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Archive for 01.2010

Instant Messaging deluxe: ICQ7 kann Twitter, Facebook, YouTube19.01.10

icqAls im Jahre 1996 das israelische Start-Up Mirabilis ICQ vorstellte, da war das ein Meilenstein in der Internet-Geschichte. Es handelte sich nämlich um den ersten Internet-weiten Instant-Messaging-Dienst, der zudem völlig kostenfrei war und von jedem genutzt werden konnte. Dies trug maßgeblich zu seiner enormen Popularität und weltweiten Verbreitung bei. Seit der Übernahme durch AOL zwei Jahre später ging die Erfolgskurve aber nach unten, und vor allem in den USA liefen die User in Heerscharen zu den Konkurrenten MSN, AIM oder auch Skype.

Umso erstaunlicher – und für die mit rund 12,6 Millionen Usern vergleichsweise große Fan-Base in Deutschland besonders erfreulich – ist, dass ICQ am gestrigen Montag nach langer Pause seinen neuen Client ICQ7 gelauncht hat und damit wieder stärker im Social Network-Bereich mitmischen möchte. Die größten Veränderungen zum Vorgänger bestehen vor allem in der Implementierung von Echtzeit-Updates von Content Sharing-Seiten und führenden Social Networks wie Facebook und Twitter. Bevor ich auch aber lange darüber erzähle oder Screenshots präsentiere, sage ich Vorhang auf für eine Bewegtbild-Vorführung, die keine Fragen mehr offen lassen sollte… (weiterlesen…)

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Löschen von Nutzerdaten: Bing wird Vorreiter beim Datenschutz19.01.10

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Die Europäische Union pocht seit zwei Jahren darauf, dass Suchmaschinen ihren Datenhunger ein wenig zügeln und spätestens nach sechs Monaten die Informationen der Nutzer – inklusive der IP-Adressen – kompromisslos löschen. Google hatte seinerzeit nicht gerade erfreut auf die Brüsseler Anordnung reagiert: Bis 2008 speicherte der Suchriese alle gesammelten Daten zwei Jahre lang. Das neue Zugeständnis bestand darin, die Daten nun nach neun Monaten zu anonymisieren – gelöscht wird nach wie vor nichts. Yahoo! weigert sich ebenfalls bis heute, die Auflagen zu erfüllen: Man sei dringend auf die Informationen angewiesen, um den Betrieb und Ausbau der Suche weiterhin zu gewährleisten.

Offenbar gilt diese Einschränkung aber nicht für jeden: Nun ist Microsoft vorgeprescht und hat erklärt, künftig die Privatsphäre der Nutzer ernster zu nehmen: “Wir werden sämtliche Internet-Protokoll-Adressen, die mit Suchanfragen in Verbindung stehen, nun nach sechs Monaten löschen – und nicht länger nach 18 Monaten”, schreibt Microsofts Datenschutzmann Peter Cullen. IP-Adressen würden wie bisher zum Zeitpunkt der Suchanfrage umgehend anonymisiert: “de-indentified”, sagt Microsoft dazu. Wie das geht, kann in einem PDF nachgelesen werden. Nach einem halben Jahr wandern sie in den Mülleimer. Microsoft rechnet damit, dass die angekündigten Änderungen innerhalb der kommenden “12 bis 18 Monate” umgesetzt werden können. (weiterlesen…)

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Das GW520 von LG: Akzeptables Phone fürs Messaging und Social-Networking19.01.10

GW520Die letzten paar Tage stand ich vor einer enormen Herausforderung: Ich musste auf mein mir so ans Herz gewachsene iPhone verzichten. Aber nicht aufgrund von masochistischen Tendenzen oder “just for fun”, sondern um das GW520 von LG zu testen und anschließend einen Testbericht darüber zu schreiben. Netterweise wurde uns das Phone nämlich vom Hersteller für einige Zeit zur Verfügung gestellt. Ich habe es also wie ein Mann ertragen und stelle euch nachfolgend das LG als ”Handy für Vielschreiber” angekündigte Gerät vor.

Der erste Eindruck von dem 106,5H x 53B x 15,9T mm großen und 127 Gramm leichten Side-Slider mit Qwertz-Tastatur ist gemischt. Das minimalistische Design mit den abgerundeten Kanten, dem im Verhältnis zu den Gesamtmaßen relativ großen Display (2,8 Zoll) und den nur drei Funktionsknöpfen auf der Front ist zwar gefällig. Aber die Haptik ist etwas zu Plastik-lastig für meinen Geschmack. Dies führt vor allem bei ausgeschobener Tastatur dazu, dass das nur 127 Gramm schwere Gerät etwas unsicher in der Hand liegt. (weiterlesen…)

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Neues Urteil: PC-Besitzer ohne TV und Radio können sich Rundfunkgebühren sparen19.01.10

gezBevor der geneigte Leser frohlockend durch die Wohnung springt und seitenweise Gebührenbescheide den Abgründen des Mülleimers anvertraut, sei vorab noch dies gesagt: Es handelt sich bei dem gerade vom Giessener Verwaltungsgericht veröffentlichten Rechtsspruch um ein vorläufiges Urteil – die Gebühreneinzugszentrale kann noch einen Monat lang in Berufung gehen. Dazu kommt die Tatsache, dass in der Vergangenheit andere Gerichte auch anders geurteilt haben.

Der “Giessener Anzeiger” berichtet, dass diesmal gleich zwei Parteien den Stein ins Rollen gebracht haben: Eine Optiker-Kette und ein Ju-Jutsu-Verband hatten gegen den Hessischen Rundfunk (HR) geklagt, weil sie es nicht einsahen, für PCs, die ausschließlich für Büroaufgaben genutzt werden, irgendwelche GEZ-Abgaben zu leisten. Seit dem 1. Januar 2007 sammelt die GEZ Gebühren für sogenannte “Neuartige Rundfunkgeräte” ein, also Rechner oder Smartphones, die Zugriff auf das Internet haben. Ob dort die IP-Glotze überhaupt angeworfen wird oder nicht, ist da erst einmal zweitrangig, bezahlt werden muss trotzdem. Derzeit sind das 5,76 Euro im Monat, in Planung ist aber wohl eine Erhöhung des Preises auf saftige 17,89 Euro. (weiterlesen…)

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PR-Gag: Käufer (und Verschenker) von @robgreen gefunden (Update!)19.01.10

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(Update s. unten)

Gut Ding will Twitter haben! Er hat es also tatsächlich geschafft, Robert Basic hat @robgreen erfolgreich verkaufen können. Nach dem etwas holprigen Start der geheimen Auktion, hatten wohl viele Beobachter nicht mehr mit dem Abschluss eines Handels gerechnet – “Basic Thinking”-Gründer scheitert mit Verkauf von Twitter-Account”, hatten Medien eine Woche nach der Auktion berichtet. Nun, einen Monat nach Beginn der Versteigererung, die überraschende Meldung. Der Käufer ist kaeuferportal.de aus Berlin, eine Vermittlungsplattform für Produkte und Dienstleistungen.

Im Unternehmens-Blog zeigen sich die neuen Besitzer in Anbetracht des Zuschlags aus dem Häuschen: “Robin springt durch das Büro und gibt jedem High Five, der seine Hände nicht schnell an die Tastatur klemmt und Mario kriegt das Grinsen nicht mehr aus dem Gesicht.” Wer der Autor (die Autorin) des eigentlich Textes ist, wird leider nicht verraten. Jedenfalls wird die Account-Übernahme als “wahnsinnige Aktion” bezeichnet, man wisse, dass die Firma im Bereich Social Medie einiges aufzuholen haben; konkrete Pläne, was nun mit @robgreen geschieht, seien aber noch nicht auf dem Tisch:

Nein, ich habe keine Ahnung, was wir damit machen werden. Unsere neuen Follower mit schlechten Witzen nerven? Auf neue Produkte und Dienstleistungen aufmerksam machen? Die Welt retten? Alles im Bereich des Möglichen.

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Wakka-Wakka-Kunst: Eine Pacman-Illusion für zuhause18.01.10

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Dass alles “eine Frage des Blickwinkels” ist, dass weiß jeder. Aber in diesem Fall trifft es tatsächlich zu. Ich bin gerade bei Reddit über dieses Video gestolpert und bin seitdem hin und weg. Nicht, dass ich keinen Schimmer habe, wie man so etwas selbst hinbekommt – ich kenne nicht einmal den Namen von dem, was ich da sehe: Optische Raum-Illusion? 3D-Täuschung? Ames-Raum (für den gibt es hier eine Bastelanleitung)? Magie? Egal, es sieht sehr cool aus. Wenn jemand von euch eine Idee hat, wie man derlei Illusionen in den eigenen vier Wänden realisieren kann, freue bestimmt nicht nur mich über die Infos. (weiterlesen…)

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Abzocker-Fax: Wir tragen Sie bei Google.de ein – für 2.136 Euro18.01.10

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Ich überlege noch, was die Yellow Publishing Ltd. auf meiner Dreistigkeists-Skala bekommen soll. Jedenfalls befinden sie sich dort mit Politikern, die sich kurz vor dem Abschied noch mit von uns bezahlten Kugelschreibern eindecken, und diesem BlockBerry schon einmal in bester Gesellschaft.

Uns ist gerade ein Fax zugespielt worden, bei dem sich die Nackenhaare von allen aufstellen, die sich im selben Raum wie der Leser befinden. “Datenmeldung an www.google.de”, steht da. Und: “Ohne zusätzliche Kosten für Unternehmen.” Darin wird dem Empfänger angeboten, Firmendaten und dazu passende Suchwörter an Google weiterzugeben, denn “täglich suchen Millionen Menschen in Google nach Unternehmen in ihrer Region.”

Darunter befindet sich ein fix und fertig vorausgefülltes Formular mit allen Kontaktdaten des Empfängers, Adresse, Telefon- und Faxnummer und natürlich ein von Yellow Publishing vergebenes “Kennzeichen”. Dann gibt es noch eine freie Fläche, auf der die Firmen die für sie relevanten Keywords angeben sollen. Für das Kleingedruckte am Fuß der Seite muss man allerdings die Augen zusammenkneifen. Was steht da? “89 Euro pro Monat”? – “Fest vereinbarte Vertragslaufzeit von zwei Jahren”? – “Verlängert sich jeweils um ein Jahr, wenn nicht…”? – Ich glaube, ich spinne! (weiterlesen…)

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‘…sonst sprenge ich den Flughafen himmelhoch in die Luft’: Folgenreicher Tweet eines Briten18.01.10

Paul ChambersIm Jahre 2003 hatte eine Maschinenbau-Studentin den Aussetzer ihres Lebens. Weil sie nicht mit ihrem Freund in Urlaub fliegen wollte, legte sie mit einer  telefonischen Terrordrohung im Namen Al Kaidas den Betrieb auf dem Flughafen Düsseldorf für über sieben Stunden lahm. Resultat: Zwei Jahre auf Bewährung und über 200.000 Euro Schadensersatz (beziehungsweise Schulden). Anfang dieses Jahres gesellte sich ein 42-Jähriger zu ihr in die Hall-of-Shame, als er bei der Sicherheitskontrolle auf dem Stuttgarter Flughafen einen Witz über Sprengstoff in seiner Unterhose machte. Der Witz kam nicht an und kostete ihn stattdessen den Ägyptenurlaub und 1.000 Euro Strafe.

Was vis-à-vis und über das Telefon funktioniert, muss doch im Internet-Zeitalter auch übers Web 2.0 gehen, muss sich nun ein Brite gedacht haben. Als der 26-jährige Paul Chambers nämlich am 6. Januar erfuhr, dass der Robin Hood-Flughafen aufgrund von schweren Schneefällen vorübergehend geschlossen werden sollte und damit seine Urlaubspläne für den 15. Januar durchkreuzt werden würden, entschloss sich Paul dazu, seinem Ärger und Frust auf Twitter Luft zu machen. Mit verheerenden Folgen…  (weiterlesen…)

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Licht-WLAN: ‘Geh mal aus’m Strahl, ich will hier YouTube gucken!’18.01.10

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Die Art der Datenübertragung nennt sich Visible Light Communication, Kenner sagen aber gerne VLC (“Wie-Ell-Szie”) dazu. Siemens-Forscher und Kollegen vom Fraunhofer Heinrich-Hertz-Institut tüfteln schon seit einiger Zeit daran, Informationen per Leuchtdiode durch die Luft zu schießen und am anderen Ende mittels eines Photodetektors wieder aufzuschnappen. Der bisherige Rekord beim Transport der Daten lag bei rund 200 Megabit pro Sekunde – nun wurde er geknackt.

Wie die Wissenschaftler in einer gemeinsamen Pressemitteilung verlauten lassen, wurde erstmals die Marke von 500 Mbit/s geknackt. Das klingt zunächst beeindruckend, allerdings sollte auch erwähnt werden, dass die maximale Strecke für eine solche Daten-Geschwindigkeit bei etwa fünf Metern zu Ende ist. Werden mehrere LEDs gebündelt, kann die Entfernung zwischen Sender und Empfänger zwar vergrößert werden, allerdings wiederum auf Kosten des Tempos: 100 Mbit/s sind dann maximal drin. (weiterlesen…)

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Unsicherer Internet Explorer: Exploit-Schadcode jetzt für jeden zu haben (Update)18.01.10

InternetexplorerSo, die Sache mit der BSI-Warnung war tatsächlich kein überhasteter Anti-Microsoft-Automatismus: die Gefahr, sich über den Internet Explorer einen dicken Trojaner einzufangen, ist seit dem Wochenende rapide gestiegen. Wie McAfee im Blog berichtet, ist im Internet der Schadcode veröffentlich worden, der die Sicherheitsmechanismen des Browsers umgeht und damit die Kontrolle über fremde Rechner erlaubt. “Der nun frei zugängliche Computercode kann Cyberkriminellen dabei helfen, die Schwachstelle in Windows-Systemen auszunutzen. Populäre Hacker-Tools wurden bereits upgedatet und mit dem Exploit versehen”, warnt George Kurtz. Die Angriffe seien besonders für ältere XP-Systeme, auf denen Internet Explorer 6 laufe, “tödlich”. Neuere Versionen würden eine etwas größere Hürde darstellen, könnten mit ein wenig Arbeit aber auch geknackt werden.

Derweil gibt es aus den Entwicklerlaboren von Microsoft keine neue Nachricht und ein Patch für die Lücke steht weiter aus. Wie lange das noch dauert? Man kann nur Vermutungen anstellen: Sowohl im im US-Blog, auf den Presse-Seiten, als auch bei den Security Advisories schweigt sich Microsoft darüber hinaus. Über den offiziellen Twitter-Account gab es am 15. Januar lediglich einen Hinweis, dass der Internet Explorer laut Net Applications “wieder an der Spitze” sei. Die Warnstufe 4, die das BSI im BürgerCert für den Browser ausgerufen hat, besteht damit weiterhin. (weiterlesen…)

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Facebook erhält Retweets: Die Twitterisierung schreitet voran18.01.10

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Verdammt! Ich dachte, ich hätte den Begriff “Twitterisierung” erfunden – Google hat mich gerade eines Besseren belehrt. Wie auch immer – ich habe zwei vorgefertigte Blanko-Blogbeiträge, wenn es um die Vokabeln “Facebook” und “kopieren” geht. Die krame ich gegebenenfalls raus und passe sie nur noch schnell an und fertig ist die Laube. Der erste Beitrag wird aus der Schublade gekramt, wenn sich die VZNetzwerke wieder mal bei dem Versuch blamieren, eine Funktion von Facebook nachzuahmen. Soll aber heute nicht das Thema sein, denn heute benötige ich meinen zweiten Entwurf: Facebook beobachtet die Konkurrenz und baut dann die entsprechende Funktion bei sich ein.

Die Facebook-Metamorphose der letzten Jahre ist ein Resultat dieser genauen Beobachtungen und Funktions-Adaptionen. Mal orientiert man sich an Twitter, mal wildert man bei FriendFeed. Letzten Endes bindet man das neue Feature nahtlos in das komplexe Facebook-Gebilde ein und sorgt dafür, dass man die Usability-Schraube immer weiter anzieht. In meinem letzten Artikel, der sich mit den VZ-Apps auseinandersetzt, wurde in den Kommentaren diskutiert, ob Facebook zu komplex, zu kompliziert sei. Logischerweise ist Facebook schwieriger zu bedienen, aber der Aufwand lohnt sich, weil unter dem Strich eben auch ganz andere Möglichkeiten geboten werden als das nackte Freunde-Sammeln und Fotos-Anschauen. (weiterlesen…)

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Basic Flashback: Und wenn Google umfällt, ist dann wieder alles gut?17.01.10

In der Feldherrenkunst nennt man das einen Mehrfrontenkrieg – ein schwieriges Unterfangen für das eingekesselte Land in der Mitte. Es braucht in erster Linie eine ausgeklügelte Logistikstrategie, um dem Gegner an allen Berührungslinien mit Widerstand zu begegnen. Und die Geschichte hat gezeigt, dass dies den betroffenen Staaten nur in den seltensten Fällen gelang und gelingt. Früher oder später wird es überrannt.

In eben einer solchen Situation befindet sich gerade Google, das monströse Suchungeheuer mit den tausend Armen, das sich in jeden Bereich unseres täglichen Lebens frisst. Die Schlachtfelder rücken immer näher, so dass das Kriegsgetöse auch schon in Mountain View zu vernehmen sein muss: Die Buchverlage wettern gegen Google Books, die Unterhaltungsindustrie geht gegen Suchbegriffe vor, Datenschützer prügeln auf Street View herum, Künstler klagen wegen der Bildersuche, Autoren-Angehörige wegen geklauter Namen und nun hat sich eine eingeschworene Dreier-Allianz gebildet, die jetzt einen ersten, geschlossenen Angriff plant. Der chinesische Militärstratege Sun Tsu, eigentlich für seine Coolness bekannt, würde angesichts dieser Kriegsschauplätze schreiend vom Feld rennen, sich in irgendeinen Graben fallen lassen und das Bild seiner Mutter hervorziehen. (weiterlesen…)

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SarcMark: Unternehmen lässt sich neues Satzzeichen patentieren15.01.10

SarcMarc“Sprache ist die Quelle aller Missverständnisse”, soll Antoine de Saint-Exupéry einst gesagt haben. Wie wahr. Dies gilt vor allem für die Schriftsprache, da ihr im Gegensatz zur gesprochen Sprache die Möglichkeiten fehlen, kontextbezogene Zusatzinformationen durch Intonation, Lautstärke, Gesten oder Mimik zu transportieren. Ein sehr gutes Beispiel für diese Störanfälligkeit sind Ironie und Sarkasmus. Zwar kann man sich hier mit Abkürzungen, Akronymen, Smileys und ähnlichen Emoticons zwangsbehelfen. Dennoch werden auch diese Zeichen manchmal misinterpretiert und können zudem nicht in jedem Kontext eingesetzt werden (Ich hatte das Problem hier auf dem Blog auch schon mal).

Zumindest in Bezug auf die Wiedergabe von Sarkasmus in geschriebenen Texten präsentiert die amerikanische Firma Sarcasm, Inc. nun ihre patentierte Lösung: ein neues Satzzeichen. Den sogenannten SarcMark (siehe Bild). Dieser Punkt, den eine Art an der Abszisse gespiegeltes @-Zeichen umgibt, soll in Zukunft dafür sorgen, dass die sarkastische Intention des Autors auch tatsächlich als solche erkannt wird. Wer denkt, das sei bescheuert, sollte sich erst mal das dazugehörige Werbevideo ansehen… (weiterlesen…)

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Chance für Autoren: Ab sofort auch deutschsprachige Literatur im Kindle Store15.01.10

kindleAmazon geht in die Vollen beim Electronic Publishing: Wenn ich mich bislang mit Kritikern des Kindle unterhalten habe, hieß es immer: “Ja, ganz nett. Praktisch, wirklich toll. Aber ich habe keine Lust auf englische Romane!” Tatsächlich waren bislang rund 320.000 Bücher im E-Ink-Design bei Amazon verfügbar – allerdings stammen ausnahmslos alle von US-Verlagen (es gibt drei deutsche Tageszeitungen, das war’s). Doch die oben genannte Entschuldigung zieht nicht mehr, Amazon öffnet heute den Kindle Store auch für deutsche und französische Romane und Sachbücher. Damit haben ab sofort deutsche Verlage die Möglichkeit, Literatur über die Digital Text Platform (DTP) zu vertreiben. Weitere Sprachen sollen “in den kommenden Monaten” folgen, verspricht Amazon.

Von dieser Entscheidung profitieren jedoch nicht nur die großen Buchverleger, sondern auch alle Autoren, die noch nicht unter Vertrag stehen – denn auch sie können DTP nutzen, um ihre Werke zu veröffentlichen und einer breiten Lesergemeinde zugänglich zu machen. Interesierten Books-on-Demand-Schriftstellern lege ich dazu einen Post bei lesen.net ans Herz, der das richtige Vorgehen anschaulich schildert. Andernfalls habe ich hier noch ein Tutorial-Video gefunden: (weiterlesen…)

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Basic Thinking 2.0 feiert den ersten Geburtstag!15.01.10

erstergeburtstagWisst ihr noch, was am 15. Januar 2009 war? Richtig: An diesem Tag tickten die letzten Sekunden von Roberts Auktion, um Punkt 19.50 Uhr und 54 Sekunden fiel der Hammer und serverloft hatte ein neues Baby. Eine kleine Redaktion machte sich umgehend daran, Basic Thinking neues – und auch ein wenig anderes – Leben einzuhauchen. Und genau deshalb feiern wir heute unseren ersten Geburtstag!

War es ein gutes Jahr? Für uns auf jeden Fall. Die Arbeit auf Basic Thinking macht uns einen Riesenspaß, jeden Tag gibt es Neues zu entdecken, euer Leser-Feedback spornt an, wir treffen durch das Blog immer wieder auf interessante, inspirierende und manchmal völlig durchgeknallte Menschen.

Deshalb wollten wir uns an dieser Stelle noch einmal ausdrücklich bei euch bedanken. Für eure Ideen, die Kritik, die nächtlichen Tweets – kurzum: den Support. Als Zeichen unserer Anerkennung haben wir uns auch etwas ausgedacht. Während Marek schon einmal den kaltgestellten Sekt vom Hof holt, mache ich mich daran, den Blog-Gürtel zu lockern: euch zu Ehren lässt Basic Thinking 2.0 heute nämlich die Hosen runter! “Alles, was Sie je über dieses Blog wissen wollten, sich aber nicht zu fragen wagten”, sozusagen. Und schon geht es los! (weiterlesen…)

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