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Archive for 09.2010

Wenig Interaktion bei Twitter: 70 Prozent der Tweets bleiben ohne Reaktion30.09.10

Twitter ist kein soziales Netzwerk, sondern ein Newskanal, bei dem die Neuigkeiten in erster Linie passiv konsumiert werden. Diesen Schluss legte schon das Missverhältnis zwischen drei Millionen Besuchern, aber nur 270.000 aktiven Benutzern nahe, über das wir am vergangenen Freitag berichtet haben. Eine aktuelle Studie der Firma sysomos weist nun in eine ähnliche Richtung. Das Unternehmen hat untersucht, wie viele der versendeten Botschaften eine Reaktion in Form einer Antwort oder eines Retweets nach sich ziehen.

Die Marktforscher haben die 1,2 Milliarden Tweets der vergangenen zwei Monate untersucht. Dabei haben sie herausgefunden, dass nur auf 29 Prozent der Nachrichten überhaupt eine Reaktion erfolgt (siehe Grafik unten). Sechs Prozent der gesamten Botschaften wurden weitergeleitet, die anderen 23 Prozent wurden mit einer anderen Mitteilung beantwortet. Damit ist der Anteil von Rede und Gegenrede zugegebenermaßen weitaus größer, als ich erwartet hätte. Allerdings zeigt die nähere Betrachtung der Daten, dass auch in diesem knappen Drittel der Gesamtzahl keine längere Konversation stattfindet. (weiterlesen…)

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Zufallszahlen-Generator: Mittels ‘Quanten-Fluktuationen’ zur perfekten Verschlüsselung30.09.10

“Praktisch wie aus dem Nichts.” – So könnte schon bald eine neue technische Errungenschaft völlig zufällige Zahlenfolgen generieren. Diese spielen etwa im Bereich der Kryptologie eine wichtige Rolle, wo es darum geht, technische Verfahren für die Informationssicherheit zu entwickeln. Bislang werden diese Kombinationen aus Zahlen entweder durch Computer-Algorithmen oder mithilfe sogenannter verschränkter Ionen erstellt. Erstere sind aber zu unsicher, letztere zu teuer und langsam. Nun ist es dem deutschen Wissenschaftler Christian Gabriel vom Max-Planck-Institut für die Physik des Lichts (MPL) in Erlangen aber gelungen, eine Art Mikrofon zu bauen, mit dem – und ab hier wird’s jetzt etwas spacig – die zufälligen Quanten-Fluktuationen im Vakuum abgehört, diese Geräusche an einen Laser weitergegeben und in entsprechende Zahlenfolgen umgewandelt werden können.

Bei besagten Fluktuationen handelt es sich vereinfacht dargestellt um das ebenso plötzliche Auftauchen wie Verschwinden virtueller Teilchen-Paare. Virtuell sind sie deshalb, weil sie zwar in Wechselwirkung mit anderen Teilchen treten können und somit einen kurzlebigen Zwischenzustand einnehmen. Dieser ist aber so kurz, dass sie nach außen für den Forscher niemals sichtbar sind. (weiterlesen…)

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Privatsphäre: Firma scannt Online-Aktivitäten von Bewerbern und gibt Einstellungstips30.09.10

Google-Chef Eric Schmidt hatte im August mit einer Bemerkung zur Privatsphäre im Internet für Furore gesorgt. Damals hatte er vorausgesagt, es werde zukünftig normal sein, mit dem Eintritt ins Erwachsenenleben seinen Namen zu ändern. Denn nur auf diese Weise könne verhindert werden, mit den kompromittierenden Fotos aus der Vergangenheit weiterhin konfrontiert zu werden. Mittlerweile sagt Schmidt zwar, seine Bemerkung sei nur ein Scherz gewesen. Aber das dahinter stehende Problem, dass die Gesellschaft nicht auf die Auswirkungen des aktuellen technischen Fortschritts vorbereitet ist, existiert wirklich.

Facebook und andere soziale Plattformen sind für viele Nutzer ein Ort, an dem sie Spaß haben und sich mit Freunden austauschen. Weil die Netzwerke also Teil der Freizeitgestaltung sind, machen sich viele User auch wenig Gedanken darum, welche Folgen ihre Onlineaktivitäten für sie im wirklichen Leben haben können.  Auch wenn immer wieder darüber berichtet wird. Die amerikanische Firma „Social Intelligence“ wirbt nun ganz offen damit, dass sie aufgrund der Internetaktivitäten von Bewerbern und Mitarbeitern in der Lage ist, ein persönliches Profil zu erstellen. Aufgrund der Ergebnisse können die Unternehmen dann entscheiden, ob sie die analysierten Personen halten oder einstellen wollen. (weiterlesen…)

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Facebook: Dominanz des Internets durch den ‘Like’-Button30.09.10

Facebook macht sich immer unabkömmlicher. Aber längst nicht mehr nur für seine User und die Werbetreibenden, sondern praktisch für alle Internet-Nutzer, die im Netz auf Klicks aus sind. Das “beweist” eine aktuelle Statistik zur Nutzung des “Like”-Buttons, den der Social Network-Krake am gestrigen Mittwoch auf seinem Blog veröffentlichte. Darin wird dem Leser mit eindrucksvollen Zahlen offenbart, welchen Nutzen er für sich und seine Seite aus der Implementierung des Social Plugins ziehen kann. Oder anders ausgedrückt: Was er verpasst, wenn er es nicht tut.

Ein paar Beispiele: Seit der Einführung des ”Like”-Buttons konnte ABC News eine Traffic-Steigerung von 190 Prozent generieren, Gawker und TypePad gar um 200 Prozent. Sporting News steckt aber alle in den Sack und verzeichnet mit 500 Prozent eine Steigerung, die sich fast als Summe aller zuvor genannten ergibt. Natürlich würde es vor allem im letztgenannten Fall interessieren, wie hoch der Traffic vorher war, um den Erfolg entsprechend einordnen zu können. Denn fünf ist auch eine 500-prozentige Erhöhung von eins, wenn ihr versteht, was ich meine. Nichtsdestotrotz ist die Message unmissverständlich: Entweder ”Like”-Button oder das Nachsehen. Das suggerieren auch weitere Zahlen. (weiterlesen…)

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Googles Blick in die Zukunft: Bannerwerbung in 5 Jahren sozialer, interaktiver, intelligenter29.09.10

Auf der Marketingkonferenz IAB Mixx in New York hat der Google-Manager Barry Salzman der Online-Bannerwerbung eine große Zukunft vorausgesagt. Vor allem aber werden die virtuellen Anzeigen nach der Vision des Experten schon in fünf Jahren nicht mehr viel mit den heute meist statischen Online-Reklametafeln zu tun haben. Kurz gesagt: die „display ads“ werden sozial, interaktiv und intelligent. Und das Hauptmedium, auf dem sie erscheinen, wird der immer noch wachsende Markt der Smartphones sein.

Der „soziale“ Aspekt liegt in der Ausrichtung auf Social Media. Nach Salzmans Prognose werden 2015 bereits satte 75 Prozent der Anzeigen vom heute meist passiven Betrachter kommentiert und an Freunde weitergeleitet werden können. So wie es heute schon bei Nachrichten oder Videos üblich ist. Ebenfalls wird es möglich sein, benachrichtigt zu werden, wenn weitere ähnliche Inhalte zur Verfügung stehen. (weiterlesen…)

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Fujitsu präsentiert den ‘K’ – den leistungsstärksten Computer der Welt29.09.10

Wer sich ein bisschen für die “höher, schneller, weiter”-mäßigen Tech-Artikel interessiert, der wird sicherlich im Mai des vergangenen Jahres die Vorstellung des schnellsten Rechners Europas (“Jugene”) in Jülich nicht verpasst haben. Der Super-Computer verfügte über sechs Petabyte (10 hoch 15) Festplattenspeicher, 72.000 Prozessoren und konnte eine Billiarde Rechenoperationen pro Sekunde ausführen. Das war vor fast eineinhalb Jahren. Seitdem hat sich die Erde weitergedreht und in Japan dürfte man sich heute angesichts dieser Kennzahlen wohl nur schlapp lachen.

Wie Fujitsu in einer aktuellen Pressemitteilung verkündet, ist man dabei, den ”K” zu erschaffen. Einen noch supereren Computer, als den oben genannten. Dieser “Next Generation”-Computer besteht aus 800 Serverschränken, und kann dank einer hochkapazitiven Direktverbindung der Prozessoren eine Rechenleistung von zehn Billiarden Operationen pro Sekunden ausführen können. Nur zur Erinnerung: Das ist zehn Mal so schnell wie beim “Jugene”. Um diese Performance zu erreichen, hat Fujitsu 80.000 der selbst entwickelten Ultra-High-Speed-Achtkern-Prozessor SPARC64 VIIIfx (PDF) verbaut. Jeder einzelne von ihnen hat eine Operationsleistung von 128 Gigaflops. Höre ich da jemanden mit der Zunge schnalzen? (weiterlesen…)

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‘Kindle for the Web’: Amazon bietet E-Books im Browser29.09.10

Der Onlinebuchhändler Amazon setzt seit einiger Zeit verstärkt auf elektronische Bücher und hat mit seinem Tablet-Reader Kindle einen durchaus beachtlichen Erfolg hingelegt. Zuerst waren die E-Books des Internetshops zwar nur auf der eigenen Hardware lesbar, aber seit einigen Monaten ist das Unternehmen bemüht, entsprechende Leseprogramme auf möglichst vielen Plattformen bereitzustellen. Diese Strategie weitet das Unternehmen nun mit der Vorstellung der „Beta-Version“ von „Kindle for the Web“ auf alle HTML5-fähigen Geräte aus.

Zumindest theoretisch. Denn in der momentanen Inkarnation ist das Angebot auf Buchauszüge begrenzt. Zumeist ist das erste Kapitel eines angegebenen Werkes kostenlos lesbar. Danach kann über den Button „Get Kindle Edition“ das gesamte E-Book bestellt werden. Die Vollversion benötigt dann allerdings auch wieder die eigenständige Software. Trotzdem ist die Anwendung interessant. (weiterlesen…)

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Steve Ballmer im Interview: Antworten zu Ruhestand, Windows Phone 7 und Bing29.09.10

Am Rande der alljährlich Microsoft-Mitarbeiter-Vollversammlung in Seattle, die am gestrigen Dienstag stattfand, hatte der Konzern-Boss Steve Ballmer ein paar Minuten Zeit gefunden, um Basic Thinking in einem Interview einige Fragen zu beantworten. - Ja, schön wär’s. Toller Traum. Er hat zwar in der Tat Rede und Antwort gestanden, aber den Vor-Ort-Kollegen von The Seattle Times. Für mich aber kein Grund, euch die interessantesten Aspekte des Gesprächs vorzuenthalten und quasi aus zweiter Hand zu servieren. Wenngleich ich vorwegnehmen muss, dass Ballmer zwar viel gesagt hat, ein beträchtlicher Teil davon aber erwartungsgemäß stark Marketing-durchtränkt war.

Die Frage, die sicherlich viele von euch – vor allem die, die Ballmer für die vermeintlich schlechte Unternehmensführung verantwortlich machen - am meisten beschäftigen dürfte, lautet: Wann räumt er den Chef-Sessel? Und die erste Antwort ist eine, die man erwarten könnte: “Ich weiß es nicht”. Und dann: “Außerhalb meiner Familie ist das Unternehmen mein Baby. Und ich will sichergehen, dass es sich bester Gesundheit erfreut, wenn ich gehe.” Es darf also angenommen werden, dass Ballmer entweder gegangen werden  oder von einer Krankheit ausgebremst werden muss. Ansonsten dürfte er noch eine ganze Weile an Bord bleiben. (weiterlesen…)

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Anhänger gegen Cash – Hat Twitter endlich sein Geschäftsmodell gefunden?29.09.10

Auf der Suche nach einem dauerhaft tragfähigen Businessmodell führt Twitter nun neben „Promoted Tweets“ und käuflichen „Trending Topics“ eine dritte Werbeform ein: „Promoted Accounts“. Hinter diesem Namen verbirgt sich die kommerzielle Variante des „Who to follow“-Features. Bei der im August dieses Jahres eingeführten Funktion werden den Nutzern aufgrund ihrer Interessen weitere passende Konten vorgeschlagen werden, denen es sich nach Ansicht des Systems zu folgen lohnt. Die Vorlieben des Nutzers sollen auch bei der bezahlten Version berücksichtigt werden, die Firmen können sich aber mit ihrem finanziellen Beitrag nach vorne drängen.

Gleichzeitig wurde bekannt, dass das Schnäppchenangebot @earlybird wegen fehlenden Erfolgs wieder eingestellt wird. Im Juli dieses Jahres eingeführt, machte diese Idee allerdings auch den Eindruck, das Unternehmen suche verzweifelt und völlig planlos nach einer Möglichkeit, mit ihrem Angebot endlich Geld zu verdienen. Die aktuellen Marketingmodelle fügen sich hingegen deutlich besser in den Dienst ein und scheinen sich organisch aus dem Angebot entwickelt zu haben. Auch wenn man vielleicht zugeben muss, dass nach der Einführung von kommerziellen Tweets und Trends die dritte Idee nun nicht unbedingt mit Innovationskraft überrascht. (weiterlesen…)

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Google TV: Erste Bilder vom Sony-Fernseher NSX-46GT129.09.10

So wird es also aussehen, das Google TV (siehe Teaser-Bild und weiter unten). Zumindest in der Version von Sony. Wie ich seinerzeit in einem dazugehörigen Artikel zum Fernsehangebot des Suchriesen berichtet habe, sind die Japaner nämlich nur der Hersteller der Glotzen und offenbar auch entsprechender Blu-ray-Spieler. Die Set-Top-Boxen und entsprechende Hardware-Komponenten werden nämlich, wenn sich nicht zwischenzeitlich massiv etwas geändert hat, das ich verpasst habe, von Logitech und Intel geliefert. Aber zurück zu Sony. Auf einer Presse-Preview-Veranstaltung in New York hat der US-amerikanische Anbieter von Unterhaltungselektronik, Best Buy, seine Produkt-Highlights für das vierte Quartal vorgestellt. Und darunter befand sich auch der Sony NSX-46GT1.

Die Kollegen von HD GURU hatten die Chance, einer kurzen Demo beizuwohnen und entsprechende Bilder zu machen. Auf dem oberen seht ihr eine Auswahl der momentan auf dem Gerät verfügbaren TV-Streaming-Angebote. Wer dabei gleichzeitig surfen möchte, kann dies in einem kleinen Fenster tun, das sich dann in der unteren rechten Ecke des Bildschirms öffnet. Ihrem Bericht zufolge handelt es sich um ein ultra-schmales, auf einem Chrom-Fuß stehendes Gerät mit einer Bilddiagonalen von 46 Zoll und Edge LED-Technik. Während der Vorführung wurde ein USB-WLAN-Internet-Dongle verwendet, um das Bild vom Internet auf die Mattscheibe zu beamen. Er wird auf der Rückseite des Geräts angebracht war, wo sich auch noch viele andere Buchsen befinden, wie ihr auf dem nachfolgenden Bild sehen könnt:  (weiterlesen…)

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OpenOffice: Entwicklergemeinde trennt sich von Oracle und gründet ‘LibreOffice’28.09.10

Ein Großteil der Entwickler der freien Bürosoftware Open Office hat die Gründung einer unabhängigen Stiftung mit dem Namen „The Document Foundationangekündigt. Dieser Schritt bedeutet gleichzeitig die Trennung von der Datenbankfirma Oracle, unter deren Federführung das Programm bisher erstellt wurde. Das Open Source-Projekt war ursprünglich von Sun Microsystems begründet worden. Mit der Übernahme des Unternehmens fiel auch die Office-Anwendung an den Datenbankspezialisten.

Die nun vollzogene Trennung war deswegen so einfach möglich, weil der Quelltext der Software unter einer freien Lizenz steht. Dadurch kann jeder Interessierte Teile davon für eigene Projekte nutzen oder eben den gesamten Programmiercode übernehmen und als selbständiges Angebot weiterentwickeln („Fork“). (weiterlesen…)

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Nielsen-Studie: iPad-User sind dumme, arme, beinflussbare Menschen – überspitzt gesagt28.09.10

Das internationale Marktforschungsinstitut Nielsen wollte, aus welchen Gründen auch immer, herausfinden, um was für Menschen es sich handelt, die ein iPad oder Kindle kaufen. Also haben sie 5.000 US-Konsumenten befragt, von denen 400 das Gadget von Apple und der Rest entweder ein Tablet, einen E-Reader, ein Netbook einen Media Player oder ein Smartphone besitzen. Und das kam dabei heraus…

Wer auf ein iPad setzt, ist überdurchschnittlich oft männlich, jung und braucht das Geld eigentlich. Zu 65 Prozent besteht die Käuferschicht nämlich aus dem starken Geschlecht, das zudem in 63 Prozent der Fälle unter 35 Jahren alt ist. Allerdings sind Besitzer des Apple-Tablets im Vergleich zu ihren Kindle-nutzenden Pendants zum einen ärmer und zum anderen weniger gebildet. 44 Prozent der Amazon-Zugeneigten verdienen nämlich mehr als 80.000 US-Dollar pro Jahr, bei den iPadlern sind es nur 39 Prozent. Zudem haben Erstgenannte in 27 Prozent der Fälle entweder einen Master-Abschluss oder einen Doktortitel. Wow. Könnte man ja glatt auf die Idee kommen zu behaupten, die Intellektuellen wollen nur lesen, die Dummen aber rumdaddeln und surfen. Und es geht noch weiter. (weiterlesen…)

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Vom Jäger zum Gejagten: Abmahn-Kanzlei wegen 4chan im Visier der Datenschützer28.09.10

Wie die BBC aktuell berichtet, sind in Großbritannien auf sehr unkonventionelle Art und Weise User an den Pranger gestellt worden, die Pornofilme im Netz angeblich illegal angeboten und getauscht haben sollen. Ihre Namen und Adressen wurden kurzerhand im Internet veröffentlicht. Neben diesen Daten der etwa 5.300 Betroffenen wurden zusätzlich die Filme namentlich aufgeführt, die sie konsumiert und geteilt haben sollen. Allen unfreiwillig Entblößten ist gemein, dass sie Kunden von Sky Broadband sind, einem Internetdienstanbieter des britischen Fernsehsenders Sky. Allerdings liegt die Sache etwas anders, als man auf den ersten Blick meinen könnte. Die Aktion richtet sich nämlich nicht in erster Linie gegen die vermeintlichen Cyber-Kriminellen, sondern gegen die vermeintlich “Guten”.

Erstellt wurde die Liste nämlich von der mittlerweile selbst wegen unberechtigter Anschuldigungen und Forderungen ins Zwielicht geratenen Abmahn-Anwaltskanzlei ACS: Law, die sich auf die strafrechtliche Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen in den Bereichen Musik und Film spezialisiert hat. Erst vor wenigen Tagen sind E-Mails der dort tätigen Juristen ins Netz gesickert, die offenbarten, wie viel die erwischten und abgemahnten Sünder an die Kanzlei bezahlen müssen, welche Summe dort einbehalten wird und was für ihre Klienten – also die Rechteinhaber – übrig bleibt. Wer sich dafür interessiert, findet bei unseren Kollegen von Gulli weitere Details. Und inmitten dieser Mails befand sich auch besagte Liste. (weiterlesen…)

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Vielversprechender iPad-Konkurrent: BlackBerry PlayBook kommt ‘Anfang 2011′28.09.10

Seit langem war erwartet worden, dass der BlackBerry-Hersteller Research In Motion (RIM) nach Apples großem Erfolg mit dem iPad bald ein eigenes Tablet auf den Markt bringen wird. Gestern nun hat der Vize-Chef des Unternehmens Michael Lazaridis den kommenden Flachrechner auf der eigenen Entwicklerkonferenz DevCon vorgestellt. Das Gerät wird den Namen „BlackBerry PlayBook“ tragen. Es hat mit einem 7 Zoll-LCD-Bildschirm und einer Auflösung von 1024 x 600 Pixeln ungefähr die Größe eines DIN A5-Blattes und wiegt bei einer Dicke von etwas unter einem Zentimeter um die 400 Gramm. Das Tablet nutzt einen Dual Core-Prozessor, kann auf 1 Gigabyte Arbeitsspeicher zurückgreifen und wird über den Touchscreen per Gestensteuerung bedient. Darüber hinaus verfügt es über einen microHDMI- und einen microUSB-Anschluss und eignet sich durch die eingebauten HD-Kameras auf der Vorder- und Rückseite für Videokonferenzen. Diese Ausstattung ermöglicht auch noch weitergehende Anwendungen, die Videobilder voraussetzen, wie beispielsweise Augmented Reality.

In den ersten Versionen wird das PlayBook keine Mobilfunkunterstützung bieten. Zugang zum Internet erhält das Gerät stattdessen entweder per WLAN oder über eine Bluetooth-Verbindung mit einem BlackBerry-Smartphone. Auf diesem Weg können ebenfalls E-Mails, Kalenderdaten und Dokumente übertragen werden. Als Betriebssystem dient die multitaskingfähige Eigenentwicklung „BlackBerry Tablet OS“, die auf der Arbeit der im April übernommenen Firma QNX basiert. Damit hebt sich der RIM-Rechner  von den eigenen Telefonen ab, deren Softwarebasis als etwas überholt gilt. Lazaridis begründet diese Entscheidung so: „Man baut keinen Wolkenkratzer auf das Fundament eines einfachen Hauses.“ (weiterlesen…)

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Studie belegt: Ego Shooter haben auch eine soziale Seite28.09.10

Es dürfte keine allzu subjektiv gefärbte Meinung sein, wenn ich behaupte, dass in der Öffentlichkeit eine, sehr häufig undifferenzierte und (daher) negative Meinung über die sogenannten Killer-Spiele vorherrscht. Und im Zuge dessen auch pauschale Urteile über die Auswirkungen ihres Konsums auf die Psyche der dazugehörigen menschlichen Steuereinheiten vorherrschen. Es ist daher erfreulich zu sehen, dass sich in letzter Zeit augenscheinlich vermehrt Wissenschaftler darum bemühen, diesen Ressentiments, Vorurteilen und Vorverurteilungen mit solide fundierten Forschungsergebnissen entgegenzutreten. Vor kurzem noch wiesen Kognitionswissenschaftler nach, dass Ego-Shooter die Leistungsfähigkeit des Spieler-Hirns verbessern und als Tool zur Steigerung der Reaktionsfähigkeit im Alltag genutzt werden können.

Nun kommt die nächste “Entwarnung“: Das Zocken von Games, auch das aus der brutaleren Abteilung, macht die Spieler nicht zu einsamen Wölfen, die sich aufgrund ihrer Isolation langsam in blutrünstige Monster verwandeln, die nur darauf warten, irgendwann über ihre Mitmenschen herzufallen. Das geht aus einer Untersuchung des Psychologen Leonard Reinecke von der Universität Hamburg hervor. Er und sein Team befragten hierzu 1129 Besucher von Online-Portalen der Electronic Sports League (ESL), eine der größten Ligen für professionelles Computerspielen, um die soziale Seite des Game-Zockens zu erkunden. Heraus kam dabei das: Spieler von Gewalt- und Strategiespielen wie etwa “Counterstrike” oder “Call of Duty” müssen sich nicht selten in den Dienst der Sache stellen, was bedeutet, sie müssen sich mit anderen Spielern verbünden, zusammenschließen, organisieren – kurz: zu sogenannten Clans verschmelzen -, um ein entsprechendes Ziel zu erreichen. Diese Handlung erfordere aber mindestens ebenso viel soziale Kompetenz, wie das Zusammenschließen einzelner Spieler zu einer Mannschaft in einem Sportverein, so die Psychologen. (weiterlesen…)

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