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Archive for 10.2009

Internet Explorer im Sinkflug – Konkurrenz im Aufwind28.10.09

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30 Millionen neue Nutzer in zwei Monaten – keine schlechte Peformance, kleiner Feuerfuchs! Mozilla-Chef John Lilly freut sich auf Twitter völlig zurecht einen Ast ab. 330 Millionen Menschen rund um den Globus nutzen heute den Open Source-Browser, eine nicht unbedeutende Zahl von ihnen sitzt vornehmlich in europäischen Ländern.

Damit setzt sich der bisherige Trend weiter fort, Firefox knabbert Tag für Tag an den Marktanteilen des Internet Explorer. Innerhalb eines Jahres hat der Microsoft-Browser knapp acht (!) Prozent an Anteilen verloren und kann nun “nur noch” 65,71 Prozent des Kuchens für sich beanspruchen. Zeitgleich stieg der Anteil des Firefox um rund 4,7 Prozent auf jetzt 23,75 Prozent. Auch Safari, Chrome und Opera konnten zulegen, noch kommt aber keiner von ihnen über die 5-Prozent-Hürde. Interessant: Deutsche scheinen schon seit langem überzeugte Firefox-Nutzer zu sein, knapp 60 Prozent nutzen hierzulande regelmäßig den Firefox, immerhin noch 30 Prozent halten Microsoft die Treue (Grafik).

Ich frage mich, ob das Release von Windows 7 den Sinkflug des Internet Explorers mittelfristig aufhalten kann. Zwar hat Microsoft versprochen, Nutzern bei einer Neuinstallation die Wahl des Browsers mittels eines obligatorischen Ballot-Screens selbst zu überlassen. Allerdings habe ich mittlerweile schon von mehreren Personen gehört, dass sich Windows 7 diese Prozedur gerne spart. Anstatt das Angebot der Konkurrenz zu präsentieren, öffnet sich der Internet Explorer und sagt: “Willkommen im Internet!”. Update: Microsoft erklärte bei einer Anfrage, dass sich der Ballot-Screen derzeit noch in einer “Testphase” befinde. Schnellumsteiger werden ihn bei Windows 7 also noch nicht vorfinden. Ein konkreter Termin für die Umsetzung des Auswahlfensters ist noch nicht vorgegeben. Letzter Stand der Dinge ist folgender:

The Commission stated today in its formal notice that, subject to market testing, it intends to adopt a decision that makes the understanding described above legally binding on Microsoft in Europe for the next five years.

Demnach hat der Internet Explorer tatsächlich noch gute Chancen…

(André Vatter)

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Android 2.0 ist in den Startlöchern28.10.09

Beep. Beep. Da ist es: Google gewährt erste konkrete Einblicke in den anstehenden Nachfolger des bisherigen Android-Betriebssystems für Handys. In einer Mitteilung an die Entwickler wurde bereits das neue SDK vorgestellt, ab sofort sind Programmierer eingeladen, ihre Apps auf den neuesten Stand zu bringen. Dabei haben sie nun wesentlich mehr Möglichkeiten als zuvor, unter anderem wurden eine Digitalzoom-Funktion für die Kamera, Multitouch-Unterstützung und eine verbesserte Synchronisierung eingeführt. Außerdem gibt es erstmals eine neue Quick-Connect-Funktion, über die sich einfacher Anrufe tätigen und SMS oder Mails verschicken lassen; dafür genügt es, das Foto eines Kontaktes zu berühren. (weiterlesen …)

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Geldkiller. Zeitkiller. Internet.28.10.09

Internet frisst Mareks Zeit auf wie ein PacmanAm Montag hatte die BBC darüber berichtet, welcher astronomische ökonomische Schaden der Wirtschaft in UK durch Twitter, Facebook & Co. entsteht. Demnach kosten Angestellte, die während ihrer Arbeitszeit (privat!) die Seiten Sozialer Netzwerke ansteuern, ihre Arbeitgeber sagenhafte 1.380.000.000 Pfund (~1.527.631.061 Euro) pro Jahr. Befragt wurden offenbar 1.460 Büroangestellte, von denen sich die Hälfte schuldig bekannte, etwa 40 Minuten pro Woche auf Kosten des Chefs zu surfen. Ich weiß nicht genau, was man von einer Studie halten kann, deren Stichprobe so mikroskopisch klein ist (immerhin hat das Vereinigte Königreich etwa 60.587.000 Einwohner), die mit so vagen Bezeichnungen wie “Büroangestellte” hantiert und die nicht offenlegt, auf welcher Basis die Zahlen gewonnen wurden.

Spielt aber auch kein Rolle. Die Studie hat mich nämlich nur dazu angeregt, einer anderen Frage nachzugehen, nämlich dieser: Wie viel Zeit verbrenne ich pro Tag durch die unnütze Verwendung des Internets? Ich hab’s bei mir noch nicht nachgemessen, ich komme aber bestimmt auf eine Stunde pro Tag – exklusive meiner Arbeitszeit natürlich! Ich versuche mal zusammenzufassen: (weiterlesen …)

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Auch private Daten waren bei SchülerVZ nicht sicher (2. Update)28.10.09

schuelervz_studivz_meinvz_rgb Updates siehe unten! Glaubt man den Worten der VZ-Gruppe, so lässt sich ein ziemlich einfacher Schluss ziehen: SchülerVZ ist nicht sicher. Der jüngste Datenskandal ist noch nicht lange her: Vor rund einer Woche waren über 1,6 Millionen Datensätze von VZ-Mitgliedern aufgetaucht – irgendein Crawler-Depp hatte es geschafft, die Daten automatisiert auszulesen. Dann hatte er nichts Besseres zu tun, als ins Berliner VZ-Hauptquartier zu stiefeln und “Dies ist eine Erpressung!” (oder Ähnliches) zu rufen. Doch anstatt der geforderten 80.000 Euro bekam er erst einmal einen Schnupperurlaub in der Untersuchungshaft.

VZ war bemüht gewesen, das Ganze herunterzuspielen und hier kommen wir auf die eigenen Worte zurück: “Ist das VZ überhaut noch sicher?” fragt sich der Betreiber in den FAQs des Blogs, um dann selbst die Antwort zu geben: “Ja das VZ ist sicher. Der Täter konnte die Privatsphäre nicht überwinden, hatte nie Zugang zu unserer Datenbank. Er hat lediglich Daten gesehen, die jeder andere registrierte Nutzer auch sehen kann, das aber leider automatisiert.” Das war sogar die Wahrheit, jedenfalls damals.

Denn nun ist abermals ein neues Datenleck aufgetaucht, insgesamt 180.000 Datensätze wurden Netzpolitik.org zugespielt. Darin enthalten: die ID-Nummern, Geburtsdaten und das Geschlecht von VZ-Mitgliedern. Das Heikle daran ist, dass diese Daten eindeutig nicht nur von öffentlichen Profilen stammen, sondern auch von solchen, die nur für Freunde freigegeben waren. Demnach wären die Tipps des VZ-Erklärbärs reiner Mumpitz und völlig sinnlos. Der Informant von Netzpolitik.org gab an, dass die Auswahl der geleechten Daten rein zufällig war: (weiterlesen …)

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Auch die USA denken über Netzsperren nach – wegen der Schweinegrippe27.10.09

department-of-homeland-security1, 2, 3: Panik! Zu George W. Bushs Lieblingsprojekten zählte nach dem 11. September der Aufbau des Homeland Security Department (HSD), im Volksmund auch liebevoll Heimatfront Heimatschutz-Ministerium genannt. Bislang war es Aufgabe der Behörde, Grundrechte einzuschränken, Flugzeugreisenden ihre Deos wegzunehmen, vor garantiert vielleicht stattfindenden Terroranschlägen zu warnen und dementsprechend hin und wieder an der Alarmstufen-Ampel herumzuspielen. Doch nun kommt eine neue Sorge auf das Ministerium zu – nämlich die Schweinegrippe.

Wie es aussieht, hat das HSD bislang keinen Gedanken daran verschwendet, was passiert, wenn H1N1 mit voller Wucht zuschlägt. Das jedenfalls moniert das US General Accountability Office (GAO), eine unabhängige Aufpasser-Behörde, die Kongress-Entscheidungen genauestens unter die Lupe nimmt. Bei einer Pandemie würden Millionen von Menschen wochenlang zu Hause bleiben – entweder aus Furcht oder weil sie das Schweinevirus bereits erwischt hat. Das GAO geht davon aus, dass dieses Schicksal rund 40 Prozent aller Arbeitnehmer und Schüler ereilen wird. Die Folge? Der Internet-Traffic würde rasant ansteigen; während die Erwachsenen vom Home-Office aus arbeiten, hängen die Kids den ganzen Tag bei YouTube und Co. ab. Innerhalb kürzester Zeit würde das Netz verstopfen, wobei besonders die Leitungen der Letzten Meile zu Glühen beginnen. Dann geht gar nichts mehr, Broker könnten ihre Deals nicht mehr abwickeln, Mitarbeiter von Online-Sicherheitsfirmen könnten nicht mehr ihren wichtigen Job erledigen. Das Chaos droht, das öffentliche Leben steht vor dem Kollaps! (weiterlesen …)

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Content gegen User: Facebook und MySpace haben sich lieb – vorerst27.10.09

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Wenn du deinen Feind nicht besiegen kannst, dann verbünde dich mit ihm. Oder: Der Feind meines Feindes ist mein Freund. – Das beziehungsweise etwas sehr Ähnliches habe ich gedacht, als ich beim “Telegraph” gelesen habe, dass MySpace und Facebook in Zukunft (vielleicht) gemeinsame Sache machen wollen. Demnach soll es den MySpace-Usern ermöglicht werden, ihren Content (in erster Linie natürlich aus dem Bereich Musik und Video) mit ihrem Netzwerk auf Facebook zu teilen.  

Shery Sandberg, COO bei Facebook, hat zu Protokoll gegeben, dass man sich “bei Facebook auf den Aufbau der bestmöglichen Technologie konzentriert, mit deren Hilfe User ihren Content teilen können, während man bei MySpace eher eine Content-lastige Strategie verfolgt”. Und im Stile eines Borg fügt die Dame dann hinzu: “Wir hätten gerne ihren Content, wie wir ja bereits Inhalte von vielen anderen Seiten haben, um ihn auf unserem Netzwerk zu verteilen, weil er gut für unsere User ist.” (Übersetzung frei und unter Vorbehalt und ohne Gewähr.) Man sei offen für eine Zusammenarbeit mit MySpace und befände sich momentan in Verhandlungsgesprächen, so Frau Sandberg weiter. (weiterlesen …)

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Militärroboter “Pet Man” mag rote Turnschuhe27.10.09

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Der wohl unheimlichste Roboter hört auf den Namen “Big Dog” und wurde schon vor einiger Zeit von Boston Dynamics entwickelt. Ich kann nicht genug betonen, dass ich noch nie ein dermaßen furchterregenders Stück Technik gesehen habe, wie dieses bemitleidenswerte Monster auf vier Beinen. Schaut es euch selbst an. Und gerade wenn man denkt, das Ende der Fahnenstange sei erreicht, setzen die Entwickler natürlich noch einen drauf.

Der “Big Dog” hat nun ein Herrchen zur Seite gestellt bekommen, den “Pet Man“, ein bizarres Mischwesen aus Terminator und wandelnder Mülltonne. Bislang ist nur die untere Körperhälfte fertig gestellt worden, doch was die Dynamics-Wissenschaftler – Achtung: Kalauer! – da auf die Beine gestellt haben, kann sich schon sehen lassen. Pet Man läuft offenbar völlig von alleine, rollt wie ein Mensch über den Ballen ab und bringt es so auf 3,2 Meilen pro Stunde (etwa 5,1 Km/h) – in Sachen Geschwindigkeit spielt er damit ganz oben in der Roboter-Liga mit. Sollte er dabei gegen ein Hindernis prallen, kann er durch blitzschnelle Verlagerung der Stellung wieder Halt finden. (weiterlesen …)

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Keychest: Mickey Mouse & Co. bald auf dem iPhone27.10.09

The_WaltDisney_Company-Logo_svgNach Erdbeben, Feuerbrunst und Autoren-Streik schwebt über Hollywood nun wieder ein Schreckgespenst und kündigt großes Unheil an. Sein Name lautet Rob Iger, seines Zeichens Vorstandschef der Walt Disney Company, und die Botschaft in Richtung Traumfabrik ist so  richtig wie geldorientiert: Das Film-Business und das damit zusammenhängende Geschäftsmodell ändern sich genau vor den Nasen der Verantwortlichen, und wenn man nicht auf diese Veränderungen reagiert, verpennt man die Zukunft – und dann wird es bald kein Business mehr geben. Rumms, das saß!

Auslöser für diesen Weckruf sind die rückläufigen Verkaufszahlen im Bereich DVD, der eierlegenden Wollmilchsau der Filmindustrie in den vergangenen zehn Jahren. Und während diese Zahlen schrumpfen, bleiben die Zahlen aus anderen Vertriebszweigen – zum Beispiel der Distribution über Online-Plattformen – weiterhin klein. Selbst wer nicht BWL studiert hat, wie ich beispielsweise, weiß, dass eine solche Mischkalkulation früher oder später den Exitus eines Unternehmen bedeutet. Da man sich bei Disney aber noch zu jung fühlt, um diese Welt zu verlassen und zudem keinen Bock hat, sich in den Sarg zu legen, in dem bereits die weltlichen Überreste der Musikindustrie liegen, hat man sich etwas überlegt. (weiterlesen …)

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Google Social Search: In 5 Schritten selbst ausprobiert27.10.09

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Am späten Montagabend hat Google einen neuen Dienst vorgestellt. Grob gesagt geht es bei der Social Search darum, die Suchergebnisseiten um das soziale Element zu erweitern: Dazu werden unter den eigentlichen Ergebnissen zusätzlich und gesondert auch Inhalte geboten, die von Freunden empfohlen oder selbst produziert wurden. Social Search zeigt auf diese Weise Websites, Blogs, öffentliche Profile, Tweets und auch Artikel aus dem Google Reader an. Befolgt die nachfolgenden fünf Schritte, um es selbst einmal auszuprobieren: (weiterlesen …)

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“Allgemein gehaltenene Zauberernacht”: Warner Bros. lässt Harry Potter-Party platzen26.10.09

harry_notterDas Prinzip sogenannter Underground- oder Pop-Up-Restaurants ist so einfach wie einladend: Wer mit einem praxiserprobten Kochtalent gesegnet ist und nichts dagegen hat, dass fremde Menschen kurzzeitig in die eigenen Wände einkehren, um sich am heimischen Tisch niederzusetzen, kann mitmachen. Frau Marmite Lover – so ihr Name in dem neuen Gastro-Sektor – hat mit ihrem ersten Underground-Restaurant in London eine kleine Welle ausgelöst, sogar dem “Guardian” durfte sie schon Rede und Antwort stehen: “Meine Anfangsidee war einfach: Leckeres Essen in einer persönlichen Umgebung für kleines Geld anbieten. Gewürzt wird das Ganze mit einem bisschen Punk-Rebellion und einer Do-it-yourself-Einstellung, die ich mir aneignete, als ich noch in einer politischen Samba-Band spielte und in den Camps von Anti-G8-Veranstaltungen kochte.” Klingt nett, sympathisch, da würde man ja gerne einmal an einem Abend zulangen, wie ich finde.

Für Halloween hat sich Frau Marmite etwas Besonderes einfallen lassen: eine Harry Potter-Party, bei der alle im entsprechenden Kostüm auflaufen sollen. Außerdem sind ausschließlich Gäste erwünscht, die sich durch die komplette Romanreihe gewühlt haben (das hatte sich der Sohn der Dame so gewünscht). Der genaue Ort wird bis zur Buchung geheim gehalten, sicher ist nur, dass die private Party “irgendwo” im Stadtteil Kilburn stattfinden wird. Für 25 Pfund (rund 27 Euro) erwartet den Besucher ein bunter Abend samt Schnitzeljagd mit geheimen Passwort zum Zuflüstern, Butterbier, Hexenkessel-Kuchen, Fizzpop-Schokoladenfrösche, Miraculin-Puder und was weiß ich noch alles. (weiterlesen …)

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WHO-Studie: Führt Handynutzung doch zum Gehirntumor?26.10.09

WHOFrau Dr. Elisabeth Cardis wird hierzulande bisher wahrscheinlich den wenigsten ein Begriff sein. Dies könnte sich aber möglichwerweise in den nächsten Tagen, spätestens aber Ende dieses Jahres ändern. Dann nämlich, wenn ihre Ergebnisse einer unter der Schirmherrschaft der WHO durchgeführten Studie zum Thema Mobilfunk veröffentlicht werden.

Diese Ergebnisse eines knapp 20 Millionen Euro teuren und über zehn Jahre dauernden Projekts legen nämlich nahe, dass es (doch!) einen direkten Zusammenhang zwischen der Nutzung von Mobiltelefonen und der Entstehung von Gehirntumoren gibt. Wie der Daily Telegraph vorab berichtet, bestünde laut Dr. Cordis vor allem für “Heavy User” von Handys ein erhöhtes Risiko an einem Tumor zu erkranken: Es wurde “ein signifikant erhöhtes Risiko” festgestellt, an verschiedenen Formen von Hirntumoren zu erkranken, “das im Zusammenhang mit einer zehn Jahre oder länger dauernden Nutzung von Mobiltelefonen steht.” (weiterlesen …)

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App-Entwickler: “Piraten klauen – weil sie es können!”26.10.09

tap_fuDie kleine App-Fabrik Smells Like Donkey hat vor einiger Zeit das iPhone-Game Tap-Fu veröffentlicht, ein Ninja-Jump’n'Run, das schon beim Anschauen Lust auf mehr macht. “Es ist eine spannende Zeit, wenn man ein neues Spiel herausgibt, an dem die Leute Spaß haben werden”, schreiben die Entwickler im Blog. “Besonders gilt das für Games, in die man ein halbes Jahr lang sein Herzblut und viel Geld gesteckt hast.” Tap-Fu ist seit dem 16. Oktober in Apples App Store zu haben, der Einführungspreis liegt bei gerade einmal 1,59 Euro. Doch die Jungs bei Smells Like Donkey sind knatschig. Schuld sind Programmpiraten, die der Software-Schmiede einen dicken, roten Strich durch die Rechnung gemacht haben. Die ersten illegalen Kopien tauchten 40 Minuten nach dem Launch im Internet auf.

Das Spiel bietet eine Online-Bestenliste, dazu werden Daten wie Score-Points, Kills, Style-Punkte, ausgeführte Map, Schwierigkeitsgrad und so weiter anonymisiert und an den Server geschickt. Darunter befinden sich auch Informationen, die die App-Version, die Geräte-ID und Firmware betreffen. Auf diese Weise konnte festgestellt werden, wie oft eine gekaufte und wie oft eine geklaute Version benutzt wurde. Das Ergebnis ist – ehrlich gesagt – ein wenig beunruhigend. Die Entwickler haben einen Ausschnitt aus der Highscore-Liste veröffentlicht: Blau hinterlegte Einträge stammen von legal gekauften Tap-Fu-Apps. Alles was rot ist, wurde unbezahlt und über nicht näher zu erläuternde Wege auf das iPhone gezogen. (weiterlesen …)

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Social Web Counter: Die Expansion des Web-Universums in Echtzeit26.10.09

All diejenigen von euch, denen das Social Media Prisma gefallen hat, werden sich vielleicht auch über den überall einbettbaren Social Web Counter freuen. Hierbei handelt es sich um eine beeindruckende Flash-Anwendung von Gary Hayes, mit der er den (nach eigener Auskunft ständig weiterbetriebenen) Versuch unternimmt, die Dynamik beziehungsweise Aktivität des Social Web in Echtzeit widerzugeben.

Die Basis für seinen Counter bilden übrigens Daten, die sich Hayes nicht aus den Fingern gesogen, sondern bis Ende September aus unzähligen, verschiedenen (Primär- und Sekundär-)Quellen zusammengesammelt hat. Eine Übersicht gibt’s nach dem Klick. (weiterlesen …)

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“Altar” Ego: Bild-Chef Kai Diekmann startet eigenes Blog26.10.09

diekmannOh… mein… Gott… Turi2 hatte die unglaubliche Ankündigung mit einem Trommelwirbel vom Stapel gelassen: Kai Diekmann, seines Zeichens “Bild”-Oberhäuptling und passionierter Selbstdarsteller, hat nun ein eigenes Blog. Das Projekt ist erst einmal auf hundert Tage beschränkt, man weiß ja nicht, was sonst noch so passiert. Obwohl das Blog erst heute seinen Betrieb aufgenommen hat, sind bereits viele Posts vorhanden – alle datieren auf den 26. Oktober.

Um seine Leser auf den großen Huldigungstrip einzustimmen, hat Diekmann naturgemäß ein Interview mit sich selbst geführt – ein offenbar beliebtes Stilmittel unter C-Promis im Netz, die auf der einen Seite jede Gelegenheit zur Selbstdarstellung nutzen und auf der anderen Seite kritische Fragen pauschal verabscheuen. In der Selbstbefragung distanziert sich Diekmann mit deutlichen Worten von Niggemeiers BILDblog.de: “Purer Etikettenschwindel!” oder ”…berichtet mittlerweile über Krethi und Plethi.” Gleichzeitig stellt er klar, dass die Themen seines Machwerks nicht um den Boulevard-Kosmos kreisen werden: “Das hier ist kein Blog von und mit BILD, sondern ein Blog von und mit mir.” Schon seltsam, dass Diekmann dennoch gerne und reichlich auf “Bild”-Content verlinkt und sich auch im Impressum hinter der Berliner Axel Springer-Adresse versteckt. (weiterlesen …)

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Basic Sunday: Suche nach Vergangenheit25.10.09

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Seit einigen Wochen nun besucht mich Patient 3462 mit einem sehr interessanten Fall von Gedächtnisverlust. Nicht, dass er selber von sich behaupten würde, er wüsste nicht mehr, wer er ist. Schließlich war nicht er es, der sich dazu durchgerungen hat, meine Praxis aufzusuchen. Die Behörden haben ihn zu mir geschickt. Und es ist ein wahrlich interessanter Fall. Während seine motorischen und geistigen Fähigkeiten auf den ersten Blick keinerlei Einschränkungen vorzuweisen scheinen, leidet er unverkennbar an einer Art Persönlichkeitsverlust, die mir in all den Jahren erst einmal untergekommen ist. Damals handelte es sich um einen besonderen Fall von Schizophrenie, welche mit den geeigneten Mitteln behandelt werden konnte. Heute führt der Mann ein erstaunlich beschwerdefreies Leben und ist ein vollwertiges Mitglied unserer Gesellschaft.

Doch dieser Mann ist ein besonderer Fall. Er behauptet von sich, jemand Anderes zu sein und lässt sich weder mit Medikamenten noch anderen Mitteln davon abbringen. Selbst eine Hypnose, der er sich unerwartet offen gegenüber zeigte, brachte keine Besserung. Ganz im Gegenteil – nach Vorführung der Aufnahmen beharrte er sogar darauf, dass ich ihm doch glauben möge. Fast wäre ich geneigt es zu tun, doch die Beweise sprechen eine vollständig andere Sprache. Heute findet seine zwölfte Therapie-Sitzung statt und wir werden uns zwei Stunden Zeit nehmen, um die vergangenen Wochen noch einmal Revue passieren zu lassen. Vielleicht finden wir noch einige Aspekte, die uns weiterbringen. Die Hoffnung habe ich noch nicht aufgegeben. (weiterlesen …)

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