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Archive for 03.2010

VZ-Netzwerke zurück an die Spitze: Mehr User als Facebook24.03.10

schuelervz_studivz_meinvz_rgb1Meiomei, das war ein hartes Stück Arbeit, an die Zahlen zu kommen. Schon gestern hatten Marek und ich erste Sichtungen einer neuen ComScore-Untersuchung gemacht, die sich mit den Zahlenverhältnissen der Social Networks in Deutschland auseinandersetzt. Leider ließ sich das Diagramm nicht bis zur Ursprungsquelle zurückverfolgen – da nun aber das VZlog mit eben denselben Zahlen nach vorne schießt, habe ich einen zweiten Anlauf unternommen. An dieser Stelle ein Dankeschön an die deutsche ComScore-PR, die mich mit allem versorgt hat! Oh, und an dieser Stelle außerdem noch der Hinweis, dass die bislang veröffentlichten Zahlen, nach denen in Deutschland lediglich “92.992 Unique Visitors” in Social Networks unterwegs sind, falsch waren.

Doch, worum geht es? Es geht darum, dass im Wettrennen um die meisten User hierzulande die Karten offenbar neu gemischt – oder aber das erste Mal wirklich betrachtet wurden: Laut ComScore sind die VZ-Netzwerke in Deutschland die mit Abstand größte Community – und nicht Facebook. Wir erinnern uns: Im Herbst des vergangenen Jahres hatte das VZ-Management erklärt, dass StudiVZ, MeinVZ und SchülerVZ ja eigentlich als ein großes Netzwerk zu betrachten seien. Erst durch diesen Kniff gelang es der deutschen Community, Facebook praktisch über Nacht in Sachen Userzahlen zu übertrumpfen. (weiterlesen…)

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Von 11 auf 1 Prozent: Twitter geht erfolgreich gegen Spam vor24.03.10

Es gibt wieder gute Nachrichten für jene von uns, die sich etwas aus dem Microblogging-Dienst Twitter machen. Wie der Chief Scientist (was auch immer das genau sein mag) des Unternehmens, Dr. Abdur Chowdhury, am gestrigen Dienstag auf dem hauseigenen Blog berichtete, kann Twitter im Kampf gegen Spam beachtliche Erfolge vorweisen (siehe Bild; Vergrößerung). In einer Rückschau auf einen Zeitraum von einem Jahr, stieg die Zahl der täglich mit Spam beladenen Tweets zunächst von etwa 5,5 Prozent im Februar 2009 kontinuierlich an und gipfelte im August des gleichen Jahres bei fast 11 Prozent. Damit war jeder zehnte am Tag verschickte Tweet also infiziert. Diese Quote absolut betrachtet ist schon enorm hoch. Wenn man dann aber bedenkt, dass im Schnitt geschätzte 50 Millionen Posts pro Tag ins Twitterverse verschickt werden, wird deutlich, was für ein massives Spam-Problem der Microblogger hatte. Von da aus kehrte sich der Trend dann aber um und lag im vergangenen Monat nur noch bei knapp einem Prozent. Tendenz weiterhin fallend. Respekt. (weiterlesen…)

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Abschied vom Brief: Post-Chef fordert zum Umdenken auf24.03.10

Im Sommer will die Deutsche Post eine massive Kampagne vom Stapel rollen lassen. Beworben wird der kürzlich vorgestellte Onlinebrief, der als eine Art digitales Einschreiben künftig Transportkosten und Papiermüll sparen soll. Schon seit Jahren kämpft die Post mit einem rückgängigen Briefgeschäft, die E-Mail hat dem Kuvert den Rang abgelaufen. Heute werden herkömmliche Briefe mit hübscher Marke wohl nur noch zwischen Geschäftspartnern oder Liebenden verschickt – und beide Gruppen werden sich früher oder später ebenfalls dem Trend beugen.

In der “Financial Times Deutschland” habe ich zu diesem Thema gerade ein interessantes Interview mit Frank Appel gefunden, der als Chef an die Spitze der Deutschen Post nachrückte, nachdem Zumwinkels im kleinen Liechtensteiner Steuerparadies aufgeflogen war. Darin mosert Appel ein wenig über den Druck der Bundesregierung, die die Post immer noch gerne als “Universaldienstleister” sehen will: Pakete, Päckchen, Briefe – einiges davon gehöre eigentlich auf den Müllhaufen der Vergangenheit: “Als wir vor Jahren das Telegramm abgeschafft haben, gab es einen Aufschrei, als wäre das der Untergang des Abendlandes. Dabei hat das die Kunden gar nicht interessiert”, so Appel. “Wir müssen das ganze System überdenken – und zwar aus Kundensicht, nicht nach dem Motto ‘Das war schon immer so’.” Dazu möchte ich noch eben anmerken, dass die Post das Telegramm nicht “abgeschafft” hat, sondern lediglich den Auslandsversand eingestellt und die Übermittlung der Nachricht im Inland schweineteuer gemacht hat. (weiterlesen…)

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‘Fernsehen macht glücklich’, sagte der Bauer und schaltete die Glotze für seine Kühe an23.03.10

Ein Bauer in Russland scheint da offenbar irgendwie etwas falsch verstanden zu haben. Es wird zwar landläufig behauptet - hierzulande sogar in einem Werbe-Spot, wenn ich mich nicht ganz irre -, dass glückliche Kühe mehr Milch geben. Glücklich werden sie aber durch Freilandhaltung, das heißt, wenn sie sich auf einer saftig-grünen Weide vollfressen können. Und nicht dadurch, dass sie die Weide von ihrem Stall aus anglotzen dürfen. Sonst würde es ja in vielen Fällen ausreichen, einfach ein paar Fenster auf Kuhkopf-Höhe anzubringen oder das Tor offen stehen zu lassen. Und erst recht nicht dadurch, dass man sie die Weiden auf Fernsehern betrachten lässt. 

Der russische Bauer will das aber nicht so recht glauben und hat seinen Rindern daher ein paar extra-dünne HD-Fernseher für ihren Stall spendiert. Auf dass sie sich so richtig schön an den grünen Wiesen der Alpen sattsehen können, die nun in einer Endlosschleife über die Mattscheibe flimmern. Allerdings kommen nicht alle von ihnen in den Genuss dieses Privilegs. Um nämlich nachzuweisen, dass die so entertainten Tiere tatsächlich mehr Milch geben als vorher, gibt es eine Kontroll-Kuh-Gruppe ohne Unterhaltungsprogramm. Ihr glaubt das nicht? Hab es selbst auch für ein Fake gehalten, die nachfolgenden Bilder sehen aber ziemlich echt aus (weitere gibt es bei English Russia): (weiterlesen…)

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Motorola i1: Erstes Android-Handy mit Walkie-Talkie-Funktion23.03.10

Als ich auf der CeBIT um die Stände zog und bei Sonim Halt machte, war ich überrascht, dass uns der kleine US-Handyhersteller kannte. Ich meine: Der EU-Vertriebler hat auf das Basic Thinking Logo in seiner Vertriebsmappe gezeigt und ich habe wie ein Honigkuchenpferd gegrinst. Sonim ist Spezialist für hammerharte Outdoor-Smartphones, das bislang jüngste Exemplar der Produktpalette ist das XP2, das wir kürzlich vorgestellt haben. Schon im Sommer soll ein weiteres Modell auf den Markt kommen. Als wir miteinander sprachen, kam immer wieder die Push-to-Talk-Funktion auf, ein Feature, das aus einem normalen Mobiltelefon praktisch ein Funkgerät macht. Gerade für die Zielgruppe, also Bauarbeiter, Bombenentschärfer und Extremsportler, kann so was überlebensnotwendig sein. (weiterlesen…)

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Für eine strahlende Zukunft: Bill Gates und Toshiba bauen zusammen einen Atomreaktor23.03.10

Als ich vorhin diese Schlagzeile gelesen habe, musste ich erstmal laut loslachen: “Bill Gates und Toshiba wollen zusammen einen Atomreaktor bauen”. Gepaart mit dem Umstand, dass diese Neuigkeit nirgendwo anders als in der “India Times” zu finden war, erschien mir das Ganze etwas suspekt. Nun, zehn Minuten später, flattert eine DPA-Meldung mit genau dieser Geschichte durch das Netz. Was lerne ich daraus: ”India Times” ist schneller als die DPA hierzulande und der Microsoft-Gründer und zweitreichste Mann der Welt und will tatsächlich mit dem japanischen Technologiekonzern einen Atomreaktor bauen.

Der Hintergrund der Story ist dieser: Die Energiefirma Terrapower verfolgt das ebenso ambitionierte wie in meinen Augen etwas unrealistische Ziel, einen Mini-Reaktor zu entwickeln beziehungsweise zur Serienreife zu bringen, der die Energieprobleme unserer Welt lösen soll. Diese Firma nun gehört zu Intellectual Ventures, einer privat finanzierten Organisation, die in “klimafreundliche Energieerzeugung” investiert. An der Spitze dieser Organisation steht Nathan Myhrvold, ehemaliger Technologiechef von Microsoft. Und enger Vertrauter von Myhrvold und zudem einer der Hauptgeldgeber ist… natürlich: Bill Gates. Letzterer ist ja bekannt dafür, dass er sich seit seinem Ausscheiden bei dem Software-Giganten sehr für die Umwelt engagiert. Und mit Terrapower treibt er seinenTraum von effizienter und sauberer Energieerzeugung voran. (weiterlesen…)

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Samsung Glamour S7070: Basic Thinking verschenkt das Diva-Smartphone23.03.10

Werte Damen des guten Geschmacks, liebe männliche Anhänger feminin gestylter Technik! Es ist soweit: Vor einigen Wochen haben wir das Samsung Glamour S7070 (Codename: Diva) ausführlich gestestet und danach eine kleine Verlosung angekündigt. Bei dem Handy handelt es sich um ein telekommunikatives Accessoire, das extra für die Bedürfnisse moderner Frauen zurechtgezimmert wurde. Dabei spielt nicht nur das exzentrische Design eine Rolle – Samsung hat dem S7070 gleich eine ganze Reihe pfiffiger Features mitgegeben: So etwa die SOS-Nachrichtenfunktion oder den Täuschungsanruf, der auf Partys bedrängten Damen aus unangenehmen Situationen heraushelfen kann. Natürlich dürfen auch der Beauty-Filter der integrierten Bildbearbeitung und die vorinstallierte Shopping-App nicht vergessen werden. Im Grunde ist das S7070 ein vollständiges Smartphone, das jedoch leider ohne UMTS auskommen muss – aber wer will schon schnell sein, wenn sie stattdessen schön sein kann, ne? Wer sich für die weiteren technischen Daten interessiert, schaut bitte auf der Produktseite von Samsung vorbei. (weiterlesen…)

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Microsoft sagt ‘Nein’: Mozilla stoppt Entwicklung des Firefox für Windows Phone 723.03.10

Rumms. Da war sie zu, die Tür. Und davor stehen etwas irritierte Mozilla-Entwickler. Der Hausherr, in diesem Fall Microsoft, verweigert ihnen nämlich den Zugang. Und zwar zu seinen nativen Applikationen des Windows Phone 7-Betriebssystems. Damit bleibt den Jungs nichts anderes übrig, als ihre Arbeiten am Firefox-Browser hierfür bis auf Weiteres auf Eis zu legen. Ohne nämlich auf die vorinstallierten Anwendungen des neuen MS-Smartphone-OS zugreifen zu können, können sie ihren Explorer-Konkurrenten nicht anbieten.

Dabei waren die Entwickler des Open-Source-Browsers im Vorfeld eigentlich recht zuversichtlich. Auf dem Blog von Stuart Parmenter, seines Zeichens Chef-Entwickler des Mobile-Teams bei Mozilla, liest man Folgendes: “Wír haben eine ganze Weile an einer Firefox-Version für Windows Mobile gearbeitet. Daran geknüpft war die Erwatung, dass Microsoft seinen Anteil auf dem Smartphone-Markt verdoppeln würde und wir hofften, dass sie ein tolles neues Mobile-Betriebssystem herausbringen würden.” Mit Freude hätte man dann auf die Ankündigungen zu Windows Phone 7 reagiert, trotz des Umstandes, dass es auf Windwos CE 6 basiert. Dies sei nämlich ein großer Sprung gewesen vom Kernel des letzten Betriebssystems Windows Mobile 6.5. Die Entwickler hätten sich aber reingehängt und auf das CE 6 so erfolgreich hingearbeitet, dass Firefox bereits gut darauf läuft und sie “sich mit einem ausgezeichnetem Browser für Windows Phone 7 in einer guten Ausgangsposition befinden”. (weiterlesen…)

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Domaingrabber in Goldgräberstimmung: iPadporn.de für 1.000 Dollar gefällig?23.03.10

Tja, liebe Domaingrabber, die ihr euch mit “iSlate“-Variationen versorgt habt – das war ein Schuss in den Ofen. Am Ende wurde es “iPad” und alle die .com-, .net- und .biz-Adressen waren für Nüsse. Immerhin: Als Apple das neue Tablet vorstellte, saßen erneut bestimmt einige Tausende arbeitsunwilliger Möchtegernschnellverdiener mit gezücktem Finger vor dem Monitor. Der Hype hilft, wer im Schlepptau neuer Innovationen das Netz mit passenden Domains zupflastert, hat gute Chancen irgendwann einmal das dicke Geschäft zu machen.

Und so ist es nun auch gekommen: der iPad-Domain-Boom ist da. Crunchgear ist auf ein außergewöhnliches Grabbing-Phänomen aufmerksam geworden, im amerikanischen eBay verkauft gerade jemand die Domain iPadDownloads.com. Noch gibt es keine Bieter, was daran liegen könnte, dass der Besitzer eine satte Million Dollar vom Käufer für die Adresse verlangt – alternativ kann die Domain auch vermietet werden. (weiterlesen…)

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Nintendo 3DS: Bald gibt es die dritte Dimension auch für unterwegs23.03.10

Ich habe den Riesen-DSi XL von Nintendo vor wenigen Tagen in Hamburg in den Händen gehalten – ein putziges Stück Technik. “Hach, der ist doch toll!”, sagte eine junge Dame. “Ah. Ja, da hast du Recht”, sagte ihr Freund und spielte wie gefesselt mit seinem Touchdisplay-Handy herum. Der DSi ist ein Produkt für Teenager, die aufgepumpte Variante (93 Prozent größerer Bildschirm) soll die Zielgruppe in die älteren Jahrgänge hin erweitern – ob das jedoch klappt, wird sich noch zeigen. Tatsache ist, dass die Smartphones immer leistungsfähiger werden und Nintendo sich etwas einfallen lassen muss, um mobilen Gamern ein deutlich verbessertes Spielerlebnis zu bieten.

Doch genau das scheinen die Japaner verstanden zu haben. Eine salopp verfasste Pressemitteilung (PDF) macht gerade die Runde, in der Nintendo einen neuen Nachfolger der Konsole ankündigt: in rund einem Jahr (noch vor März 2011) will das Unternehmen den Nintendo 3DS an den Start bringen, der räumliches Spielen ohne besondere Brille ermöglichen soll. Das Gerät soll komplett abwärtskompatibel sein, die Spiele älterer DS-Modelle müssen also nicht in die Tonne gekloppt werden. Weitere Details will Nintendo vorerst nicht verraten, der Vorhang soll erst zur Spielemesse E3 in Los Angeles fallen, die am 15 Juni 2010 stattfindet. Bis dahin sollten wir uns auch noch nicht zu sehr an den Namen “Nintendo 3DS” gewöhnen – laut Mitteilung handelt es sich dabei nur um einen vorläufigen Arbeitstitel. (weiterlesen…)

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Sehr praktisch: Google Maps zeigt jetzt auch Hotelzimmerpreise23.03.10

Ich wollte diesen Artikel eigentlich mit den Worten beginnen, dass ich diese Idee auch schon hatte. Da mir das aber sowieso niemand abnehmen würde, lass ich es bleiben. Jedenfalls hat Google am gestrigen Montag ein neues Feature für seinen Dienst Maps gelauncht, das vor allem Globetrottern sehr entgegenkommen wird (und vermutlich auch in erster Linie für sie entwickelt wurde): Wer künftig in einer Stadt nach Hotels sucht, bekommt nicht nur die passenden Treffer präsentiert, sondern zusätzlich direkt auch deren Zimmerpreise. Das spart dem Reisewilligen oder bereits Reisenden in doppelter Hinsicht Zeit, da er die Preise nun erstens nicht mehr selbst herausfinden muss und zweitens schneller und leichter vergleichen kann. Vorausgesetzt natürlich, die Preise sind für das gewünschte Hotel auch verfügbar.

Da wären wir aber auch schon bei den Einschränkungen, die es leider (noch) gibt: Die Zimmerpreise werden nämlich offenbar nicht vom Hotel selbst angegeben, sondern von Reiseportalen wie beispielsweise Expedia (siehe Screenshot). Ist also ein Gasthaus nicht im Portfolio eines Anbieters, gibt’s auch keine Preise. Ich weiß zwar nicht genau, nach welchen Kriterien die Herbergen in die Liste der Online-Reiseplaner aufgenommen werden. Sollte sich das Maps-Feature aber durchsetzen und im Hotelgewerbe rumgesprochen haben, dürften alle Hotels früher oder später auf eine Berücksichtigung drängen. Nachteile für den Reisenden kann ich mir daher in dieser Hinsicht nur in der Frühphase des Features vorstellen. (weiterlesen…)

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Facebook: Die Polizei – Freund und Helfer und Spion?!23.03.10

Vor exakt einem Monat war die Polizei im Zusammenhang mit Facebook bereits ein Thema bei Basic Thinking. Dort ging es tatsächlich um die Polizei als Freund und Helfer, um das Miteinander in einer Gemeinde, in der Polizei und Bevölkerung an einem Strang ziehen, um gemeinsam das Leben im eigenen Wohnort attraktiver zu gestalten. Es gibt aber auch die andere Seite der Polizeiarbeit. Die Seite, die uns Bürger überwacht. Ich will jetzt nicht so weit gehen und behaupten, dass man als Bürger das Gefühl haben muss, dort pauschal schon unter Generalverdacht zu stehen, aber Stichworte wie Vorratsdatenspeicherung oder Netzsperren können schon den Eindruck erwecken, dass es heute nicht viel braucht, um kriminalisiert zu werden.

Da verwundert es wenig, wenn man jetzt liest, dass die Polizei langsam aber sicher auch die Möglichkeiten des Web 2.0 für sich entdeckt. Wir weisen hier oft und gerne darauf hin, dass es nicht problematisch ist, bei Facebook und Co. angemeldet zu sein – die Probleme entstehen erst, wenn man nicht weiß, wie man sich dort zu verhalten hat bzw was man tunlichst vermeiden sollte. Genau so, wie kein Kind bei dem vermeintlich lieben Onkel mit den Süßigkeiten ins Auto steigen sollte, ist auch bei unseren Online-Kontakten erst einmal Vorsicht geboten. Das gilt für jeden unbescholtenen Bürger, der durch das Hinzufügen eines unbekannten Kontaktes, eines wenig wohlgesonnenen Arbeitskollegen oder Schlimmerem Tür und Tor öffnet. (weiterlesen…)

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Google erklärt den Rückzug aus China – und fürchtet nun um die dortigen Mitarbeiter22.03.10

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Die Nachricht machte am Montagabend die Runde – so viele “Breaking”-Hinweise in den Headlines sieht man selten: Google zieht China den Stecker. Dem Entschluss ging ein monatelanger Streit mit der dortigen Regierung voraus, Zensurforderungen wurden nur zur zum Teil und zähneknirschend durch die Suchmaschine umgesetzt. Schließlich brachte Mitte Januar ein Hackerangriff auf Google und zwanzig andere US-Unternehmen das Fass zum Überlaufen. In den vergangenen Tagen stieß Peking immer wieder diffuse Vorwürfe aus, Google sei ein Handlanger der amerikanischen Geheimdienste, dass China das Web in irgendeiner Weise filtere, wurde als “bösartige Lüge” scharf zurückgewiesen. Das Thema gewann innerhalb Stunden an neuer, politischer Brisanz, die zuletzt auch auf die Beziehung zwischen den beiden Staaten drückte.

Gegen Mittag berichtete die französische Nachrichtenagentur AFP, dass Google einen Rückzug in Betracht ziehe, laut der “China Business News”, die Quellen bei chinesischen Partnern von Google sitzen hat, könne es schon “Anfang April” soweit sein. Doch der Schalter wurde nun früher umgelegt: Wer ab heute google.cn aufruft, wird umgehend auf das Pendant aus Hongkong umgeleitet. “Wir haben deutlich gemacht, dass die Attacken und die dadurch offengelegte Überwachung – zusammen mit den Versuchen der letzten Jahre, die Redefreiheit im Netz in China einzuschränken und Seiten wie Facebook, Twitter, YouTube, Google Docs und Blogger zu blocken – uns zu dem Entschluss geführt haben, dass wir nicht länger unsere Suchergebnisse auf google.cn filtern werden”, heißt es dazu erklärend im Google-Blog. Die Umleitung erlaube es allen Usern, eine “unzensierte Suche” in chinesischer Sprache zu nutzen. Die Server dafür ständen ebenfalls in Hongkong, für einige Zeit könne es wegen der Überlastung zu einigen Verzögerungen bei Suchanfragen kommen – man arbeite bereits an einer Besserung. (weiterlesen…)

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Hohe Ehre für ein tristes Zeichen: MoMA nimmt @-Zeichen in seine Kunstsammlung auf22.03.10

Wer von euch künftig nach New York fliegt und das Museum of Modern Art (MoMA) besucht, wird dort ein ganz besonderes Exponat bestaunen können. Es fristete nämlich bisher sein tristes Dasein auf den Tastaturen der Computer- und Smartphone-Keyboards dieser Welt, wurde nun aber von einem Komitee der bedeutenden Kunst-Institution geadelt und in den Stand eines Kunstwerks erhoben. Die Rede ist vom “@”-Zeichen. Wie die Chef-Kuratorin der Abteilung “Architecture and Design“, Paola Antonelli, auf dem Blog des Museums berichtet, hat ihr Department den Klammeraffen der eigenen Sammlung dauerthaft hinzugefügt. Aber natürlich nicht, ohne sich etwas dabei gedacht zu haben. Um die Entscheidung dem geneigten Leser und Kunstinteressierten verständlich oder zumindest nachvollziehbar zu machen, holt sie ein wenig aus und beschreibt in einem kleinen geschichtlichen Exkurses zunächst den Werdegang des AT-Zeichens.

Demnach tauchte es nach Meinung einiger Wissenschaftler bereits im sechsten oder siebten Jahrhundert zum ersten Mal auf. Zu der Zeit wird es als vereinfachte Schreibweise für die lateinische Präposition “ad” genutzt, was soviel wie “zu” oder “bei” bedeutet. Im 16. Jahrhundert wird es dann von venezianischen Händlern als Maßeinheit verwendet, und zwar in Stellvertretung beziehungsweise Abkürzung für die Amphora. Ende des 19. Jahrhundert tauchte es dann zum ersten Mal auf einer Tastatur auf, nämlich als “commercial at” auf einer Schreibmaschine. Zu dieser Zeit waren Schreibweise und Verwendungszweck bereits standarisiert und Mitte des 20. Jahrhunderts wurde es in die ASCII-Liste mit Computer-Codes aufgenommen. Ja, und dann kam Ray Tomlinson und verwendete das “@” für die E-Mail. Wie die Geschichte von hier aus weitergeht, wisst ihr ja. Und nun folgt die Begründung des MoMA-Komitees.  (weiterlesen…)

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Dank Quantentechnik: Handy-Fotos sollen bis zu viermal bessere Qualität erhalten22.03.10

Die in Feature- oder Smartphones verbauten Kameras können einem Vergleich mit Digitalkameras in der Regel nur in Ausnahmefällen standhalten. Sowohl in Bezug auf die maximale Auflösung der Bilder als auch die Funktionsvielfalt haben sie meist nur gegen sehr günstige Modelle eine Chance. Dieser Umstand dürfte aber den meisten Handy-Besitzern bewusst sein und kaum einer wird von seinem Gadget mehr verlangen, als damit gute Schnappschüsse schießen zu können. Doch leider lässt auch bei denen die Qualität häufig zu wünschen übrig. Wenn es nach dem Willen von Jess Lee geht, soll dieses Manko der Mobiles aber spätestens in zwei Jahren behoben sein.

Dann nämlich dürfte die “Quantenpunkt“-Technologie, an der sein kalifornisches Start-Up InVisage bereits seit dem Jahr 2006 still und heimlich forscht, Marktreife erreichen und die Qualität der Onboard-Kamers um bis zu ein Vierfaches erhöhen. Und so soll das in Grundzügen funktionieren (ich lass das ganze Fachchinesisch mit CCDs und CMOS weg, Cracks sind aber herzlich eingeladen, die Funktionsweise anhand dieser Termini eingehender zu beschreiben): Herkömmliche Kamera-Chips basieren auf Silizium. Mittels dieses chemischen Elements wird das für die Fotoaufnahmen benötigte Licht eingefangen. Da die Sensoren aber meist nur ein Viertel des einfallenden Lichts verarbeiten können, ihre Lichtempfindlichkeit also nicht sehr hoch ist, ist die Qualität von in Innenräumen oder bei künstlicher Beleuchtung aufgenommenen Fotos dementsprechend schlecht. Dann benötigen sie zu viel Zeit, um ausreichend Licht zu sammeln, was unter anderem in unscharfen Bildern resultiert. (weiterlesen…)

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