Zeit pro User schielen, sondern bei 5.000 Besuchern/Tag möglicherweise schneller abwinken, als es einem lieb sein kann. Andererseits, was macht er, wenn zwei Videoseiten aufschlagen, die folgende Zahlen aufweisen: Seite A hat 1 Mio Besucher pro Monat, jeder User verbrät im Schnitt 1 Stunde. Seite A hat 500.000 User pro Monat und jeder User verbrät im Schnitt 2 Stunden. Summa summarum glänzen beide Seiten mit 1 Mio Userstunden. Welche ist nun besser? Aber auch hier wird man sich den großen Rest anschauen. Wer sind die User, was sind das für Videos, wie entwickelt sich die Seite, wie ist ihr allgemeines Standing, wie wirkt die Seite (altbacken, hip, jugendlich, erwachsen, …), wie schaue die Mediadaten aus, …. Ich denke, die angenommene Fixierung rein auf PageViews war schon immer ein Trugschluss.

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Robert Basic ist Namensgeber und Gründer von BASIC thinking und hat die Seite 2009 abgegeben. Von 2004 bis 2009 hat er über 12.000 Artikel hier veröffentlicht.