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Archive for 01.2009

Hosting des Blogs14.01.09

einige hatten nachgefragt, nachdem das Blog wegen der Last von Plusserver gestemmt wird, wie denn der Server aussieht. Wie er aussehen tut, weiß ich nicht, Server waren noch nie sonderlich hübsch:) Habe aber die Frage an Plusserver weitergeleitet. Es handelt sich dabei um einen Cluster bestehend aus 2 Root-Servern, Modell “PlusUltra” + 1 Loadbalancer. Siehe Beschreibung:

Hardware je Server
===================
- Intel Xeon E5345 2x QuadCore 2,3 GHz
- 16GB RAM
- 4 x 300GB SAS, 15.000 rpm
- LSI MegaRAID SAS 8888ELP (512MB Cache) + Battery-Backup Unit
- HW-Raid 10

Uplink je Server
=================
- 1 x GBit
- Load-Balancing via redundanten F5 BigIP 6400 LTS

Software
=========
- CentOS 5.2 64-Bit
- Apache und MySQL
- Apache auf Server 1 aktiv und auf Server 2 als Standby
- Server 2 zieht sich per Cronjob alle 2 Minuten neue Dateien von Server 1
- MySQL ist als Master-Slave-Replikation mit IP-Failover konfiguriert

Ein vollständig redundantes Active-Active Setup der Webserver war in der Kürze der Zeit nicht realisierbar, daher wurde auf ein Shared-Storage für die Webserver und ein von diesen getrenntes Datenbank-Setup verzichtet.Wir konnten zusammen mit Herrn Basic innerhalb weniger Stunden die Server für WordPress konfigurieren und seine Seiten vom vorherigen Server übernehmen.

Die technische Neugier dürfte damit gestillt sein?

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turi2: webzwobloggig von 0 auf 275.000 Euro13.01.09

Das Interview habe ich mit Peter Turi, dem Macher von turi2 per Mail geführt. Was ist turi2? Ein Blog? Das auch. Ein Informationsmedium für Medienmacher? Das auch. Was auch immer es ist und wie man es definiert, es läuft und platziert sich immer besser, wenn ich das von außen beurteilen müsste. Grund genug, Peter dazu zu befragen, wie es mit turi2 angefangen hat, warum er das aufgezogen hat und wo es sich hin entwickelt hat, aber auch wohin es sich weiter entwickeln wird.

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Peter (-> Foto), was ist es, das Dich als Macher von Turi2 antreibt? Warum machst Du das?

Mich treibt die Unfähigkeit, die Hände in den Schoß zu legen, und die Freude daran, dass Ideen Wirklichkeit werden. Wenn Du jetzt fragst, ob es dabei nicht auch um Geld, Macht, Ruhm und guten Sex geht, werde ich das pflichtschuldigst verneinen. ;-)

Wenn Du die Augen zumachst und Dir das Ziel am Ende des Tunnels vorstellst, wie sähe das aus?

Mein größtes Ziel ist es, keine Ziele zu haben. Am Ende des Wegs steht für uns Menschen immer das große Loslassen – der Tod. Auf dem Weg dorthin über ich mich täglich im Loslassen: Chancen, die sich aufdrängen, nicht ergreifen. Pläne, die zwingend erscheinen, canceln. Geld, das lockt, liegen lassen. Erst das gibt mir die Energie, jeden Tag aufs Neue das zu tun, worauf ich Lust habe. Im Moment ist das eindeutig, mit turi2 zu beweisen, dass Graswurzel Big Business schlägt.

Was meinst Du damit?

Ich bin geprägt vom Geist der siebziger Jahre: Der Glaube an alternative, herrschaftsfreie Strukturen, an selbstbestimmte, nicht-entfremdete Arbeit hat mich nie verlassen. Ich habe Zeit meines Lebens keine einzige Festanstellung angenommen, sondern immer versucht, alternative Strukturen oder Projekte aufzubauen. Angefangen habe ich vor fast 30 Jahren mit einer “Alternativzeitung”, dem “Walldorfer Rundschlag”. Wir waren ein Zeitungs-Kollektiv und haben der Honoratioren-Presse vor Ort Feuer unterm Arsch gemacht – oder es zumindest versucht. Wir träumten von selbstbestimmter, hierarchiefreier, nicht-entfremdeter Arbeit, von einer Alternative zu Lokalfilz und Big Business. Jetzt, ein Vierteljahrhundert später, ist es soweit: Das Internet gibt mir die Mittel in die Hand, eine “Alternativzeitung” aufzubauen, einen Verlag nach meinen Vorstellungen. Ich bin gewillt, diese Chance zu nutzen. turi2 ist nur der Anfang.

turi2 ist mitnichten das, was ich vor rund zweieinhalb Jahren erstmals entdeckt hatte. Das hat sich bis heute ziemlich heftig gewandelt.

Hoffentlich. Ich will jedem Tag meines Lebens die Chance geben, mich ein kleines Stück schlauer zu machen. Wenn es eine Gewissheit gibt in Zeiten von Web 2.0 dann, die dass es keine Gewissheiten gibt. Es gab und gibt keinen Masterplan für turi2 – der Erfolg liegt allein darin begründet, dass ich, ausgestattet mit dem notwendige Ehrgeiz und einer hinreichenden Portion Branchenwissen einfach angefangen habe und dann total offen war für das Feedback der Leser. Web 2.0 heißt für mich: Heute machen, morgen besser machen! Und dazwischen die Ohrwatscheln ganz weit aufstellen für das Feedback der Nutzer,

Was machst Du heute anders als am Anfang?

Fast alles. Zum Beispiel versuche ich, mir die drei großen M des Bloggens abzugewöhnen: Motzen, Moralisieren und Missionieren – das bringt kurzfristig Beifall und langfristig den Tod. Der unausgesetzte Versuch, Recht zu haben, ermüdet jeden vernünftigen Menschen. Sich selbst als schlauer, als besser wissend darzustellen, anderen seine Fehler aufs Brot zu schmieren – damit kann kein erwachsener Mensch ernsthaft seine Tage verbringen.

Was machst Du noch anders als am Anfang?

Ich versuche, möglichst wenige Worte zu machen. Die Texte auf turi2 sollen so kurz, lakonisch und zurückgenommen sein wie nur irgendwie möglich. Große Worte mache ich nur, wenn ich ausdrücklich gefragt werde, z.B. von Dir. ;-)

Wie war das zu Beginn?

Anfangs habe ich eindeutig zu viele Worte macht, typischer Anfängerfehler. Ich dachte, das Schöne und Neue am Bloggen ist das Diskutieren. Heute weiß ich: Das Schöne und Neue an der Web-2.0-Welt, der ich mich verbunden fühle – was sich auch in der 2 in turi2 dokumentiert -, ist die Chance, bessere “Zeitungen” zu machen. Jeder kann Verleger werden, seinen Traum von besseren Medien und selbstbestimmtem Arbeiten wahr werden lassen. Er muss nur bereit sein, dafür verdammt hart zu arbeiten.

Wo waren die Meilensteine?

Es gab drei: Der erste war im Sommer 2006. Da hatte ich als Motzblogger erstmals 1.000 Nutzer auf meiner Seite – und wusste, dass ich so nicht weitermachen wollte. Der zweite war irgendwann im Frühjahr, als ich nach neun Monaten als zweimal-täglicher Branchendienst 10.000 Abonnenten beisammen hatte. Der dritte war gerade jetzt, als ich festgestellt habe, dass turi2 als relativ kleiner, aber feiner Dienst 2008 mehr Umsatz geschrieben hat als Sascha Lobos gesamtes Blog-Netzwerk Adnation mit über einem Dutzend Blogs. Was es für Blogs in Deutschland bedeutet, dass ein Spätstarter in so kurzer Zeit der kommerziell erfolgreichste und inhaltlich einflussreichste geworden ist, darüber müssten sich andere Gedanken machen. Zum Beispiel Du, lieber Robert.

Peter, nun erklär uns doch zunächst, was Du mit in “so kurzer Zeit erfolgreichster” meinst? Gibt es dazu Zahlen, die Du angeben möchtest? Und egal ob ja oder nein, denkst Du, dass diejenigen Blogger, die gerne kommerziell erfolgreich sein würden, es bisher in der Breite gesehen nicht so gut gemacht haben und woran lag es?

turi2 hat 2008 netto Werbung im Wert von knapp 275.000 Euro geschrieben. Das ernährte 4 Redakteure voll und einige halb. Außerdem blieb noch genug Geld übrig, um drei vollstaendige TV-Equipments mit Kamera, Ton, Licht und Schnittcomputer zu kaufen.

Ich kann nur für uns antworten: Wir haben uns den Arsch aufgerissen, um voranzukommen. Und wir sind vorangekommen. Wir vergleichen uns ubrigens nicht mit Bloggern, sondern mit anderen Verlagen. Und es kann ich nur sagen: Wer zweinullig denkt und arbeitet, ist klassischen Verlagen in vielen überlegen. Die meisten Fachverlage bekommen beispielsweise Tränen in den Augen, wenn sie erfahren, dass unsere hoch überlegene Publishing-Basis blog.de uns im Monat 4 Euro kostet.

Abschließende Frage. Wie geht es mit turi2 weiter? Was dürfen wir 2009 von Euch an Neuigkeiten sehen, was das Paket turi2 angeht?

Auf keinen Fall wollen wir das Blog auf Ebay oder sonstwo verkaufen. Wir sind gekommen, um zu bleiben. turi2 ist nur der Anfang. Wir wollen einen Verlag aufbauen, der das Beste aus den Medien 1.0 und dem Web 2.0 zusammenbringt. Mehr Branchenfernsehen, mehr Background und mehr Community auf turi2. Dazu eine professionellere Vermarktung und ein höherer News-Takt. Mit unseren neuen Korrespondenten in den USA und Asien und mittlerweile 10 Mitarbeitern wird es nicht mehr heißen: turi2, der Dienst, der früher aufsteht, sondern turi2, der Dienst, der niemals schläft.
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Early warning an die Turi-Hater: Kommentiert human, Dummgebabbel-Bemerkungen werden gelöscht. Bin eh nicht mehr online gleich, Kommentare werden sowieso erst später freigeschaltet, sollten welche in der Moderationsschleife hängen.

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Evolution of Dance13.01.09

Judson Laipply wartet mit einem Sequel auf. Wer? Der, der in einem der meistgesehenen Videos ever auf Youtube zu sehen ist, “Evolution of Dance“. Das ist der Nachfolger:

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Akismet bzw. Kommentarproblem13.01.09

seit gestern laufen alle Kommentare in den Spamfolder von Akismet auf. Warum, weiß ich nicht. Normalerweise sind es nur recht wenige Kommentare, die ich als false positive wieder rausfischen muss.

Habe mir alle Einstellungen im Blog angeschaut, die dazu in Frage kämen, doch ich kann nichts finden. Und habe keine Idee mehr, woran es noch hängen könnte.

Was habe ich geändert am WordPress-System gestern? Nur eine Sache:
Gestern hatte ich zwischendurch im Plugin “Ajax Edit Comments” eine Option eingeschaltet, die es dem Leser erlaubt, beim nachträglichen Editieren seines Kommentares -dazu dient das Plugin eben- auch seinen Namen verändern zu dürfen, nicht mehr nur den Text. Ich habe das Plugin nun ausgeschaltet, doch es tritt immer noch der Spam-Effekt auf.

Eine Suche im Netz hat nichts ergeben, dass Akismet irgendwie spinnen würde, was ich aber dennoch im Verdacht habe, da es schließlich mein Spam-Plugin ist und Spam verwaltet. Irgendwo klemmts. Nur wo? Irgendeiner eine Idee?

Habe nun auch Akismet deaktiviert. Wenn dann immer noch Kommentare in den Spamfolder gehen, kann es nicht daran liegen (was etwas riskant ist, da täglich schon etwas an Spam zusammenkommt).

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Hinweis für ebay-auktion13.01.09

ich habe mal gehört, dass eBay-Käufer nicht immer die Verkaufstexte lesen:) Daher sei der Hinweis nochmals anzubringen, dass sich Interessenten bitte bei mir vorab zu melden haben, damit sie mitbieten können. Es handelt sich hierbei um eine Auktion mit einem “eingeschränkten Käuferkreis“, um Spaßbietern die Rote Karte zu zeigen (die sonst massiv bei dieser Auktion rumgepfuscht hätten). Bekomme nämlich immer wieder Mails, warum man denn nicht mitsteigern könne. Bitte dazu den Text im ebay-Artikel durchlesen. Da steht meine Faxnummer drin. Wer mir bis Donnerstag um 14:00 Uhr kein Fax zukommen lässt, kann an der Auktion nicht teilnehmen und damit kein Gebot abgeben! Sobald das Fax eingegangen ist, wird der Bieter nach einem Check ggbfl. zur Auktion zugelassen und die Abgabe eines Angebots ist rechtsverbindlich, kann auch nicht mehr zurückgezogen werden. Es kann auch sein, dass ich am Donnerstag Faxe bis spätestens 17:00 Uhr entgegennehmen und verarbeiten kann, aber das wird ab 14:00 Uhr immer unwahrscheinlicher, je mehr die die Stunden danach bis zum Auktionsende vorrücken. Allerspätestens ab 17:00 Uhr kann ich keine Faxe mehr entgegennehmen. Notnagel: eMail an mich, dann muss ich aber schon den Interessenten sehr gut kennen oder aber der Leumund ist exzellent.

Was das Rätselraten um den Endpreis angeht, kann ich unmöglich was sagen. Mehr Buzz konnte diese Ankündigung wohl kaum erzeugen. Die Grundlagen sind also geschaffen. Alles andere habe ich nicht mehr in der Hand. Die Frage ist nun nur noch, ob der Buzz auch die geeigneten Käufer erreicht hat und vaD welche Käufer. Die Frage ist, wird es überhaupt einen Bieterwettbewerb geben oder nicht? Wird es Käufer geben, die auf den Buzz abheben und den Werbeffekt (der mittlerweile laut Experten mehrere hunderttausend Euro für den endgültigen Käufer ausmacht, der sich auf einen Schlag realisieren ließe) mitnehmen wollen? Und sich freuen, weil sie das Blog günstig bekommen haben (gönne ich ihnen genauso wie jedem anderen Käufer auch). Oder diejenigen, die das Blog langfristig als gute Investition betrachten? Oder wird gar der Minimumpreis nicht erreicht, weil sich die geeigneten Käufer in der kurzen Zeit nicht gefunden haben? Ich habe nun schon mehrfach mitbekommen, dass auch große Unternehmen daran Interesse haben, nur sind die langen Entscheidungswege ein echtes Problem, da die Auktion eben 7 Tage läuft.

Für mich gibt es keine Diskussionen drum, ob es überhaupt was abwirft an Einnahmen für den Käufer, abgesehen vom nun aufgetretenen Werbeeffekt. Über diejenigen, die meinen, ich würde hier nur einen PR-Gag aufziehen, kann ich nur lachen. Reden wir mal Tacheles, da viele Blogger dahingehend echte Probleme haben, sich was vorzustellen, was ein Käufer mit so einem Blog anstellen kann. Manche heben dabei auf meine Person ab. Wie könne das ohne mich gehen? Oh my… please, fünf Jahre schreibe ich hier nun und wer das immer noch nicht mitbekommen hat, noch ein letztes Mal zum Mitlesen: Ich habe noch nie darauf Wert gelegt, ob das Blog nun den großen Traffic hat oder ob ich die Einnahmen großartig aktiv maximieren könnte. Es war mir einfach egal auf gut deutsch. Und wenn ich was drüber geschrieben habe, dann war es ganz einfach das Teilen meiner Blog-Erfahrungen für diejenigen, die es interessiert. Teilen verstehen aber viele Egos nicht. Das Wort ist scheinbar rätselhaft. Sie beziehen alles auf sich. Teilen existiert in ihrer Welt nicht. Was ist nun mit dem Blog nach mir, ohne mich? Von mir kann man nicht auf andere ableiten, insbesondere nicht auf die Profis, die Web-Projekte als Investition betrachten. Es ist immer nur eine Frage -egal bei welchen Dingen-, was man selbst will, nicht was man theoretisch machen könnte. Und wie sehr man sich dafür reinkniet, auf Basis dessen was man will. Mit meinem Blog-Wollen habe ich mehr erreicht, als ich es mir jemals erträumen konnte. Das langt für zwei Leben! Das monetär und nach sonstigen, ökonomischen Maßstäben messen zu wollen, ist kompletter Unsinn. Dafür habe ich nicht mein Blog aufgezogen. Es war ein Menschenblog, kein Wirtschaftsblog. Was draus geworden ist, gefällt mir nicht mehr. Es ist zu einem purem Markenblog mutiert. Und dafür gebe ich das Ding nun auch auf. Jeder, der auch nur den Hauch einer Ahnung hat, was im Blog an wirtschaftlichen Potentialen noch schlummert (Professionalierung des Contents, Vermeidung der Mischung aus privaten und geschäftlichen Themen, SEO Onsite-Optimierung wie auch Offsite-Optimierung, damit einhergehend Hochpushen des Traffics, aktive Werbevermarktung, Bedienung der IT-Leserkundeninteressen, Abschaffung des Linkverkaufs und Erhöhung des Pageranks, Besetzung neuer Themenfelder im ITK-Bereich, Erweiterung der Funktionsmodule, Verzahnung mit Social Media Services und und und), der jagt das Teil nach oben. Es ist so simpel, diese Potentiale zu erkennen und zu nutzen, man muss er nur wollen und machen. Keine Rocket Science. Just do it. Jeder, der so nicht denken kann, hat natürlich ein Problem damit, was man tun könnte und was nicht. Witzigerweise lese ich ausgerechnet von einem “Suchmaschinenspammer” einen der wenigen Beiträge mit Hand und Fuß dazu, was das Thema “kann man denn was verdienen damit” angeht.

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Mixtur13.01.09

komme kaum mit dem Bloggen wegen Zeitmangel nach, daher eine eher fürs Wochenende typische Linkliste:

- “Recht auf Klo kämpft weiter darum“, damit in den Fliegern endliche vernünftige Rollis für gehbehindetr Menschen zur Verfügung stehen (siehe auch TAZ-Bericht)

- T3N hat einige Web-Experten nach den Trends für 2009 befragt. Siehe dazu alternativ die Trend Map 2009

- De:Bug zeigt einen weiteren Aspiranten auf den Titel des “iPhone-Killers”: Das neue Palm Handy. So oder so führt das iPhone bei der mobile Nutzerintensität und die Konkurrenz kommt nicht hinterher. Übrigens, mobile Nutzer aufgepasst: praktische Idee einer schlankeren Google-Suche, anschauen.

- Nachdem Etsys Gründer gegangen wurden, zieht nun der Umsatz kräftig an. Etsy zählt zu einem der eCommerce-Anbieter für Prviatkonsumenten, die weltweit aufgrund ihrer Services für Furore gesorgt haben. Und dazu beigetragen haben, dass sich eCommerce weiterentwickelt.

- Tweet-Verweise auf Dein Blog in den Kommentaren anzeigen? Für WordPress-Nutzer geht das mittels dem Twittbacks WordPress Plugin

- Flashgamez dreht endlich auf und stellt nicht mehr nur auf Flash basierende Spiele vor. Seit Jahr und Tag gehört das Blog Flashgamez zu einem der best geführten in Deutschland! Wird von Stefan Burow befeuert und Moe (“Plasticthinking”) ist der Domaininhaber.

- Stephan Uhrenbacher (Qype) tritt als Geschäftsführer ab und überlässt Stephen Taylor den Chefposten. Stephan hatte in der Frühphase der Web 2.0-Ära Qype hochgezogen und nach einem anfänglichen Ausflug Richtung klassischer Bewertungsplattformen auf neuartigere, dem Zeitgeist entsprechene Services umgestellt, was Qype geholfen hatte, sich besser zu platzieren

-was sind Alphajournalisten 2.0?

- die Macher der bald erscheinenden semantischen Websuchmaschine “Qimaya” (aus deutschen Web-Landen) zerbrechen sich den Kopf, wie man die Suchergebnisse visualisieren könnte

- Klaus Hochreiter (in Österreich lebend) hat mich zum Thema Corporate Blogs interviewt

- Interesse am Barcamp Klagenfurt? Dann schaut beim Georg Holzer nach

- Christian Henner-Fehr zur Kehrseite von Social Media

- Mein Blog des Jahres 2009 steht für mich fast schon fest, sollte nicht eins dazwischenkommen, was es noch mehr krachen lässt. Es nennt sich “André Marty berichtet“. Zur Person:

arbeitet seit Sommer 2004 schwerpunktmässig für Schweizer Fernsehen SF, aber auch für Schweizer Radio DRS und Fachzeitschriften im Nahen Osten. Davor (1999 bis 2004) Fernseh-Korrespondent in Italien und (1996 bis 1999) Redaktor bei der Sendung “10vor10″ von SF. Einstieg in den Journalismus bei Walliser und Luzerner Tageszeitungen, danach SonntagsZeitung. Den Titel “Reporter des Jahres 2006″ verdankt er einem Krieg – dem “sinnlosesten Krieg, den Israel je geführt hat”. Der Blog ist eine private Angelegenheit und repräsentiert meine Spotlights auf die Geschehnisse im Nahen Osten.

Warum bloggt er?

Brücken bauen ** Verständnis schaffen ** Informieren ** Finger drauf halten
Der Blog soll hinter die Headlines schauen, über Alltägliches und wenig Spektakuläres berichten und einordnen. Der Blog versucht, Diskussionen anzuregen über den Nahost-Konflikt, Diskussionen, nicht ideologisch motiviertes “sich-bekriegen”. Der Blog soll das Medien-Schaffen über und im Nahen Osten beleuchten, uns Journalisten auf die Finger schauen.

Andre Marty berichtet
a true blogger!

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WKW vs MeinVZ (Dez 08)13.01.09

die neuesten Daten von IVW liegen vor. Schauen wir uns an, was die beiden Social Networks WKW und MeinVZ im letzten Monat Dez. 08 auf die Waage gebracht haben und wie sich beide Konkurrenten gegeneinander schlagen.

WKW
Ganz interessant ist btw der sich weiter verringernde Abstand zum “PI-Marktführer” SchülerVZ. Der Abstand betrug im November noch 900 Mio Pis, jetzt sind es “nur” noch 500 Mio. Nach Visits gemessen belegt WKW den siebten Platz bei IVW und es fehlen noch 185 Mio Visits bis zum ersten Platz (T-Online). Auch den wird WKW womöglich knacken können, dieses Jahr wohl eher weniger.

Visits
WKW: 133.874.870, +4,45%
MeinVZ: 60.444.154, +5,49%
MeinVZ wächst weiterhin bei den Visits etwas schneller als WKW

Page Impressions
WKW: 4.307.625.197, +6,34%
MeinVZ: 1.530.191.067, +4,71%

PI/Visit-QUote
WKW: 32,18
MeinVZ: 25,32

Zunahme der Visits seit 07/08 (Monat für Monat):
WKW: 8,60% (Juli zu August), 4,57%, 10,26%, 2,13%, 4,45%
MeinVZ: 13,45%, 11,05%, 16,81%, 4,13%, 5,49%

Bei der regionalen Verbreitung hat sich mittlerweile etwas getan. Die Nutzerschaft von WKW hat sich ausgehend vom Kernland Rheinland-Pfalz/Saarland/Hessen mittlerweile auf die Nachbarregionen immer stärker ausgedehnt. So ist lt. Google Trends mittlerweile NRW auf Platz No. 2 vorgerückt. In Baden-Württemberg (No. 4) wird es besonders spannend, da man dort das etablierte Netzwerk Kwick unmittelbar attackiert.Sollten sich die Verteilung der User irgendwann den Bevölkerungszahlen der Bundesländer anpassen, wird zB NRW eines Tages auf No.1 stehen. Prinzipiell kann man auf diese Weise abgleichen, wie sich ein Social Network ausbreitet, eher regional oder eher überregional gleichmäßig zu den Bevölkerungszahlen der Länder entsprechend. Warum das si wichtig ist? Anbieter wie die Lokalisten (Hausmacht in Bayern) und Kwick (BW) sind in der Regionalitätsfalle hängengeblieben.

Die Verteilung der regionalen Nutzerschaft. Zuerst WKW (und den Vormonat):
WKW 1/09
WKW 12/12

MeinVZ (+Vormonat)
MeinVZ 1/09
MeinVZ 12/12

Die regionalen Schwerpunkte der WKW-Nutzerschaft auf einer Karte (siehe dazu Artikel):
WKW

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Cafehaus-Talk 3.2: Achtung, Ortswechsel12.01.09

wir werden uns morgen NICHT im Lesecafe/FFM-Sachsenhausen treffen, sondern im Cafe Maingold, Zeil 1 in Frankfurt/Mitte!!! Ab 17:00 Uhr. Warum? Habe soeben erfahren, dass Lesecafe um 18:30 Uhr die Türen schließt.

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eBay-Auktion: Update12.01.09

was sich schon abgezeichnet hat, konkretisiert sich. Das Fernsehen meldet sich und will darüber berichten. Mit 3Sat habe ich für morgen einen Termin ausmachen können, während N24 (+Pro7/Sat1) pending ist (Terminfixierung wegen Dreh).

Update: ZDF hat sich nun auch gemeldet. Es wird einen Dreh direkt zum Auktionsende geben. Sendetermin? Wird ebenso mitgeteilt wie bei 3Sat.

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TSG: Mein Mann12.01.09

Twitter

Ich ahne schon, was jetzt an Kritiken kommt, aber mir wurst. Wer das Netz auf diese Weise so nutzt, der ist mein Mann. Für die Zukunft! Roland Koch? Wtf ist dieser Typ;) Der ist von gestern.

Update: Äh… es gibt Annahmen, ich würde ihn auch deswegen wählen. Das steht nirgends. Da steht nur, dass er “mein Mann” aufgrund seiner Vorwärsgerichtetheit ist. Wählen tue ich immer noch Programme, Parteien und Politköpfe, in der Reihenfolge. So leicht bekommt man meine Stimme nicht:))

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Analysen zu Netzaktivitäten der Parteien12.01.09

da wir uns morgen beim Cafehaustalk schwerpunktmäßig über das Thema Netzpolitik unterhalten wollen, anbei drei interessante Links:

- Die webzwonullige Hesse komme mim Wahlkampf (72dpiClub), mit einer ziemlich ausführlichen Analyse zu den Aktivitäten der Hessen-CDU/SPD

- Schäfer-Gümbel und Social Media – Die richtige Strategie? (tautoko), der Autor macht sich theoretische Gedanken über den politischen Sinn und Unsinn einer Twitter-Nutzung. Was es spannend macht ist, dass Oliver Zeissberger fleißig mitkommentiert, der auch TSG im Netz-Wahlkampf unterstützt, also direkt an der Quelle zum Warum und Wieso sitzt. Äußerst aufschlussreich.

- Die Twitterwelt ist rotgrün, aber sowas von … (baranek), eine Umfrage zu der pol. Gesinnung der Twitter-Nutzer. Grüner gehts nimmer;)

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Roccatune im Interview12.01.09

roccatuneRoccatune ist ein deutsches Internetstartup und Musikseite zugleich. Um was gehts? Musik aus einer recht großen Menge an frei auswähbaren Stücken kostenlosen streamen zu können. Angefangen hat Roccatune unter dem Namen “AdTunes”, doch das gefiel Apple nicht sonderlich, so dass “Adtunes” einen Rückzieher aufgrund Risikobedenken (PR vs. Kosten eines Rechtsstreits) machen musste. Damals zum Start gefiel mir die Bedienbarkeit der Seite überhaupt nicht, das hat sich aber mittlerweile Gott sei Dank geändert. Ist zwar immer noch nicht perfekt in meinen Augen, dennoch bei Weitem besser als der Erstversuch [Update: Offensichtlich ist noch ein Klopper im Anmeldeformular verborgen]. Geht doch:) Das war für mich Anlass genug, die Macher zu befragen:

1. Roccatune. In kurzen Worten erklärt. Und warum sollte man Roccatune neben Radio, iTunes und Last.fm eine Chance geben?
roccatune ist derzeit das einzige legale Angebot in Deutschland, das den Content von drei Major-Labels und mehr als 3.000 weiteren Labels bereitstellt. Bei roccatune kann man kostenlos die Musik von Madonna, James Blunt, Herbert Grönemeyer, Robbie Williams, Leona Lewis und vielen anderen Künstlern in voller Länge, bester Tonqualität und vor allem kostenlos hören. Jeder Nutzer entscheidet selbst, welchen Track er hört und kann diesen vollinteraktiv von jedem Rechner in Deutschland starten. Jedoch bieten wir nicht nur einzelne Songs an, auf roccatune können auch komplette Alben in voller Länge gehört werden. Und wer sich anmeldet, kann so viele Playlisten anlegen, wie er möchte. roccatune soll mittel- bis langfristig die lokale Abspiel- und Verwaltungssoftware ersetzen. Alles was der Nutzer benötigt, ist durch einen Browser verfügbar – die eigene Sammlung und endlos viele Empfehlungen.

2. Wann ist roccatune an den Start gegangen und was hat sich an Erwartungen erfüllt, was nicht? Nutzen die User das Angebot? Was habt Ihr dabei unterwegs an Dingen entdeckt, die Ihr so nicht erwartet hattet?
Wir sind seit Juli ’08 in der offenen Beta. Bisher sind wir sehr zufrieden mit der Entwicklung. Die Nutzerzahlen wachsen stetig und seit November zudem sehr kräftig. Als wir gestartet sind, haben wir nicht erwartet, dass wir unseren Namen verlieren bzw. aufgeben müssen. Auch hätten wir nicht gedacht, dass wir ein so breites und überwiegend positives Echo erhalten würden. Was uns sehr gefreut hat:
Die Leute nutzen roccatune nicht nur, sondern haben uns in den letzten Monaten aktiv mit vielen guten Verbesserungsvorschläge in der Weiterentwicklung und Optimierung des Portals unterstützt. Jüngst erhalten wir immer mehr Lob, über welches wir uns enorm freuen, da dies DIE Bestätigung für unser Konzept und die Umsetzung ist.

3. Was wird 2009 bei Euch passieren? Wo ist der Fokus? Neben dem kritischsten Punkt, dass sich der Dienst selbst tragen muss. Haben User weitere Funktionen eingefordert, die Ihr einbauen werdet?
Wir bringen in den nächsten Wochen ein sehr innovatives Empfehlungsradio online. Über roccatune kann man das schon in einer Preview-Funktion testen, obwohl dies noch ein absolutes Alpha-Stadium ist. Das System unterscheidet sich allerdings grundlegend von der Konkurrenz. Die Empfehlungen beziehen sich nicht nur auf das Nutzungsverhalten der roccatune-User, sondern basieren auf über 40 Komponenten wie Klangdichte, Melodieführung und Rhythmus. Da erhält man sehr überraschende Ergebnisse, die auf wirklich objektiven und wissenschaftlichen Kriterien basieren. Darüber hinaus wird es natürlich mehr Songs und Interpreten auf roccatune geben. Die Verhandlungen mit vielen Rechteinhabern sind sehr weit fortgeschritten bzw. zum Abschluss gebracht worden. Nach erfolgter Einspielung all dieser Inhalte wird der roccatune Katalog beinahe die dreifache Größe ausweisen.

Eine für uns sehr wichtige Entwicklung ist der Start einer „Newcomer Plattform“. Derartige Portale gibt es zwar bereits mehrfach, dort bewegen sich die Newcomer jedoch primär unter ihresgleichen. Bei roccatune erhalten Nachwuchskünstlern die Möglichkeit in direkte Konkurrenz zu weltbekannten Künstlern zu treten. Auf einem sehr einfachen und attraktiven Weg.

4. Was wird roccatune nie sein? Kein moderiertes Radio? Kein Last.fm?
Was roccatune sein wird, hängt zu einem großen Teil von unseren Usern ab. Sie geben uns Input und äußern Wünsche. Dies treibt die Innovationen an und gibt in gewisser Weise auch den Kurs vor. Wir selber haben jedoch auch eine klare Vorstellung hinsichtlich der Zukunft – dies liegt mit großer Sicherheit in dem kreativen Potential vieler junger und sogar noch nicht gegründeter Bands. roccatune wird mit definitiver Sicherheit kein klassisches Musiklabel sein, aber gewisse Aspekte eines Labels wird man bei roccatune finden. Wir tun in jedem Fall alles, was in unserer Macht steht, um die Wünsche unserer User wahr werden zu lassen. Da der Hauptwunsch aber ist, Musik kostenlos und legal zu nutzen, können wir sagen, dass roccatune niemals kostenpflichtig sein wird.

5. Hilft Euch die Musikindustrie bei der Fortentwicklung des Konzepts?Sei es vertrieblich, werblich oder beratend?
roccatune ist tatsächlich das erste Portal, das Musik kostenlos und für Nutzer völlig interaktiv zur Verfügung stellt. Unser Ursprung liegt nicht in einem semi-legalen Angebot, sondern in einem vollständig lizenzierten Angebot. Die Gespräche und Verhandlungen mit den Labels starteten bereits im Frühjahr 2007 und war in seiner konstruktiven Form nur möglich, da ein Großteil des Teams bereits seit vielen Jahren in der Industrie tätig ist und auch schon zu jener Zeit sehr eng mit den Labels zusammenarbeitete. Bei den Labels gibt es nicht nur Leute mit großem Erfahrungsschatz, die uns beratend zur Seite stehen, sondern auch viele Visionäre, die mit uns gemeinsam das Portal weiterentwickeln. Gleichwohl freuen wir uns aber auch über positives Feedback von der Musikindustrie, die mit roccatune Neuland betreten hat. Alle Beteiligten lernen derzeit sehr viel, und gegenseitige Erkenntnisse werden dabei ausgetauscht. Dabei geht es allerdings nicht nur um strategische Weiterentwicklung sondern auch um gemeinsame Aktionen, die wir in den nächsten Monaten präsentieren werden.

6. Was wünscht Ihr Euch für 2009?
Grundsätzlich: Dass die Menschen aufhören, ihre Probleme mit Gewalt zu lösen. Dass es keine Kriege und keinen Hunger gibt. Dass die Welt ein besserer Ort wird. Davon abgesehen: Dass das Jammern und das ständige Besingen der Krise aufhört. Davon wird die Lage auch nicht besser.

Vielmehr hemmt die ständige Schwarzmalerei. Wenn wir alle unsere Ärmel hochkrempeln, mit Hochdruck arbeiten und dabei nicht allzu gierig sind, schaffen wir sehr schnell den Turnaround. Für roccatune wünschen wir uns, dass alles sich so weiterentwickelt wie bisher auch. Und wenn es am Ende doch besser kommt, dann haben wir auch nichts dagegen.

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Klicktel iPhone App12.01.09

am Wochenende habe ich im App Store die Anwendung “KlickTel” -spiegelt die Funktionen der gleichnamigen Domain wider – installiert (Betreiber: telegate MEDIA AG). Und muss sagen, dass ich die Anwendung ganz praktisch finde. Man kann dort nach folgenden Objekten suchen:
Klicktel iphone App

Für mich persönlich ist die Telefonbuchsuche, die Inverssuche, die Geldautomaten und Fastfood-Suche ideal! Vom Prinzip her sehen alle Eingabemasken ähnlich aus (was, Ort und Straße):
Klicktel Eingabe
Natürlich nutzt das System die GPS-Funktion vom iphone/ipod touch 2 mit, um sich manuelle Ortseingaben schenken zu können.

Eine Ergebnissuche mit Karte sieht wie folgt aus:
Klicktel Ergebnisse
Allerdings muss man bei der Kartenfunktion anmeckern, dass es sich um eine statische Kartenansicht handelt, nicht etwa um eine scroll- und zoombare Google Maps. Was man verschmerzen kann, da eine genauere Ortseingabe je nach Treffermenge und Kartenmaßstab das Zooming unnötig macht.

Die meisten dürften zwar sicherlich bereits AroundMe kennen, doch ich finde, ein Blick auf diese App lohnt sich durchaus. Am Wochenende hatte es jedoch hin und wieder etwas länger gedauert, bis man Treffer angezeigt bekam, momentan gehen die Abfragen flott von der Hand.

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Cafehaus-Talk 3.112.01.09

nur zur Erinnerung: Morgen, Dienstag, den 13.01. findet der dritte Cafehaus-Talk im “Lesecafe” statt, Diesterwegstr. 7, FFM (Stadtteil Sachsenhausen). Ab 17:00 Uhr. Thema: Politik und Web. Wer kommt alles, wegen Überblick?

ACHTUNG, ORTSWECHSEL: Habe soeben erfahren, dass das Cafe um 18:30 Uhr schließt, hatte aber eine andere Zeit im Kopf. Daher wechseln wir zum Cafe Maingold, Zeil 1 in Frankfurt/Mitte!!!

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eBay-Auktion: Zwischenstatus12.01.09

Wo fang ich an? Worum gehts jetzt? Um das, worum es mir immer hier geht und ging, seit 12.000 Artikeln. Das Teilen von Erfahrungen, Eindrücken und Informationen jeglicher Art.

Die kurze Version für die Schnellleser: Mir gehts gut soweit. Die eBay-Auktion? Der Medienrummel hat dazu geführt, dass das Fragengebiet längst verlassen wurde, was ein Blog wohl wert ist, da es nicht mehr darum geht. Der Werbeeffekt ist mittlerweile zigfach höher, als der jetzige, eigentliche Kernwert des Blogs, ökonomisch gesprochen. Was an den Interessenten nicht vorbeigegangen ist, die 1+1 zusammenzählen können. Dazu mehr in der langen Version, welche Szenarien möglich und wahrscheinlich sind. Ab Freitag bin ich aufgrund terminlicher Planungen -die weit vor der Auktionsplanung gefixt wurden- bis Montag, den 26.01. unterwegs (STGT, USA, HH). Die notwendigen, vorbereitenden -rechtlichen, technischen und PR-technischen- Schritte zur Übergabe sind inzwischen eingeleitet worden, damit der Käufer seinen Nutzen zu 100% bekommt, wenn er am kommenden Donnerstag den Zuschlag fürs Blog erhält. Und nur um den gehts dabei. Er wird ab diesem Zeiptunkt jede notwendige Unterstützung bekommen, die er meinerseits braucht, um nach seinen Wünschen alles zu handhaben, technisch, rechtlich, pr-technisch. Ich bin ab dem Verkauf dann “persona unwichtig”.

Die Langversion:
Es war auf Nordddeutsch gesagt eine “leichte Brise”, was die wenigen Tage seit dem letzten Dienstag passiert ist (da hatte ich noch was über Verkauf genuschelt). Erstens bin ich über die Menge der Blog-Reaktionen erstaunt. Und was wurde nicht alles geschrieben, von dirtiest lows bis highest highs. Irre, ich werde immer wieder über das Faszinosum uns Mensch aufs Neue erstaunt:) Zweitens hat mich als Blogger der Medienrummel noch weitaus mehr überrascht, wo wir Blogger doch kurzum gesagt gerne als eine lasche Randerscheinung der gesellschaftlichen Gesamtaktivitäten bezeichnet werden, deren Nutzen zweifelhaft sei. Gesellschaftlich, politisch, wirtschaftlich. Und ich hätte mir die ganze Zeit über seit meinen ersten Blog-Schritten nichts mehr gewünscht, als dass die Medien endlich diese großartige Entwicklung respektieren wie auch würdigen, dass Menschen über Blogs ein wunderbares Austauschmedium in die Hand nehmen. Können. Sie lernen, langsam, aber wir lernen. Was ist es sonst, als das Zusammenrücken und Verstehen einer Gesellschaft in sich, auch länderübergreifend, alle himmelhohen Grenzen ob der menschliche Vorurteile und dieser Gräben im Individuellen wie auch im Gruppendynamischen überbrücken zu können? Das sind Blogs. Mit allen Vor- und Nachteilen, die mit diesem Prozess einhergehen. Dass gerade diese Medien dann den eigentlichen Buzz erzeugen, nope, no way, das vorherzusagen. Und für mich als Blogger, insbesonders wie mich die vielen Journalisten anlässlich der Auktion behandelt haben, hat mich das endgültig meinen inneren Frieden schließen lassen mit den Medien, gerade weil sie uns immer wieder in den Dreck gezogen haben, und ich verzeihe ungerne etwas Prinzipielles. Ich muss es so deutlich sagen. Würde mir wünschen, dass die Medien das immer so handhaben würen, Menschen mit Respekt zu begnegnen und nicht medial auszuschlachten, damit die Quote passt.

Auf der einen Seite freut es mich demnach extrem, dass die Blogs ein bisserl wieder ins teilöffentliche Gespräch kommen, nachdem es 2008 insgesamt verdächtig ruhig war. Auf der anderen Seite gilt immer noch eins: Was auch immer geschrieben wird oder nicht -mediale News sind vergänglich, die Scheibe dreht sich weiter-, die Blogs knabbern sich langsam voran und erreichen mehr Menschen. In ihrem eigenen Tempo hierzulande. Und noch dieses eine Mal will ich meine grundsätzliche Kritik an den Blogs aufgrund meiner nun schon fast sechsjährigen Erfahrungen runterschlucken. Um die Vorteile nicht zu verwässern, die ich im Vordergrund als unverbesserlicher Optimist stehen haben möchte. Nein, kein Opfergefasel, geschissen drauf, ich glaube grundsätzlich an die Power und positiven, gesellschaftswirksamen Vorteile der Blogs, egal was andere dagegen sagen mögen. Und diese Haltung lasse ich mir nicht ausreden. Von Niemandem. Die Chance, die wir alle haben, natürlich die gesamte Webnutzerschaft außerhalb der Blogs mit eingeschlossen, ist menschheitsgeschichtlich gesehen einmalig. Nie zuvor war es so einfach, mit Menschen rund um den Globus Kontakt aufzunehmen. Das, was Blogs und das Netz im Allgemeinen anbieten, ist für uns als mit sehr begrenzten, physischen Fähigkeiten ausgestattete Wesen eine immense Erweiterung unserer Fähigkeiten. Kommunikativ, kulturell, wissenstechnisch, zerstörerisch auf Landesgrenzen auswirkend, fucking great! Wie gerne würde ich 2-3 Jahrhunderte leben, um das mitzuerleben, was dabei herauskommt.

Zur eigentlichen Auktion. Ich als Mensch konzentriere mich darauf, das Ding über die Bühne zu bringen, dabei den bisserl Medienrummel um meine Person vor Augen haltend, dass er eh bald vorbei sein wird. Obwohl es noch unter Umständen dazu kommt, dass ich am oberen Ende der medialen Fresspyramide, im TV, lande. Lets see. Wird der Auktion nicht schaden, im Gegenteil. Wie gesagt, alles geht vorbei, nichts bleibt. Was gut so ist, da ich keine öffentliche Person bin, obgleich ich nun einmal öffentlich blogge.

Was mir natürlich bei der unmittelbaren eBay-Auktion ungemein geholfen hat, waren eBay und die Hosting-Firma Plusserver. eBay hat mich nicht nur bei der Auktion unterstützt, sondern sie pushed auch PR-seitig. Über die Gründe muss man nicht rätseln, wir haben beide was davon. Und Plusserver hat mittlerweile meinen Server entlastet, alle Abfragen laufen über deren Server.

Und um die Hilfe wie auch Unterstützung von Netz-Bekannten und Freunden muss ich nicht viel sagen. Sowas darf man nie voraussetzen, nicht als selbstverständlich betrachten, dass sich Menschen um einen mit kümmern. Das ist außergwöhnlich. Gerade in einer industriellen Gesellschaft, die nicht gerade für ihre Herzenswärme bekannt ist, was die wirtschaftlich getriebenen Grundlagen des Zusammenlebens angeht.

Nun zur oftmals behandelten Frage, was wohl ein Blog wert sei (das Obige mögen die etwas bodenständigeren Leser gerne als Geblubber von verblendeten Überzeugunstätern abtun;). Es gab subjektive wie auch objektive Ansätze, das zu klären. In U.n.m.e.n.g.e.n. Und das weiß ich: In keinem Blog-Land wurde jemals so ausführlich wie hierzulande darüber diskutiert (und ich dachte stets, die Amerikaner seien Weltmeister im Ökonomisieren eines jeden noch so kleinen Objektes:). Den wohl objektivsten Ansatz habe ich per Mail erhalten. Nennen wir es die “Blog-Wertformel”:
Blogwertformel
Der 20er im Zähler ist der angenommene “TKP”-Wert. Die Grundlage zur Berechnung von Bannerkosten/einnahmen in der Werbeindustrie.
Interpretation und Erläuterung:

Als erstes habe ich alles auf Jahresbasis berechnet, was viel einfacher ist. Dann habe ich die Werbeinnahmen gekürzt, damit eine komplette Auslastung möglich wird. Diesen Ertrag habe ich mit dem Faktor 1.5 multipliziert, um damit der möglichen Traffic-Steigerung gerecht zu werden. Von diesem Betrag ziehe ich schlussendlich die Kosten, welche mir durch das Schreiben entstehen ab (mein Einkommen als Blogger) und komme so auf den Betrag, den das Blog Ende Jahr als „Gewinn“ übrig lässt. Damit ich die zukünftigen Gewinne, die dir entgehen und welche du ebenfalls abgegolten haben willst, berücksichtige, habe ich dieses Resultat mit dem Faktor 3 multipliziert. Da ein möglicher Investor ein Risiko eingeht, weil du das Blog verlässt, habe ich den Endwert um die Hälfte gekürzt. Bei 2008 3.5 Mio PIs macht dies einen „fairen“ Blogwert von EUR 44.100. Das wäre meiner Ansicht nach der Betrag, welcher ein externer Investor zu bezahlen bereit wäre. ;-)

Geschrieben von (Freigabe erteilt):

Mein Name ist Remi Beutler/Meneon.ch und ich komme aus der Stadt Winterthur (in der Schweiz) und bin ausgebildeter Betriebsökonom mit der Vertiefung Finanzwesen. Meine Kommentare zum Verkauf von BT habe ich deswegen abgegeben, da ich mich in meiner Freizeit mit dem Ertragswert der angebotenen Dienstleistungen auf dem Internet beschäftige. D.h. ich versuche herauszufinden, wie hoch der faire Geldwert (für Nutzer und Betreiber) einer webbasierten Dienstleistung (Blog, Webanwendung, News-Portal usw.) ist und wie dieser erhoben werden kann/muss (Werbung, Sponsoring oder Direktzahlung des Nutzers).

Remis Projekt Meneon werde ich übrigens im Auge behalten, ein hochspannendes Vorhaben, was mir gut gefällt. Mehr dazu irgendwann “wo anders”. Zurück zum Thema. Wer BWL studiert weiß, dass Berechnungen von immateriellen Leistungen und Produkten in der Informationstheorie immer noch in den Kinderschuhen steckt. Zumindest damals in den 90er Jahren. Heute?

Wer einen sozusagen weniger wissenschaftlich gehalteten Beitrag dazu lesen möchte, wie man Blogs wohl bewertet, dem empfehle ich Gerhard Schoolmann: Was ist ein Blog wert? Es gibt da draußen keinen, wer ihn kennt und schätzt, der seinen wirtschaftlichen Sachverstand anzweifelt.

Welche Szenarien zeichnen sich ab? Ich untereile das in den worst case, second best case und best case. Also einfach A, B und C.

A: Das Blog findet zum Mindestpreis keinen Käufer. Das Brouhaha wird interessant. Da es einerseits auf mich zurückfällt und andererseits eine derart öffentliche, ökonomische Bewertung von Blogs (die im Grunde genommen mehrheitlich gesellschaftlich wirken, daher verbietet sich eigentlich eine wirtschaftliche Betrachtung) dazu führt, dass man ihnen keinen Nutzwert nachsagen wird. Wenn schon eines der bekannteren Blogs nicht über die Bühne geht. Mediales Echo: Mittel + Hämisch? Mein Blog darf ich dann in Ruhe an einen Direktinteressenten zu verkaufen versuchen, da der Wechsel fest steht, auf ein anderes Blog zu wechseln. Die Übergabe wird eben langsamer vorangehen, statt mit einem Knall enden, was BT angeht.

B: Das Blog geht irgendwo zwischen Mindestpreis und 100.000 Euro über die Ladentheke. Und das Pricing basiert im Wesentlichen auf dem eigentlichen Blog-Wert. Der Auktionsbetrag in dieser Range ist weder Fisch noch Fleisch. Das mediale Echo wird low-middle sein, weder Spott noch Überraschung. Das Blog wird wohl dann auch als Blog weitergeführt werden.

C: Das Blog überschreitet bei der Auktion den Wert von 100.000 Euro um Einiges. Der Werbeeffekt hat den Blog-Wert überschritten, was eine Nachbetrachtung angeht. Was momentan danach so aussieht. Was heißt das? Die Firmen wissen um den Überraschungsmoment und werden das entsprechend “einauktionieren”. Mediales Echo: Groß + Ola. Ob das Blog dann noch als Blog weiter betrieben wird? Erscheint mir unplausibel. Denn der Nutzen aus dem Werbeeffekt ist zigfach höher, als das Blog in den nächsten 1-3 Jahren realistisch bei professioneller Führung erwirtschaften kann. Und mit best case meine ich den best case nicht auf mich bezogen, sondern gesamtheitlich übertragen auf die deutsche Blogosphäre. Man bestätigt quasi offiziell, dass Blogs doch “irgendwie einen Wert haben” müssen. So hart das zugleich wie gesagt ist, Blogs einen kommerziellen Wert beizumessen. Die meisten Blogs sind nun einmal absolut non-commercial.

Kommen wir zum Rechtlichen. Dabei möchte ich gerne auf den exzellenten Blog-Artikel von RA Carsten Ulbricht verweisen: Rechtliche Probleme beim Verkauf eines Blogs (Weblogs & Recht). Er geht ausführlichst auf die zahlreichen Aspekte ein. Wer das nicht liest, ist selbst schuld, sollte er mal eines Tages sein Blog übergeben.

Ein letzter Aspekt, dann sind wir durch. Person oder Marke? Was ist ein Blog ohne die Person wert? Vielen Bloggern ist oftmals nicht klar, das ihr Blog bekannter als sie selbst sind. Man denkt zwar immer, dass doch als Person der Blogger und das Blog mit der Person gleichgesetzt wird. Das mag gelten für diejenigen, die zB aktiv kommentieren. Die identifizieren den Blogger als Person. Nicht aber das Blog als Blog. In vielen Fällen jedoch ist es -leider?- umgekehrt. Die Leser kennen Dein Blog, der Schreiberling ist .. halt der Schreiberling. Es gibt dafür unzählige Praxisbeispiele. Man kann auch an der Suche festmachen, wie Leute auf Dein Blog kommen. Dem Personennamen nach oder Basic Thinking. Seit Beginn an war es bei mir so, dass die absolute Mehrheit eben nicht nach Robert Basic sucht. Das ist für mich bezeichnend. Und dieser Effekt ist zugleich ein Fluch wie auch ein Segen, je nach Ausprägung und Blog-Betreiber.
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