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Archive for 07.2011

Ausfall nach Ausfall: Wachstumsschmerzen bei WhatsApp18.07.11

WhatsApp ist in meinen Augen das neue ICQ. Davon habe ich vor Kurzem an dieser Stelle schon berichtet. Ich mag die App und verbringe immer mehr Zeit damit, unterwegs Belangloses mit meinen Freunden auszutauschen. SMS schreibe ich derweil immer weniger, denn die Zahl der WhatsApp-Nutzer in meinem Freundeskreis steigt. Immer mehr von ihnen steigen auf ein Smartphone um. Und wer sich für ein iOS- oder Android-Gerät entscheidet, ist meistens auch bald bei WhatsApp, einem Dienst, der mit kostenlosen Nachrichten SMS und MMS ersetzen will und darüber hinaus weitere Vorteile wie Echtzeitkommunikation bietet. Auch für Blackberry OS und Symbian steht die App inzwischen zur Verfügung.

Allerdings gibt es mit dem Programm immer wieder Probleme, denn der Server scheint chronisch überlastet zu sein. Vergangenen Donnerstag und Freitag kam für einige Nutzer für insgesamt 20 Stunden immer wieder keine Verbindung zum Server der App zustande. Hier trat auch der häufige Fehler auf, dass Nachrichten zwar auszugsweise als Push-Nachricht angezeigt werden. Versucht man dann aber, die vollständige Nachricht zu lesen, kann WhatsApp keine Verbindung zum Server herstellen. Probleme listet WhatsApp vorbildlicherweise in einem Status-Account auf Twitter auf. Hier lesen sich die häufigen Serverprobleme der letzten Wochen aufgrund ihrer Häufigkeit allerdings mittlerweile wie Horrormeldungen. (weiterlesen …)

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Microsofts Zukunftsvision: Kein Windows mehr, dafür ein Ökosystem für alles?18.07.11

Hilfe, wie konnte uns dieses herrliche Gerücht nur beinahe durch die Lappen gehen? Microsoft könnte Schluss mit “Windows” machen. Zumindest – sorry, liebe Mac-Fans – mit dem Namen des altgedienten Betriebssystems. Ein System wird es natürlich trotzdem noch geben. Aber eines für alle Geräte. Das berichtet Nilay Patel vom Blog “This is my Next”, der sich auf Microsofts Worldwide Partner Conference umgehört hat. Demnach würde es dann aus dem Hause Microsoft langfristig nur noch ein Ökosystem für PCs, Laptops, Netbooks, TV-Geräte und -Boxen, die Spielekonsole Xbox, Smartphones und Tablets geben. Das sagte Andrew Lees, Präsident von Microsofts Windows Phone Division.

Ganz überraschend käme das nicht. Schon bei einem Ausblick auf das kommende Betriebssystem Windows 8 führte Microsoft eine Tablet-Version vor, deren Oberfläche sich stark an Windows Phone 7 (WP7) orientiert. So nutzt Microsoft für beide Systeme das kultige Kachel-Prinzip und für mobile Geräte optimierte Anwendungen wie Bing und Internet Explorer. Einzelne Anwendungen von Windows Phone 7 und Xbox 360 sind schon jetzt kombinierbar. Microsoft will das mit dem Mango-Update von WP7 noch intensivieren. Es deutet sich also bereits an, dass alle Systeme mehr und mehr zusammen wachsen. Interessanter also das Gerücht, dass dieses eine System vermutlich nicht mehr “Windows” heißen könnte. (weiterlesen …)

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Anonymous plant anonymes Anti-Social-Network Anonplus18.07.11

Wer will nochmal, wer hat noch nicht: In den vergangenen Wochen haben sich gleich mehrere Initiativen angekündigt, die ein Social Network für alle auf den Weg bringen wollten. Vorbild war jedes Mal Facebook, aber die Konkurrenten kündigten an, alles richtig machen zu wollen, was Facebook falsch macht. Allerdings dürften die Aktien von Diaspora und dem geplanten Altly nach dem Start von Google Plus mächtig in den Keller gegangen sein. Aber dass auch Google Plus vor Ärger nicht gefeit ist, zeigt der Vorfall des Bloggers Enno Park. Enno wollte seinen Realnamen bei Google Plus in seinem Webkosenamen “Die Ennomane” ändern. Daraufhin sperrte Google seinen Google-Plus-Account vorübergehend.

Während Enno beklagt, dass einige mit ihrem Nickname bei Google Plus hereingelassen und andere gesperrt werden, nahm die Webaktivistentruppe Anonymous die Sperre einiger ihrer eigenen Mitglieder offenbar zum Anlass für erneuten Aktivismus: Die Truppe hat angekündigt, ein eigenes Social Network mit dem Namen “Anonplus” zu gründen. Hier sollen alle Profile anonym sein, eine Zensur finde nicht statt. Oder in den markigen Worten, die Anonymous selbst dazu finden: “Es wird keine Unterdrückung mehr geben. Es wird keine Tyrannei mehr geben”. (weiterlesen …)

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Kühe ans Netz: Cisco ruft das Jahrzehnt des Internets der Dinge aus18.07.11


Wer immer schon einmal wissen wollte, wie das ist, wenn man Autos, Menschen, Nutzvieh oder Gegenstände an das Internet anschließt, für den hat Netzausrüster Cisco am Wochenende eine interessante Infografik veröffentlicht. Neben ein paar kuriosen Fakten vermittelt die Grafik eine atemberaubende Entwicklung: das gegenwärtige Jahrzehnt könnte das Jahrzehnt werden, in dem unser Alltag komplett vernetzt wird. Bereits Ende 2011 sollen laut Cisco 20 Haushalte mehr Daten erzeugen als das gesamte Internet im Jahre 2008. Bis zum Jahr 2020 sollen 50 Milliarden Dinge an das Internet angeschlossen sein.

Cisco weist darauf hin, dass das niederländische Startup Sparked etwa Kühe mit Sensoren ausgestattet hat, die dem Viehwirt kabellos mitteilen, wenn sie krank oder trächtig sind. 200 Megabyte an Daten generiert jede Kuh auf diese Weise pro Jahr. Das ganze funktioniere auch ganz wunderbar für Dinge, die die Gesundheit des Menschen überwachen, etwa EKGs. Interessant wird das Internet der Dinge, wenn es um Verbesserungen des Alltags geht, denn da wäre Web 3.0 nicht mehr weit. (weiterlesen …)

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Bunte Glühwürmchen: Wie sich 881 iPhones über Europa bewegen15.07.11

Eine turbulente Woche geht zuende. Erst war ich krank, dann warteten 4.000 Nachrichten auf mich, gestern ging es nach München zum WebOS-Event und heute schließlich wieder zurück. Ich bin fix und fertig und lege jetzt den Hammer hin. Weil euch das aber nicht interessiert, habe ich hier den Vorschlag für einen Kompromiss: Ich gehe erst, nachdem ich euch die wunderschöne Visualisierung von Michael Kreil von Crowdflow gezeigt habe. Kreil hat die Positionsdaten von 881 iPhone-Nutzern visualisiert, die ihre Positionsdaten freiwillig herausgerückt haben. Ihr erinnert euch an diese Sache mit den Ortsdaten. (weiterlesen …)

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Warum ich 3D noch einmal eine Chance gebe15.07.11

Ich bin kein Freund der 3D-Technik oder zumindest ein großer Skeptiker. Ich habe “Avatar” in 3D gesehen, dafür einen leichten Schwindelanfall in Kauf nehmen müssen und bin mir sicher, dass er mir in 2D nicht schlechter gefallen hätte. Ich finde Nintendos mobile Spielekonsole 3DS gut gemacht und sehe für mich selbst doch keinen Komfortgewinn darin. Ich habe ein wenig mit dem LG Optimus 3D spielen dürfen und bin von den 3D-Spielereien darin, die ohne Brille funktionieren, nur leidlich beeindruckt. Vieles erscheint mir verschwommen, die für mich sichtbaren 3D-Effekte eine nette Spielerei, die ich nicht wirklich brauche. Und wenn ich auf Treffen mit anderen Bloggern oder technikbegeisterten Freunden über 3D gesprochen habe, dann gestanden mir viele hinter vorgehaltener Hand, dass es ihnen ähnlich gehe.

Die beiden guten Nachrichten sind: 1. Das haben offenbar auch die Hersteller inzwischen erkannt und 2. Es wird uns niemand zwingen, 3D zu benutzen. Das ahnte ich noch nicht, als LG mich vor knapp zwei Wochen zu einem Bloggertreffen in den Frankfurter Flughafen einlud. Das hier ist kein Hardware- oder Testblog. Deswegen schone ich euch mit Details darüber, was der Monitor alles kann, wie gut oder schlecht er im Vergleich zu anderen Fabrikaten ist, wer einen Vortrag gehalten hat und wie gut der Kaffee war. (Ganz ordentlich.) So viel sei aber gesagt: Der Weg, den LG dort eingeschlagen hat, gefällt mir und ich will euch nur ganz kurz sagen, warum. (weiterlesen …)

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HP über WebOS: “Marktanteile interessieren uns nicht”15.07.11


Ich mache mir Sorgen um HP. Na gut, eigentlich eher um den Handheld-Pionier Palm oder das, was noch davon übrig ist. Vor zwei Jahren als es bei mir darum ging, mein erstes Smartphone zu kaufen, wollte ich um jeden Preis das Palm Pre haben, doch es kam und kam und kam nicht auf den Markt. Apple kam dem Marktstart des Pre mit dem iPhone 3GS zuvor, das ich mir dann auch (nicht ganz so) schweren Herzens kaufen musste, und Palm erlebte mit dem Pre einen Flop. Das Unternehmen rutschte noch weiter in die roten Zahlen und wurde schließlich vor gut einem Jahr von HP aufgekauft.

Und der IT-Riese führte das Pre und vor allem das ebenfalls darauf installierte Betriebssystem WebOS fort. Bereits im Februar hat HP neue Geräte mit dem Nischensystem angekündigt, von denen zwei inzwischen auf dem deutschen Markt erschienen sind: das Tablet TouchPad und das Mini-Smartphone Veer. Das Pre 3 soll noch in diesem Sommer oder dem, was davon übrig ist, erscheinen. Gestern lud HP nach München, um die künftige Strategie mit WebOS vorzustellen. Kollege Hayo fragte mich, warum ich da unbedingt hin wolle, nur um ein “chronisch am Boden liegendes Handy-OS” zu sehen. Ein nicht ganz unberechtigter Einwand. Also stellte ich den Verantwortlichen ein paar unbequeme Fragen und erhielt überraschende Antworten: Marktanteile interessieren HP nicht. (weiterlesen …)

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Noch ein deutscher Blog-Aggregator: Buzzly14.07.11


Sehr geschätzte Leser, machen wir doch mal ein Experiment: Ich schreibe hier einen Beitrag und ihr recherchiert ihn. Wie wär’s? Nein, ich lege es nicht auf meinen vorzeitigen Abschied bei Basic Thinking an. Aber ich bin gerade nach mehtstündiger Reise in München aufgeschlagen, in weniger als einer halben Stunde muss ich los zum HP WebOS-Event und mit irgendwas müssen wir euch ja zwischendurch bei Laune halten.

Und da erreicht mich gerade die Mail von Dennis Ring: Er hat einen Blogaggregator programmiert, schreibt er mir: Buzz.ly. Der wäre bekanntlich nicht der erste seiner Art, aber einer, der auf den ersten Blick zu funktionieren scheint und sich optisch zumindest beim Menü ein wenig an Google orientiert. Updates gibt es auch per Twitter. Die Nachrichten, die auf den ersten Blick allesamt auf Deutsch zu sein scheinen, lassen sich in die Rubriken Allgemein, Technik, Medien, Gesellschaft, Politik und Unterhaltung unterteilen. Sieht nicht übel aus. (weiterlesen …)

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Alles grün auf deutschen Straßen: Google Maps Verkehrsinfo startet in Deutschland14.07.11

Das ist mit dem Autoverkehr ist so eine Sache. Als mein geschätzter Kollege Hayo mich gestern Abend zu einem Bahnhof in Köln fuhr, wurden wir Zeugen eines außergewöhnlichen Naturereignisses: eine grüne Welle, kilometerlang, mitten in Köln. Hayo sagte, das sei ein Ereignis, das nur alle paar Jahrzehnte einmal auftritt. Und auch ich konnte mich an so etwas in Köln, geschweige denn Bonn, nicht erinnern. Tatsache ist: Aktuell wäre eine solche freie Fahrt nicht möglich. Und woher ich das wissen will? Von Googles Live-Verkehrs-Info, die seit heute in Deutschland und zwölf weiteren europäischen Ländern zur Verfügung steht.

Wie die aktuelle Verkehrslage in Köln war, zum Zeitpunkt als ich diese Zeilen schrieb, seht ihr oben im Screenshot: Rot gekennzeichnete Straßen bedeuten, dass der Verkehr sich langsam bewegt, grün bedeutet schnell. Schwarz bedeutet: es bewegt sich nichts. Und das bedeutet für Köln aktuell, dass zu viele von euch mal wieder mit dem Auto auf der Aachener Straße und der Altstadt unterwegs sind und um den Barbarossaplatz der Verkehr steht. Es kann allerdings gerade im Innenstadtbereich auch auf lange Ampelphasen hindeuten. Google aktualisiert die Daten alle fünf bis zehn Minuten und stellt sie für Ballungsräume und Autobahnen zur Verfügung. Auf dem Großteil der europäischen Autobahnen ist derzeit alles grün. (weiterlesen …)

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Na endlich: Spotify startet heute in den USA14.07.11

Das ganze dürfte uns eigentlich herzlich egal sein, aber es ist das Ende eines jahrelangen Possenspiels und mir deswegen eine kleine Meldung wert: Spotify startet heute in den USA. Die Geschichte ist besonders unterhaltsam, wenn man über Jahre hinweg täglich die Meldungen von US-Techblogs liest. Die Kollegen von drüben sind dazu angehalten, sich mit Killerüberschriften gegenseitig zu überbieten. Und so stand Spotify eigentlich alle paar Wochen aufs neue ganz, ganz kurz vor dem Start – und das jahrelang.

Ich hab das ganze Thema vor rund einem Monat einmal zum Anlass für einen Rückblick auf enttäuschte Hoffnungen genommen. Einmal abgesehen von “Duke Nukem Forever” war meiner Erinnerung nach kein digitales Produkt in den vergangenen Jahren so oft angekündigt und dann doch wieder verschoben worden. Aber immerhin: Der Duke hat es schließlich doch noch auf den Markt geschafft und Spotify könnte ihm heute folgen. Zumindest berichten mal wieder die US-Techblogs darüber. Spotify selbst hat die Meldungen aber bestätigt. (weiterlesen …)

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Google Plus und die Marketing-Profis: Ich hasse dieses Spiel13.07.11

Heute Vormittag bekam ich eine E-Mail, die es in sich hatte. Im Grunde war es klar, dass so etwas früher oder später kommen würde. Jemand bat mich auf recht offensive Art, ihn in einen meiner Circles auf Google Plus aufzunehmen. Ich hab inzwischen genug “Marketingexperten” auf Twitter und Facebook erlebt, als dass mich das noch wundern würde. Als in Alaska der Goldrausch ausgebrochen war, war vielen armen Seelen selbst die arktische Kälte nicht zu viel. Allein die vage Verheißung, in der Taiga groß rauszukommen, trieb sie zu allerhand Peinlichkeiten, für die sie sich bis dahin zu schade gewesen wären. Reich jedenfalls wurden nur wenige.

Social-Media-Marketer sind irgendwie mit diesen Glücksrittern von damals verwandt. Sie haben von anderen gehört, die mit dem Internet reich geworden sind und versuchen das nun ebenfalls. Gute Ideen haben sie zwar nicht, aber sie sind vorne mit dabei und gaukeln unbedarften Menschen vor, sie könnten ihnen zu Reichtum verhelfen. Und alle paar Jahre, wenn wieder jemand Gold findet, kommen sie angelaufen in der Hoffnung, diesmal zu den ersten zu gehören. Die neue Goldgrube nach Facebook und Twitter ist jetzt Googles kürzlich gestartes Netzwerk Google Plus. (weiterlesen …)

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Erklärmaschine Twick.it wird sozialer – das Web leider nicht13.07.11


[Update, 20.7.11:] Die Twick.it-Macher haben auf die Kritikpunkte und Anmerkungen hier im Blog reagiert und weitere Änderungen vorgenommen, die sie in einem Blogpost dokumentiert haben. Oh, und ich bin vertwickt.it worden. Danke! [/Update]

Seit ein paar Monaten stehe ich in Kontakt mit Sean Kollak und Markus Möller. Die beiden Twick.it-Gründer versuchen seit gut anderthalb Jahren, ihre offene Plattform, auf der jedermann Dinge in 140 Zeichen erklären kann, bekannter zu machen. Der rechte Durchbruch ist ihnen allerdings noch nicht geglückt, sie selbst sprechen gar von einem Scheitern. Auf den geglückten Start folgte ein Verharren auf nicht zufriedenstellendem Niveau. Jetzt haben die beiden Gründer der Community neue soziale Tools in die Hand gegeben. “Twick.it – Phase 2″ nennt Kollak die neuen Funktionen.

Die bestehen aus einem Radar, der über neue Beiträge informiert, einer öffentliche Diskussionsseite namens “Quasselecke” und einem persönlichen Nachrichtensystem, das Twitter nachempfunden ist. Dass soziale Funktionen bislang gefehlt haben, sieht Kollak als Hauptproblem dafür, dass Twick.it den Durchbruch noch nicht geschafft hat. Das schreibt er auch in einem selbstkritischen Blogeintrag: “Der Grund für unser Scheitern ist (…), dass es ohne Kanäle für die zwischenmenschliche Kommunikation nicht gelungen ist, ein Community-Gefühl entstehen zu lassen.” Aber ist das wirklich das Hauptproblem? (weiterlesen …)

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Ernüchterung bei HP, Microsoft und RIM: Ist noch Platz für einen “dritten Weg” hinter Android und iOS?13.07.11

Die Zukunft der Unterhaltungselektronik ist mobil. Samsung etwa macht immer weniger Gewinn mit PCs und erzielt dafür traumhafte Umsätze mit Smartphones. Tablets haben sich zumindest für Apple zu einem Verkaufserfolg entwickelt. Den Markt für mobile Betriebssysteme führen derzeit Android und iOS an – wenn man Nokias sterbendes System Symbian außen vor lässt. Dahinter klafft mittlerweile ein Loch, und viel Ernüchterung hat sich breit gemacht. HP hat es noch nicht geschafft, mit seinem von Palm übernommenen Betriebssystem WebOS einen signifikanten Marktanteil zu erobern, bei Blackberry-Hersteller RIM herrscht nach der jüngsten Ergebnisprognose Rätselraten und Microsoft übt sich in Selbstkritik.

Auf der Keynote von Microsofts Worldwide Partner Conference in Los Angeles, gab Microsoft-Chef Steve Ballmer zu, dass Windows Phone 7 bisher ein Flop sei: “In einem Jahr haben wir den Schritt von sehr klein zu … sehr klein geschafft.” Das “Mango”-Update und die Kooperation mit Nokia allerdings sollen noch die Wende bringen. Ballmer hatte im Februar angekündigt, Windows Phone 7 als dritten Weg hinter Android und iOS zu etablieren. Den dritten oder mindestens vierten Weg würde allerdings auch HP gerne gehen. Deswegen hat in der ehemaligen Palm-Sparte irgendetwas zwischen großem Stühlerücken und nackter Panik begonnen. (weiterlesen …)

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Abgeschnitten vom Nachrichtenstrom: eine Woche ohne aktive Newsrecherche12.07.11


Geplant war es eigentlich ganz anders: Vergangene Woche Montag kündigte ich an, mich im Rahmen eines Experiments ein oder zwei Tage vom Nachrichtenstrom abzukoppeln, also nicht aktiv nach Nachrichten zu suchen. Einfach um zu sehen, ob ich auch auf andere Art und Weise über das wichtigste vom Tage informiert werde. Einige von euch kommentierten zu Recht, dass der geplante Zeitraum für das Experiment zu klein sei. Ich hielt dagegen, dass ich hier leider nicht für das Bloggen der News von vorgestern bezahlt werde, und sah deswegen für ein längeres Experiment keine Chance.

Doch dann, tja, hatte das Schicksal offenbar ein Einsehen: Ich wurde krank, passenderweise schon im Laufe des Montagnachmittags. “Bronchitis” nannte es der Arzt und schrieb mich für eine Woche krank. Für einen Social-Media-Junkie wie mich eigentlich ein Horrorszenario: Eine Woche lang nicht wissen, was los ist und gezwungen sein, die Langeweile mit etwas anderem zu überbrücken. Aber ich schwor mir, es durchzuhalten und tat das erfolgreich: ich koppelte mich eine Woche lang komplett vom Nachrichtenstrom ab. Finden einen News, auch wenn man nicht nach ihnen sucht, das wollte ich herausfinden. Und ich sag euch was: den Teufel tun sie! Am Ende der Woche warteten dennoch einige interessante Erkenntnisse auf mich. (weiterlesen …)

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Kino.to ist wieder da, heißt jetzt Kinox.to [Update]12.07.11

Kneift mich mal: Wo ist da jetzt der Unterschied? Fabian hat mich auf Twitter darüber informiert, dass Kino.to wieder da ist, jetzt aber Kinox.to heißt. Schaut man sich die Seite an, dann sieht es nach einer Kopie des Originals aus. Gleiche Designs, gleiche inhaltliche Ausrichtung. Über 15.000 Links zu Spielfilmen hat die Seite im Angebot, darunter “Transformers 3″, der aktuell im Kino läuft. Dazu gibt es über 1.000 Links zu Dokus und über 3.500 zu Serien.

[Update, 11:20 Uhr]: Christine Ehlers von der GVU schreibt in einer Pressemeldung, die uns vorliegt, der Start von Kinox.to sei für sie keine Überraschung. Die GVU sehe darin ein abgespecktes Angebot (was bezweifelt werden darf) und feiert das Auftauchen der Plattform gar als den eigenen Erfolg. Ehlers: “Dass es vergleichsweise lange gedauert hat, bis diese Resteverwertung von kino.to online gestellt wurde offenbart, wie empfindlich die Aktion der Generalstaatsanwaltschaft Dresden die Szene getroffen hat.” Kinox.to ist vermutlich aufgrund des neuen Besucheransturms derzeit nur schwer zu erreichen. [/Update]

Die Experten seid ihr: Ist das Angebot vergleichbar mit dem von Kino.to? Der Fokus von Kinox.to liegt wie schon bei Kino.to auf deutschsprachigen Angeboten. Videomaterial gibt es wie schon beim Vorgänger auf der Plattform selbst nicht, wohl aber Links zu Streams und downloadbaren Angeboten auf anderen Websites wie Megavideo. Dass bald Mirror-Sites mit gleichen Angeboten wie Kino.to entstehen würden, hatten Experten nach der Kino.to-Hochnahme bereits erwartet. Der Postillon feierte derweil einen großen Erfolg mit einem satirischen Beitrag unter der Überschrift “Razzia bei kino.to zwingt Millionen User, zwei Minuten nach neuer Streaming-Plattform zu suchen”. Man fragt sich nun, welche Spatzen die Staatsanwaltschaft Dresden mit ihren Kanonen eigentlich getroffen hat. (weiterlesen …)

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