Blog

Archive for 02.2011

Vodafone Virtual Desktop: Das Motorola Atrix als PC28.02.11


Was Motorola und Vodafone da auf der CeBIT vorstellen, sieht man wirklich nicht alle Tage. Stellt euch vor, ihr kommt von der Arbeit nach Hause. Doch euren Rechner daheim müsst ihr nicht starten – denn der besteht aus eurem Smartphone. Ihr steckt das Gerät einfach in den Laptop und könnt da weiter machen, wo ihr bei der Arbeit aufgehört habt. Die Daten und Programme sind in der Cloud oder auf dem Handy gespeichert. Das Smartphone ist der Schlüssel dazu.

Der Schlüssel ist in diesem Fall das Atrix, eins von Motorolas neuesten Android-Schlachtschiffen mit einem Dual-Core-Prozessor mit zweimal 1 GHz Taktrate. Der reicht aus, um ein Cloud-Betriebssystem anzutreiben. Welches System das genau ist, konnten mir die Mitarbeiter am Vodafone-Stand leider nicht sagen. Es sei ein Linux-basiertes Betriebssystem, sagte mir der zuständige Produktmanager Matthias Fischer. Es ist browserbasiert und dazu in der Lage, Google Apps/Docs zu betreiben. (weiterlesen …)

Posted in Hardware, ITwith 9 Comments →

Google-Qualitätsoffensive erfolgreich. Gewinner: Facebook28.02.11


Von Google abgestrafte Contentfarm Wisegeek: Kein Verlust

Zwei Meldungen zum Thema Qualität in Suchergebnissen wären uns beim hektischen CeBIT-Aufenthalt fast durchgerutscht. Wenn wir das einmal mit einer Prise Eigeninterpretation nachholen dürfen: Google hat vergangene Woche seinen Suchalgorithmus verändert und Contentfarmen dabei abgestraft. Erste Ergebnisse zeigen: Die Maßnahme wirkt. Das Bonner Statistik-Tool Sistrix, auch benutzt von SearchEngineLand, hat herausgefunden, dass Seiten wie suite101 massiv an Sichtbarkeit verloren haben. Größter Verlierer ist dem Sistrix-Ranking nach Wisegeek.com.

Nach einem kurzen Blick auf besagtes Wisegeek hält sich meine Trauer in Grenzen. Contentfarmen in dem Stil bieten weder Nutzern noch Autoren einen Vorteil. Gut, dass es damit zuende geht! Allerdings weist Techblogger Robert Scoble auf ein anderes Problem hin: Nicht nur Contentfarmen seien auf dem Google-Index gelandet, sondern auch kleine Blogger. Scoble fand seinen bisher prominent gelisteten Beitrag über das Motorola Xoom in den Suchergebnissen nicht wieder. Dafür tauche nun ein Beitrag vom “Business Insider” zum selben Thema weit oben auf. Letzteres ist ein hoch finanziertes Techblog mit viel Werbeumsatz. Einige Kommentatoren unter Scobles Beitrag vermuten, dass dies der Grund für eine mögliche Herabstufung “einfacher” Blogs sein könnte. Quintessenz von Scoble ist aber, dass Google die Reichen reicher und die Armen ärmer mache. Und das kann nicht der Sinn eines Suchupdates sein. (weiterlesen …)

Posted in EBusiness, Social Networkswith 14 Comments →

Alles auf die Cloud: Microsoft propagiert “Chancenrepublik Deutschland”28.02.11

Denkt ihr an Cloud Computing, denkt ihr zu allererst an Microsoft, richtig? Gut, ich auch nicht. Aber der Softwarekonzern gibt sich seit geraumer Zeit zusehends als Fan und Verfechter der Cloud, sprich: Datenspeicherung online. Auf der CeBIT äußerte Microsoft heute die Vision einer deutschen Cloud. „Wir sehen die Cloud als echten Game-Changer der Industrie“, sagte Microsoft-Deutschland-Chef Ralph Haupter und propagierte die “Chancenrepublik Deutschland”.

(weiterlesen …)

Posted in ITwith 11 Comments →

CeBIT: Vodafone stellt Virtual Desktop über Motorola Atrix vor, setzt auf M2M28.02.11

Los geht’s mit der CeBIT. Sie beginnt eigentlich erst morgen, aber die ersten interessanten Pressekonferenzen sind schon heute. Basic Thinking ist für euch zwei Tage lang vor Ort und gibt euch einen kurzen Überblick über die weltgrößte Messe für IT und Hightech. Los ging es heute um 11 Uhr mit der Pressekonferenz von Vodafone. Der deutsche Marktführer im Bereich Mobilfunk hat dort eine Marschrichtung für die Zukunft vorgestellt. Vor allem zwei Dinge klingen darunter besonders interessant: Virtual Desktop und Machine to Machine (M2M).

Vodafone stellt zusammen mit dem Motorola Atrix ein sehr interessantes Modell für die Arbeit der Zukunft vor: Das mit einem Dual-Core-Prozessor ausgestattete Smartphone kann über eine Schnittstelle einen Laptop antreiben. Dazu mehr in einem späteren Post. Nur so viel: Auf dem Atrix laufen zwei Betriebssysteme, wie mir Matthias Fischer, Product Manager bei Vodafone erklärte. Ein System betreibt das Smartphone, ein anderes Cloud-System kommt zum Einsatz, wenn man das Smarthone in einen Laptop steckt. Der Laptop, ebenfalls von Motorola, ist nichts als Tastatur und Bildschirm. Er ist auf den Prozessor, die Anschlüsse und den Speicher des Smartphones angewiesen. (weiterlesen …)

Posted in IT, Unternehmenwith 2 Comments →

Neues von SES Astra: Hybridfernsehen mit Telekom, Satelliten-DSL ohne Schüssel28.02.11

Satelliteninternet gilt als unpraktisch und ist eben deswegen in den vergangenen Jahren immer komfortabler geworden. Aus dem Rückkanal über ISDN wurde ein Rückkanal über Satellit. Neu ist die Maßnahme vom Satelliten-DSL-Anbieter SES Astra, Kunden Breitbandinternet über Satellit ganz ohne Schüssel anzubieten.

Wie das gehen soll? SES Astra will dazu am Mittwoch auf der CeBIT ein Projekt vorstellen, bei dem Haushalte ausgewählter Kommunen über ein ganz normales DSL-Modem ins Netz gehen können. Angeschlossen werden sie aber nicht über DSL, sondern Satelliten-Internet. Ganze Ortschaften, die bisher noch nicht mit DSL versorgt worden sind, sollen dadurch einen Internetzugang mit 6 Mbit/s pro Haushalt bekommen. Unterstützt wird das Projekt vom Verband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten (VATM), sprich: der Telekom-Konkurrenz. Pilotprojekte soll es in Baden-Württemberg geben. (weiterlesen …)

Posted in Hardware, Internetwith 4 Comments →

Keine Enttäuschung: Drei Oscars für “The Social Network”28.02.11

The Social Network

Der Facebook-Film “The Social Network” hat in der vergangenen Nacht in Los Angeles drei Academy Awards (“Oscars”) eingeheimst. Nominiert war der Film über den Aufstieg Mark Zuckerbergs für acht Trophäen. Die Preise erhielt der Streifen in den Kategorien bester Schnitt, beste Filmmusik von Trent Reznor und bestes adaptiertes Drehbuch. Lediglich letzte Kategorie gilt als eine der wichtigeren. Die Preise für den besten Film, den besten männlichen Hauptdarsteller und die beste Regie ging jeweils an den großen Gewinner des Abends, “The King’s Speech”. (weiterlesen …)

Posted in Social Networks, TVwith 5 Comments →

USB-Nachfolger Thunderbolt: Eine Schnittstelle für alles25.02.11

In Zusammenarbeit mit Intel hat Apple gestern bei der Vorstellung der runderneuerten MacBooks Pro eine neue Schnittstelle namens “Thunderbolt” vorgestellt. Sollte sie sich durchsetzen, könnte sie ein ähnlich großer Erfolg werden wie seinerzeit USB. Doch einige Fragen bleiben: Werden Intel-Konkurrenten mitziehen? Und warum veröffentlicht Apple seine MacBooks Pro mit einer Schnittstelle, für die es bis auf Mini-DisplayPort-Geräte zum Zeitpunkt der Veröffentlichung genau null Peripherie-Geräte gibt?

Thunderbolt ist mehr als ein schnellerer Nachfolger von USB und USB 2.0. Mit anfangs bis zu 10 Gbit/s in beiden Richtungen ist die Datenrate bei Thunderbolt höher als bei USB 3.0 (bis 5 Gbit/s). In einigen Jahren sollen auch 100 Gbit/s möglich sein. Zum anderen erlaubt Thunderbolt die Anschlüsse verschiedenartiger Geräte. Neben traditionellen USB-Geräten auch Monitore, in Zukunft als Ethernet-Ersatz vielleicht auch Datenkabel. Thunderbolt würde damit Schnittstellen wie USB, SCSI, HDMI und Firewire vereinen. Man bräuchte nur noch einen Stecker für alles. Die Technik erweitert damit das Prinzip von USB. Der Universal Serial Bus war im Jahr 2000 spezifiziert worden, um den Wust aus verschiedenen Schnittstellen wie PS2 oder Parallelport zu beenden. Dies gelang USB auch mit durchschlagendem Erfolg. Mehr als das eignete sich die USB-Schnittstelle auch als Steckplatz für Thumbdrives (USB-Sticks), einem der legitimen Nachfolger der Diskette. (weiterlesen …)

Posted in Hardwarewith 30 Comments →

Google sperrt Content-Farmen aus, fügt Rezeptsuche hinzu, ärgert Microsoft25.02.11


Mehr Qualität: Google hat gestern gleich drei interessante Neuigkeiten vorgestellt: Ein Update der Suche, das Content-Farmen sauer aufstoßen dürfte. Dazu eine Rezeptsuche und eine einfache Verbindung zwischen Google Apps und MS Office namens Cloud Connect. In Sachen Suche setzt Google nach Angaben im offiziellen Blog mehr auf Qualität. Websites, die einen geringen Wert für Nutzer hätten, Inhalte von anderen kopierten oder einfach nicht sinnvoll seien, würden herabgestuft. Heraufgestuft würden hingegen Seiten mit Originalinhalten und -informationen wie: eigenrecherchierte Beiträge, Reportagen, hintergründige Analysen und so weiter. Betroffen seien davon 11,8 Prozent der Suchergebnisse. Mit der kürzlich eingeführten Personal Blocklist habe das übrigens nichts zu tun, schreiben die verantwortlichen Google-Mitarbeiter Amit Singhal und Matt Cutts. Mit diesem Plugin für den Browser Chrome lassen sich unerwünschte Suchergebnisse von Hand blockieren.

Der Ansatz klingt sehr nobel, wobei ich mir in der Praxis Schwierigkeiten vorstelle, wie ein Algorithmus einen qualitativen Beitrag erkennen will. Die Möglichkeit, einfache Kopien herauszufiltern, geht denn wieder in Richtung Plagiatskontrolle. Das ist mit heutiger Software recht einfach möglich; auch Churnalism will unkreative Abschriften erkennen. Aber wie will Google etwa Medien bewerten, die einen Agenturtext weiterverbreiten? Die neuen Algorithmen sollen zumindest zunächst in der US-Version von Google zur Verfügung stehen. In Visier nimmt Google damit wohl vor allem die Contentfabriken wie Demand Media. Auch AOL wurde in der jüngeren Vergangenheit immer wieder in Zusammenhang mit Contentfarmen genannt. Demand Media beteuert allerdings, Googles neue Algorithmen würden das Geschäft nicht schädigen. (weiterlesen …)

Posted in Softwarewith 23 Comments →

“Flirt-Gewitter”: Ubisofts pikantes Pärchenspiel für Wii und PS3 ist ab 1225.02.11

Vor allem US-Blogs wundern sich derzeit über den Trailer für ein pikantes, neues Spiel aus dem Hause Ubisoft: “Flirt-Gewitter”, auf Englisch “We Dare” (wir trauen uns). Der englische Titel des Spiels, das am 3. März für die Wii und die PlayStation 3 erscheint, suggeriert etwas deutlicher, dass es dabei nicht nur ums Flirten geht. Am besten aber verdeutlicht es der Trailer, der derzeit die Runde macht. Worum es in dem Spiel geht? Laut der offiziellen Beschreibung trifft man sich zu viert, hört erotische Musik, legt sich einen Avatar an und flirtet dann ein bisschen herum. Der Controller (Wii Mote oder PlayStation Move) kommt dabei auf bisher kaum benutze Art und Weise zum Einsatz. Ubisoft beschreibt das so:

Während man sich zum Beat seines Lieblings-Songs bewegt, egal ob alt oder neu, wird der Controller einfach in die Hosentasche gesteckt. Vorgegebene Aktionen animieren dann zum gewagten Hüftschwung. Oder der Spieler presst den Controller an sich und vollführt einen gewagten Balance-Akt, allein oder kooperativ mit einem Mitspieler.

“Kooperativ” und “Hosentasche” sind dabei sehr blumig umschrieben. Im Trailer sieht das nämlich so aus: (weiterlesen …)

Posted in Gamingwith 12 Comments →

Apple stellt neue MacBooks Pro vor: Mit Lightpeak und Intels Sandy Bridge24.02.11

Eine knappe Woche vor der Vorstellung des neuen iPad 2 hat Apple heute seiner Laptop-Serie MacBook Pro eine Maniküre verpasst. Die neuen Geräte wurden in ihren Eigenschaften runderneuert, wobei eine Überraschung aber ausblieb. Prunkstück dürfte die Thunderbolt-Schnittstelle sein, Apples Version des schnelleren USB-Nachfolgers Intel Light Peak. Light Peak/Thunderbolt bietet Übertragungsgeschwindigkeiten bis 10 Gbit/s, bislang gibt es allerdings kaum Peripherie, die damit arbeitet. Apple dürfte hier einen Deal mit Intel geschlossen haben, um die Schnittstelle auf den Weg zu bringen.

Die drei Laptops sind weiterhin im bekannten Unibody-Aluminium-Gehäuse in den bisherigen Größen 13 Zoll, 15 Zoll und 17 Zoll erhältlich. An Stelle des bisherigen Prozessors Intel Core 2 Duo hat Apple nun Intels neuere Chip-Generation “Sandy Bridge” mit dem Core i5 oder dem Core i7 eingebaut. In den beiden größeren Notebooks steckt ein Core i7 Quadcore-Prozessor und zusätzlich zu Intels Grafikchip HD Graphics 3000 ein AMD Grafikprozessor (Radeon HD). Kosten sollen die MacBook-Pro-Geräte je nach Ausstattung ab 1.149 Euro (13”), ab 1.749 Euro (15”) und ab 2.299 Euro (17”). (weiterlesen …)

Posted in Allgemein, Hardwarewith 28 Comments →

PlagiPedi knöpft sich weitere Politiker vor: Das nächste große Ding nach Wikileaks?24.02.11

Die Initiatoren des Wikis GuttenPlag hatten einen maßgeblichen Anteil daran, dass Bundesverteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg öffentlich Stellung zu den Plagiatsvorwürfen an seiner Doktorarbeit beziehen musste. Er verzichtete auf seinen Doktortitel und räumte im Bundestag eigene Fehler ein, noch bevor ihm die Universität Bayreuth den Doktortitel offiziell aberkannte. Den GuttenPlaggern ging es um Aufklärung; hunderte freiwillige Helfer unterstützten sie dabei. Diese Dynamik wollen andere jetzt nutzen, um auch die wissenschaftlichen Arbeiten weiterer Prominenter auf Plagiate zu überprüfen.

Dazu gründeten sie jetzt das Wiki PlagiPedi. Hier wollen sie die Arbeiten vor allem von Politikern nach Plagiaten überprüfen. Als Begründung schreiben sie dazu:

Nach dem großen Erfolg des GuttenPlag-Projektes ist vielen klar: Eine erfolgreiche politische Karriere unter einem akademischen Titel fußt nicht zwangsläufig auf ehrlicher Arbeit. (…) Lasst uns daher zusammenarbeiten und erst einmal grob überprüfen, ob es sich [beim Beispiel Guttenberg] um einen bedauerlichen Einzelfall handelt, oder ob Herr Guttenberg in trauriger Gesellschaft weilt. Dieses Wiki soll die Bemühungen all jener organisieren, die das Ziel eines integren wissenschaftlichen Abschlusses von Persönlichkeiten kontrollieren wollen, die in hervorstechend verantwortungsvollen Positionen dieser Gesellschaft stehen.

Es solle dabei nicht um die Unterstellung gehen, dass es sich bei den zu untersuchenden Arbeiten um Plagiate handelt. Vielmehr wolle man untersuchen, ob bei der Anfertigung der Arbeiten alles mit rechten Dingen zuging. Wenn sich alle Arbeiten als sauber erweisen: umso besser. (weiterlesen …)

Posted in Internetwith 28 Comments →

3,6 Millionen Anfragen: Facebook sperrt den Single-Alarm Breakup Notifier24.02.11

War es mehr als ein Witz? Die Facebook-App Breakup Notifier, die wir am Dienstag vorgestellt haben, wurde innerhalb weniger Tage mehr als 3,6 Millionen Mal heruntergeladen. Facebook hat die Anwendung allerdings jetzt gesperrt. Der Grund war in diesem Falle allerdings nicht die Absicht der App, die einem Stalking gefährlich nahe kommt, sondern der massenhafte Zugriff auf die Facebook API.

Breakup Notifier scannt die eigene Freundesliste auf Facebook und teilt dem Benutzer in einer E-Mail mit, wenn der oder die Angebetete darunter seinen oder ihren Beziehungsstatus in “Single” geändert hat. Bei meinem Kurztest scheiterte die App alleine schon am Scannen meines Freundkreises, der so groß nun auch wieder nicht ist. Das ganze 3,6 Millionen Mal versucht, dürfte bei Facebook massiven Traffic verursacht haben. Den Zugriff hat das Social Network nun auf die Holzhammer-Art unterbunden. (weiterlesen …)

Posted in Social Networks, Softwarewith 2 Comments →

Bedenken gegen “Deutsches Hulu”: Wohl kein Videoportal von RTL und ProSiebenSat.124.02.11

Komfort adé? Das Bundeskartellamt in Bonn hat offenbar (zu) große Bedenken gegen die geplante, gemeinsame Videoplattform von RTL und ProSiebenSat.1 angemeldet. Darauf seien sie von dem Amt hingewiesen worden, sagten beide Senderketten der “Financial Times Deutschland” (FTD). Eine gemeinsame Website mit Videoangeboten verschiedener Senderketten würden sie nicht genehmigen, ließen die Kartellwächter gegenüber den beiden Sendern demnach durchblicken. RTL und ProSiebenSat.1 haben nun die Möglichkeit, bis zum 21. März dazu Stellung zu beziehen.

Update: Das Bundeskartellamt fordert in einer Stellungnahme dazu eine weitere Öffnung der Plattform.

Wie die FTD weiter schreibt, haben die beiden Senderketten aber keine großen Hoffnung mehr, dass das geplante Projekt, zu dem neben anderen Privatsendern auch die Öffentlich-Rechtlichen eingeladen wurden, noch online geht. Angekündigt wurden die Pläne für die Plattform bereits im vergangenen August bei der EU-Kommission. Schon da hatte das Bundeskartellamt eine Prüfung angekündigt. Die Sender hatten sich bereits bei der offiziellen Ankündigung einer Art Selbstzensur unterworfen, weil sie wohl selbst ein Veto des Kartellamts vermuteten. So sollte die rein werbefinanzierte, kostenlose Plattform von einem Gemeinschaftsunternehmen betrieben werden. Inhalte sollten – ähnlich wie die Mediatheken der öffentlich-rechtlichen Sender – maximal sieben Tage lang online bleiben. (weiterlesen …)

Posted in Recht, Unternehmenwith 10 Comments →

CueThat: Ein Hauch vom nächsten Web23.02.11

Die fortschrittlichsten Ideen sind oft die einfachsten, zumindest die, die einem viel Arbeit abnehmen. Vor kurzem habe ich die – natürlich – leicht provokante These aufgestellt, dass Web 3.0 längst hier sei. Darunter verstehe ich unter anderem die Vereinfachung der Dienste, die das Web 2.0 mit sich gebracht hat. Zum Beispiel vereinfacht das Follower-Prinzip die etwas schwer bedienbare Technik RSS.

Das Browser-Plugin CueThat ist ein solcher Dienst, der bestehende Techniken nutzt, um sie zu vereinfachen. Das Prinzip ist simpel: Markiert man mit der Maus einen Filmtitel, den man auf einer beliebigen Website findet, und speichert ihn über das Kontextmenü, legt CueTip ihn in die Warteschlange für Netflix ab. Ist die Warteschlange frei, wird der Film direkt heruntergeladen; Doppelmarkierungen desselben Films filtert die App heraus. Dazu muss man natürlich einen Account für das Streaming-Portal Netflix haben, den es bislang nur in den USA gibt. Deswegen nutzt euch CueThat bislang nichts. Sorry fürs Heißmachen. Zeigen wollen wir euch damit nur, wie einfach das Leben sein kann. (weiterlesen …)

Posted in Ideen, Softwarewith 14 Comments →

Musik in besserer Qualität: Ist das die Rettung für die Plattenfirmen?23.02.11

Ja, warum eigentlich nicht? Laut CNN stehen Apple und weitere Anbieter in Verhandlungen mit der Musikindustrie, um Musik in höherer Qualität zum Download oder Streaming anzubieten. Die Bit-Tiefe soll dabei von bislang 16 auf 24 Bit steigen, was der Qualität einer Studio-Aufnahme entspricht. Bit-Tiefe ergibt multipliziert mit der Sampling-Rate und der Anzahl der Audiokanäle die Bitrate, die heute meistens bei 128, 192 oder 256 kbits liegt. Bitrate = Sampling-Rate x Bit-Tiefe x Zahl der Kanäle, zum Beispiel: 44,1 kHz x 16 x 2 = 1,4 Mbits. Mit einer höheren Bit-Rate würde sich die Audioqualität erhöhen. Apple etwa bietet hier derzeit bei iTunes Songs im komprimierten AAC-Format mit 256 kbit/s an. Die Idee wäre jetzt also, Songs einfach unkomprimiert anzubieten – und dabei die Qualität einer CD zu übertreffen.

Die Idee ist so gut, dass man sich fragt, warum das nicht schon längst geschehen ist. Natürlich würde die Größe einer Audio-Datei dann erheblich steigern. Aber in Zeiten des Breitbands, wo problemlos noch viel größere Videodateien gestreamt werden, dürfte das das geringste Problem sein. iTunes und Co. könnten Musik dann in verschiedenen Qualitäten und Preisen anbieten. Der Mehraufwand hält sich in Grenzen, streng genommen spart man sich durch den Wegfall des Komprimierens sogar einen Arbeitsschritt. (weiterlesen …)

Posted in ITwith 22 Comments →