EU, Ladekabel, Ladegeräte, Apple

Einheitliche Ladekabel: Die EU steht offenbar kurz vor einer Einigung

Beatrice Bode
unsplash.com/Solen Feyissa

Die Länder und Gesetzgeber:innen der Europäischen Union werden sich in der kommenden Woche zum Thema einheitliche Ladekabel einigen. Damit reagiert die EU auf die Forderungen vieler Verbraucher:innen. Apple hatte die Pläne zuletzt kritisiert. 

Das Ende für den Ladekabel-Salat? Am 7. Juni 2022 soll es allem Anschein nach soweit sein: Die EU will sich auf einen gemeinsamen Ladeanschluss für Smartphones, Tablets und Kopfhörer einigen. Das teilte eine mit der Angelegenheit vertraute Person der Nachrichtenagentur Reuters mit.

Besonders Apple dürfte diese Nachricht die Laune verderben. Der Elektronik-Konzern ignorierte die Diskussionen innerhalb der EU zum Thema bis zuletzt und produziert weiterhin Geräte mit dem hauseigenen Lightning-Anschluss.

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Einheitliche Ladekabel sind in der EU ein alter Schuh

Dass die Entscheidung zur Vereinheitlichung der Anschlüsse kommen wird, war bereits vor einigen Monaten bekannt. Nun ist die Frage nur noch, ob die Regelung für einheitliche Ladekabel tatsächlich nur Mobiltelefone, Tablets und Kopfhörer betreffen wird. Möglich wäre laut Reuters auch, dass sich der Vorschlag auch auf andere Geräte wie beispielsweise Laptops ausweiten könnte.

Außerdem diskutiert die EU auch über eine Harmonisierung von drahtlosen Ladesystemen. Dabei fordern einige Länder und Kommissionen, dass das bereits bis 2025 geschehen soll. Andere wünschen sich allerdings eine längere Vorlaufzeit.

Bereits vor zehn Jahren hatte die Europäische Kommission begonnen, Gespräche über einen einheitlichen Anschluss für Mobiltelefone zu führen. Ausschlaggebend dafür waren die Beschwerden von iPhone- sowie Android-Usern. Je nach Smartphone-Modell brauchen Verbraucher:innen seit jeher unterschiedliche Ladegeräte.

Apple äußert sich bisher nicht zur kommenden Entscheidung

Bisher war Apple für eine Stellungnahme nicht erreichbar. Allerdings ist die Meinung des Unternehmens zum Thema bekannt. Die unangemessene Verwendung veralteter internationaler Normen könne einen Berg von Elektroschrott verursachen und hemme darüber hinaus die Innovation.

Und vor allem um Innovation geht es Apple ja bekanntlich immer. Erst Anfang April verriet ein kurzzeitig geleaktes Support-Dokument des Unternehmens, dass Apple an einem neuen 35 Watt USB-C Hochleistungs-Ladegerät mit zwei Anschlüssen arbeitet. Immerhin verbaut der Technologie-Konzern USB-C wenigstens an einem Ende des Kabels.

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Beatrice ist Multi-Media-Profi. Ihr Studium der Kommunikations - und Medienwissenschaften führte sie über Umwege zum Regionalsender Leipzig Fernsehen, wo sie als CvD, Moderatorin und VJ ihre TV-Karriere begann. Mittlerweile hat sie allerdings ihre Sachen gepackt und reist von Land zu Land. Von unterwegs schreibt sie als Autorin für BASIC thinking.