Opera will um jeden Preis auf das iPhone: Zur Not auch mit langen Beinen • 17.02.10
Der erste Schritt war schon sehr gewagt: Kurz vor dem Mobile World Congress (MWC) in Barcelona kündigte Opera einen eigenen Browser für das iPhone an – ein “exklusives Event für Presse und Partner”, hieß es in der überschwänglichen Pressemitteilung. Tatsache ist jedoch, dass ein Opera-Browser für das Apple-Handy bislang noch keine Aussicht auf Erfolg hat, ein tatsächlicher Marktstart steht noch in den Sternen. Der Grund ist, dass Apple von seinen Browser-Entwicklern verlangt, dass ihre Apps auf dem WebKit-Framework basieren, das auch der Safari nutzt. Opera umgeht diese Vorgabe und verwendet stattdessen eine proprietäre Engine – Apple hat Entwickler schon für wesentlich kleinere Regelverstöße aus dem App Store geworfen.
Dennoch wollen es die Norweger nun darauf ankommen lassen. Über alle Kanäle feuert das Unternehmen seine Erfolgsmeldungen in die Welt hinaus: “Wichtiger Meilenstein erreicht!”, heißt es. “Opera Mini knackt die Hürde von 50 Millionen aktiven User.” Im vergangenen Jahr sei der Nutzerstamm des Browsers um satte 150 Prozent angestiegen. Der Opera-CEO zeigt sich angesichts der Zahlen aus dem Häuschen: “Unser ursprüngliches Ziel mit Opera Mini war es, das Web jedem verfügbar zu machen – unabhängig vom Handymodell oder Netzwerkbetreiber”, so Lars Boilesen. Und da war sie wieder: Die kleine, sympathische Spitze gegen Cupertino. Und sie ging auf dem MWC noch ein ganzes Stück weiter… (weiterlesen…)

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