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Netflix erhöht (schon wieder) seine Preise

Fabian Peters
unsplash.com/ Cameron Venti

Streaminganbieter Netflix erhöht seine Preise. Neukund:innen in Kanada und den USA müssen ab sofort tiefer in die Tasche greifen. Ob die Preise auch hierzulande steigen, dazu äußerte sich Netflix bisher nicht. Allerdings galt eine Preiserhöhung in Übersee in der Vergangenheit oft als Vorbote für höhere Preise in Deutschland. 

Netflix-Abonnent:innen in Kanada und den USA müssen künftig tiefer in die Tasche greifen. Wie die Nachrichtenagentur Reuters mit Bezug auf ein offizielles Netflix-Statement berichtet, steigen die Preise demnach um rund ein bis zwei US-Dollar.

Neukund:innen in den USA zahlen ab sofort 9,99 US-Dollar für das Basis-Abonnement – und damit einen US-Dollar mehr als zuvor. Der Preis für das Standard-Abonnement steigt derweil sogar um anderthalb US-Dollar, von 13,99 US-Dollar auf 15,49 US-Dollar.

Mit 19,99 US-Dollar bleibt das Premium-Abo zwar unter der magischen 20-Dollar-Marke. Allerdings fällt die Preiserhöhung mit zwei US-Dollar hier am höchsten aus. Laut Netflix gelten die angepassten Preise ab sofort für alle neuen Abonnent:innen. Die Abo-Modelle der Bestandskund:innen sollen in den kommenden Wochen folgen.

Steigen auch die Netflix Preise in Deutschland?

Netflix hatte seine Preise in den USA und Kanada zuletzt im Herbst 2020 erhöht. Nur wenige Monate später stiegen dann auch die Abo-Preise hierzulande – zunächst für Neu- und anschließend auch für Bestandskund:innen.

Ein Indiz dafür, dass der Streaminganbieter seine Abo-Modelle womöglich noch in diesem Jahr auch hierzulande anpassen wird. Doch ob und wann es auch im deutschsprachigen Raum zu einer Preiserhöhung kommt, dazu äußerte sich Netflix bislang nicht. Allerdings erscheint das nur als eine Frage der Zeit.

Eine Preiserhöhung von rund ein bis zwei Euro dürfte durchaus realistisch sein. Wie damals begründet der Streaminganbieter die angepassten Abo-Modelle in den USA derweil mit dem Bestreben, sein Angebot weiterhin auszuweiten und zu verbessern. So testet Netflix bereits seit einiger Zeit ein eigenes Gaming-Angebot.

Preissetzungsmacht trotz steigender Konkurrenz?

Mit Disney-Plus, Joyn und den Streaming-Angeboten von Sky hat Netflix in den vergangenen Jahren einige neue Konkurrenten bekommen. Mit Paramount Plus startet in diesem Jahr außerdem ein weiterer Anbieter in Deutschland.

Netflix hat in jüngster Vergangenheit deshalb viel in die eigene Zukunft investiert. Allein im vergangenen Jahr habe der Streaminganbieter rund 17 Milliarden US-Dollar für Eigenproduktionen locker gemacht. Mit Erfolg: So stellt das Unternehmen mit Squid Game beispielsweise eine der erfolgreichsten Serien aller Zeiten.

Trotz der Preisanpassungen in der Vergangenheit hat Netflix viele Neukund:innen hinzugewonnen. Laut Mark Mahaney, Daten-Analyst bei der Investment-Bank Evercore, sei das Netflix über eine gewisse Preissetzungsmacht verfüge. Ob das auch diesmal der Fall ist wird sich zeigen.

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Fabian Peters ist seit Januar 2022 Chefredakteur von BASIC thinking. Zuvor war er als Redakteur und freier Autor tätig. Er studierte Germanistik & Politikwissenschaft an der Universität Kassel (Bachelor) und Medienwissenschaften an der Humboldt-Universität zu Berlin (Master).