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Der Bitcoin entert die Finanzwelt im Bloomberg-Kursfeed

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geschrieben von Felix

Auf dem Weg zum Mainstream hat die digitale Währung Bitcoin einen weiteren Meilenstein erreicht: Der Finanzinformationsdienst Bloomberg testet den Kurs der Netzwährung ab sofort in seinen Daten-Stream. Für den Bitcoin ist dies ein wichtiger Schritt, denn immer mehr kommt er damit in der Mitte der Gesellschaft an.

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Der relative Wert des Bitcoin

Seit Anfang des Jahres berichtet BASIC thinking regelmäßig über die neusten Entwicklungen beim Bitcoin. In dieser kurzen Zeit hat sich die Bekanntheit der Währung massiv gesteigert, die Zahl der Bitcoin-Eigentümer vermutlich ebenso. Ende März ist der Kurs der Währung massiv in die Höhe geschnellt. Von kurzen Einbrüchen abgesehen erreichte der Bitcoin seither eine Marktkapitalisierung von über 1 Milliarde US-Dollar – aktuell: 1,2 Mrd. US-Dollar bzw. 914 Millionen Euro.

Für den willigen Hobby-Bitcoin-Händler bleibt der Markt aber weiter unübersichtlich. Je nach Anbieter stoßen nämlich sehr verschiedene Preise für Angebot und Nachfrage aufeinander. Aktuell sehe ich unterschiedliche Kurse für 1 Bitcoin mit Werten zwischen 76 und 79 Euro. Händler gibt es ebenso viele, jeweils in unterschiedlichen Ländern. In Deutschland haben Bitcoin.de und die Online-Bank Fidor jüngst eine Partnerschaft angekündigt.

Die Ankündigung von Bloomberg könnte zumindest dem Preischaos etwas entgegenwirken. Auf dem hauseigenen Bloomberg-Terminal wird nämlich derzeit ein Realtime-Kursticker getestet, der sich aus Daten von Mt. Gox und Tradehill speist. Bloomberg selbst hat diese Tests mittlerweile bestätigt. Jedoch spricht man dort von einem Prototypen, dessen endgültige Veröffentlichung unsicher ist. Im Moment können das neue Feature nur Mitarbeiter testen. Alleine schon wegen des großen Interesses könnten die Chancen auf ein tatsächliches Rollout aber ganz gut stehen.

Stück für Stück zur „echten Währung“

Der Test auf dem Bloomberg-Terminal ist vor allem deshalb bemerkenswert, weil es sich dabei um ein wichtiges System für die Finanzwelt handelt. Den Terminal werden die meisten schon mal irgendwo an der Börse im Fernsehen gesehen haben – das Ding mit den vielen Monitoren und den bunten Spezialtastaturen. Für schlappe 1.800 Dollar im Monat könnt ihr euch die Super-Maschine nach Hause holen.

In Puncto Referenzkurs würde eine Preisangabe im Terminal deshalb sicher ganz neue Maßstäbe setzen. Überhaupt ist es interessant, wie man sich in der Finanzwelt mit dem Thema auseinandersetzt. Glaubt man einem Reuters-Bericht vom April, dann haben die großen Investmentbanken längst ihre Finger im Spiel.

2012_Bloomberg_Terminal_by_jm3_-_Creative_Commons_licensed

Langer Marsch voraus

Glaubhaftere, weniger unterschiedliche Preisangaben würden nach meiner Einschätzung jedenfalls das Vertrauen in die Währung weiter stärken. Ein Bloomberg Kurs-Feed ist deshalb ein wichtiger Schritt. Aber nur einer von vielen.

Nötig sind auch noch weitere Kooperationen mit (deutschen) Banken, die sicheren Handel in Echtzeit direkt über das Konto ermöglichen. Heute Bitcoin, morgen Google-Aktien sollte das Motto lauten. Ein Extra-Konto nur für Bitcoins macht verständlicherweise für viele einfach keinen Sinn. Auch weil es sich gegenwärtig so umständlich gestaltet, ist der Bitcoin aktuell nur etwas für wirklich Motivierte.

Electric-Eye (CC BY-SA 2.0), jm3 (CC BY-SA 2.0) / Flickr


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Über den Autor

Felix

Internetabhängiger der ersten Generation, begeistert sich für Netzpolitik, Medien, Wirtschaft und für alles, was er sonst so findet. Außerdem ist er ein notorisches Spielkind und hält seine Freunde in der „echten Welt“ für unverzichtbar.

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