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Kommentar-Outsourcing: Feedback zu stern.de-Artikeln künftig nur noch über Facebook

Leser-Kommentare unter Blog- oder Newsartikeln sind nicht erst seit gestern ein Thema. Und ein hitziges noch dazu. Erinnert sei beispielsweise an das Abschalten der Kommentarfunktion bei Engadget, Andrés „Danke für das ‚Arschloch‘„-Artikel oder zuletzt Jürgens Überlegungen darüber, ob (Blog)-Kommentare nun ein Fluch oder ein Segen sind. Im Kern geht’s bei der Debatte immer um das Gleiche: Wie geht man mit den meist anonym verfassten Beiträgen um, die gegen die Grundregeln eines gepflegten Miteinanders verstoßen? Löschen? Kommentarfunktion deaktivieren? Anmeldepflicht einführen? Ich will die Debatte hier nicht erneut aufleben lassen, sondern auf einen Lösungsansatz verweisen, den unter anderen Vorzeichen und in einem radikalerem Umfang das Magazin FHM im Juli dieses Jahres beschritten hat, und dem nun stern.de in gewisser Weise folgt.

Er sieht so aus, dass man sich in der Redaktion dazu entschlossen hat, die „Kommentarfunktion auf stern.de vorerst nicht mehr anzubieten“. Dies hat die Produktmanagerin des News-Portals, Katarina Rathert, in einem Interview mit Dirk von Gehlen geäußert. Allerdings fällt die Funktion nicht ersatzlos weg, sondern man ist dabei, „den Umgang mit Kommentaren auf stern.de neu zu konzipieren“, so Rathert. Und das bedeutet im Klartext, dass Leser ihre Meinung zu den Artikeln künftig nur noch auf Facebook hinterlassen können. Kommentar-Outsourcing, sozusagen.

Der durchaus nachvollziehbare Grund für dieses Vorgehen ist der oben genannte:

Wir haben in den letzten Monaten vor allem im Vergleich zu den Diskussionen auf Facebook starke qualitative Unterschiede der Userbeiträge festgestellt. Anonym abgegebene Kommentare, die sich nicht an ein Mindestmaß der Regeln des menschlichen Miteinanders halten, haben uns die Arbeit zunehmend erschwert. Wir mussten Diskussionen ständig mit Ermahnungen unterbrechen, extreme Beiträge löschen und themenfremde Auseinandersetzungen über regelkonformes Verhalten führen. Viele Leser haben uns immer wieder gebeten, die Kommentare lieber ganz auszuschalten. Eine freie und lebendige Diskussion war kaum mehr möglich, und wir waren mit der Verwaltung von Usern beschäftigt, die bewusst darauf aus waren, zu stören.

Der Vorteile leuchten auch ein:

Auf Facebook einer Seite zu sagen „gefällt mir“ und sich dort aktiv zu beteiligen ist ein Statement. Das gesamte eigene Netzwerk, welches zumeist aus Freunden, meist auch Arbeitskollegen oder Geschäftspartnern besteht, kann dies sehen und mitverfolgen. Da überlege ich mir sehr genau, was ich schreibe und wie ich es formuliere. Wenn wir doch mal Kommentare erhalten, die unter die Gürtellinie gehen, regulieren die User das sehr schnell untereinander, so dass auch kontroverse Debatten nicht abrutschen. Wir stellen immer wieder fest, dass unsere Facebook-User uns offen gegenüber stehen – was nicht heißt, dass wir nicht auch Kritik einstecken müssen. Aber wir haben die Möglichkeit, Entscheidungen transparent zu machen und darüber in den Dialog mit den Leuten zu treten, die das respektvoll bewerten.

Nichtsdestotrotz empfinde ich den Schritt als Fehler. Und zwar aus mehreren Gründen, die in dem Interview zum Teil auch anklingen.

So macht sich natürlich jeder, der einen Teil seines Contents auf fremden Servern hostet, von dem Drittanbieter abhängig. Zum Content zähle ich in diesem Kontext nicht in erster Linie die Artikel, da sie dort ja quasi nur angeteasert werden und man als Leser bei Interesse auf den Originalartikel umgeleitet wird. Es geht mir vielmehr um die Kommentare (wenngleich das für ein Blog sicherlich stärker zutrifft), von denen es auf den stern.de-Servern kein Backup gibt. Mal angenommen, Facebook ändert irgendwann seine Datenschutzbestimmungen oder Nutzungsbedingungen derart, dass sie für das News-Portal nicht mehr tragbar sind und man verabschiedet sich von dem Sozialen Netzwerk, dann sind die Kommentare futsch. Oder sie werden durch ein Computerproblem, einen Hacker oder sonst irgendein Unglück gelöscht. Kann bei stern.de natürlich auch passieren, wäre dann aber eine andere Geschichte, da man es selbst zu verantworten hätte.

Ein für mich viel wichtigeres Argument ist aber, dass es sicherlich viele Menschen unter den stern.de-Lesern gibt, die schlicht und ergreifend kein Interesse daran haben, sich auf Facebook anzumelden. Die aber gerne Artikel kommentieren. Da dürfte es zum einen jene geben, die das Netzwerk grundsätzlich ablehnen, aus welchen Gründen auch immer. Dann wiederum solche, denen es zu umständlich ist, sich dort anzumelden und denen die Plattform gegebenenfalls sogar zu kompliziert ist. Soweit ich es im Übrigen überblicke, gibt es unter den stern.de-Artikeln keinen Hinweis darauf, dass man als Leser die Artikel auf Facebook kommentieren kann – geschweige einen Hinweis darauf, wie das zu bewerkstelligen sei. Und dann gibt es schließlich jene, die einfach anonym kommentieren möchten.

Bei Letztgenannten denke ich keinesfalls an die Trolle, die mit ihren nervigen, geistlosen Ergüssen jedem Autor das Leben zur Hölle machen können. Sondern an jene, die aus bestimmten Gründen – sei es im Extremfall aus Angst vor Repressalien – ihre persönliche Meinung nicht unter ihrem Klarnamen kundtun möchten (die Möglichkeit von Fake-Accounts lasse ich mal außen vor). Viele von euch kennen den Spruch, dass das Internet nie beziehungsweise nichts vergisst. Und wer möchte in ein paar Jahren mit einem Kommentar konfrontiert werden – etwa vom neuen Chef, der sich im Rahmen einer Bewerbung ein wenig bei Facebook umgeschaut hat -, dessen Inhalt längst nicht mehr die eigene Weltsicht wiedergibt?

Rathert sieht diese Gefahr offenbar auch, redet sie sich aber schön. Auf die Frage, ob sie die Pflicht zu Klarnamen auf Facebook als Grund für die von ihr attestierte höhere Qualität der Kommentare sehe, antwortet sie:

Auf jeden Fall und die damit einhergehende soziale Kontrolle: jeder kann sehen, was und wie ich es geschrieben habe, zu welchen Themen ich was sage. Da will ich mir sicher sein, dazu auch stehen zu können und mich nicht zu blamieren oder dem Spott meiner Freunde auszusetzen.

Das bedarf in meinen Augen keines weiteren Kommentars.

Obwohl oder besser weil ich Rathers Einschätzung teile, dass Kommentare sich als „Feedback- und Ideentool“ etabliert haben und zu Diskussionen führen, die inhaltlichen Mehrwert schaffen und Spaß machen, kann ich deren Auslagerung zu Facebook durch stern.de nicht nachvollziehen. Zumindest dann nicht, wenn sie mit den oben vorgebrachten Argumenten verteidigt wird. Ich kann mich irren und tue es vielleicht auch, aber ich denke, dass die Zahl der „Qualitätskommentare“ dadurch nicht zunimmt – und den Verantwortlichen das im Grunde auch egal ist. Die Aussage: „Nachdem wir in den letzten Jahren darüber diskutiert haben, ob Kommentare sein müssen, haben sich diese nun endlich etabliert“ kann man auch so deuten, dass man sich bei stern.de damit abgefunden hatte, dass es sie gibt. Und man versuchte bisher trotz der oben beschriebenen Widrigkeiten das Beste draus zu machen. Jetzt hat man aber eine Lösung gefunden, mit der man zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen kann. Zum einen werden die Kommentare künftig, wie oben erwähnt, von den Facebook-Mitgliedern „kontrolliert“, wodurch Geld eingespart werden kann. Gleichzeitig aber kann auf Facebook auch Geld verdient werden.

Mir ist keine News-Seite bekannt, die nicht über rückläufige Einnahmen durch Online-Werbung klagen würde. Gleichzeitig ist Facebook diejenige Plattform, auf der Werbung offenbar noch richtig gut läuft. Einige der Gründe dafür habe ich in meinem Artikel zu den Werbeeinnahmen des Social Networks bereits beschrieben. Die wichtigsten dürften das „Selbstbedienungs-Werbesystem“ der Plattform sowie ihre große, heterogene User-Zahl sein. Na und wenn Rather davon spricht, dass Entscheider „zunehmend den Wert der Meinung ihrer Kunden“ sehen, dann klingt das für mich doch sehr stark danach, als sollte hier der Versuch unternommen werden, kommentarwillige User für Monetarisierungszwecke zu instrumentalisieren.

Smarte Idee, traurige Entwicklung.

(Marek Hoffmann)


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Über den Autor

Marek Hoffmann

Marek Hoffmann hat von 2009 bis 2010 über 750 Artikel für BASIC thinking geschrieben und veröffentlicht.

41 Kommentare

  • Ich kann den Schritt durchaus nachvollziehen, einzigste Sorge die ich mir auch machen würde, ist das die Kommentare eben plötzlich futsch sein könnten aus diversen Gründen die man nicht selber in der Hand hat.

  • Wenn Stern das facebook kommentare widget einbindet, haben user ohne fb account die möglichkeit die üblichen angaben zu machen und so weiterhin ohne fb account zu kommentieren.

    Besonders hartnäckige Trollen legen sich sonst einfach einen fake account an und schon ist die „kontrolle durch den social graph“ auch hin.

  • Ein weiteres Problem ist, dass man die Stern-Page auf Facebook erst liken muss, damit man überhaupt kommentieren kann. Mir gefällt der Stern aber gar nicht übermäßig, auf jeden Fall nicht so sehr, dass ich auf meiner Profilseite unter Interessen den Stern finden möchte. Wenn ich also nur mal einen bestimmten Artikel kommentieren will, muss ich entweder erst den Stern liken und dann wieder unliken, oder es eben gleich lassen. Da ich sicherlich nicht die einzige sein werde, die so denkt, kommen dann sicherlich fast nur noch Kommentare von Stern-„Fans“ zustande.

  • Hm, jo Marek, da stimmt ich dir zu.
    Ich finde es immer noch am besten, wenn die Kommentare auch bei dem jeweilgen Artikel zu finden sind, und nicht auf irgendeiner unabhängigen Drittplattform.

    Ich denke viele BasicThinking-Leser denken so, da Basicthinking-Artikel auf Facebook kaum kommentiert werden. Warum auch? Sinnlose Parallelkommentierung, die beim Artikel nie angezeigt wird.

    Also ich würde es nicht wollen, dass meine Besucher meinen Artikel auf ner anderen Website diskutieren…. aber wenns der Stern so möchte….

  • Hat eigentlich schon mal jemand ueber ein Web-Usenet Gateway nachgedacht? Alle Kommentare werden in eine bestimmte Gruppe geschrieben, z.B. de.talk.tagesgeschehen oder so. Ob Web -> Usenet oder Web Usenet kann man ja ueberlegen. Das Backup kann man ueber den eigenen Newsserver erledigen. Bliebe die Haftungsfrage fuer die Kommentare, die aufgrund des dezentralen Ansatzes den Juristen wahrscheinlich einiges an Kopfzerbrechen bereiten duerfte.
    Microsoft hatte – glaube ich – mal seine Foren nach *.microsoft.* oder so gepostet, das ist aber irgendwann gestorben.
    Haette auch den Vorteil, dass die Usenetbewohner sich mal wieder richtig schoen ueber saemtlich Postinguebel dieser Welt ereifern koennten, wird ja sonst langweilig.

  • Find ich idiotisch! Viele Menschen haben kein Facebook, müssen sich dem Hype anschließen oder sind automatisch ausgeschlossen.

    Außerdem will ich nicht, dass jeder(!) weiß, was ich lese, kommentiere und schreibe!

  • Stern.de ist die Online-Version eines journalistischen Angebots – es ist hart genug, jeden Tag die Inhalte zu erstellen, die Online ankommen und insgesamt vermarktbar sind, so dass die Refinanzierung stimmt.

    Online-Redaktionen sind aber im Kern keine Streetworker o.a. Sozialarbeiter, die sich um Menschen kümmern, die aus der Anonymität heraus manchmal jedes akzeptable Niveau unterschreiten. Wozu soll das auch gut sein ?

    Wer anonym bleiben will, findet genug Plätze im Web, journalistischen Angeboten tut es jedoch gut, wenn der Dialog mit und zwischen den Lesern auf gleicher Augenhöhe erfolgt, d.h. jeder gibt seinen Namen an, steht auch zu seiner Meinung.

    Aus diesem Grund finde ich die Entscheidung sehr nachvollziehbar – es wird hoffentlich dem Niveau der Diskussionen dienen.

  • Find ich eigentlich eine gute Idee. Facebook haben heute sehr viele und es ist ein enormes Marketinginstrument geworden

  • @Thomas: Wir scheinen uns zunaechst einmal in dem Punkt einig, dass der Kommentar-Transfer zu Facebook einen finanziellen Hintergrund hat. Und sicherlich auch darin, dass ein Online-Angebot nicht von Luft alleine leben kann.

    Wo unsere Meinungen aber auseinandergehen, ist in dem Punkt, der anonyme Kommentare betrifft. Und da werden wir offenbar auch keinen gemeinsamen Nenner finden, da ich meine Meinung zu deinen vorgebrachten Standpunkten im Text bereits geaeussert habe, sie dich aber augenscheinlich nicht ueberzeugen konnten.

    Zuletzt geht es aber auch nicht nur um die aonymen Kommentatoren, sondern auch um jene, die quasi dazu gezwungen werden, sich mit Facebook auseinanderzusetzen, wenn sie stern.de-Artikel kommentieren wollen.

  • @Marek Das mit dem Facebook-Zwang sehe ich auch kritisch, aber letztlich ist es praktisch, wenn es eine handvoll Authentifizierungsdienste gibt, zu denen Facebook inzwischen gehört.

    Letztlich treffen da auch zwei Rechtsauffassungen aufeinander.

    Zum einen müssen Medien kontrollieren, was auf ihren Plattformen statt findet. Schließlich werden sie durch Artikel 5 GG „bevorzugt“, müssen sich diesen Schutz aber auch verdienen, indem sie im großen und ganzen der Information und Meinungsbildung dienen.

    Zum anderen eröffnet das „Internet“ einen weiten Raum der Freizügigkeit, die ja auch Verfassungsrang hat, formuliert durch unser Verfassungsgericht als „informationelle Selbstbestimmung“.

    Aktuell sehe ich eine Entmischung der anonymen Dienste, die der Freizügigkeit unterliegen, der Informations-Dienste (Medien), die der Meinungsbildung dienen und der Plattformen für sozialen Austausch von persönlichen „privaten“ Meinungen, Gefühlen, Aktivitäten etc wie Facebook.

    Die EU versucht durch entsprechende Normen v.a. den Bereich der Freizügigkeit zu garantieren (Datenschutz, „Cookie“-Gesetze, Verbot des Datamining ohne Zweckbindung etc.).

    Ich finde es mutig vom Stern, der ja im Web lange nicht sehr innovativ war, jetzt diesen Schritt zu gehen.

    Für Blogger, Bürgerrechtler, engagierte Einzelne mag das nicht der richtige Weg sein.

    Aber dank Google & Co. werden ja diese Inhalte und Meinungen auch gefunden, von denen, die danach suchen.

  • Abgesehen davon, dass ich nie auf Stern online unterwegs bin, finde ich es grausam irgendwelche Artikel unter Facebook zu diskutieren. FB ist ein Lautsprecher. Alles was man tut wird für deine vermeintlichen Freunde sichtbar. Man kann es nicht sinnvoll einschränken. Außer man kastriert FB so, dass es unbenutzbar wird.

  • Kommentar-Outsourcing: Feedback zu stern.de-Artikeln künftig nur noch über Facebook sagt:

    […] Kommentar-Outsourcing: Feedback zu stern.de-Artikeln künftig nur noch über Facebook Tweet […]

  • Das Prinzip Nutzerauthentifizierung ist richtig, nur Facebook ist auf Dauer nicht die richtige Lösung.
    In zwanzig Jahren hat ungefähr jeder ein Profil im Netz, dann wird es selbstverständlich sein, dass man für seriöse Beiträge mit seinem Namen zeichnet. Die Freibeuter-Zeit geht auch online offenbar langsam zuende.

  • Naja, Facebook ist bekannt, da sind genug Leute unterwegs und viele Webuser sind mit der Bedienung bestens vertraut. Warum also ein eigenes Pferd ins Rennen schicken? Dies würde unnötig wieder zu Streuverlusten führen. Die Idee ist gut und sicher auch ein Vorbild für viele andere Medienseiten.

    Niko

  • @Trenz.. genau DAS ist doch der Sinn hinter diesem Schritt. Steh zu dem was Du sagst oder lass es.

    Um mal mit dem Google Street View Argument zu kommen „oder habt ihr was zu verbergen“
    Ja ch weiss, das war ein wenig polemisch

    Ich verstehe die Sichtweise von Marek und finde es besser wie es hier läuft, aber wenn es dem Niveau der Kommentare für den Stern dienlich ist,
    würde ich auch eher wechseln, aus Gründen die Thomas beschreibt.

  • …und Wozu das ganze??
    Damit sie denjenigen der sagt “ Stern ist Blöd…..“ gleich einen Abmahnanwalt auf den Hals hetzen können? Zumindest die Drohung damit es zu können sollte ja Wirken…
    Kritik wird ja neuerdings allenhalben als Geschäftsschädigend Ausgelegt und muss hart gesellschaftlich Bekämpft werden.

    Dann können sie die Kommentarfunktion ja auch gleich lassen …. ach ja mit 100 vermeindlichen „Gefällt mir Ja..sagern“ lässt sich natürlich auch prima irgentwie Webung und Positive Stimmung verbreiten , der Rest ist nur Abschaum….

  • „genau DAS ist doch der Sinn hinter diesem Schritt. Steh zu dem was Du sagst oder lass es.“

    @Oliver: Diese Ansicht tötet ehrliche Diskussionen und macht die Funktion weitgehend überflüssig.
    Denn wer traut sich noch vielleicht gesellschaftlich unbeliebte Meinungen zu vertreten, wenn sie die ganze Welt auch in xx Jahren noch lesen kann? Pseudomoral ist leider auch hier weit verbreitet.

    Als Beispiel kommen mir spontan Autofahrer in den Sinn, die gerade Geblitzt wurden. Im anschließenden Interview vor der TV-Kamera finden sie diese Kontrollen natürlich gut und haben Verständnis etc.
    Im privaten Kreis, unter Freunden, sehen Ansichten zu Knöllchen garantiert ganz anders aus…

  • @Anonymous: Stimme dir zu. Siehe Artikel. 🙂 Auch wenn die tatsache, dass du als Anonymous kommentierst, nicht einer gewissen Ironie entbehrt. 😀

  • @Marek: hehe, ja, wohl wahr, aber du sprichst ja selbst schon an, warum nicht nur Trolls, sondern auch einige „normale“ Personen im Internet die Anonymität vorziehen. Zusätzlich zu der Tatsache, dass man mal seine Meinung ändern könnte, kommen auch noch Gelegenheiten, in denen man sich in den Kommentaren plötzlich in tagelangen Flamewars wiederfindet, ohne dass man das vorgehabt hätte. Wenn so etwas doch mal vorkommt, wäre mir nicht gerade sehr wohl dabei, wenn die Personen, die so vehement gegen meinen Standpunkt argumentieren, meinen Klarnamen und damit, dank Diensten wie yasni, meine Telefonnummer und Adresse kennen würden.

  • @Anonymous: Sehe ich absolut genauso! Reicht ja eigentlich schon, dass ich mich auf BT immer – für alle frei sichtbar – um Kopf und Kragen schreibe. 😀

  • Wer heute nicht bereit ist mit seinem Namen zu zeichnen und damit seiner Meinung die notwendige ausdrucksstärke zu verleihen, wird es auch in den nächsten Jahren nicht tun. Wenn ich etwas zu sagen habe, kann die Redaktion und das mitlesende Umfeld auch wissen wer es geschrieben hat, so denke ich zumindest.

    Natürlich kann ich mich auch ‚Pusteblümchen‘ nennen, nehme ich sodann aber auch die Kommentare die auf mich Bezugnehmend geschrieben werden als solche war?

    Namenslosigkeit im Netz ist und bleibt immer etwas für welche, die etwas zu verbergen haben und/oder eben nur andere volllabern wollen, um das loszuwerden zu können was keiner derer Bekannten sonst hören wollte 🙂
    Zumal ein jeder schon weiß: Nur weil ich meinen Namen nicht angebe, heißt das noch lange nicht, das der Kommentarempfänger nicht weiß wer ich bin.

  • @ Heiko: „Namenslosigkeit im Netz ist und bleibt immer etwas für welche, die etwas zu verbergen haben und/oder eben nur andere volllabern wollen, um das loszuwerden zu können was keiner derer Bekannten sonst hören wollte :-)“

    –> Das nenne ich mal extreme Pauschalisierung oder Verallgemeinerung. Entweder man hat die Freiheit / Wahl, seinen echten Namen anzugeben oder nicht – oder aber man hat diese Freiheit nicht.

    Und für mich ist das erst dann Freiheit, wenn ich auch davon Gebrauch mache. Wieso sollte ich denn überall meinen echten Namen angeben? Als Digital Native bin ich mit zahlreichen Nicknames und Pseudonymen aufgewachsen, ICQ, Chats, Foren etc. – das war ein Teil der Netzkultur, ohne böse Hintergedanken.

    Nur weil das einige missbrauchen, heißt das noch lange nicht, dass ALLE etwas zu verbergen haben oder andere volllabern wollen.

    Zudem ist die Sichtweise sehr kurzfristig: Ich möchte z.B. selbst entscheiden, wem ich was über mich preisgebe. Das konnte ich bisher im echten Leben auch ganz gut, wieso sollte das digital nicht auch gehen? Nur weil ich an einem fremden Ort Urlaub mache und den Touristen um mich herum am Strand nicht gleich meinen Namen ins Gesicht brülle, heißt das ja noch lange nicht, dass ich sie nerven will – im Gegenteil, ich will meine Ruhe. 😉

    Sagen wir es mal so: Eric Schmidt und Mark Zuckerberg geht mein Privatleben reichlich wenig an, wie ich finde. Und da finde ich es völlig legitim, Privates auch weiterhin privat zu lassen. Und um diese Privatsphäre (auch vor Stalkern und Pädophilen, in meinem Fall vielleicht weniger) auch weiterhin – vor allem im Netz – schützen zu können, bin ich sehr froh und dankbar um die Möglichkeit, ein Pseudonym verwenden zu können.

  • @JUICEDaniel,
    mal von dem unglücklichen Veständniss der Pauschalisierung weg:
    Es wäre wohl oder übel unzumutbar all die Gruppen aufzuzählen die diese von dir geschätzte Freiheit vernünftig nutzen und auch geniessen und all die jenigen, welche sich daraus einen Schabernack machen und/oder die Kommentar-Postfächer stets und stäntig bis aufs Messer mit Ihrem SPAM bombardieren.

    Richtig ist, das ein jeder heute Tätige (sagen wir mal in meinem Alter) mit dem verwenden von Synonymen groß geworden ist, ich behaupte ja auch nicht, das das die schlechteste Angewohnheit ist. Ich sage bzw. meinte, das es auf den „Standort“ ankommt.

    Früher als Stift, hätt ich nie und nimmer meinen Namen angegeben 🙂

    Heute allerdings stehe ich dieser Sache etwas anders entgegen. Nicht nur Netzwerke wie Xing, localisten, Facebook und all die anderen, gehen meiner Meinung nach schon in die richtige Richtung.

    Wer etwas zu sagen hat oder etwas anzubieten, kann dieses doch in seinem Namen tun, was spricht dagegen?

    Wenn jemand nicht möchte das das Private Online steht und dem Publisher auch zugeordnet werden kann: Warum stellt er es dann ein?
    Warum veröffentlicht er dann sein „Privatleben“, welches ab dem Moment der Veröffentlichung zum größten Teil sowieso nicht mehr Privat ist – zumindest nicht im herkömmlichen Sinne.

    Kann man nicht auch nur einen bestimmten Teil öffentlich machen wenn man seinen Namen benutzt? 🙂

    Klar kann man und tut man auch. Aber mal ehrlich: Mit einem Pseudonym lassen sich schneller mal Meinungen, Wortwendungen und/oder Ausrufe und Sichtweisen zur Freien Einsicht niederschreiben, als man es vielleicht tun würde, wenn der eigene Name, den vielleicht mit angemeldete Freunde, Chefs, Familienmitglieder etc. kennen, dahinter steht.

    Es soll ja meinetwegen auch weiterhin vom Betreiber einer Website freigestellt werden, welche Art der Angabe eines Namens gewählt wird vom Kommentator oder Mitgliede etc. Ich wollte lediglich zum Ausdruck bringen, das die Zeit es einfach mitgebracht hat: Wer im Netz sich bewegt, hat so oder so einen Teil seines Privatlebens aufgegeben, so soll er auch mit seinem Namen zeichnen und sich nicht hinter einem Pseudonym verstecken.

    Es sei zudem angemerkt: Niemand sollte in einem Topf geworfen und einer Pauschalisierung oder Verallgemeinerung unterworfen werden. Lediglich meine Erfahrungswerte aus 10 Jahren Netzarbeit bescheinigen mir persönlich, das die Kommunikation mit Menschen, meines Erachtens nach, besser funktioniert, wenn Ich mit Herrn ‚Mario Müller’* schreibe oder chatte, als wenn ich ‚Mäuseschwänzchen’* etwas erzähle.

    Welchem Benutzernamen würdest du Vertrauen entgegenbringen?
    (Ja – Richtig: natürlich kann auch Herr ‚Mario Müller‘ ein Synonym sein.)

    Um zum Thema zurückzukehren: Auch wenn die Lösung vom Stern nicht die optimalste ist, so kann man sich doch zumindest einigermaßen Sicher sein, mit Menschen zu kommunizieren, die – auch wenn sie privates zur Ansicht freigeben – doch zu Ihrem Namen stehen und dementsprechend eine solide persönlichere Kommunikation leben.

    * Namen frei erfunden

  • Heiko hast du schonmal was von wikileaks gehört? Die Informationen, die dort veröffentlicht werden, sind auch nicht mit mit Klarnamen versehen.
    Nun stell dir mal vor das wäre so, die Leute hätten ihren Job los oder wären gleich Tod.
    Wird alles Personalisiert und mit Namen versehen kommen keine untergrabene Informationen ans Tageslicht. So was willst du, der Medienpropagande ausgeliefert sein?
    Mich wundert nichts mehr, es ist für mich dabei kaum verwunderlich, dass du sagst deine Ansicht hat sich über die Jahre geändert. Alte Menschen verstehen mehrheitlich, fast taglich bestätigt, weniger mit dem Wort Freiheit anzufangen. Schlimm dass der demographische Wandel den Prozess zu weniger selbstbestimmung und weniger Freiheit unterstützt, kein Wunder das die Politik so weitestgehend seine Süppchen weiter kochen kann.

  • Hallo @Anonymous,
    Wikileaks ist mir ein Begriff, ebenso die dort veröffentlichten Informationen und wie die USA versucht an die Informanten heranzukommen.

    Ich gehöre ja noch nicht der Steinzeit an, aber wie ich zuvor schon versucht habe darzulegen, hat sich im verlaufe der Zeit einfach herausgestellt, das die persönliche und vor allem namhafte Kommunikation im geschäftlichen als auch im privaten Bereich einfach unentberlich gestaltet hat.

    Wären in dem Beispiel Wikileaks Namen gefallen, könnte man deren Träger auch entsprechend verfolgen und andererseits schützen. Gleiches gilt für die derzeitige Angelegenheit der „falschen Kinderliebe“ in den ersten Reihen der US-Führungsstäbe: Namen in die Presse und ab vor Gericht! Das Geschwafel von Herr B. aus F. an der K., wohnhaft in C. hat meines Erchtens mehr mit Eierei als mit Aufklärung zu tun.

    Das hat nichts mit „Medienpropaganda“ zu tun.

    Politik, Meinung und Selbstbestimmung in Einklang bringen zu wollen, halte ich für sagen wir mal: ‚Eine „Rosa Wolke“‚

    So lange die Wirtschaft die Politik macht und nicht umgekehrt, kochen mehrere Köche am „Süppchen“ und das ganze System bleibt korrupt und eben auch Annonym, denn die Klarnamen sind letztenendes nur die Marionetten der Annonymen, deren Fäden von Jahr zu Jahr immer kürzer und damit straffer werden.

    Mein Fazit: Eine Fahndung nach „Annonym“ ist immer schwieriger als eine nach „KLARNAME“. So gibt es eben , wie so oft im Leben, auch hier zwei Seiten der Medaille, wobei die eine nicht ohne die andere kann. So bleibt mir nichts, als die Meinung/Handlung/Aussage/Angebot des Gegenüber zu akzeptieren – ob mit oder ohne Name – denn die Freiheit besteht für mich in diesem Moment darin, selbst zu bestimmen, ob ich auf eine Konversation eingehe oder aber lieber darauf verzichte.

    Eigentlich wollte ich gar nicht so viel schreiben, ich glaube auch das ich schon wieder abgedriftet bin. Das dürfte so dann der Punkt sein, vom Schreiber zum Leser zu mutieren **grins**

    Wenn ich könnte, würde ich – aber leider kann ich meine Ansichten dazu nicht besser erläutern 🙁

  • Wollte dazu eigentlich nichts mehr schreiben, Anonymous Argument finde ich gut (genau deswegen gibt es doch Wikileaks, weil es mir Klarnamen eben so NICHT geht/möglich wäre).

    Zu Heikos Antwort: Zunächst einmal springst du hier sehr von einem Thema zum anderen. Zu deinem Zitat „Mein Fazit: Eine Fahndung nach „Annonym“ ist immer schwieriger als eine nach „KLARNAME“.“ noch eine Anmerkung: Deine Aussage hier an sich ist logisch, berücksichtigt aber irgendwie eines nicht: Nur weil die Medien nicht den Klarnamen veröffentlichen, heißt das doch nicht, dass die Polizei nicht über den Klarnamen verfügt. (Mal abgesehen davon, dass das mit dem eigentlichen Thema fast nichts mehr zu tun hat)

  • Wie schon geschrieben, trotzdem noch mal mit Dank der Erinnerung:

    // Eigentlich wollte ich gar nicht so viel schreiben, ich glaube auch das ich schon wieder abgedriftet bin. Das dürfte so dann der Punkt sein, vom Schreiber zum Leser zu mutieren **grins**

    Wenn ich könnte, würde ich – aber leider kann ich meine Ansichten dazu nicht besser erläutern 🙁 \

    Von daher, eine feine Entschuldigung fürs abdriften und die freundliche Bitte zu Tisch – für eine weiterführende Diskussion mit Mehrwert zum Thema. 🙂

  • Also sich HIER im Forum schon nur mit Synonym zu Wort zu melden finde ich mega-schräg und meiner Meinung nach disqualifiziert Ihr Euch damit selber um zu diesem Thema ernst genommen zu werden.

  • Die Kosten/Nutzen-Rechnung wird sich wohl für stern.de einfach nicht rechnen. Lieber auf viele tüchtige Kommentatoren verzichten (die sich wohl auch ärgern) und dafür qualitativ hochwertigere Diskussionen (wenn auch wenigere) ohne Verwaltungsaufwand erlauben.

    Ich versteh‘ stern.de voll und ganz, auch wenn es natürlich gravierende Nachteile mit sich bringt – die Vorteile überwiegen aber dennoch.

  • @ Alle: Bin begeistert, wie viel Resonanz unser Schritt bei stern.de hat. Ein paar Gedanken und Erläuterungen seien mir – viel zu spät, sorry, habe den Beitrag heute erst gelesen – noch gestattet.

    stern.de will sich nicht in die Abhängigkeit von Facebook begeben. Wir sehen den Punkt auch. Deshalb sagen wir ja, dass wir eine Kommentarfunktion mit Identifizierung auf stern.de wieder wollen.

    Die Zahl der Kommentare, die wir monatlich haben, hat durch den Schritt, erst mal nur über Facebook zu arbeiten, natürlich abgenommen. Aber: Die Zahl der Kommentare unter einem Text ist im Schnitt gestiegen. Und vor allem: Die Quantität ist ganz unwichtig. Sie besagt nichts. Qualität – das ist das Ziel.

    Zu der Kosten-Vermutung im Text von Marek Hoffmann: Einsparung durch diesen Schritt bei stern.de beträgt: 0 Euro. Denn das Befeuern des Facebookauftritts, die Planung einer neuen Kommentarfunktion usw. erfordern ebenfalls Arbeitskraft. Und die ist sinnvoller eingesetzt als im Löschen von irgendwelchen Fäkaleinträgen.

    Interessant ist der Punkt, dass kontroverse Einträge im Netz Jahre später einem auf die Füße fallen können, weil man es anders sieht oder ein künftiger Chef etwas gegen die Meinung hat. Den Gedanken werden wir mit aufnehmen. Er öffnet trotzdem nicht den Weg in die Anonymität – da bin ich entschieden: Wer eine Meinung hat, möge dazu stehen -, aber er wirft eine Frage auf. Wie umgeht man das Problem? Besteht es überhaupt oder ist das eher theoretischer Art?

  • Hallo Herr Thomsen,
    zunächst einmal finde ich es persönlich sehr gut von ihnen bzw. ihrer Agentur auf die obigen Kommentare zu reagieren, denn das ist bei weitem nicht Standard.

    Ihre letzte Frage sollte allerdings nicht heißen:
    „Wie umgeht man das Problem? Besteht es überhaupt oder ist das eher theoretischer Art?“

    Sondern es sollte heißen: „Wie lösen Sie diese Herrausforderung ohne zu sie zu umgehen und wenn es denn theoretischer Art ein Problem sein sollte, wie kann es der STERN in eine offene Interaktivität umwandeln und damit eine noch größere Nutzung durch die Meinungsvertreter hervorrufen…

    Auch bin ich der Meinung das zu einem qualitativen Feedback-Management unter anderem auch die Publikation derer Kommentare gehört, welche nicht unbedingt in das Leitbild des STERN und/oder dessen Kommentatoren passt, denn nur dadurch kann die Kommuniaktion untereinnander, zwischen STERN und Nutzer und eben auch die Qualität des Angebotes gesteigert werden. Ob da nun das Angebot des STERN selbst oder aber das Angebot unter Facebook analysiert und optimiert wird, denke ich spielt da eher eine sekundäre Rolle.

    Faktum ist und bleibt aber, wie Sie ja selbst schon festgestellt haben, das die Kommentare qualitativ hochwertiger werden, da der Geber mit seinem Namen zeichnet und die Seite des Stern bleibt dafür klinisch rein und dient somit nunmehr dem was sie sollte – der Information.

  • @ Frank Thomsen: „Und vor allem: Die Quantität ist ganz unwichtig. Sie besagt nichts. Qualität – das ist das Ziel.“

    Sorry, aber diese Aussage ist so leider nicht richtig. Schön wäre es, aber Quantität ist im Journalismus (leider) so stark wie noch nie eine ganz wichtige Nummer, mal abgesehen von den Öffentlich-Rechtlichen (bei denen aber auch – allerdings aus einem anderen Grund).

    – Auflage bei Print,
    – Einschaltquote bei TV,
    – PI bei Online (bald Visitors, hoffentlich/endlich – auch nicht viel besser, aber ein wenig).

    Wofür? Für Werbung = für Einnahmen.

    Ein allgemeiner Begriff wäre die „Reichweite“. Diese ist sehr wichtig; und wenn sie zu sehr sinkt, muss eingespart werden (und wenn nicht, wird trotzdem gespart. Für den Fall… und um „global konkurrenzfähig zu bleiben“). Das bedeutet Stellenabbau, was wiederum Leistungseinbußen zu Folge hat = Qualitätsverlust.

    Qualität ohne Quantität ist nahezu ein Ding der Unmöglichkeit (geworden) – vor allem im Journalismus. Vor allem online. Leider.

    Zu den Öffentlich-Rechtlichen: Die brauchen Quote, um die GEZ rechtfertigen zu können. Also auch genug Unterhaltung für Zwischendurch, um qualitativ hochwertige Beiträge mit langen Recherchen auch finanzieren, rechtfertigen und senden zu können.

    Also bitte nicht die „Quantität ist ganz unwichtig“-Leier. Die kaufe ich nicht ab. Allein die IVW-Paraden jeden Monat sprechen deutlich eine andere Sprache.

  • Der Stern macht sich überall breit ob auf Facebook oder Twitter, aber ist halt billiger als in einer Zeitschrift. Aber die müssen ja auf irgendeine weiße auf sich aufmerksam machen. Mich stören nur täglich die Emails von den.

  • Was für ein (typisch deutscher?) Witz: Auf der einen Seite meckern über massenhafte flächendeckende Datenabgreifung durch NSA und andere (nicht nur us-amerikanische und britische) Geheimdienste, auf der anderen Seite sein eigenes Angebot zu FACEBOOK & Co. auslagern,- dann ist es gleich in den USA und muss erst nicht mühsam „vor Ort“ in Deutschland oder Europa abgegriffen werden. Der ersparte Arbeitsaufwand wird sicher dankkend entgegen genommen. Dann darf der STERN sich auch nicht mehr über Edward Snowdons’s Enthüllungen mokieren, denn er verhindert so den Eingriff der europäischen und deutschen Datenschützer. Eigentor!

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