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Archive for 2009

Amazon: In den USA war das ChristKindle da28.12.09

kindle2Schon seit Jahren streiten sich die Experten und Leseratten darüber, ob ein E-Book jemals das klassische Buch ablösen kann. Zumindest für dieses Jahr hat das Christkind ein besonderes Geschenk an die amerikanischen Amazon-Mitarbeiter überbracht: Das erfolgreichste bei Amazon verkaufte Geschenk in den USA war in diesem Weihnachtsgeschäft die Kindle-Produktreihe und am 1. Weihnachtstag war zum ersten Mal der Absatz unter den E-Books bei Amazon größer als bei herkömmlichen Papierbüchern.

Wir in Deutschland können uns das aus sicherer Entfernung anschauen, denn mit fast ausschließlich englischem Content ist dieses Angebot für uns erst einmal nur mäßig interessant. Für den amerikanischen Markt, der dem interessierten Leser über 300.000 Bücher anbieten kann, sieht das logischerweise ganz anders aus.

Wie André ja bereits geschrieben hat, scheint Amazon in Apples Fußspuren treten zu wollen. Zu sehr fühlt man sich bei der Vorgehensweise an die Design-Fetischisten aus Cupertino erinnert und der weihnachtliche Coup lässt einen zudem an die Zeit zurückdenken, als der iPod seinen Siegeszug um die Welt antrat. (weiterlesen …)

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Basic Flashback: Vierzehn und zocksüchtiger als die Polizei erlaubt?27.12.09

GTAWenn ein Freund von mir – langjähriger Polizist – aus seinem Berufsalltag erzählt, komme ich oft nicht aus dem Staunen heraus, mit welchen Nichtigkeiten die Leute an unseren “Freund und Helfer” herantreten. Ähnlich muss sich die Polizei von Boston gefühlt haben, als sie spät in der Nacht den Anruf einer frustrierten Mutter entgegen genommen hat.

Sie beschwerte sich, dass ihr vierzehnjähriger Sohn nicht aufhören wollte, Grand Theft Auto zu spielen und somit außer sich selbst auch seiner Mutter den Schlaf raubte. Ich hätte vermutlich als Polizist eine solche Nachricht auf die leichte Schulter genommen, nicht so die engagierten Cops in Boston. Die schickten nämlich zwei Kollegen vorbei, die dem Jungen den guten Rat gaben, doch seiner Mutter zu gehorchen. Leider erfährt man in den News nicht, ob der Junge den Rechner daraufhin ausgeschaltet hat, oder ob die Mutter immer noch rast- und schlaflos durchs Haus irrt, aber es wirft zumindest für mich die Frage auf, wie man in einer solchen Situation mit seinen Kindern umgehen sollte.

Schon vor einigen Wochen habe ich das Thema “Sucht” im Bezug auf Computer-Games und Internet thematisiert und viele tolle Reaktionen darauf bekommen. Es ist aber immer noch ein himmelweiter Unterschied, wie wir als Erwachsene mit der Problematik umgehen, und was wir unseren Kindern erlauben und zugestehen. (weiterlesen …)

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Früher war mehr Lametta: Frohe Weihnachten euch allen!24.12.09

froheweihnachten

Ho-Ho-Ho! Ja, das hätte auch niemand vor 365 Tagen vermutet, dass wir euch heute “Frohe Weihnachten” wünschen dürfen. Aber so ist es nun mal gekommen – also: “Frohe Weihnachten” euch allen! Ich will jetzt nicht weit ausholen, euch etwas von “Höhen und Tiefen” des Jahres, Tannenspitzen oder folkloristischer Besinnlichkeit erzählen. “Früher war mehr Lametta” – so ist es doch immer.

Aber hier ein gut gemeinter Rat: Genießt die nächsten Tage, trefft Leute – Verwandte, Freunde – die ihr seit langer Zeit schon immer mal wieder anrufen wolltet, es aber nicht geschafft habt. Wenn ihr alleine seid, bemüht euch, eine nette Gruppe für Heiligabend-Singles zu finden. Schaltet den Rechner raus, lauft was durch den Schnee (oder Matsch), holt euch eine rote Nase. Baut einen Riesenschneemann – oder einen ganz kleinen. Sucht den Himmel nach dem Weihnachtsmann ab, so wie es NORAD tut. Hier findet ihr seine aktuelle Flugroute. Singt einfach alles, was ihr seht. Backt Plätzchen (das Rezept funktioniert!) oder kramt mal wieder das alte Brettspiel aus dem Schrank hervor, das da seit Jahren vergammelt. Geht abends ins Theater, ins Kino oder mal in aller Ruhe durch eine aktuelle Museumsausstellung in eurer Stadt – es muss ja nicht “Körperwelten“ sein. (weiterlesen …)

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Vorsatz für das neue Jahr: Dank Robotern nie wieder putzen23.12.09

Neato

Es gibt Anschaffungen im Leben, die schiebt man jahrelang hinaus. Ich hatte schon früh eine eigene Wohnung und seit dem Tag des Einzugs hasste ich es, den Boden zu saugen. Als ich das erste Mal vom Roomba von iRobot hörte, war ich begeistert: eine kleine, intelligente Kiste, die einem die lästigste Arbeit im Haushalt abnimmt. Doch dann kamen die Kundenrezensionen und die Ernüchterung nahm zu. Der Roomba verfügt über die Konstitution eines Asthmatikers, die Bürsten verdrecken, er bleibt unter dem Bett stecken, vergisst die wichtigsten Ecken, stürzt die Treppen herunter und hat einen Energiehunger, dass man ihn am besten mit dem Fuß durch die Wohnung schieben sollte. Und dann war da noch der Preis. Doch ich glaube, so langsam ist die Zeit reif für eine abschließende Entscheidung. Diese Woche haben gleich zwei Hersteller iRobot den Kampf im Putz-Business angesagt: Neato Robotics und Asus. Und beide haben Vielversprechendes im Gepäck. (weiterlesen …)

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Web 2.0 Suicide Machine: Der letzte Ausweg?23.12.09

suicidemachine

Zu Weihnachten ist die Selbstmordrate am höchsten, sagt eine ebenso weit verbreitete wie völlig falsche urbane Legende. Weit weniger falsch ist die Tatsache, dass uns dieses Jahr verstärkt der “virtuelle” Selbstmord aufgeschwatzt wird, das dramatische Aussteigen aus den einschlägigen Netzwerken wie Facebook oder MySpace.

Erst vor wenigen Tagen hat André über ein solches Projekt namens Seppukoo berichtet, das mittlerweile gesperrt wurde. Nun bin ich über einen weiteren Ableger gestolpert, der sich Web 2.0 Suicide Machine nennt und wie Seppukoo ein Kunstprojekt sein soll, welches uns aus der Netzwerkabhängigkeit befreit.

Man loggt sich ein – wahlweise mit seinen Facebook-, MySpace- oder LinkedIn-Daten, dann wird als erstes das Passwort geändert – logischerweise, ohne uns das neue Passwort mitzuteilen. Dann könnt ihr zuschauen, wie das Skript arbeitet und nach und nach unsere Freunde, Fotos und sonstige Daten entfernt. Der Account wird nicht gelöscht – ihr seid also nicht wirklich tot, sondern lediglich virtuelle Zombies. (weiterlesen …)

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Es hat Klick gemacht: E-Plus nimmt deutschen HSPA-Ausbau in Angriff23.12.09

eplusDie Kollegen von onlinekosten.de haben mir gerade gesteckt, dass das Unmöglich wahr wird! E-Plus wird im sein UMTS-Netz ausbauen! Bislang setzte der kleine Mobilfunker ja in erster Linie auf Sprachdienste – mobiles Internet wird zwar angeboten, doch in einer solchen Kriechgeschwindigkeit, dass die Kunden das für überwunden geglaubte, alte Modempfeifen wieder im Kopf haben. Jeder, der einen anständigen Datentarif suchte (und ich meine anständig) machte bislang einen großen Bogen um E-Plus: 384 Kbit/s – mehr war nicht drin.

Doch nun soll sich das Segel wenden. Wie der niederländische Mutterkonzern KPN heute Morgen mitteilte, habe man sich die Hilfe des chinesischen Telekommunikationsausrüsters ZTE Corporation gesichert, um dem Netz sowohl in Belgien als auch in Deutschland HSPA-Beine zu machen. “Bis zu 21,6 Mbit/s” könnten damit in den kommenden Jahren für die Kunden drin sein. Der neue Partner wird während dieser Zeit Technik liefern, die das Netz auch für nachfolgende Übertragungsstandards leicht anpassbar machen soll. “ZTE ist ein Herausforderer im europäischen Markt und passt deshalb gut zur Herausfordererstrategie von E-Plus”, erklärt Thorsten Dirks, der Chef der E-Plus Gruppe, ohne allerdings auf die semantische Logik dieses Satzes einzugehen. Doch die Chinesen sind garantiert nicht die falsche Wahl für den Job, ZTE betreut heute über 500 Netzbetreiber in mehr als 140 Ländern. (weiterlesen …)

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Online bestellt? Der Verpackungswahn hat ein Gesicht23.12.09

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Der Tipp der vergangenen Wochen lautete ja immer: “Junge, bestell im Netz! Tu dir den Stress nicht an. Das Rumgerenne in der Stadt, die Grippeviren. Sei schlau, bestell online!” Wie die Dinge dann kommen, bin ich gestern Abend doch noch durch die Kölner Innenstadt gerannt. Mit all den Grippeviren. Und dem Stress. Aber natürlich habe ich auch einiges online geordert. Was ja immer wieder interessant ist, ist die Verpackung. Unter anderem bestellte ich ein ziemlich schweres Mikrofon bei Conrad und war froh, als ich endlich den völlig zerrissenen Karton ohne Füllmaterial in den Händen hielt. Dann war da die Lieferung für meinen Kater von Zooplus. Die Box war so groß, dass er mehr Spaß mit der gigantischen Kiste als mit dem Spielzeug darin hatte. Ich frage mich: Was soll das immer? Ich habe online bestellt, glauben die Händler, dass sie die Kunden durch besonders große Boxen beeindrucken können? Spielerei mit dem “Füllhöhenstand”? Und was soll ich jetzt mit dem ganzen Papp-Gelumpe in meiner Wohnung? (weiterlesen …)

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Verkaufsverbot von Word und Office lässt Microsoft kalt23.12.09

Word2007Am Dienstagabend ging bei uns die Nachricht ja schon durch das Netz: Der Softwaregigant Microsoft hat gegen eine 12-Mann-Firma einen Patentstreit vor einem texanischen Gericht verloren. Im Revisionsurteil untersagen die Richter dem Unternehmen, ab dem 11. Januar irgendwelche vorhandenen Kopien von Microsoft Word 2007 oder Microsoft Office 2007 zu verkaufen. Die Restbestände, die bei den Händlern in den Regalen stehen, werden nun eingesammelt. Darüber hinaus wurde Microsoft verdonnert, 290 Millionen Dollar an den Kläger zu zahlen.

Die Geschichte kam schon vor Jahren ins Rollen, als die kleine – aber dennoch nicht unbekannte – kanadische Entwicklerfirma i4i vor Gericht zog. i4i hatte ursprünglich ein unscheinbares XML-Plugin für die Bürosoftware veröffentlicht. Microsoft bedankte sich damals wortlos für die Inspiration und entwickelte daraufhin den neuen .docx-Dateistandard für Word 2003 und 2007, der maßgeblich auf der patentierten XML-Idee basierte. Immer wieder schlug die Auseinandersetzung in Gerichtssälen auf, zuletzt im Sommer, als i4i Recht zugesprochen bekam, aber Microsoft noch einmal die Anwälte bemühen wollte. (weiterlesen …)

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Kostenlose Tagesschau-App: Zeitungsverleger sind stinksauer auf die ARD22.12.09

tagesschauTja, liebe Rundfunkgebührenzahler: Wo beginnt Grundversorgung? Und wo hört sie auf? Tagesschau-Chefredakteur Kai Gniffke zählt seit Neuestem Handy-Apps ebenfalls dazu: “Mehrere Hunderttausend iPhone-Nutzer dürfen von uns erwarten, dass wir sie auch unterwegs mit seriösen Nachrichten versorgen”, hatte er der dpa gestern Mittag erzählt. Kostenfrei, versteht sich, da sie “bereits aus der Rundfunkgebühr finanziert” sei. Im ersten Quartal 2010 könnte es schon soweit sein.

Anbetracht dieser Pläne kratzen sich gleich zwei Parteien am Kopf: zunächst natürlich wir. Uns Zuschauern ist ja erst kürzlich gedroht worden, dass wir für internetfähige Handys mit knapp 18 Euro im Monat für die GEZ tiefer in die Tasche greifen sollen. Für mich riecht das stark nach: “Erst Geld einziehen, dann schauen wir mal, was wir damit machen.” In etwa so, wie die Unis mit den Studiengebühren umgehen. (weiterlesen …)

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Neue Bilder vom Google Phone: Nexus One unboxed22.12.09

So sieht es also aus, das Nexus (lateinisch: Verbindung, Gefüge, aber auch Nabe) aus den Laboren von Mountain View. Schon seit einigen Tagen machen unscharfe Bilder und verwackelte Videos die Runde, doch heute sind ein paar deutlichere Aufnahmen aufgetaucht, die ich euch nicht vorenthalten wollte. Reuters will in der Zwischenzeit erfahren haben, dass es das Google-Handy in zwei Ausführungen geben soll: mit und ohne SIM-Lock. Schon für den 5. Januar 2010 sei der weltweite Marktstart geplant. In den Staaten wird T-Mobile als Partner auftreten, Kunden, die hingegen vertragliche Unabhängigkeit schätzen, werden sich das Telefon über die Google-Website bestellen können. Die FCC hat das Smartphone bereits durchgewunken.

Der Hersteller ist bekanntermaßen HTC, Google hat aber Wert auf ein eigenes Branding gelegt, so dass das HTC-Logo lediglich auf dem Akku zu finden ist. Ich habe gerade sämtliche technischen Spezifikationen zum Nexus One herausgesucht, die durch das Netz geistern. Sie sind also noch mit Vorsicht zu genießen: (weiterlesen …)

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Medien, Pornos und die verschwundene Bing-App22.12.09

bingHachja, die deutschen Medien… doch lasst mich mal von Anfang an erzählen: Als Microsoft kürzlich die Bing-App für das iPhone launchte, fragte sich alle Welt, warum Apple denn nun unbedingt mit der Konkurrenz anbändeln muss. Eine Erklärung dafür lieferte die Tatsache, dass die Beziehung zu Google immer getrübter wird, weil Apple und der Suchriese mehr und mehr in denselben Gewässern fischen.

Wir hatten uns die Bing-App angesehen und sind zu dem Schluss gekommen, dass Microsoft noch an manchen Stellen nachbessern muss, wenn sie wirklich den Siegeszug auf dem iPhone antreten soll. Die Kritik wurde kurz darauf erhört, in einem Blog-Post kündigte Microsoft an, drei Bugs in Angriff nehmen zu wollen:

1. Die Voice-Funktion stürzte ab, wenn sie außerhalb der Staaten verwendet wurde.
2. Die Bing-App ist nicht kompatibel mit dem iPod Touch der ersten Generation.
3. Die Suchergebnisse waren ausschließlich auf das US-Internet zugeschnitten.

Nett, danke Microsoft! Gerade wollte ich also die App noch einmal testen – und siehe da: sie ist komplett aus dem App Store verschwunden. Nach kurzer Recherche fand ich den angeblichen Grund: Porno! TechCrunch hatte den Launch der App seinerzeit mit den Worten “Bing Goes The iPhone. Still Great For Porn.” angekündigt, der Verdacht liegt also nahe, dass Apple mal wieder wegen zuviel nackter Haut den Stecker gezogen haben könnte; da war ja mal die Sache mit der E-Book-App und der Kamasutra-Lektüre und eine einfache Anfrage (“porn”) über die Bing-Bildersuche bringt immerhin tatsächlich schmutzige Bildchen hervor. (weiterlesen …)

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Sparmaßnahme: Yahoo! schließt weltweit für eine Woche die Büros22.12.09

yahooSeit Januar hat Yahoo! beinahe zwei Prozent bei den Marktanteilen verloren, laut ComScore waren es im November in den Staaten alleine 0,5 Prozent. Wer davon profitiert? Bing natürlich. Die Microsoft-Suchmaschine konnte im selben Zeitraum um 0,4 Prozent zulegen. Das ist schon sehr bezeichnend. Vielleicht sollte noch erwähnt werden, dass jeder verlorene Punkt gemäß Analystenmeinungen 100 bis 150 Millionen Dollar Umsatzeinbußen für Yahoo! bedeutet.

“Microsoft isst, schläft und trinkt Internet-Suche”, verriet diese Woche ein Yahoo!-Angestellter im BoomTown-Interview mit Kara Swisher. “Und wir tun es nicht. So einfach ist das.” Sicher hat es ein paar zaghafte Versuche gegeben, die Yahoo!-Suche aufzumotzen. Da wäre die neue Startseite, die Nutzer zum Verweilen einladen soll. Dann wurden die Echtzeit-Ergebnisse in Angriff genommen, Twitter ist bereits in die Suche integriert, Facebook Connect ist im kommenden Jahr dran. Doch offenbar reicht das alles nicht aus… (weiterlesen …)

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Schneller Clips verschleudern: YouTube launcht Kurz-URL youtu.be22.12.09

shortyoutubeWer sich in Web 2.0-Sickergruben wie Reddit herumtreibt, stößt häufiger auf das Kürzel “SLYT“. Es steht für “Single Link YouTube” und bedeutet eigentlich nichts anderes, als dass der der Urheber des Eintrags schlicht keine Lust hatte, große Worte zu seiner Linkempfehlung zu verlieren. Hier ist die URL, bumm – fertig!

Nun, SLYT-ing ist gerade wieder ein Stück einfacher geworden, da YouTube über Nacht einen eigenen Link-Verkürzer angekündigt hat. Lautete bisher die URL zu einem Clip etwa http://www.youtube.com/watch?v=s_W7p35SzuI so lässt sich daraus nun optional http://youtu.be/s_W7p35SzuI machen. Wie beim kürzlich gelaunchten URL-Shortener Goo.gl ist man dabei allerdings auf weitere Google-Dienste (hier: AutoShare) angewiesen. Wer diese nicht nutzen möchte, kann auf die manuelle Verkürzung zurückgreifen: http://youtu.be + ID des Clips. Die von YouTube benutzte Länderdomain gehört übrigens… na? Belgien, richtig.

Jetzt kann man sich natürlich fragen, wie effektiv diese Art der Verkürzung ist. Alleine die ID der Clips kommt auf über zehn Zeichen, dazu noch “youtu.be”. Zum Vergleich: so sähe die Short-URL bei tr.im aus – http://tr.im/Ijt6. Das sind 27 vs. 17 Zeichen. Dennoch eine nette Geste von YouTube, handlichere Adressen anbieten zu wollen. Offenbar hält man im Hause Google weiterhin große Stücke auf Twitter, jetzt, wo Eric Schmidt höchstpersönlich zwitschert (@ericschmidt). Fragt sich nur, welche Google-Dienste folgen werden. Kurz-URLs für Maps-Links? Für Picasa-Galerien? Für Blogger-Posts? Ein bisschen Auswahl haben wir da ja noch.

(André Vatter)

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15-Minuten-Ruhm: LG zeigt Bilder von Usern auf XXL-Screen am Piccadilly Circus21.12.09

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In the future, everyone will be world-famous for 15 minutes.” Das hat Andy Warhol bereits 1968 geweissagt, wenngleich mit einem eher negativen Unterton. Über vierzig Jahre später bietet jetzt der Elektronikkonzern LG jedem, der diesen Spruch für sich wahr machen möchte und über die nötige Portion Exhibitionismus und Unbekümmertheit verfügt, dazu die Möglichkeit. “Die Verbraucher sind dazu eingeladen, Fotos von sich auf die LG-Website hochzuladen, die ihre ‘Life Good Moments‘ zeigen”, so ein Unternehmenssprecher. “Das kann alles sein, angefangen bei einem lustigen Abend mit engen Freunden, über einen großen Fisch, den man geangelt hat bis hin zu den ersten Schritten des eigenen Kindes.”

Die 15 Minuten Ruhm steuert dann LG bei, indem das Unternehmen die Fotos für eben diese Viertelstunde auf seiner gigantischen LED-Wand am Piccadilly Circus zeigt (siehe Foto oben) – die jede Woche von etwa 1,1 Millionen Menschen betrachtet wird. Um aber an diese exponierte Stelle zu gelangen, muss zuvor von den Besuchern der “Life’s Good Gallery” für die eingereichten Foto gevotet werden. Die Besten werden dann jeden Monat von LG bekanntgegeben. Um die Motivation für eine Teilnahme noch zusätzlich zu erhöhen, erhält zudem sowohl der Knipser des Fotos mit den meisten Stimmen als auch einer von den Votern einen Preis – unter anderem eine… Waschmaschine (!). (weiterlesen …)

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2009-Rekorde im Film-Business: Sowohl bei den Studios – als auch bei den Piraten21.12.09

kinoEs klingt seltsam… doch sowohl Filmstudios als auch Raubkopierer (siehe unten) scheinen sich gerade in einer gemeinsamen Win-Win-Situation zu befinden. Zum einen fährt Hollywood in diesem Jahr ein Rekordergebnis ein. Amerikaner und Kanadier gaben 2009 mehr als 10,6 Milliarden US-Dollar für Kino-Tickets aus – der einstige Rekord von 2007 (9,68 Milliarden Dollar) wurde damit locker geknackt. “Die globale Wirtschaft schwächelt und wenn die Besitzer der Filmstudios eine harte Zeit haben, so ist dies doch ein Lichtblick in der Rechnung”, kommentierte der Chef von Hollywood.com Box Office, das die Zahlen veröffentlichte. “Auch im Jahr 2009 strömten die Menschen in großen Zahlen in die Kinos.” Blockbuster Nummer eins war “Transformers: Die Rache” (spielte 402 Millionen Dollar in Nordamerika ein), gefolgt von “Harry Potter und der Halbblut-Prinz” (301 Millionen Dollar). Der Heimvideo-Schocker “Paranormal Activity” brachte völlig überraschende 107 Millionen Dollar an Einnahmen. Gerade erst ist James Camerons “Avatar” in die Kinos gekommen und spielte weltweit 232,2 Millionen Dollar an diesem Dezember-Wochenende ein – das hat zuvor nur “I am Legend” geschafft. Gut, es sollte auch nicht verschwiegen werden, dass in diesem Jahr die Ticketpreise auch kräftig erhöht wurden, nämlich um 28 Prozent. (weiterlesen …)

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