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Archive for 04.2011

Bei Google News herausgeflogen: Wenn ein Suchriese zu mächtig wird [Update]29.04.11


Eigentlich mochte ich Google News. Etwas in die Jahre gekommen ist der Dienst, die Gewichtung der Quellen nicht immer nachvollziehbar, aber davon abgesehen war der Newsaggregator für mich eine gute und eigentlich faire Recherche-Quelle. Doch dann passierte etwas, was mich überraschte: Meldungen von unserer Schwesterredaktion Onlinekosten.de sind von einem auf den anderen Tag bei Google News herausgeflogen. Der Suchriese hat die Redaktion vor einigen Wochen ohne Vorwarnung darüber informiert, dass ihre Beiträge ab sofort nicht mehr dort erscheinen würden. Es sei denn, man würde eine Reihe von Maßnahmen ergreifen, um wieder bei Google News aufgenommen zu werden.

Auch die Redaktion von Teltarif scheint aus dem Verzeichnis von Google News gerutscht zu sein. Von den Kollegen tauchen seit gut einem Monat keine Beiträge mehr dort auf. Waren beide Redaktionen klaglos für Jahre bei dem Newsaggregator gelistet, entsprechen nun einige Beiträge der beiden Redaktionen offenbar nicht mehr Googles Richtlinien. Ich habe versucht herauszufinden, warum.

[Update, Montag 2.5.: Die Redaktion von Teltarif hat auf unseren Beitrag reagiert und ebenfalls bekannt gegeben, dass man bei Google News ausgelistet wurde. Redakteur Ralf Trautmann zitiert darin eine fast identische Mail, die auch Onlinekosten.de bekommen hatte und fragt sich, ob Google große Medien bevorzugt behandelt.] (weiterlesen …)

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Vom Chef zum Hausmeister: Mit Betriebssystemen ist kaum noch Geld zu machen29.04.11

Seid lieber vorsichtig mit all zu wohl klingenden Erfolgsmeldungen, denn es könnte sein, dass ihr sie schon wenig später selbst relativieren müsst. Vor einer Woche gab Microsoft noch die durchaus bemerkenswerte Zahl von 350 Millionen verkauften Windows-7-Lizenzen in 18 Monaten bekannt. Gestern Nacht dann im aktuellen Quartalsergebnis musste Microsoft einräumen, dass der Umsatz mit Windows im Vergleich zum Vorjahresquartal um 4 Prozent gesunken ist. Ein Erfolg also nur, was die Verbreitung angeht. Denn geht es ums Geld, ist mit Betriebssystemen kaum noch eine Marge zu machen.

Das dürfte vor allem einen Grund haben: weniger Interesse – sowohl bei den Kunden als auch bei den Herstellern. Ein Betriebssystem ist ein Betriebssystem und eben kein Highlight mehr. Das mag bei Windows 95 und der ersten Version von Mac OS X noch anders gewesen sein. Heute unterscheiden sich die gängigen Desktop-Systeme immer weniger voneinander – und die Erwartungshaltung der Kunden hat sich geändert. Man will, dass das Ding nicht zickt, sondern schön brav und stabil läuft, mehr nicht. Oder anders ausgedrückt: Es soll sich nicht aufspielen wie der Chef, sondern lieber im Hintergrund arbeiten wie der Hausmeister. Und es soll nicht in Dinge einmischen, die ihn nichts angehen. (weiterlesen …)

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“Germany’s Gold”: Geplante Online-Videothek von ARD und ZDF wird Gegenwind bekommen29.04.11

Dann mal los: ARD und ZDF planen laut einem Bericht der “Financial Times Deutschland” eine gemeinsame, kommerzielle Online-Videothek mit dem Arbeitstitel “Germany’s Gold”. Sie soll die besten Inhalte aus 60 Jahren öffentlich-rechtlichem Fernsehen anbieten – teils gegen eine Gebühr, teils werbefinanziert. Man ahnt bereits an dieser Formulierung, dass keinesfalls jeder damit einverstanden sein wird. Auch wenn ZDF-Intendant Markus Schächter vor Freude über die geplante Plattform beinahe überschäumt: “Ich habe selten eine solche Euphorie erlebt wie bei den Beteiligten dieses Projekts”.

Die Kosten wären mit einem niedrigen Millionen-Euro-Betrag überschaubar. Zum Vergleich: Die Gebührenzahler werfen den Öffentlich-Rechtlichen jährlich rund 7 Milliarden Euro in den Topf. Die Kosten für den Aufbau und Betrieb der Plattform dürften nicht ihnen aufgebrummt werden. Im Gegenteil: Die Gebührenzahler müssten dank der Einnahmen aus der Plattform entlastet werden. Allerdings steht eigentlich jetzt schon fest, dass Kritiker gegen das Projekt Sturm laufen werden – zum Teil zu Recht. (weiterlesen …)

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Niederländische Polizei kauft TomTom-Daten, richtet Radarfallen danach aus28.04.11

Man regt sich ja inzwischen kaum noch über sowas auf: TomTom, der Hersteller für Navigationsgeräte, hat Bewegungsdaten seiner Kunden an niederländische Behörden verkauft. Von dort wurden sie an die Polizei weitergereicht und diese nutzte die Daten eiskalt dazu aus, um an strategisch günstigen Orten Radarfallen aufzustellen. Bei TomTom sei man nach Bekanntwerden dieses Details aus allen Wolken gefallen, meldet die niederländische Tageszeitung “Algemeen Dagblad”. TomTom-Chef Harold Goddijn reagierte auf die Vorwürfe aber anders als man vermuten könnte: Man veröffentlichte eine Pressemeldung, in der es heißt, der Kunde komme zuerst und man würde Daten nur von solchen Kunden herausgeben, die dem auch zustimmten.

Dass die Polizei diese Daten für die Platzierung von Radarfallen benutzt, habe man nicht gewusst. Man werde erwägen damit aufzuhören, wenn eine Mehrzahl der Kunden das wolle. Ferner listete TomTom auf, welche Daten herausgegeben wurden: alte Verkehrsdaten, deren Weitergabe man zustimmen oder ablehnen kann. Daten würden anonymisiert, sie würden dazu verwendet, Staus zu vermeiden und prekäre Verkehrssituationen zu entschärfen. Wenn das überhaupt eine Entschuldigung ist, klingt sie noch lahmer als die von Apple gestern. (weiterlesen …)

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Damit es ein- für allemal klar ist: So hängt ihr die Rolle Toilettenpapier richtig auf28.04.11

Auf der Welt passiert im Augenblick bekanntlich nichts Wichtiges. Es gibt keine arabische Revolution, keinen Bürgerkrieg in Libyen, keine Unruhen in Syrien, kein Flüchtlingsproblem in Europa, keinen griechischen Staat, der kurz vor der Pleite steht, keine steigenden Lebensmittelpreise. Was es aber zum Glück gibt, ist eine Debatte darüber, wie man eine Rolle Toilettenpapier richtig herum aufhängt. Und so geistert seit einigen Tagen eine hübsche Infografik durch das Netz (und ich könnte schwören, vor ein paar Monaten schonmal eine gesehen zu haben). Ziel der Initiatoren ist Aufklärung: Es hat mehr Vorteile, wenn sich das Papier von oben abrollen lässt.

Das lässt sich laut der Grafik sogar statistisch belegen: Es ist rein phyikalisch einfacher, weil der kürzere Weg, das Toilettenpapier oben beziehungsweise vorne zu greifen. Durch den schnelleren Zugriff spart der Nutzer Zeit. Dass zusätzlich 20 Prozent der Toilettenbesucher sich über falsch aufgehängte Rollen ärgern und ebenso viele eine – ihrer Meinung nach – falsch aufgehängte Rolle schon einmal umgedreht haben, kostet weitere Zeit. Erschwerend hinzu kommt, dass der durchschnittliche US-Amerikaner im Jahr 30 Minuten lang nach dem Ende einer Toilettenrolle sucht. Und die Zeit ist deutlich höher, wenn das Papier nach hinten (unten) heraus hängt und damit schlechter zu sehen ist. (weiterlesen …)

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Was machen zwei YouTube-Gründer mit Milliarden auf dem Konto? Sie kaufen Delicious27.04.11


Die beiden YouTube-Gründer Chad Hurley und Jason Chen sind zurück und sie haben etwas Außergewöhnliches getan: Sie haben Yahoo Delicous.com abgekauft, einen der einst führenden Social-Bookmarking-Dienste. Chen und Hurley wollen den Service in ihr neues Unternehmen Avos aufnehmen. Derzeit seien sie eifrigst dabei, Personal anzuheuern, um die heutzutage grassierende Informationsflut einzudämmen, schreiben sie in der Pressemeldung dazu. Konkreter werden sie erst einmal nicht.

Über den Kaufpreis wurde ebenfalls nichts bekannt. Er dürfte sich aber im Rahmen der 1 bis 2 Millionen US-Dollar bewegen, die Yahoo unbestätigten Meldungen zufolge im März dafür gefordert hatte. Das dürften Peanuts für Chen und Hurley sein, die YouTube im Jahr 2007 für 1,76 Milliarden Dollar an Google verkauft haben. Anders als Yahoo wollen sie Delicious weiter betreiben und in den kommenden Monaten in enger Zusammenarbeit mit der Community renovieren. (weiterlesen …)

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Noch mehr (fragwürdige) Quellen: Google bohrt Echtzeitsuche auf27.04.11


Google hat seiner US-Version der Echtzeitsuche weitere Quellen hinzugefügt. Diese sollen die Echtzeitsuche umfassender machen. Bislang fand man dort aktuelle, öffentliche Statusupdates von Twitter, Google Buzz und Facebook vor. Neue Quellen sind zum Beispiel das Frage-Antwort-Portal Quora. Der Ansatz ist nobel, doch nicht alle Ergebnisse und Quellen können überzeugen. Wenn ich das einmal mit euch zusammen durchgehen darf: laut SearchEngineLand sind jetzt Echtzeitergebnisse aus folgenden Quellen dabei:

  • Google News – aber nur in der Seitenspalte wirklich zu erkennen
  • Google Blogsuche – die ohnehin kaum lesenswerte Blogbeiträge findet
  • Neue Statische Webseiten oder Updates auf solchen – wie oft passiert das und welchen Ergebnisse bieten solche Seiten?
  • FriendFeed – nett gemeint, aber der Dienst wird seit der Übernahme durch Facebook kaum noch genutzt
  • Jaiku – faktisch tot
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Apple äußert sich zu Überwachungsvorwürfen: Alles nur ein Softwarefehler?27.04.11


Was haben wir nicht in den vergangenen Tagen alles über das Ausspähen von Smartphones gelesen und geschrieben. Nachdem vergangene Woche bekannt wurde, dass Apple Standortdaten seiner Nutzer in einer Datenbank-Datei auf dem iPhone speichert, ging die Geschichte erst los. Heute hat Apple endlich offiziell darauf reagiert. Apple beantwortet darin die meist gestellten Fragen der vergangenen Tage. Zum einen verfolge man den Standort der Nutzer nicht; die Datei sei allein dafür da, die Positionsbestimmung für Anwendungen zu verbessern. Nutzerdaten würden aber nicht an Apple oder ungefragt an App-Anbieter weiter gegeben. Den Sinn hinter dieser Positionsbestimmung mit Funkmasten und WLANs habe man wohl nicht verständlich genug kommuniziert.

Dass die Datenbank-Datei bis zu einem Jahr lang die Standortdaten abspeichere – immerhin erinnert das stark an die Vorratsdatenspeicherung – sei ein Software-Fehler. Dass manchmal weitere Daten mitgeschrieben würden, auch wenn ein Nutzer Ortungsdienste deaktiviere, ebenso ein Software-Fehler. Beide werde man in einem iOS-Update in Kürze beheben, teilte Apple mit. Die Daten selbst seien zu ungenau, um daraus Bewegungsprofile zu erstellen. Sind jetzt alle wieder zufrieden? (weiterlesen …)

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Nokia, was zum Teufel macht ihr da?27.04.11

Weg mit dem Alten, her mit dem Ungewissen: Nokia hat heute angekündigt, weltweit 4.000 der 65.000 Mitarbeiter zu entlassen, davon 1.400 alleine in Finnland. Die meisten dieser Mitarbeiter forschen und entwickeln für die Systeme Symbian und MeeGo. Die Symbian-Sparte übergibt Nokia nahezu komplett an den IT-Dienstleister Accenture. Durch den Wechsel der rund 3.000 Mitarbeiter will Nokia vor allem Geld sparen. Accenture soll außerdem mit der Entwicklung von Dienstleistungen für das kommende System Windows Phone 7 betraut werden. Für die ausscheidenden Mitarbeiter hat Nokia einen Sozialplan entwickelt.

So weit wäre das noch kein großer Aufreger. Nokia hat im Rahmen der Kooperation mit Microsoft angekündigt, künftig auf Windows Phone 7 zu setzen und Symbian und MeeGo langsam auslaufen zu lassen. In einer Brandrede hatte der neue Nokia-Chef Stephen Elop seine Mitarbeiter auf den neuen Kurs eingestimmt. Viele, auch ich, haben die Entscheidung anfangs begrüßt. Liest man aber zwischen den Zeilen und betrachtet die Entwicklungen seitdem genau, muss man fürchten, dass Elop den Karren vor die Wand fährt.

Update: Benjamin Lampe, Kommunikationschef bei Nokia, wehrte sich gerade am Telefon gegen den Vorwurf mangelnder Stringenz. Die Restrukturierung sei ein seit langem geplanter Teil der im Februar neu angekündigten Strategie. Eben weil man künftig auf Windows Phone 7 setzen wolle, sei nun eine Konsolidierung der Symbian-Entwicklung notwendig. Es werde aber weiterhin Updates des Systems geben. (weiterlesen …)

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Facebook wirklich machtlos gegen den Wurm, der weiß, wer dein Profil besucht hat?27.04.11

Diese Zeilen muss ich schreiben. Denn das ist die einzige Möglichkeit, wenigstens ein paar tausend von euch zu erreichen: Lasst die Finger von Links in eurer Facebook-Pinnwand mit Titeln wie “WOW! Endlich kannst du sehen, wer dein Profil aufgerufen hat”! Denn das ist ein ganz übler Wurm, der in dem sozialen Netzwerk derzeit sein Unwesen treibt. Gut 600.000 Nutzer sollen laut Amir Esmann von Metacafe dem Wurm bereits bis vergangenen Mittwoch zum Opfer gefallen sein. Inzwischen dürfte die Millionengrenze überschritten sein. Und weil der Wurm auf meiner Pinnwand noch immer sein Unwesen treibt, seid ihr hiermit einfach gewarnt. Facebook selbst macht es auf einer Hilfe-Seite klar:

Anwendungen KÖNNEN KEINE Profilbesuche von Nutzern verfolgen, die nur das Profil einer anderen Person aufrufen; Facebook hat dafür gesorgt, dass dies technisch unmöglich ist.

Oder, um es im Sinne einer Facebook-Gruppe zu sagen: “Nur Chuck Norris kann sehen wer auf deinem Profil war…” Der Wurm schickt nicht nur Pinnwandeinträge im Namen einer Person an ihre Freunde, sondern auch an den Chat. Wie der Südkurier berichtet, hatte das Virus das Profil einer Nutzerin auf der Dating-Seite Badoo mitsamt Foto angelegt. Sie bekam im Laufe der nächsten Tage Mails von insgesamt 24 Männern, die sie treffen wollten. Ihr Profil dort habe sie nur schwer wieder löschen können. (weiterlesen …)

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Nach dem Hack: Größtes anzunehmendes Datenleck und Gesichtsverlust bei Sony27.04.11

Der Hack in Sonys Unterhaltungsnetzwerken Playstation Network (PSN) und Qriocity dürfte der größte Daten-GAU der vergangenen Jahre sein. Erst eine Woche nach dem Hack ging Sony gestern damit an die Öffentlicheit. Ein noch unbekannter Hacker sei in der Zeit zwischen dem 17. und dem 19. April in Sonys Datenbanken eingedrungen und habe unter anderem Namen, E-Mail-Adressen und Postanschriften, Geburtsdaten, Passwörter, Sicherheitsfragen, Kaufgeschichte und möglicherweise auch Kreditkartennummern von mehr als 75 Millionen Kunden erbeutet. Wer dahinter steckt, ist noch unklar. Die Hackergruppe Anonymous hatte das PSN am 16. April mehrfach mit DDOS-Attacken überschwemmt, also versucht, das Netzwerk durch zu viele Anfragen in die Knie zu zwingen. Die Hacktivisten wollten sich damit für die Klage gegen einen Hackers rächen und Sony eine Lektion erteilen.

Der Diebstahl von Kunden- und gar Kreditkartendaten trägt allerdings nicht die Handschrift von Anonymous. Es ist denkbar, dass ein Dritter die vorübergehende Schwäche von Sony ausgenutzt hat, um in das Netzwerk einzubrechen. Ironie der Geschichte ist, dass das Playstation Network als eins der am besten gesicherten der Welt galt. Sony nahm PSN und Qriocity am 19. April (vergangenen Dienstag) ohne Angabe von Gründen für mehrere Tage vom Netz, um sich um das Problem zu kümmern. Die Dimensionen des Hacks wurden Sony eigenen Angaben nach erst nach mehreren Tagen bewusst. Dass die Diebe wohl genug Informationen gestohlen hatten, um damit Käufe auf Kosten der PSN-Kunden zu tätigen, will Sony demnach nicht gewusst haben. Die Kunden wurden eine geschlagene Woche im Unklaren gelassen. Und noch immer sind die Netzwerke offline; Sony hat noch nicht bekannt gegeben, wann sie wieder verfügbar sein sollen. (weiterlesen …)

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Gastrolle bei Stromberg zu gewinnen. Bedingung: Vorstellungsgespräch mit dem Chef26.04.11

Ich weiß nicht, wie es euch geht. Aber ich mochte die ersten Staffeln von “Stromberg”, der deutschen Adaption der britischen Comedy-Serie “The Office“, sehr gerne. Spätestens seit der vierten Staffel haben sich das Konzept und der Humor für mich aber langsam überreizt. Und der sehr talentierte und vielseitige Schauspieler Christoph Maria Herbst tut mir immer mehr Leid, weil er praktisch nur noch als Stromberg auftreten darf, sei es in Programmhinweisen oder jüngst in Werbespots wie von RWE.

Aber na gut, die Serie hat nach wie vor viele Fans. Die Produktionsfirma Brainpool plant den Dreh der fünften Staffel und hat dazu jetzt eine Werbeaktion auf MySpass gestartet: Ein Zuschauer gewinnt eine kleine Gastrolle in der Serie. Dazu können Fans ein Video hochladen und ihre Kompetenz beweisen. Zuvor müssen sie aber an Bernd Stromberg im Vorstellungsgespräch vorbei. Zunächst gilt es die üblichen Fragen zu beantworten wie Alter, Adresse, Gewicht und Konfektionsgröße. Später reagiert Stromberg auf jede einzelne Frage in gewohnt sarkastischer Manier. (weiterlesen …)

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MySpace des Ostens: Soziales Urgestein Friendster streckt die Waffen26.04.11

Nie mehr Social Network: Friendster war seit 2002 ein eben solches, praktisch das Urgestein eines sozialen Netzwerks. Nun aber gibt das Projekt, das seit Ende 2009 Eigentum der malaysischen Kapitalgesellschaft MOL Global ist, den aussichtslosen Kampf gegen Facebook auf. Gelöscht werden soll zwar nichts, Friendster rät seinen Nutzern aber, die eigenen Profilinhalte bis zum 31. Mai herunterzuladen und zu exportieren. Hierzu bietet man den Nutzern eine App an, die eben Inhalte wie Fotos, Nachrichten, Kommentare, Blogs und Gruppen zu anderen Netzwerken exportiert. Fotos etwa lassen sich an Flickr übertragen.

Das soll nicht Friendsters Ende sein: MOL will in den kommenden Wochen eine neue, überarbeitete Version des Netzwerks starten, das künftig als Entertainment-Plattform herhalten muss. Nutzer, vor allem aus dem asiatischen Raum, sollen Friendster nutzen, um Musik und Games zu spielen. Schon jetzt nennt sich Friendster eine Plattform für Social Gaming. Und auch wenn es das nicht soll, klingt es danach, als würde die Restrukturierung Friendsters Ende sein. (weiterlesen …)

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Amazons neuer Bezahl-Button im Facebook-Stil: Einfacheres Zahlen, neue Abhängigkeiten26.04.11

Das Web wird Amazon. Der Online-Versandhändler hat heute einen Button für sein Bezahlsystem Amazon Payments auch in Deutschland vorgestellt. Online-Händler können damit einen Schaltknopf mit der Aufschrift “Bezahlen über Amazon” in ihrem Shop einbinden und damit sicheres Zahlen über den Internet-Riesen anbieten. Das Versandhaus wandelt damit auf den Spuren des sozialen Netzwerks Facebook, das mit Buttons auf Drittwebsites die Möglichkeit anbietet, einen Link mit den Freunden zu teilen. Händler haben von Amazon Payments den Vorteil, auf kostspielige andere Bezahlmethoden verzichten zu können. Zusätzlich schafft das durchaus angesehene Versandhaus Vertrauen bei den Kunden, die mit ihren bei Amazon hinterlegten Informationen bezahlen können. Zusätzlich gilt der gleiche Garantie-Anspruch.

Der Händler zahlt keine Grundgebühr, aber pro Transaktion 35 Cent Gebühren an Amazon zusätzlich zu einer Provision. Diese beträgt bei bis zu 5.000 Euro Umsatz im Monat 1,9 Prozent und sinkt bei steigendem Umsatz stufenweise auf bis zu 1,2 Prozent (bei über 50.000 Euro Umsatz). Die Händler werden vermutlich frei entscheiden können, ob sie diese Gebühren an die Kunden weitergeben. Online-Shops aus den USA und Großbritannien soll der Schaltknopf angeblich bereits neue Kunden gebracht haben. (weiterlesen …)

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Facebooks neuer Sendeknopf: Rückkehr der Privatsphäre26.04.11

Aus “alle” mach “wenige”. Facebook hat gestern einen neuen Sende-Button vorgestellt. 50 renommierte Websites sollen ihn von Beginn an unterstützen. Er entspricht dem “Share”-Button auf Dritt-Websites, schickt einen Link aber nicht automatisch an die eigene Facebook-Pinnwand. Statt dessen kann man vor dem Senden auswählen, an welche Freunde oder Gruppe man einen Link sendet. Es ist Facebooks Antwort auf die “Guck-mal-hier-E-Mail”. Das Beispiel oben aus dem Magazin People.com zeigt, wie es funktioniert. Klickt man unter einer Meldung, einem Bild oder einem Video auf den Share-Button, poppt ein Layer auf und fragt, an wen man den Link senden möchte.

Einmal abgesehen davon, dass es neben dem Like/”Gefällt mir”-Button und dem “Share”-Button inzwischen der dritte Facebook-Knopf ist, den man auf seiner Website einbinden soll, offenbart die Meldung noch etwas ganz anderes: Group Messenging ist der letzte Schrei. Facebook bringt sich mit dem Sende-Button damit ganz auf Linie anderer Anbieter. Diese waren der große Hype auf dem diesjährigen Kongress SXSW: GroupMe, KIK und Beluga etwa bringen einen Group Chat auf das Smartphone. Yobongo erlaubt das Chatten mit Menschen in der unmittelbaren Umgebung. Warum das alles und warum jetzt? (weiterlesen …)

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