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Archive for 07.2009

Providerwahl: Was Webhosting-Kunden wichtig ist – Umweltfreundlichkeit ist Nebensache16.07.09

strato-rechenzentrumDie Frage, welcher Webhosting-Provider der Richtige für mich ist, habe ich mir in der Vergangenheit schon des Öfteren gestellt. Eine einfache und klare Antwort gibt es zu diesem Thema jedenfalls nicht. Zu unterschiedlich sind die Anforderungen an Technik, Beratung, Service und Preis. Diese Erfahrung habe ich jedenfalls schon mehrfach machen müssen. Fragt man einen der zahlreichen Anbieter auf dem deutschen Markt, erhält man – und wie soll es auch anders sein – vielfach die Antwort, dass er der richtige Ansprechpartner für meine Hosting-Wünsche sei. Aber kann ich mich darauf verlassen?

Eine aktuelle Umfrage der Gesellschaft für Konsumforschung ist dieser Frage jetzt im Auftrag von Strato auf den Grund gegangen und hat 514 Webhosting-Kunden gefragt, aus welchen Gründen sie sich für ihren Webhoster entschieden haben. Wichtigstes Argument für viele Kunden ist mit 67,7 Prozent der Preis. Umso günstiger ein Anbieter ist, umso interessanter wird er für den Kunden. Zweites Kriterium bei der Providerwahl ist mit 42,4 Prozent das Thema Sicherheit und Verfügbarkeit. Auch die persönliche Empfehlung aus dem Bekannten- und Kollegenkreis spielt bei der Suche nach dem richtigen Webhoster eine wichtige Rolle.

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iTunes 8.2.1: Keine Musik mehr für Palm Pre-Besitzer – oder etwa doch?16.07.09

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Aus und vorbei – Besitzer eines Palm Pre, die bis gestern Abend ihr Smartphone noch munter mit Musik aus dem Apple iTunes-Store füllen konnten, stehen seit heute Morgen vor verschlossenen Türen. Der Grund: Apple hat mit iTunes 8.2.1 ein Software-Update veröffentlicht, dass Drittanbietern den Zugang zu seinem Shop versperrt. Überraschend war dieser Schritt allerdings nicht, aus Sicht vieler Apple-Fans eher  längst überfällig. Verwundert hat mich hingegen die Tatsache, dass sich Apple für das rund 80 Megabyte große Update fast sechs Wochen Zeit gelassen hat, nachdem bekannt wurde, dass der Palm Pre die Fähigkeit hat, sich im iTunes-Store als iPod auszugeben.

Apple macht aus der Geschichte allerdings keinen großen Hehl. “iTunes 8.2.1 enthält verschiedene wichtige Fehlerbehebungen und behebt ein Problem bei der Verifizierung von Apple-Geräten”, heißt es lediglich in dem kurzen Info-Text zum Update. Allerdings mit großer Wirkung. Demnach unterstützt die neue Version bei der Synchronisierung nur noch Apple-Geräte. Fremdgeräte müssen damit erst einmal draußen bleiben.

Warum ich erst einmal schreibe? Weil ich denke, dass es schon bald ein paar findige Hacker geben wird, die es schaffen, diese Sperre zu umgehen. Hinzu kommt, dass Palm die Sache nicht auf sich beruhen lassen will. Demnach sei die Entscheidung Apples, die Synchronisation abzuschalten, ein direkter Schlag gegen seine User, denen ein nahtloses Synchronisationserlebnis vorenthalten wird, so eine Unternehmenssprecherin gegenüber BusinessWeek. Um weiterhin Musik aus dem iTunes-Store mit dem Palm Pre abgleichen zu können, sollten Anwender einfach bei Version 8.2 bleiben. Außerdem gebe es Software von Drittanbietern, die die Synchronisation übernehmen könnten. Besitzer eines Palm Pre können also gelassen bleiben, denn der Versuch von Apple, mit dem iTunes-Update Geräte von anderen Herstellern aus seinem Shop auszuschließen, dürfte damit wohl gescheitert sein.

(Michael Friedrichs)

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Playstation Home – mehr Flop als Top, jetzt sollen neue Inhalte für frischen Schwung sorgen16.07.09

playstation-homeEigentlich bin ich es gewohnt, von Unternehmen aus der Gamebranche nur wohl klingende Erfolgsergebnisse zu hören wie den x-Millionsten Besucher auf unserer Plattform, das meistverkaufte Spiel des Jahres oder die tollste Grafik, die es je gab. Umso überraschter war, als ich die Hiobsbotschaft von Sony über Playstation Home gelesen habe. Demnach haben zwar weltweit rund sieben Millionen Playstation 3-Besitzer (davon alleine drei Millionen User in Europa) die virtuelle Spielwelt heruntergeladen und installiert, allerdings kehren nach dem ersten Besuch nur 25 bis 30 Prozent dorthin zurück.

Bums … dieses Ergebnis dürfte Sony nicht gerade glücklich stimmen. Zwar sei die Neugier auf das Playstation-Netzwerk anfangs sehr groß, die Motivation auf einen erneuten Besuch des virtuellen Zuhauses halte sich jedoch stark in Grenzen. Sony wäre aber nicht Sony, wenn das Unternehmen nicht schon fleißig an einer Lösung arbeitet, die Nutzer wieder zu einem Besuch auf Playstation Home zu motivieren. In Kürze sollen eine ganze Reihe neuer Inhalte für frischen Schwung in der Spielwelt sorgen. Demnach soll es einen eigenen Bereich für die beliebte Quizspiel-Reihe BUZZ! mit bis zu 64 Mitspielern geben, die bereits bestehende EA Sports-Welt soll erweitert werden und ein neues DJ-Game soll hinzukommen.

Untätigkeit kann man Sony jedenfalls nicht vorwerfen, um seinen Online-Spielertreff wieder mehr in den Fokus des Interesses zu bringen und für die Nutzer attraktiver zu gestalten. Ob dies dem Unterhaltungskonzern im zweiten Anlauf gelingt, bleibt abzuwarten. Ich gehe allerdings davon aus, dass der Konsolenhersteller noch jede Menge Geld und Arbeit (Werbung, Entwicklung, …) in das Projekt investieren darf, bis das Resultat Sony-like ist.

(Michael Friedrichs)

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Liebes Vodafone: Talking about “Generation Upload”…15.07.09

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So, der Rauch hat sich ein wenig gelegt und die PR-Nummer von der “Generation Upload” kann nun beinahe hysteriefrei besprochen werden. Das Neusprech entstammt bekanntlich dem Dunstkreis rund um Vodafones Marken-Relaunch. Es gibt nun neue Entwicklungen und um uns die Bedeutung des Begriffs noch einmal ins Gedächtnis zu rufen, blättern wir ein paar Seiten zurück und lauschen erneut den Worten der Werber:

Du bist die “Generation Upload”. Warum? Weil alles, was Du startest, heute die Welt bewegen kann! Du und alle die ihr Leben mittels neuer Medien aktiv und kreativ gestalten möchten. Passiv vor dem Rechner sitzen, sich berieseln lassen und lediglich konsumieren – die “Generation Download” – war gestern.

Thomas Knüwer bezeichnete diese Tschakka!-Definition später als ein Ergebnis des Konsums bewusstseinserweiternder Halluzinogen, doch gehen wir nicht so hart mit Vodafone ins Gericht, sondern bemühen viel mehr den Marken-Evangelist Sascha Lobo (diese Aufgabe verleugnet Vodafone allerdings jetzt schon wieder), der ebenfalls eine Erklärung parat hat:

Bei der Generation Upload ist die aktive Beteiligung an dem, was im Netz passiert, sehr wichtig. Mit dem Wort Upload lässt man daran wenig Zweifel, darin steckt das Internet, die Teilhabe, der technikaffine Hintergrund und “Up” ist auch eine schöne Richtung.

Vodafone wurde vorgeworfen, diesem Anspruch einer “Generation Upload” – sollte es sie wirklich geben – nicht genügen zu können. Das beginnt bei den teils teuren Tarifen, die genauso mit Strafdrosselungen und kostenpflichtigen VoIP-Angeboten ausgestattet sind oder werden, wie beim Ex-Monopolisten. Doch T-Mobile hat einen Vorteil – und damit ein Glaubwürdigkeitsproblem weniger: die Bonner dürfen das iPhone anbieten. (weiterlesen…)

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Windows Marketplace for Mobile startet im Herbst – mit Rückgaberecht für gekaufte Apps15.07.09

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Irgendwie scheint heute ein guter Tag für Microsoft zu sein. Jedenfalls hier im Blog macht es den Anschein. Heute Morgen der erfolgreiche Vorverkaufsstart des Vista-Nachfolgers Windows 7, gegen Mittag dann noch die netten Worte von CEO Steve Ballmer über das kommenden Google Chrome OS und nun die Ankündigung aus Redmond, dass der Microsoft App Store im Herbst online gehen wird. Über diese Nachricht dürften sich besonders die Besitzer eines Smartphones mit installiertem Windows Mobile freuen – insofern sie mit 6.5 die aktuelle Version des Handy-Betriebssystems verwenden. Nutzer von Smartphones mit älteren OS müssen sich laut Microsoft noch bis Ende des Jahres gedulden, bis auch sie Zugang zum virtuellen Laden bekommen.

Es gibt noch weitere Details zum Windows Marketplace for Mobile: Ähnlich wie im Apple App Store bekommen Entwickler 70 Prozent der Einnahmen aus den Software-Verkäufen. 30 Prozent geht an Microsoft. Und jetzt kommt ein großer Unterschied. Anders als im App Store sollen Entwickler, deren Programme nicht für den Verkauf auf dem Marketplace akzeptiert werden, statt einem kurzen “Nein, Danke” eine ausführliche Begründung zur Ablehnung sowie Tipps zur Mängelbeseitigung erhalten.

Klasse finde ich auch das Rückgaberecht für gekaufte Software. Kunden, die sich für eine kostenpflichtige Anwendung entscheiden, mit dem Produkt aber nicht zufrieden sind, können die App innerhalb von 24 Stunden ohne Angabe von Gründen zurückgegen. Der entsprechende Kaufpreis wird dann ebenfalls erstattet. Einen derartigen Service wünsche ich mir auch beim Apple App Store. Leider bin ich schon des Öfteren auf Programme hereingefallen, die zwar vollmundig angepriesen wurden, aber im Alltag nicht das hielten was sie versprachen. Ausnahmsweise dürften sich die Jungs von Steve Jobs hier einmal etwas abschauen. Auch die Entwickler dürften sich über aussagekräftigere Mails sicherlich freuen.

(Michael Friedrichs)

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Command & Conquer 4: Erstes Gameplay-Video aufgetaucht15.07.09

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Es gibt frisches Futter für alle Fans der überaus erfolgreichen Command & Conquer-Reihe (30 Millionenen verkaufte Exemplare in 15 Jahren). Nachdem seit ein paar Tagen bereits die ersten Bilder vom vierten Teil des Echtzeitstrategieklassikers auf den Seiten einschlägiger Online-Spielemagazine zu bewundern sind und entsprechende Gerüchte wie ein Lauffeuer die Runde machten, geht Publisher Electronic Arts nun in die Offensive. Die Arbeiten an einem neuen Teil seien bereits im vollen Gang, bestätigte ein Sprecher der Softwareschmiede. Fans dürfen sich demnach auf einen Abschluss der Tiberium-Story freuen. Ebenfalls offiziell: Command & Conquer kommt mit einem umfangreichen Fünf-gegen-Fünf-Multiplayer-Modus, einem Rangsystem, einem verbesserten strategischen Gameplay sowie einem Kooperations-Modus.

Laut EA-Sprecher spielt die Handlung ein paar Jahre nach Command & Conquer 3, genauer gesagt im Jahr 2062. Die Menschheit steht vor dem Aussterben und hat nur noch sechs Jahre Zeit, dies zu verhindern. Deshalb bleibt den bisher verfeindeten Gegnern, den Truppen der GDI und der Bruderschaft der Nod, nichts anderes übrig, als gemeinsam in den Kampf zu ziehen, um die Auslöschung der Menschheit noch aufzuhalten. Soweit zur Story. Weitere Details zum kommenden vierten Teil von Command & Conquer sind derzeit noch nicht bekannt.

Einen konkreten Release-Termin gibt leider noch nicht. Laut Electronic Arts wird es jedoch irgendwann im nächsten Jahr sein. Bis dahin heißt es abwarten und die alten Vorgängerspieler wieder aus der Schublade holen. Einen ersten Einblick in das Gameplay bietet allerdings schon mal ein Video, das heute im Internet aufgetaucht ist.

(Michael Friedrichs)

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Spaß bei Microsoft: Gates und Ballmer zeigen sich amüsiert über Chrome OS15.07.09

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“Ich werde respektvoll sein”, prustete Microsoft-CEO Steve Ballmer dem Publikum zu. “Ich habe keine Ahnung, ob die da drüben sich nicht entscheiden können, oder was das Problem ist, aber was ich weiß ist: man braucht keine zwei Betriebssysteme. Es ist gut, eins zu haben.” Die Worte fielen gestern auf einer Konferenz für Windows-Partner in New Orleans. Sofern man den Berichten trauen kann, muss der Saal voller Microsoft-Fans getobt haben. Man merkt schon, dass der gefühlte und teils belegte Erfolg von Bing den Jungs in Redmond neues Selbstvertrauen eingehaucht hat. “Wer weiß schon, was das Ding kann? Ich halte dieses Chrome OS-Ding für ziemlich interessant.” Dann wies Ballmer noch einmal darauf hin, dass er die Sache mit Android auf der einen und Chrome OS auf der anderen nicht verstehen würde.

Steve hat natürlich recht. Es macht keinen Sinn, zwei verwandte Betriebssysteme gleichzeitig auf den Markt zu bringen. Es müssen schon sechs Versionen sein (Windows 7 Starter, Windows 7 Home Basic, Windows 7 Home Premium, Windows 7 Professional, Windows 7 Enterprise, Windows 7 Ultimate). Außerdem, merkt Engadget noch an, gibt es da noch das überall vertretene Windows XP, Windows Mobile, Windows CE und natürlich das Zune-Betriebssystem.

Jetzt aber schnell ein Szenenwechsel und hin zum IT-Altvater Bill Gates, der praktisch zur selben Zeit CNET News ein Interview gegeben hat. Auch er gab sich kampfeslustig, ungewohnt kampfeslustig sogar: “Es gibt so viele Arten von Linux-Betriebsystemen da draußen, die alle anders verpackt sind. Irgendwie bin ich schon überrascht, dass die Leute so tun, als gäbe es jetzt etwas Neues.” Der Buzz würde in seinen Augen in erster Linie dadurch verursacht, dass Google kaum etwas über Chrome OS verraten würde. Interessant sind auch folgende Zitate, in denen wieder die oft erprobten visionären Qualitäten des Bill Gates zum Vorschein kommen. Sie klingen ja beinahe schon ein wenig gereizt. Vielleicht auch ein wenig hysterisch: “Das zeigt einfach nur, dass das Wort ‘Browser’ ein völlig unbedeutendes Wort ist”, so Gates. “Was ist ein Browser? Was ist kein Browser? Wenn man einen Film abspielt – ist das ein Browser oder kein Browser? Wenn man kommentiert, ist das ein Browser? Wenn man Texte editiert: ist das ein Browser oder kein Browser? Mir kommt das eher wie der Missbrauch eines Fachbegriffs vor – als nach echter Veränderung.” Puh, gut dass sie ihn nicht direkt auf Cloud Computing angesprochen haben…

(André Vatter)

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Windows 7-Vorverkauf: Amazon-Kunden sind stinksauer, negative Bewertungen gelöscht15.07.09

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Das Online-Kaufhaus Amazon hat heute Morgen pünktlich um neun Uhr eine interessante Vorbestellaktion gestartet. Zum Schnäppchenpreis von 49,97 Euro inklusive Versandkosten konnten Kunden das neue Microsoft-Betriebssystem Windows 7 in der Home Premium-Version vorbestellen. Der Normalpreis des Vista-Nachfolgers: 119,99 Euro. Kein Wunder, dass der Ansturm auf die Bestellseite dementsprechend groß war.
Was dann allerdings folgte, ist meiner Meinung nach ein Lehrstück, wie es ein normalerweise nicht laufen sollte. Innerhalb von fünf Minuten nach Verfügbarkeit des Angebotes war der Windows 7-Vorverkauf auch schon wieder vorbei. Ausverkauft! Kunden, die das Betriebssystem bereits im Warenkorb liegen hatten, mussten gegen nicht funktionierende Kassen-Server (“Http/1.1 Service Unavailable“) kämpfen, um dann plötzlich festzustellen, dass der Artikel gar nicht mehr im Warenkorb lag und nicht mehr bestellt werden kann.

Das war leider kein Einzelfall. Auf Twitter und auf der Amazon-Seite häufen sich seit dem die Beschwerden von Kunden, die ihrer Enttäuschung auf diesem Weg Luft machen wollen. Sogar von Beschiss und unerlaubtem Lockangebot ist vielfach die Rede. (weiterlesen…)

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“United Breaks Guitars”: YouTube-Video zwingt Airline in die Knie14.07.09

Vielleicht habt ihr schon die Geschichte mit Dave Carroll und United Airlines mitbekommen: Also, Dave ist Musiker und im vergangenen Jahr buchte er bei United einen Flug von Halifax nach Nebraska. Nach der Ankunft stellt er fest, dass seine 3.500 Dollar teure Gitarre (Marke Taylor) beim Transport schwer beschädigt wurde: Kein Wunder, schon kurz nach der Landung konnten er und seine Bandkollegen durch die Flugzeugfenster beobachten, wie die Gepäckarbeiter den Gitarrenkoffer unsanft umherwarfen. Dave beschwerte sich umgehend bei drei Flugbegleitern, wurde aber mit Nonsense-Service-Blah abgewimmelt. Dave gab nicht auf und versuchte es in den folgenden Monaten immer wieder: Er rief bei der United-Verwaltungen in Chicago und Indien (!) an, mailte, schickte Briefe. Als er schließlich eine Antwort bekam, in der stand, dass er sich doch bitteschön hätte direkt nach dem Entdecken des Schadens melden können, geriet Dave in einen musikalischen Blutrausch.

Er schrieb den Country-Song “United Breaks Guitars“, drehte ein kleines Video dazu und schoss es auf sein YouTube-Profil. Sein Ziel war es, mit der Warnung vor United Airlines eine Million Menschen zu erreichen: Das war am 6. Juli – bis heute haben fast 2,8 Millionen Nutzer den Clip aufgerufen und über 21.000 Bewertungen und 14.000 Kommentare hinterlassen.

Die hohen Zugriffszahlen und Daves Ankündigung, noch zwei weitere Ich-will-Gerechtigkeit!-Songs hinterher zu schieben, haben United alarmiert und zwangen das Unternehmen zu einer Reaktion: Selbstverständlich werde man für den Schaden aufkommen – mehr noch: Man werde das Video künftig bei Mitarbeiterschulungen einsetzen, um den Service-Gedanken zu perfektionieren.

Die Marktforscher von BuzzStudy haben nun nachträglich eine kleine Analyse angefertigt, die ziemlich deutlich zeigt, wie virale Privatkampagnen auf das Image eines Unternehmens drücken können. Im Folgenden seht ihr zum Beispiel eine Aufstellung der Begriffe, die in letzter Zeit am häufigsten in Online-Foren, Blogs usw. im Zusammenhang mit United Airlines benutzt wurden. Wenn da nicht irgendjemand seinen Schreibtisch räumen musste…

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(André Vatter)

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“Killerspiel”-Petition: 50.000 Unterschriften sind gesammelt – und wie geht es weiter?14.07.09

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Gute Nachrichten für alle Gamer! Das von den Innenministern angestrebte Herstellungs- und Verbreitungsverbot von so genannten “Killerspielen” wird demnächst Thema im Bundestag sein. Nach dem die Pläne der Länderpolitiker bekannt wurden, brach in der Community ein Sturm der Entrüstung los und fand sich ein paar Tage später in Form einer Online-Petition gegen ein Verbot der Action-Computerspiele wieder. In den frühen Morgenstunden hat der Antrag nun die entscheidende Hürde von 50.000 Unterzeichnern passiert und landet damit nach Ablauf der Unterzeichnungsfrist (am 19. August) vor dem Petitionsausschuss des Bundestages.

Warum geht es im Detail? Sowohl Initiator Peter Schleußer als auch die Unterstützer wünschen sich neben einem eindeutigen Votum gegen ein Verbot von Action-Computerspielen vor allem einen besseren Umgang mit diesem Thema. Eine Forderung der Unterzeichner ist den irreführenden und diskriminierenden Begriff “Killerspiele” aus der politischen Diskussion zu nehmen. Weiter heißt es, man wolle das Vertrauen der Öffentlichkeit in die bestehenden staatlichen Jugendschutzmechanismen zu stärken. Auch die Durchsetzung bestehender Gesetze soll verbessert und gewährleistet werden (Stichwort USK-Jugendfreigabe). Wichtig sei ebenfalls die Förderung der allgemeinen Medienkompetenz von Eltern und Pädagogen. (weiterlesen…)

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Datenschutzblog: Schön, dass Sie da sind, Herr Schaar.14.07.09

schaarJetzt möchte ich aber von allen ein warmes “Herzlich willkommen in der Blogger-Community, Herr Bundesdatenschutzbeauftragter!” hören. Richtig: Der Mann, der sich bei den Netzsperren gegen die Vereinnahmung durch die Politik gewehrt hat (“Das hat nichts mit meinen Aufgaben zur Sicherung der Informationsfreiheit und des Datenschutzes zu tun.”), rückt nun noch näher an das Internetpublikum heran.

Da die entsprechende Seite mit der Ankündigung in seinem Datenschutzforum derzeit nicht aufrufbar ist (das kann aber auch an unseren heutigen Netzwerkproblemen liegen), muss ich mich auf die Infos verlassen, die Heise und Netzpolitik.org bereitstellen. Auf ein “richtiges” Blog wird es also wohl in der Anfangszeit nicht hinauslaufen, zunächst wird sich Schaar damit begnügen, einen eigenen Thread im genannten Datenschutzforum zu belegen. Den Startschuss dazu begleitet er mit folgenden Worten:

Mein Anspruch ist es dabei, jeweils zu einem Thema meine persönliche Sichtweise beizusteuern und damit die Orientierung im Umgang mit einer Vielzahl täglicher Datenschutzmeldungen zu erleichtern. Dabei geht es mir nicht darum, den Inhalt von Pressemitteilungen oder sonstigen offiziellen Statements zu doppeln, sondern Hintergründe aufzuzeigen und Fragen zu erläutern, die in der regulären Pressearbeit häufig zu kurz kommen. Natürlich soll über den Inhalt des Blogs diskutiert werden – das Datenschutzforum ist dafür der beste Ort. Sie sind herzlich eingeladen mitzumachen. Anregungen und Kritik sind jederzeit willkommen.

Die Einrichtung des Blogs halte ich für den besten Schritt, den irgendeine deutsche Behörde in den vergangenen Monaten im Internet gemacht hat. Der Schwerpunkt des Datenschutzes hat sich mit der Zeit verändert, heute geht es weniger um vergessene Kreuzchen auf Gewinnspielpostkarten als um gefährliche Datenlecks, Identitätsdiebstahl oder eben die Seitensperren im Internet. Gut, dass Schaar in dieser Hinsicht nun näher an die Bürger heranrückt und dort für ein wenig Transparenz und Aufklärung sorgen will, wo wohl heutzutage die meisten Verstöße passieren.

(André Vatter)

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Poetry Spam: “XY, besorge dir über zwanzig Minuten Standhaftigkeit!”14.07.09

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Spam ist Poesie! Um die Algorithmen der Spam-Filter zu überlisten, greifen Versender digitaler Müllschreiben auf immer raffiniertere Methoden zurück. Zum Beispiel werden Versatzstücke irgendwelcher Texte im Cutup-Verfahren miteinander verschmischt. Das Ergebnis ist ein “Vi@gRa!”-Mail mit literarischen Qualitäten, die ohne Probleme jeden Filter passieren:

Fur mich in der Einsamkeit verliert das Leben den Sinn ich ich verwelke wie das Blumchen. Betreffs der Einfachheit kann, dass ich offen wie das Buch sagen. Mich mu? man nur lesen. *

Nachdem die Nachricht über literaturwürdige Werbepost (mehr darüber findet ihr übrigens auch bei SpOn) schon vor einigen Jahren die Runde gemacht hat, ist Kernpunkt nun noch einen Schritt weitergegangen und erklärt sämtliche Spam-Mails für Kunst. Um konkret zu werden: Die geheimnisvolle ästhetische Verwandlung geschieht dadurch, dass sie vorgelesen werden. Um das selbst einmal auszuprobieren, geht auf poetryspam.tv, definiert kurz einen Absender und Empfänger und ihr erhaltet eine personalisierte Spam-Videobotschaft, die sich direkt versenden lässt. Die bisher angesprochenen Themen drehen sich um (natürlich) Viagra, Alkoholmessgeräte, “die russische Frau” und zwölf Millionen Dollar, die noch auf ihren Besitzer warten. Für den Tick Individualität könnt ihr zudem den dazugehörigen Softcore-Soundtrack und den Hintergrund auswählen. Viel Spaß beim Spam-Versenden!

(André Vatter)

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Windows 7 Home Premium zum Schnäppchenpreis: Amazon startet Vorverkauf14.07.09

windows7Nachdem das Windows 7-Upgrade-Programm bereits vor ein paar Wochen erfolgreich angelaufen ist, kommen jetzt auch Kunden, die sich seit dem 24. Juni keinen Rechner mit Windows Vista gekauft haben und dies in nächster Zeit auch nicht vorhaben, in den Genuss eines günstigen Betriebssystemwechsels. Der Online-Händler Amazon startet morgen früh um neun Uhr eine interessante Vorbestell-Aktion. Zum Preis von 49,97 Euro (anstatt 119,99 Euro) können Kunden die Home Premium-Version von Windows 7 vorbestellen. Allerdings gilt das Angebot nicht unbegrenzt. Zudem erfolgt die Abgabe nur in haushaltsüblichen Mengen (also maximal zwei bis drei Exemplare). Bezahlt wird übrigens erst zum Zeitpunkt bei Auslieferung, also zum Verkaufsstart am 22. Oktober.

Im Gegensatz zu den USA verkauft Microsoft hierzulande Windows 7 nicht als Update-Version, sondern als Retail-Version. Daher dürfen Nutzer bei einem Betriebssystemwechsel von Windows XP oder Vista auch ihren Rechner neu aufsetzen. Schuld daran sind die Forderungen der EU-Wettbewerbshüter, künftig Windows und Web-Browser getrennt voneinander zu verkaufen. Doch weil laut Microsoft damit ein wichtiger Bestandteil von Windows 7 fehlt, wird es in Europa eben keine Upgrade-Version geben – denn ein Upgrade würde bei der Installation vermutlich zu Komplikationen führen.

Um noch einmal auf die Amazon-Aktion zurück zu kommen. Im Rahmen der Vorbestellung haben Kunden übrigens die Möglichkeit, den Internet Explorer 8 kostenlos mit dazu zu bestellen.

Während zahlreiche private Windows-User sich bereits auf den Release-Termin am 22. Oktober freuen dürften, ist die Resonanz aus der Business-Welt auf den Vista-Nachfolger nur sehr zaghaft. Wie eine aktuelle Umfrage in 1.000 US-Unternehmen ergeben hat, wollen nur vier von zehn Firmen den Systemwechsel zum Veröffentlichungstermin wagen. Die anderen Unternehmen wollen erst einmal abwarten und beobachten. Begründet wird dies einerseits mit Befürchtungen, die eingesetzte Software sei dann nicht mehr hundertprozentig kompatibel, andererseits mit den hohen Kosten für einen Systemwechsel.

Danke an Stefan für den Amazon-Tipp.

UPDATE: Bereits wenige Minuten nach neun Uhr waren alle Exemplare ausverkauft. Über konkrete Stückzahlen ist bislang nichts bekannt.

(Michael Friedrichs)

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Musik soll MySpace retten – irgendwann. Vermutlich.14.07.09

myspace3Hier ein kleines Update für all diejenigen, die beim Wettrennen der großen Social Networks auf dem Laufenden bleiben wollen. Es geht um MySpace – und lasst mich jetzt schon sagen: das wird kein gutes Ende nehmen. Das “Wallstreet Journal” will exklusiv erfahren haben (kein Wunder, beide Läden zählen zur News Corp.), dass sich die Seite langsam aber sicher in ein “Entertainment Portal” verwandeln soll. Der Ausdruck stammt von Rupert Murdoch, der auf dem jährlichen Mediengipfel in Sun Valey ein wenig über die Zukunftspläne für seine Plattform verriet. Damit schlägt die Seite genau den Kurs ein, den wir bereits vermutet hatten: Die Zahl der privaten Profile wird weiter abnehmen, dafür bekommen Bands, Filmstudios und weitere Vertreter der kommerziellen Unterhaltungsbranche einen würdigen Rahmen für die Selbstpräsentation. Als zweites Zugpferd soll die Video-Sparte weiter ausgebaut werden: Schon heute ist MySpace Video die zweitgrößte Clip-Plattform der Welt – hinter YouTube.

Noch – und jetzt kommt es – seien die Pläne allerdings nicht weit gediehen, in den “kommenden paar Monaten” will das Unternehmen mit einem “leisen Roll-Out neuer Features” die Transformation in Angriff nehmen. Bitte was? 30 Prozent der US-Angestellten wurden schon vor die Tür gesetzt, dazu kamem noch einmal Zweitdrittel der internationalen Belegschaft. Facebook ist im Mai in den USA an MySpace vorbeigerauscht und brachte es auf eine Verdoppelung der Unique Visitors von 35,6 Millionen im Vorjahr auf satte 70,3 Millionen (ComScore). Als die Zahlen im Mai bekannt wurden, haben die Russen (namentlich Digital Sky) nicht lange gezögert und als Investoren zugeschlagen. Heute wurde der Anteil noch einmal aufgestockt: Insgesamt hält Digital Sky damit insgesamt 3,5 Prozent an Facebook für den Freundschaftspreis von 300.000 Millionen Dollar. Der MySpace-Konkurrent wäre damit rund 6,5 Milliarden Dollar schwer.

Zurück zu MySpace: Während desselben Zeitraums musste die Plattform Einbußen von minus fünf Prozent hinnehmen und liegt damit nun bei rund 70,2 Million Unique Visitors. Und nun denkt man vorsichtig, vielleicht – man weiß es ja nicht – über Änderungen des Konzepts nach, die vermutlich in den kommenden Monaten realisiert werden können, wenn wahrscheinlich auftretende Eventualitäten ausgeräumt wurden? Zügig, MySpace, sonst gibt das nichts mehr!

(André Vatter)

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Eds Blog und der Grauburgunder: Rätselraten um neues Viralpaket für die Redaktion13.07.09

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Immer mal wieder bekommen wir Post, die sich von der üblichen Alltagskorrespondenz grundlegend unterscheidet. Das sind so Tage, an denen wir entweder das Basic Thinking-Bier frei Haus geliefert bekommen oder auch mal Kulturbeutelinhalte mit alten Handys hier landen. Allem Anschein nach ist nun wieder eine neue Viral-Welle losgetreten worden, denn zahlreiche Blogger berichten über ein geheimnisvolles Paket, das sie am Wochenende vom Postboten überreicht bekommen haben. Heute waren auch wir dran…

Also, was haben wir? Ein Päckchen ohne Absender (das heißt – es gibt einen: sein Name lautet “XYXYXYXY”), an dessen Außenseite “edsblog.de” aufgesprüht wurde. Im Inneren befindet sich wiederum eine weitere Box, blau und aus Pappe. Öffnen wir diese, kommen neben einigen Rosenblättern und Dekopapier folgende Dinge zum Vorschein:

1. Eine Flasche Grauburgunder (Trocken) aus dem Hause Selbach
2. Ein unbenutztes Moleskine-Schreibheft (einzig “www.edsblog.de” wird auf dem Deckblatt als Besitzer angegeben)
3. Eine kitschige Leuchtkugel mit rotierendem LED-Farbkern (bäh!)
4. Eine kleine Schatzkiste, gefüllt mit Dekopapier und sechs Schoko-Euromünzen
5. Eine SD-Karte (2 Gigabyte)
6. Mehrere Schriftstücke, darunter ein handschriftlicher Brief (weiterlesen…)

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