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Matrix 4, Suicide Squad und Co.: Warner Bros. setzt (2021) voll auf Streaming

Suicide Squad, Warner Bros., Warner Media
Auch die Fortsetzung von Suicide Squad landet direkt bei HBO Max. (Foto: Screenshot / YouTube)
geschrieben von Christian Erxleben

Matrix 4, Suicide Squad, Mortal Kombat, Godzilla vs. Kong und mehr: Die Blockbuster-Liste von Warner Bros. für das Jahr 2021 ist lang. Und: Erstmals werden alle Filme nicht nur im Kino, sondern auch zeitgleich auf der Streaming-Plattform HBO Max erscheinen. Eine Einordnung.

Weniger als vier Mal haben US-Amerikanischer in diesem Jahr ein Kino besucht, um sich einen Film anzuschauen. Das entspricht dem niedrigsten Wert seit 2002. Dabei entfallen 50 Prozent der Einnahmen auf die 25 größten Produktionen des Jahres.

Das zeigt: Natürlich sind die Kinobetreiber in den USA und gleichermaßen auch in Deutschland und den anderen Ländern der Welt einerseits abhängig von den großen Filmstudios um Disney, Warner Bros. und Co.


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Andererseits brauchen die Filmstudios auch die Kinos, weil Streaming alleine (noch) kein gewinnbringendes Geschäft ist. Das zeigt beispielsweise der zu Beginn mäßige Erfolg der Disney-Produktion Mulan, die zu einem Aufpreis von knapp 30 Euro für bereits zahlende Disney-Plus-Abonnenten exklusiv verfügbar war bevor er in die Kinos gekommen ist.

Warner Bros. setzt mindestens 2021 vollständig auf Streaming

Deshalb ist es nicht verwunderlich, dass mit Warner Bros. eines der größten Filmstudios der Welt nun angekündigt hat, dass alle Blockbuster-Produktionen nicht nur im Kino, sondern auch zeitgleich auf der hauseigenen Streaming-Plattform HBO Max anlaufen werden.

Auf der kostenpflichtigen Plattform sind alle Filme dann einen Monat erhältlich ehe sie für einen unbestimmten Zeitraum verschwinden. In dieser Zeit sind die Produktionen dann ausschließlich in den Kinos zu sehen.

Zu den Blockbustern, die Warner Bros. 2021 herausbringen will, zählen beispielsweise:

  • The Suicide Squad
  • Tom & Jerry
  • Godzilla vs. Kong
  • Mortal Kombat
  • King Richard
  • Space Jam: A New Legacy
  • Matrix 4

Alleine die Namen machen deutlich, dass es für Warner Bros. und dem Mutterkonzern und Telekommunikationskonzern AT&T dabei um Milliarden geht.

Der Plan sieht vor, dass alle Filme bei HBO Max in 4K Ultra HD und HDR laufen. Die monatlichen Kosten belaufen sich derzeit auf rund 15 US-Dollar. Allerdings plant Warner Bros. bereits ein Halbjahres-Abonnement für knapp 70 US-Dollar.

Kinofilme als Vorteil in den Streaming Wars?

Nun hat der Sonderweg von Disney Plus und Mulan in diesem Jahr bereits gezeigt, dass die Bereitschaft zusätzlich Geld zu einem bereits kostenpflichtigen Abonnement zu investieren, nicht allzu hoch ist.

Allerdings stellen die großen Produktionen von Disney, Warner Bros. und Co. trotzdem eine große Chance im Kampf gegen die digitalen Streaming-Konkurrenten um Netflix und Amazon dar.

Schließlich bieten die meisten Streaming-Dienste einen ähnlichen Grundstock an beliebten Filmen und Serien. Klassiker wie The Big Bang Theory, Family Guy, How I Met Your Mother oder Friends gibt es bei fast allen Diensten. Sie alleine sind kein Grund mehr für ein Abonnement.

Umgekehrt jedoch kann die Veröffentlichung von Matrix 4 durchaus dafür sorgen, dass sich Tausende neue Nutzer ein HBO-Max-Abo holen – zumindest für einen Monat. Und wenn sie sich registriert haben, nutzen sie den Dienst einfach, um die Klassiker ebenfalls zu streamen.

Wenn Warner Bros. und Co. es also verstehen, Blockbuster als User-Magneten zu verstehen, haben sie durchaus eine realistische Chance, signifikante Marktanteile von den beiden dominierenden Playern Netflix und Amazon Prime für sich zu beanspruchen.

Es könnte also durchaus der Fall sein, dass das vorgestellte Hybrid-Modell nicht nur 2021 zum Einsatz kommt.

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Über den Autor

Christian Erxleben

Christian Erxleben ist seit Ende 2017 Chefredakteur von BASIC thinking. Zuvor war er als Ressortleiter Social Media und Head of Social Media bei BASIC thinking tätig. Durch seine Arbeit im Social-Media- und Marketing-Ressort der INTERNET WORLD Business, am Newsdesk von Focus Online und durch sein Journalismus-Studium sowie sein redaktionelles Volontariat hat er in den Bereichen der Redaktion und des Social Media Managements mehrjährige, fundierte Erfahrung gesammelt. Beruflich und privat beschäftigt er sich mit Social Media, New-Work-Konzepten und persönlicher Entwicklung.

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