Social Media Technologie

Das steckt hinter dem Hype um die Einwegkamera-App Dispo

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Um die Einwegkamera-App Dispo ist ein großer Hype entstanden. (Foto: Screenshot / App Store Dispo)
geschrieben von Fabian Peters

Die Einwegkamera-App Dispo kombiniert moderne App-Technologien mit den klassischen Funktionen einer Einwegkamera. Was im ersten Moment etwas absurd klingt, hat einen regelrechten Hype ausgelöst.

Dank moderner Smartphone-Anwendungen können wir in Sekundenschnelle Nachrichten verschicken, Bilder bearbeiten und Momentaufnahmen miteinander teilen. Doch die Foto-Anwendung Dispo bricht mit dieser Tradition.

Getreu dem Motto „Back to the Roots“ setzt Dispo auf einen Nostalgie-Effekt. Im Stile einer Einwegkamera verzichtet die Anwendung sowohl auf Filter als auch Bildbearbeitungsmöglichkeiten.


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Sogar die Entwicklungszeit der Fotos wird fingiert. So stehen alle Schnappschüsse stets erst ab 9 Uhr am Folgetag zur Verfügung – nach der „Entwicklung“ sozusagen.

Wie funktioniert die Einwegkamera-App Dispo?

Dispo ist von Grund auf einer Einwegkamera nachempfunden – sowohl von der Optik als auch vom Funktionsumfang. Die einzige Entscheidung, die Nutzerinnen und Nutzer treffen können, ist, ob sie mit oder ohne Blitz fotografieren möchten. Ansonsten gilt: draufhalten und losknipsen.

Für den sozialen Faktor der Anwendung sorgen die sogenannten Film Rolls. Nach der „Entwicklung“ können dort alle Schnappschüsse thematisch sortiert und anderen Nutzerinnen und Nutzern zugänglich gemacht werden. Ein häufiges Resultat: lustige und authentische Schnappschüsse mit einem gewissen Retro-Charme.

Datenschutz und Entwicklung

Der 25-jährige YouTuber David Dobrik zählt zu den Entwicklern von Dispo. Mit knapp 19 Millionen Abonnenten gilt er als einer der Stars der Szene. Von dieser Reichweite sollte letztlich auch Dispo profitiert haben.

Erst kürzlich konnte die Einwegkamera-App 20 Millionen US-Dollar Kapital einsammeln. Der Wert des Unternehmens soll laut Schätzungen mitunter bei rund 200 Millionen US-Dollar liegen.

Ähnlich wie Clubhouse sticht jedoch auch Dispo als Datensammler hervor. So ist für die Registrierung beispielsweise zwingend die eigene Mobilfunknummer erforderlich. Und auch die Privatsphäre-Seite der App liest sich in puncto Datenschutz nicht besonders nutzerfreundlich:

Wir sammeln Namen, Telefonnummern, E-Mail-Adressen, Kontakt-Präferenzen, Nutzernamen, Passwörter und andere ähnliche Informationen.

Auch den aktuellen Standort fragt Dispo regelmäßig ab. Das Sammelsurium an Daten dient Marketing-Zwecken und wird unter anderem für den Zuschnitt von personalisierter Werbung genutzt.

Dispo ist sowohl für iOS- als auch Android-Geräte verfügbar. Bisher gibt es jedoch lediglich eine englischsprachige Version.

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Über den Autor

Fabian Peters

Schreibt seit Januar 2021 für BASIC thinking. Studierte Germanistik & Politikwissenschaft and der Universität Kassel (Bachelor), Medienwissenschaften an der Humboldt-Universität zu Berlin (Master). Hat bereits für die Frankfurter Rundschau sowie die Magazine Pressesprecher und Politik&Kommunikation geschrieben.

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