Blog

Archive for 02.2010

Opera will um jeden Preis auf das iPhone: Zur Not auch mit langen Beinen17.02.10

Der erste Schritt war schon sehr gewagt: Kurz vor dem Mobile World Congress (MWC) in Barcelona kündigte Opera einen eigenen Browser für das iPhone an – ein “exklusives Event für Presse und Partner”, hieß es in der überschwänglichen Pressemitteilung. Tatsache ist jedoch, dass ein Opera-Browser für das Apple-Handy bislang noch keine Aussicht auf Erfolg hat, ein tatsächlicher Marktstart steht noch in den Sternen. Der Grund ist, dass Apple von seinen Browser-Entwicklern verlangt, dass ihre Apps auf dem WebKit-Framework basieren, das auch der Safari nutzt. Opera umgeht diese Vorgabe und verwendet stattdessen eine proprietäre Engine – Apple hat Entwickler schon für wesentlich kleinere Regelverstöße aus dem App Store geworfen.

Dennoch wollen es die Norweger nun darauf ankommen lassen. Über alle Kanäle feuert das Unternehmen seine Erfolgsmeldungen in die Welt hinaus: “Wichtiger Meilenstein erreicht!”, heißt es. “Opera Mini knackt die Hürde von 50 Millionen aktiven User.” Im vergangenen Jahr sei der Nutzerstamm des Browsers um satte 150 Prozent angestiegen. Der Opera-CEO zeigt sich angesichts der Zahlen aus dem Häuschen: “Unser ursprüngliches Ziel mit Opera Mini war es, das Web jedem verfügbar zu machen – unabhängig vom Handymodell oder Netzwerkbetreiber”, so Lars Boilesen. Und da war sie wieder: Die kleine, sympathische Spitze gegen Cupertino. Und sie ging auf dem MWC noch ein ganzes Stück weiter… (weiterlesen…)

Posted in Fun, Software, Unternehmenwith 7 Comments →

Eric Schmidts Antwort auf die Netzneutralität: ‘Heavy-User müssen zur Kasse gebeten werden.’16.02.10

Der Mobile World Congress ist ein Kindergeburtstag für Google: Alles läuft prima für den Suchgiganten, das Nexus One wurde im Vorfeld vorgestellt, Android boomt und immer mehr Entwickler schließen sich der Market-Bewegung an. Am Horizont leuchtet schon die nächste Entwicklungsstufe: Google wird in das mobile Computing einsteigen – wenn man die Zeichen richtig deutet, dann mit einem eigenen Netbook. Das Fachpublikum der Branchenmesse applaudierte nonstop angesichts all dieser Entwicklungen und so sollte die Keynote des Google-Chefs am Dienstagabend den krönenden Abschluss der Fete bilden. Eric Schmidt bekam in seiner Rede die Gelegenheit, ein Tremolo auf das Handy, mobile Datendienste und den Mobilfunk allgemein zu halten: “Mobile first!”, lautete sein Mantra. Das Handy sei heute die künstliche Verlängerung des Körpers. Es denke zwar nicht besser als der Mensch, doch es könne mehr speichern, mache bessere Bilder (“als wir Erinnerungen haben”) und wisse immer ganz genau, wo wir uns befinden. Man merkte dem Schmidt an, dass er sich in seiner neuen Rolle als Mobile-Master sichtlich wohlfühlt – eine Position, die ihm vor wenigen Jahren wohl noch niemand zugetraut hätte.

Das war bis zum Ende der Rede. Dann wurde das Saallicht aufgedreht und das Mikrofon herumgereicht – und diese Frage-und-Antwort-Runde hätte sich Schmidt wohl gerne erspart. Mitten in der heiteren Stimmung drangen unangenehme Spitzen an sein Ohr – fast alle drehten sich um das Thema Netzneutralität: “Also, Sie planen tatsächlich, die Telekommunikationsanbieter zu Dumb-Pipes zu degradieren?” – Der Begriff “Dumb Pipe” macht in den Staaten seit einigen Tagen vermehrt die Runde und bedeutet soviel wie “Dumme Röhre”. Im Grunde genommen steckt dahinter der Vorwurf, dass Diensteanbieter wie Google die Telcos zu Kabelträger degradieren. Diese bleiben auf ihren hohen Investitionskosten im Mobilfunk- und Breitbandbereich sitzen, während die Google und Co. den fetten Reibach machen. (weiterlesen…)

Posted in Internet, IT, Kritiken, Unternehmenwith 22 Comments →

Traffic-Schleuder Facebook: Muss Google langsam zittern? [Interview]16.02.10

Facebook hat ein Kunststück fertig gebracht, das vor einem halben Jahr vermutlich nur die Wenigsten für möglich gehalten hätten. Mark Zuckerbergs Social Network hat dem Suchgiganten Google auf dem US-Heimatmarkt den Rang als größter Trafficlieferant abgelaufen. Zumindest wenn es um das Lotsen von Web-Surfern zu den größeren Internet-Portalen Yahoo, AOL und MSN geht. Den Web-Analysten von Compete Inc. zufolge entfiel auf Facebook im Dezember des vergangenen Jahres ein Anteil von 13 Prozent, Google landete mit sieben Prozent auf dem dritten Platz. Die Silbermedaille konnte sich eBay mit 7,61 Prozent um den Hals hängen, MySpace kam auf immerhin zwei Prozentpünktchen.

Der Grund für den Erfolg liegt in erster Linie in dem begründet, was aktuell als “friend-casting” bezeichnet wird: User surfen nicht mehr einfach so durchs Netz, sondern orientieren sich an den Aktivitäten ihrer Facebook-Kontakte und deren Empfehlungen zu Internetseiten, Storys, Videos öder Ähnlichem. Aus dem just for fun betriebenem ”Poken” und Bilder hin- und herschubsen ist ein exzellent funktionierendes Word-of-Mouth-Empfehlungssystem geworden. Ich wollte gerne wissen, ob sich dieser Trend auch bei in Deutschland so fortsetzen könnte und welche Konsequenzen dies möglicherweise für die SEO-Arbeit hat. Immerhin hat Facebook jetzt auch hierzulande Quartier bezogen – muss Google Germany nun zittern? Ich habe hierzu einen Experten befragt, Pepe Mickler von blueSummit, einer Münchener Agentur für Suchmaschinenmarketing. (weiterlesen…)

Posted in Internet, Kritiken, Social Networks, Unternehmenwith 25 Comments →

Gestensteuerung à la ‘Minority Report’: In fünf Jahren schon beim Händler Ihres Vertrauens16.02.10

Wenn Hollywood mal wieder einen Blockbuster plant, in dem irgendwelche ausgefallenen und futuristisch anmutenden Computer-Screens auftauchen sollen, dann werden Interface-Designer engagiert. John Underkoffler ist einer von ihnen. Als er noch an dem renomierten Massachusetts Institute of Technology (MIT) tätig war, besuchte ihn eines Tages ein Produzent und beauftragte ihn damit, ein Computer-Interface für die Verfilmung einer Kurzgeschichte von Philip K. Dick zu entwickeln, “Minority Report“.

Underkoffler tat, worum er gebeten wurde. Er fand aber so viel Gefallen an seiner eigenen geistigen Geburt, dass er sich anschließend vom MIT verabschiedete, die Firma Oblong Industries gründete und das Gerät nachbaute, mit dem Tom Cruise in dem Sci-Fi-Thriller Bilder durch die Gegend schubste. Mittlerweile ist das sogenannte “g-speak Spatial Operating Environment” (sehr frei übersetzt etwa ”Suppiduppi-Gadget”) laut Underkoffler in etlichen Unternehmen, Regierungsbehörden und Universitäten im Einsatz und soll in fünf Jahren auch dem Otto-Normal-User zur Verfügung stehen. Vor einigen Tagen führte der Meister sein Gadget auf der “Technology, Entertainment, Design” (TED) in Kalifornien vor: (weiterlesen…)

Posted in Ideen, IT, Personen, Produkte, Unternehmenwith 10 Comments →

Des Präsidenten Spielzeug: Medwedews Laptop für den Feldeinsatz16.02.10

Obama benutzt ein Hochsicherheits-BlackBerry, Frau Merkel setzt auf ein HTC mit Krypto-Chip, das Telefonate verschlüsselt (SMS jedoch nicht) und mit was kann der russische Präsident Dmitri Anatoljewitsch Medwedew aufwarten? Mit einem Tactical MXP von Tandberg! Der Kofferrechner wurde für die Videokommunikation im Kugelhagel-Feld entwickelt, ist extrem robust, hat aber – soweit ich weiß – noch keinen eigenen Flughafen eingebaut.

Ein Rundgang durch das technische Herz? Gerne: Der Tactical MXP kann mittels einer Reihe Schnittstellen mit einem Netz verbunden werden, zum Beispiel per 512 Kbit/s ISDN, 384 Kbit/s V.35 (H.320)/2 Mbit/s IP (H.323 oder SIP) – WLAN ist optional auch möglich. Sämtliche Inhalte werden verschlüsselt, zudem authentifiziert sich der MXP per IEEE 802.1x und H.235 in Netzwerken. IPv6 wird unterstützt. Es gibt einen eingebauten Schutz gegen unvorhergesehene Netzwerkstörungen. Video und Audio sollen dank des unterstützten H.264-Standards und des “Sounds in CD-Qualität” ein hervorragendes Erlebnis bieten – das ist auch nötig, denn der Tactical MXP wurde eben in erster Linie für Videokonferenzen entwickelt. (weiterlesen…)

Posted in Hardware, Ideenwith 7 Comments →

Torwächter Apple: Verlage pochen auf die Herausgabe der Leserdaten16.02.10

Vor Kurzem habe ich euch hier über ein geheimes Treffen berichtet, an dem Steve Jobs und zahlreiche, hochrangige “New York Times”-Mitarbeiter teilnahmen. Dabei wurden ungenannten Quellen zufolge die Möglichkeiten für einen Deal erörtert, der das exklusive Erscheinen der Online-Ausgabe der Zeitung auf dem Apple-Tablet vorsieht. Eine von mir in diesem Zusammenhang geäußerte Sorge war, dass sich die Zeitungen möglicherweise aufgrund ihrer Zeit- und Ratlosigkeit vorschnell und unüberlegt zu einer Zusammenarbeit entschließen, damit aber ihre größtes Gut – den direkten Zugang zu ihren Lesern – verlieren beziehungsweise in die Hände von Apple legen würden. Sobald nämlich ihr Content über iTunes angeboten wird, haben sie keinen Zugriff mehr auf die demografischen Daten ihrer User, die sie bisher an Werbepartner verkauft haben. Offenbar ist es genau dieser Punkt, der nun die Verhandlungen zwischen Apple und Verlagen ins Stocken bringt.

“Ist es ein Dealbreaker? Es ist verdammt nah dran”, wird der Medienmanager einer größeren US-Tageszeitung in der “Financial Times” zitiert. Und Sara Ohrvall, Vize-Präsidentin der Forschungs- und Entwicklungsabteilung des Verlags Bonnier, warnt: “Wir müssen die Bindung zu unseren Lesern erhalten. Das ist der einzige Weg, ein gutes Magazin herauszubringen.” Apple scheint aber momentan wenig geneigt, irgendwelche Zugeständnisse zu machen und den Verlagen mehr zu bieten, als die Verkaufszahlen. (weiterlesen…)

Posted in Geld, Internet, Produkte, Unternehmenwith 9 Comments →

Sonim XP2.10 Spirit: Der Chuck Norris unter den Handys kommt nach Europa [MWC]16.02.10

Das Letzte, was wir von Sonim vernommen haben, war die Geschichte, in der ein BBC-Journalist vor laufender Kamera das “robusteste Handy der Welt” schrottete – eine unzweifelhaft peinliche Angelegenheit für den kleinen Gerätebauer aus Kalifornien. Um den Fauxpas wieder auszubügeln, hat Sonim pünktlich zum Mobile World Congress einen runderneuerten Nachfolger für den europäischen Markt präsentiert: das XP2.10 Spirit.

Das neue Outdoord-Telefon wurde in zwei Kernbereichen aufgemotzt – und zwar in Design und Technik. Dem XP2 wurde eine leicht achteckige Form verpasst, das innere Gerüst besteht aus Magnesium, die äußere Haut aus Gummi, Fiberglas und Nylon. Der Lautsprecher wurde mit Gore-Tex überzogen, um im bei starkem Wind angenehme Telefonate zu erlauben. Das Tastenfeld ist ebenfalls solide und soll im Test rund 850.000 Tastendrücker ohne Probleme gemeistert haben. Robust geht es dann beim Display weiter, der zwei Zoll große Hi-Res-Bildschirm wird durch 1,5 Millimeter kratzfestem “Gorilla Glas” geschützt. Auf der Rückseite befindet sich (endlich) eine 3-Megapixel-Kamera mit LED-Blitz. Doch das wirklich Besondere steckt im Inneren: Sonim hat dem Spirit endlich ein UMTS-Modul spendiert! Damit steht nun dem Mailen und Surfen nichts mehr im Wege. Ein MP3-Player und ein FM-Radio sind ebenfalls dabei – für Musik-Dateien lässt sich der interne Speicher übrigens mittels SD-Karte auf bis zu acht Gigabyte aufmotzen. (weiterlesen…)

Posted in Produkte, Unternehmenwith 12 Comments →

‘Steve Jobs: Die Biografie’ kommt – und der Apple-Chef klagt nicht einmal16.02.10

screen-capture-14

Wird Steve Jobs milde auf seine alten Tage? Der Apple-Chef feiert in den kommenden Woche seinen 55. Geburtstag und uns erreicht hier passend dazu eine Nachricht, die wir nicht so ganz glauben können: Jobs feilt gemeinsam mit einem Profi-Autor an der Verschriftlichung seiner Biografie. Der Ex-”Time”-Redakteur Walter Isaacson habe laut der “New York Times” die exklusive Erlaubnis bekommen, Jobs Leben in allen Details nachzuzeichnen – der Apple-Chef würde voll kooperieren. Schon zuvor hatte es Biografien von Jobs gegeben, jede einzelne von ihnen hatte ihn aber auf die Palme gebracht. Entweder klagte er gegen die unautorisierten Lebensbilder oder wies seine Mitarbeiter der Apple Stores an, sämtliche Bücher desselben Verlages aus den Schränken zu reißen.

Isaacson hat hingegen tatsächlich auch einige Erfahrung darin, den Werdegang von Menschen zusammenzufassen: Er schreib bereits Biografien über Albert Einstein und Benjamin Franklin. Der Autor befinde sich laut zweier Quellen in einer “frühen Planungsphase”, Jobs habe ihn aber schon eingeladen, die Orte seine Kindheit im Silicon Valley gemeinsam zu erkunden. Geboren in San Fransisco, zog der kleine Steve später als Adoptiv-Kind nach Cupertino, wo er die Homestead High School besuchte. Dann versuchte er sich kurze Zeit am Reed College in Portland (Oregon), wo er aber nach nur einem Semester das Studium schmiss. Wie sich sein Leben von dort an weiterentwickelte, erzählte er Jahre später einem Jahrgang von Absolventen an der Stanford Universität. Wer von euch die Zeit findet, sollte hier einmal reinhören – es lohnt sich. (weiterlesen…)

Posted in Personen, Unternehmenwith 4 Comments →

Windows Phone 7: Hey, Microsoft ist wieder zurück am Mobilfunkmarkt! [WMC]15.02.10

Von vielen Microsoft-Fans wurde dieser Tag lange erwartet – und die Redmonder dürften ihre Anhänger nicht enttäuscht haben. Naja, vielleicht ein wenig, denn das sagenumwobene “Zune-Phone” wurde nicht präsentiert. Am heutigen Montag wurde auf dem Mobile World Congress in Barcelona jedoch endlich das Handy-Betriebssystem Windows Mobile 7 – besser: Windows Phone 7, wie es nun heißt, der Öffentlichkeit vorgestellt (Ballmer-Keynote). Bereinigt um das übliche PR-Gerede vom “smarten Design” und “integrierten Erfahrungswerten” kristallisierte sich heraus, dass Microsoft im Kampf um Marktanteile – wie andere zuvor auch schon – vor allem auf eine für den User möglichst einfache und intuitive Menüführung setzt.

Im Vordergrund stehen dabei zwei Features, die auf die Namen “Hubs” und “Live Tiles” getauft wurden. Bei Letztgenannten handelt es sich um eine Art lebendige Super-Kacheln oder -Icons, aus denen sich die dynamische Startseite der Plattform zusammensetzt. Der User kann sich sie sich selbst erstellen (etwa zu einer ausgesuchten Person oder einem Interessengebiet) und nach Belieben miteinander kombinieren. Die Live Tiles zeigen ihm dann alle aktuellen Informationen, Bilder oder neue Postings auf seinen Social Networks an und aktualisieren sich ohne sein Dazutun automatisch. Durch Klicken auf ein Live-Tile erhält er dann weiterführende Infos, beispielsweise Detail-Informationen zu einer Person oder einem Termin. (weiterlesen…)

Posted in Produkte, Unternehmenwith 20 Comments →

Neue Beta des Opera 10.50: Zehn Mal schneller als der Internet Explorer 815.02.10

Wow, die Norweger haben nicht zuviel versprochen! Zum Launch der Beta des Opera 10.50 hatten sie vollmundig versprochen: “Der schnellste Browser der Welt.” Dass es sich dabei um kein Werbe-Geplärre, sondern um eine tatsächlich erwiesene Tatsache handelt, hat nun Computerworld in einem Benchmark-Test herausgefunden. Die Beta hat aus dem Stand Safari für Windows vom ersten Platz gejagt, die bisherige Nummer zwei, Chrome, muss sich nun mit Bronze begnügen. Opera 10.50 ist in Sachen JavaScript 15 Prozent schneller als Safari, 20 Prozent schneller als Chrome, doppelt so schnell wie Firefox 3.6, acht mal schneller als der eigene Vorgänger Opera 10.0 und satte zehn Mal schneller als Microsofts Internet Explorer 8.

Um die Zahlen zu ermitteln, hat Computerworld jeweils drei Mal pro Browser den SunSpider JavaScript Benchmark-Test angeworfen und dann die Mittelwerte errechnet. (weiterlesen…)

Posted in Internet, Softwarewith 34 Comments →

Neue Einnahmequelle: Vodafone bastelt am mobilen Personalausweis15.02.10

Das zukunftsweisende ID-Kärtchen der Deutschen lässt noch auf sich warten. Erst im November soll der neue Personalausweis an die Bürger ausgeteilt werden, doch ob es bei dem Termin wirklich bleiben kann ist zu bezweifeln. “Zu unsicher“, sagen die Datenschützer – “Zu teuer!“, sagen Stimmen in den politischen Reihen.

Mitten in dieses Chaos hinein platzte nun die Meldung, dass auch private Anbieter in das lukrative Geschäft mit der Personen-Identifikation einsteigen wollen. Laut einem aktuellen Bericht der “Financial Times Deutschland” ist Vodafone-Deutschlandchef Friedrich Joussen jedenfalls schon ganz wild darauf: “In Afrika erledigen die Menschen bereits mobil ihre Bankgeschäfte”, wird er zitiert. Das ist korrekt und auch ein interessantes Beispiel, das seine Existenz allerdings dem schwach ausgeprägten Filialnetz in den afrikanischen Staaten schuldet. Hierzulande soll nun das Handy den Komfort beim mobilen Online-Shopping deutlich erhöhen. Joussen plant einen digitalen Personalausweis, der auf der SIM-Karte verankert ist. Die Technik sei weit genug fortgeschritten, ein Marktstart wäre längst überfällig: “Wir müssen das Problem des fehlenden Vertrauens im Internet lösen, um dem Internet als Geschäftsplattform zu einem echten Durchbruch zu verhelfen.” (weiterlesen…)

Posted in Ideen, Unternehmenwith 8 Comments →

Offline gekauft, online verfolgt: Yahoo setzt auf Kundendaten von Bonuskarten-Anbieter15.02.10

Die meisten von euch wissen sicherlich, wie sogenannte ”Bonusprogramme” à la Payback funktionieren, auch wenn sie sie nicht selbst nutzen: Bei seinem Einkauf in der wahren Welt (oder Warenwelt) bekommt der Kunde eine Art Rabatt in einer bestimmten Höhe auf die Kaufsumme der erworbenen Artikel, der ihm in Form von Punkten gutgeschrieben wird. Ab einer bestimmten Anzahl kann er diese dann gegen Prämien eintauschen. Da aber jeder weiß, dass es in der Welt nichts umsonst gibt und Unternehmen keine Wohlfahrtsvereine sind, gibt es einen Haken an der Sache: Informationen wie Kundennummer der Bonuskarte, Filiale, Datum, Umsatz und gekaufte Produkte werden gespeichert und zu Werbezwecken genutzt.

Dieses System möchte Yahoo nun aus der Offline- in die Online-Welt transferieren, und zwar mit Hilfe des Bonus-Karten-Anbieters Nectar, aber vorläufig nur in Großbritannien. Jeder Nectar-Kunde muss sich per Opt-In aktiv für diese Variante entscheiden und erhält dann künftig bei seinem Besuch von Yahoo-Seiten auf ihn zugeschnittene und auf seinen Käufen in der echten Welt basierende Konsumgüter-Empfehlungen. Smarter Zug des Internetunternehmens? Durchaus. (weiterlesen…)

Posted in Geld, Geschaeftsidee, Internet, IT, Kunden, Unternehmenwith 5 Comments →

Stellenangebot: Obama sucht neuen Betreuer seines Twitter-Accounts15.02.10

Barack – Social Media-König – Obama hat ein neues Jobanagebot für alle Web 2.0-Interessierten parat: Sowohl für seinen Twitter-Kanal als auch für weitere Plattformen im sozialen Netz sucht der Präsident einen würdigen Vertreter. Wie das “Wall Street Journal” mitteilt, wurde ein entsprechendes Stellenangebot für einen “Social Networks Manager” am Wochenende veröffentlicht. Der Bewerber sollte sich zutrauen, das Democratic National Committee and Organizing for America in Netzwerken wie Facebook, Twitter und MySpace vertreten zu können. Er wird eng mit dem New Media-Abteilung des Präsidenten zusammenarbeiten, um nach dem Crowdsourcing-Prinzip die “Change-Agenda” im Land voranzubringen.

Arbeiten aus dem Homeoffice ist dabei unmöglich, der Kandidat muss in die US-Hauptstadt Washington ziehen und dort seinem Beruf nachgehen, der “alles andere als ein 9-bis-5-Job” sei. Deadlines, “harte Arbeit”, komplexe Projekte und Organisationsaufgaben dürfen ihm oder ihr keine Angst machen. (weiterlesen…)

Posted in Marketing PR, Personen, Social Networkswith 9 Comments →

75 Euro vs. kostenlos: Navigon zieht bei den Google-Handys ein [MWC]15.02.10

Es ist kein Wunder, dass der deutsche Kartendienst-Anbieter Euro-Cities mit von der Partie war, als die Beschwerde gegen Google beim Bundeskartellamt eingelegt wurde. Wir haben das Thema schon vor einigen Tagen abgefrühstückt: Nicht nur mit Google Maps, sondern vor allem auch mit der mobilen Navigationslösung für Android hat die Suchmaschine dem gesamten GPS-Markt empfindliche Einbußen beschert – die Aktien von TomTom, Navigon und Co. befinden sich im Sinkflug. Wer, bitte schön, kauft denn noch ein Navigationsprogramm für sein Handy, wenn es Google seinen Kunden kostenlos hinterher wirft?

Nun, es hat sich jemand gefunden: Navigon. “Der MobileNavigator, unsere preisgekrönte Software für die verschiedenen Handy-Betriebssysteme, bietet bereits heute die Technologien von morgen”, sagt Gerhard Mayr, Vice President World-Wide Mobile Phone Business bei Navigon. “Von diesem Know-how profitieren nun langfristig auch Android-Nutzer.” Um Gotteswillen! (weiterlesen…)

Posted in Ideen, IT, Produkte, Unternehmenwith 7 Comments →

Telco-Allianz möchte Apple das Fürchten lehren – was wohl ein frommer Wunsch bleiben dürfte15.02.10

Der Spruch “Lieber spät als nie” mag in vielen Lebenssituationen durchaus seine Berechtigung haben. Dass er aber das richtige Motto für Apples Neider Konkurrenz ist, die ihn sich auf ihre Fahne geschrieben hat und mit der sie nun Richtung Cupertino in die Schlacht zieht – das wage ich zu bezweifeln. Wie es in einer Pressemitteilung heißt, haben sich nämlich 24 Telekommunikations-Unternehmen dazu entschlossen, eine Allianz gegen den App-Store und dessen Markt-Dominanz zu gründen. Dies wurde von der Industrievereinigung GSM Association auf dem heute gestarteten Mobile World Congress in Barcelona bekannt gegeben.

Die erste Amtshandlung der “Habt ihr auch so gut geschlafern, na dann ist ja alles klar”-Truppe, zu der unter anderem Giganten wie AT&T, China Mobile, Orange und Vodafone gehören, ist der Versuch, “die Entwickler-Communitys der Mitglieder zu vereinen und einen einzigen, harmonisierten Zugangspunkt zu erschaffen, der den Entwicklern den Beitritt so einfach wie möglich gestaltet”, so ein Sprecher der GSM. Klingt für mich ein wenig nach einer Strategie, die vielleicht in Filmen wie “Herr der Ringe” funktioniert, wo sich alle mit allen verbünden, um den übermächtig scheinenden Gegner zu besiegen. Was dort aber relativ gut funktioniert, dürfte hier vermutlich scheitern. (weiterlesen…)

Posted in Geld, Geschaeftsidee, Internet, Kritiken, Kunden, Produkte, Unternehmenwith 8 Comments →