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Archive for 07.2010

UltraViolet: Film-Branche präsentiert ‘Zukunft der Unterhaltung’20.07.10

Es ist schwer zu glauben, aber wahr. In der sonst so konservativ denkenden und behäbig agierenden Film-Branche scheint jemand die Zeichen der Zeit erkannt zu haben. Fairerweise muss dies auch auf einige IT-Unternehmen ausgeweitet werden. Gemeinsam will jedenfalls ein Konsortium aus der Medien- und Technologiebranche, zu dem unter anderem Warner Bros., Toshiba, Best Buy, Netflix und Microsoft gehören, ein neues System am Markt etablieren. Und dieses soll es dem User ermöglichen, die von ihm online oder in einem Geschäft gekauften Filme nahezu “hürdenlos” anschauen zu können.

Das bedeutet, dass er sie unabhängig vom Format auf allen möglichen, technisch dafür vorgesehenen Gadgets angucken darf. Selbst die Anzahl der Fernseher, Computer, Tablets und Smartphones soll keine Rolle spielen. Der “offene Standard”, der zunächst testweise Ende dieses Jahres in den USA anläuft, soll den Namen UltraViolet tragen. Eine Anspielung auf die unsichtbare Präsenz der Plattform und ihre gleichzeitige Überschreitung der Beschränkung auf ein Gerät. (weiterlesen…)

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Street-View-Webspecial des WDR: Mit Gesichtern, aber ohne Datenschutz-Verletzung20.07.10

Am vergangenen Sonntag hatte ich im Fernsehen von einer Aktion erfahren, deren Sinn mir nicht unmittelbar einleuchtete, die aber gerade aufgrund ihrer ungewöhnlichen Natur augenscheinlich ein großer Erfolg war. Die Rede ist von dem Still-Leben Ruhrschnellweg. Wer es nicht mitbekommen hat: Die Bundesautobahn A40 und Teile der Bundesbahn A52 sowie der Bundestraße B1 wurden auf einer Gesamtlänge von 60 Kilometern für den Autoverkehr voll gesperrt, damit die Bürger und Besucher der Metropole Ruhr ein Fest kultureller Vielfalt feiern konnten. Dabei wurden etwa 20.000 Tische zur längsten Tafel der Welt aneinandergereiht und um sie herum gesangliche, tänzerische, theatralische und andere künstlerische Programmpunkte angeboten. Soweit zum Fest.

Nun hat mich ein Twitter-Post meines geschätzten Ex-Kollegen André (eigentlich Retweet vom ebenfalls geschätzten GoogleWatchBlog) heute dazu animiert, mir einmal ein Internet-Angebot des WDR genauer anzusehen. Dort bietet die Rundfunk- und Fernsehanstalt dem Besucher nämlich ein 360-Grad-Panorama der besagten Veranstaltung an. Wer also nicht selbst vor Ort war, kann einen Blick auf die “größte Picknick-Strecke der Welt” werfen, indem er mittels seines Mauszeigers virtuell die 60-Kilometer-Strecke abläuft. Hindurch zwischen all jenen Personen, die es zum Fest geschafft haben. Und die sind auch genau der Knackpunkt, der eine interessante Frage aufwirft. (weiterlesen…)

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BluRay: Sharp knackt als erster Anbieter die 100-Gigabyte-Grenze20.07.10

Kaum hatte die Blu-ray Disc Association die Spezifikation für ihre 100 und 128 Gigabyte große Disks (BDXL) veröffentlicht, schon kündigt Sharp die Auslieferung der ersten 100 Gigabyte fassenden XL-Disks an. Die neue Sharp-Disk mit dem Namen VR-100BR1 soll bereits Ende diesen Monats in Japan erhältlich sein. Die Verdoppelung der Datenkapazität im Vergleich zum bisherigen Höchstwert von 50 Gigabyte wird dabei durch eine zusätzliche beschreibbare Datenschicht erreicht.

Neben der nun vorgestellten Disk mit drei Schichten sieht die Spezifikation auch BluRays mit vier Schichten vor, auf denen dann 128 Gigabyte Daten gespeichert werden können. Nach Ansicht von Sharp liegt der Vorteil der neuen BluRays darin, dass man nun auch längere HDTV-Sendungen oder sogar mehrere Serienfolgen in hoher Qualität auf nur einer Disk speichern kann.

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Amazon: Zahl der verkauften E-Books steigt dank gefallenen Kindle-Preises20.07.10

Es ist nicht so, dass ich ein Problem damit hätte, einen Fehler zuzugeben. Mein Problem liegt vielmehr darin, mir selbst einzugestehen, dass ich falsch lag und meine Sichtweise überdenken muss. Ganz so weit ist es zwar noch nicht, wenn es um die Frage geht, ob digitale Bücher ihre gebundenen Pendants mittel- oder gar kurzfristig überrunden. Die Pressemitteilung, die Amazon am gestrigen Montag veröffentlichte, spricht aber schon eine sehr deutliche Sprache.

Demnach verkauft das US-amerikanische Online-Versandhaus inzwischen nämlich mehr E-Books als Hardvover-Bücher - bemerkenswerterweise bei gleichzeitig gestiegenen Verkaufszahlen der Letzteren. So entfielen im vergangenen Monat auf 100 verkaufte “analoge” 180 digitale Bücher. Und hierbei sind noch nicht einmal die kostenlos angebotenen E-Books – also beispielsweise solche Titel, bei denen die Urheberrechte bereits ausgelaufen sind – mitgezählt worden. Das überrascht selbst die Verantwortlichen bei Amazon, wenn sie bedenken, dass “wir nun 15 Jahre lang Hardcover-Bücher verkauft haben – und Kindle-Bücher erst seit 33 Monaten”. Des Rätsels Lösung für die starke Nachfrage nach E-Books könnte indes eben im besagten, hauseigenen Reader liegen. (weiterlesen…)

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Kampf gegen Piraten: In Frankreich zeigt ‘Three-Strikes’-Gesetz entgegengesetzte Wirkung19.07.10

Erinnert ihr euch noch an Hadopi und das Three-Strikes-Law? Hinter Erstgenanntem verbirgt sich die französische Behörde, die sich den Schutz der Urheberrechte auf die Fahne und den Kampf gegen Piraten auf die Tagesordnung geschrieben hat. Und bei Letzterem handelt es sich um ein Gesetz, das Raubkopierer für ein Jahr vom Internet aussperrt, wenn sie zuvor zwei Mal “auffällig” geworden sind und gegen festgelegte Normen verstoßen haben. Es wurde von Frankreichs Oberstem Verfassungsgericht zunächst aufgrund von Verstößen gegen die per Verfassung garantierte Kommunikationsfreiheit abgelehnt, wurde im September 2009 dann aber doch noch durchgewunken.

Wie die New York Times nun berichtet, wurde seitdem keine einzige Warnung gegenüber Personen ausgesprochen, die urheberrechtswidrige Kopien von Musik-Tracks, Filmen, Software oder anderen duplizierbaren Medien angefertigt hätten. Und es wurde keine einzige Verbindung zum Internet gekappt. Und warum? Nicht etwa, weil in Frankreich plötzlich alle so lieb geworden oder aus Angst vor den möglichen Sanktionen auf den von der Regierung vorgegebenen Pfad der Tugend zurückgekehrt wären. Vielmehr ist es – offenbar – wieder einmal das gute Geld, das den Grund liefert. (weiterlesen…)

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Jobs auf ‘Antennagate Conference’: ‘Wir sind nicht perfekt’ – aber die anderen erst recht nicht19.07.10

Wie die meisten richtig vermutet haben, war das Thema der mittlerweile als “Antennagate Conference” getauften Apple-Pressekonferenz am vergangenen Freitag in Cupertino tatsächlich die Empfangsprobleme beim iPhone 4. Wer sie verpasst hat, kann sich eine Aufzeichnung der Keynote auf der Apple Events-Seite angucken. In ihrem Vorfeld wurde darüber spekuliert, wie genau die Konferenz ablaufen würde und welche Lösung Apple den anwesenden Journalisten präsentiert? Ich muss ehrlich gestehen, dass mich die Antwort auf die erste der beiden Fragen nicht sonderlich überrascht hat. Da das Design der Antenne offenbar an den auftretenden Empfangsstörungen Schuld ist, es sich also um einen Hardwarefehler handelt, blieben zwei Optionen:

1. Überarbeitung des Designs ankündigen. Das hat Jobs zwar nicht vollständig ausgeschlossen, blieb eine eindeutige Antwort aber schuldig (“Können wir es sofort verbessern? Vielleicht, wir werden sehen”). 2. Denjenigen Kunden, die unzufrieden sind, einen Umtausch anbieten. Wer sein iPhone 4 aufgrund der erwähnten Beanstandung nicht mehr haben möchte, kann es ohne irgendwelche Zusatzkosten zurückgeben und erhält den vollen Kaufpreis erstattet. Alternativ bietet Jobs auch jedem Kunden einen kostenlosen Apple-Bumper/-Case an. Voraussichtlich allerdings nur für jene iPhone 4, die bis zum 30. September gekauft wurden. Kommen wir nun aber zu der viel interessanteren Antwort auf die Frage, wie die Pressekonferenz ablief. Hier hat sich Apple nämlich eine Strategie überlegt, die bei der Konkurrenz gar nicht gut ankam. (weiterlesen…)

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Basic Flashback: Der neue Volkssport App-Entwicklung18.07.10

Erstaunlich viele Dinge sind noch nicht erfunden, obwohl sie technisch längst möglich wären. Eine App zum Beispiel, die daran erinnert, wo man eigentlich sein Auto geparkt hat. (Update: Gibt es bereits, siehe Kommentare.) Oder eine App, die der Kellnerin beim Einchecken in ein Café mitteilt, wo man sitzt und dass man gerne bedient werden möchte. Mit Smartphones, Mobile Web und GPS ergeben sich zahlreiche Möglichkeiten, um den Alltag schöner zu machen. Trotzdem werden viele dieser Möglichkeiten (noch) nicht umgesetzt.

Man könnte zum Beispiel seinen Einkaufszettel online an den Supermarkt schicken, sich die Sachen zusammensuchen lassen und dann nur noch zum Bezahlen vorbei fahren. Oder sich die Einkaufstüte gleich bringen lassen. Etwas in der Art bietet Amazon seit kurzem an. Aber noch gibt es nicht alles, was man will, aus einem einzigen Lager. Mehrere Hersteller liefern mit unterschiedlich hohen Bestellkosten und unterschiedlicher Lieferzeit.

Es gibt zwar Navis mit DVD- und DivX-Player, aber noch immer keins, das mir die Anzahl freier Parkplätze im nächsten Parkhaus anzeigt. Hier fehlt eine Schnittstelle ins Parkhaus-System. Google Maps hat noch immer keinen funktionierenden Routenplaner für öffentliche Verkehrsmittel. Autoradios, Navis und Mobilfunk sind noch immer erstaunlich strikt voneinander getrennt. Dabei ist es technisch gesehen doch ein Kinderspiel, auf der Autobahnraststätte schnell das Album über iTunes herunterzuladen, das am besten zur Fahrt passt. Radio-Livestreams oder Last.fm scheitern im Auto derzeit wohl noch an mickrigen Datenpaketen und einer fehlenden flächendeckenden Versorgung mit HSDPA.
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Hacker-Angriff auf Mädchen-Webcams17.07.10

Wie viele von euch sitzen – gerade bei den derzeit herrschenden Temperaturen – durchaus mal leichter bekleidet vor dem Rechner? Nicht frisiert, ungeschminkt und in Gammelhosen hocken viele vor den Kisten – es sieht einen ja schließlich niemand, also kann man auch im Wohlfühl-Schlabber-Look surfen.

Wie würde es euch denn gefallen, wenn ihr plötzlich mitbekommt, dass irgendwer dafür gesorgt hat, dass eure Webcam aktiv ist und all das, was im Verborgenen bleiben sollte, ins weite Internet gestreamt hat?

Eben – ich würde auch durchdrehen. Ähnlich geht es gerade wohl 150 Mädchen, die jüngst Opfer eines Trojaner-Angriffs wurden. Wird eine Trojaner-Software auf eurem Rechner installiert, erlaubt es dem Übeltäter, Schindluder mit euren Daten zu treiben und sich nach Lust und Laune im System rumzutreiben. In diesem speziellen Fall hat ein Hacker aus dem Rheinland “lediglich” dafür gesorgt, dass die Webcam des Opfers immer aktiv war, wenn er es wollte. (weiterlesen…)

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Bei Anruf Promi: Inder sind verrückt nach Voice-Blogging-Plattform ‘Bubble Blog’16.07.10

In Anbetracht der Vielzahl an Boulevard-Magazinen am Kiosk, im Fernsehen und im Internet könnte ich mir nur allzu gut vorstellen, dass die Plattform Bubble Blog auch in Deutschland viele Celebrity-Fans für sich gewinnen könnte. Es handelt sich bei ihr um eine im Land des Bollywood extrem populären Service, der – bei der hohen Zahl an Geräten wenig überraschend – mittels eines Mobiltelefons genutzt wird. Und was man als User bei Anruf erhält, ist die Freude darüber, die leibhaftige Stimme seines Idols hören zu dürfen.

Dieses sogenannte Voice-Blogging funktioniert so: Unternehmen angeln sich einen mehr oder minder bekannten Promi und zahlen ihm – seinem Popularitätsgrad entsprechend – eine Summe zwischen knapp zwei und zweihundert Dollar. Im Gegenzug quatscht dieser ein Band mit Dingen voll, die ihn gerade beschäftigen oder die er momentan so treibt. Dass das Thema und der Informationsgehalt dabei eine untergeordnete Rolle spielen, versteht sich von selbst. Der Fan ruft dann eine bestimmte Nummer an und darf sich daran erfreuen, seinen Lieblingsstar Dinge wie “Mir ist langweilig” oder “Ich bin gerade im Zoo” sagen zu hören – höchstpersönlich und mit der eigenen Stimme. Ist das nicht der Wahnsinn? (weiterlesen…)

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MySpace will nicht sterben: Überarbeitete Profil-Seiten und ‘Threadbox’-Deal sollen helfen16.07.10

“Wir testen gerade unter unseren Usern einen neuen Look und Feel unserer Site und die Reaktionen waren bisher positiv. [...] Wie immer, so sind wir auch beim Rollout dieser Verbesserungen an dem Feedback aus unserer Community interessiert und freuen uns darauf, weitere Details in den nächsten Wochen zu verkünden.” Diese Worte stammen - Überraschung - aus der Kommandozentrale der momentan totgesagtesten Plattform des Internets (toter noch als Chatroulette, Buzz oder Second Life). Ihr werdet es auf dem Screenshot schon entdeckt haben: Die Rede ist von MySpace.

Der Chef des ehemals besten Pferdes im Social Network-Stall, Sean Percival (ebenfalls oben auf dem Screenshot zu sehen, und zwar links), kündigte das Re-Design der User-Profile am gestrigen Donnerstag mit einem kurzen und knappen Tweet an (“Sauberes neues Profil”). Ja, und außer diesen drei Wörtchen und einem Link zu seinem eigenen Profil, von dem der Screenshot stammte, gibt es auch noch keine weiteren Infos. Wann die überarbeiteten Profile euch also zur Verfügung stehen werden, ist also genauso unklar, wie welche Features sie enthalten werden. Immerhin befindet man sich offenbar noch in der – wenn man es so nennen will – halbgeschlossenen Betaphase. (weiterlesen…)

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Tokio: Kamera scannt Geschlecht und Alter für interaktive Werbung auf Bahnhöfen16.07.10

Das ist mal wieder so eine Sache, bei der ich zunächst einen Moment darüber nachdenken musste, ob ich die nun gut oder schlecht finden soll. Es geht um einen neue Form der Werbung, die im letzten Monat von einem Verbund aus elf Eisenbahngesellschaften in Japan eingeführt wurde. Bei dem “Digital Signage Promotion Project” (zu deutsch sinngemäß etwa “Promotion-Projekt mit digitalen Beschilderungen”), das sich in einer einjährigen Testphase befindet, werden in ausgesuchten Bahnhöfen rund um Tokio 27 spezielle digitale Werbetafeln angebracht, die mit Kameras ausgestattet sind. Und deren Zweck ist folgender:

“Die Kamera kann das Geschlecht und das ungefähre Alter einer Person ermitteln, selbst wenn sie nur an der Tafel vorbeiläuft. Zumindest dann, wenn die Person für eine Sekunde auf den Bildschirm guckt”, sagte ein Sprecher des Projekts. Na, und wozu das Ganze gut sein soll, dürfte auf der Hand liegen: Um interaktive Werbung anzuzeigen, ”die auf die Interessen der Person zugeschnitten ist, die zu einer bestimmten Zeit einen der entsprechenden Bahnhöfe nutzt”, heißt es weiter. (weiterlesen…)

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Twitter: Mehr Infos zu Followern dank überarbeiteter Mail-Benachrichtigung16.07.10

Ohne große Ankündigung hat Twitter seinen Mail-Benachrichtigungen, die  über neue Follower informieren, ein kleines Update verpasst. Da ich selbst leider noch keine solche Nachricht erhalten habe – was zum einen daran liegen wird, dass der globale Roll-Out noch nicht abgeschlossen ist und zum anderen daran, dass mein Twitter-Account momentan verwaist – kann ich euch leider nur einen Screenshot einer solchen Nachricht präsentieren, die ich bei den Kollegen von Techcrunch gefunden habe.

Wie ihr darauf hoffentlich erkennen könnt, befindet sich unter dem Namen des Followers und dessen Twitter-Nick nun auch die Angabe, in welchem Land er sich befindet. Das interessiert mich meist nur sehr wenig, hat aber natürlich für Geo-Tagging-Fans einen gewissen Wert. Viel spannender erscheint mir die Änderung, dass künftig in der Mail direkt auch die Biografie des Users angezeigt wird. Das erlaubt es, potenzielle Spammer leichter beziehungsweise früher zu erkennen. Das konnte man bisher meist auch schon an dem Verhältnis zwischen Followern, Tweets und der Zahl der gefolgten Personen erahnen. Die Biografie macht dies aber noch leichter. Bis dato musste dafür aber auf den verlinkten Namen des Followers in der Mail klicken und landete dann auf dessen Twitter-Account. (weiterlesen…)

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iPhone 4: Apples eigener Experte sagte Antennen-Probleme frühzeitig voraus15.07.10

“Ich habe euch gewarnt! Aber ihr wolltet ja nicht auf mich hören!” – Ich könnte mir vorstellen, dass das zwei Sätze sind, die Ruben Caballero in den letzten Wochen des Öfteren vor seinem geistigen Ohr gehört hat. Dass er sie nämlich direkt in Steve Jobs Gesicht gesagt hat, dürfte eher unwahrscheinlich sein. Wie dem auch sei, der Chef-Entwickler und Antennen-Experte in den Diensten von Apple soll laut Bloomberg bereits in der frühen Entwicklungsphase des iPhone 4 das Management bei Apple darauf hingewiesen haben, dass das neuartige Antennen-Design zu Problemen führen könnte. Wird nämlich das Telefon “falsch” gehalten, kann das, wie auch wir hier in der Redaktion in einem eigenen Test nachweisen konnten, zu starken Empfangsstörungen bis hin zu Verbindungsabbrüchen führen.

Darüber hinaus hätte auch ein Partner-Unternehmen Bedenken darüber geäußert, dass die Art, wie die Antenne im neuen Modell verbaut wird, problematisch werden könnte. Das will der Branchendienst von einem Insider erfahren haben, der ungenannt bleiben möchte. Apple hat auf Anfrage dazu – wenig überraschend – kein Statement abgegeben. Und zugleich auch Caballero untersagt, Interviews zu diesem Thema zu geben. Wir dürfen daher gespannt sein, was uns am morgigen Freitag erwartet. (weiterlesen…)

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Boykott gegen Facebook: Muslime rufen zum Verlassen des Netzwerks am 21. Juli auf15.07.10

Na, was ist denn da schon wieder los? Wie ich eben per Zufall auf Digg gelesen habe, scheint es, als stünde Facebook innerhalb kurzer Zeit wieder einmal Ärger mit der muslimischen Community ins Haus. Dieses Mal sind die Betreiber des Sozialen Netzwerks aber direkter in die Geschehnisse involviert. Aber von Anfang an: Vor circa zwei Monaten war Mark Zuckerbergs Plattform in Pakistan für eine Weile nicht mehr erreichbar, da sie vom dortigen IT-Ministerium gesperrt wurde. Der Grund war der “Everybody Draw Mohammed Day” – ein Malwettbewerb, der die Teilnehmer dazu aufrief, Bilder des Propheten Mohammed zu malen und sie auf Facebook zu posten. Da der Islam jegliche Abbildungen des Propheten verbietet, hatten islamische Anwälte gegen die Aktion geklagt. Zumal sie in ihren Augen eigens darauf abzielte, den Islam zu beleidigen und die Gefühle der Muslime zu verletzen. Die Seite verschwand dann kurze Zeit später wieder vom Netzwerk, wofür offenbar nicht Facebook, sondern der Initiator der Aktion selbst Sorge trug.

So, und nun brennt also wieder die Luft. Und zwar deswegen, weil Facebook am 8. Juli augenscheinlich vier populäre Seiten mit islamischen Inhalten gelöscht hat. Grundlos, wie von den Beschwerdeführern betont wird, da jene angeblich nicht gegen die Nutzungsbedingungen auf der Plattform verstoßen hätten (was sich leider jetzt nicht mehr überprüfen lässt). Und nun drohen sie Mark Zuckerberg und seinem Netzwerk. (weiterlesen…)

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Freigabe für ‘Ovi Maps’ in China: Finnen trotz Auflagen kooperationsbereit15.07.10

Die einen werden es vermutet haben, die anderen befürchtet: Trotz der teils sehr bedenklichen Beschränkungen, denen ausländische Unternehmen in China ausgesetzt sind – das Land muss sich wegen möglicher Sanktionen oder Boykotts durch diese Firmen keine Sorgen machen. Symptomatisch dafür dürfte wohl der Fall Google sein, in dem der Suchriese sich zuerst gegen das totalitäre Regime auflehnte und dann – ganz offensichtlich aus finanziellen Interesse – wieder auf Schmusekurs ging. Dass der Suchriese nun immer wieder als Beispiel dafür herhalten muss, wie Konzerne vor China kuschen, dürfte vor allem an der Enttäuschung darüber liegen, dass das Unternehmen sich selbst beziehungsweise seinem Anspruch nicht treu geblieben ist. Denn nüchtern und emotionslos betrachtet sind finanzielle Erwägungen, die das Überleben eines Konzerns und damit unzählige Arbeitsplätze sichern, an der Tagesordnung. Mögen sie moralisch oder ethisch noch so verwerflich sein.

Und weil beziehungsweise dass dem so ist, beweist aktuell der finnische Mobilfunk-Hersteller Nokia. Wie die internationale Nachrichtenagentur AFP mit Berufung auf Sprecher der chinesischen Behörde State Bureau of Surveying (Aufgabenbereich) berichtet, haben sich die Finnen als erstes ausländische Unternehmen die Erlaubnis eingeholt, ihren Karten-Dienst Ovi Map im Land der Mitte betreiben zu dürfen. ”Wenn es irgendwelche Einwände gegen die veröffentlichten Ergebnisse geben sollte, werde wir eine Untersuchung einleiten. Anderenfalls werden wir den Antrag des Unternehmens offiziell genehmigen”, so der Sprecher. (weiterlesen…)

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