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Archive for 06.2009

Green Dam: Sony liefert die ersten Zensur-Rechner an China aus30.06.09

sonyDer erste Juli ist Stichtag in China, ab dann greift eine neue Stufe der Bevölkerungskontrolle. Die Rede ist vom Green Dam-Projekt, eine Filter-Software, die für jeden verkauften Rechner dann obligatorisch wird. Im Vorfeld war bereits viel Kritik laut geworden, nicht nur wegen des ungeheuerlichen Eingriffs in die Informationsfreiheit, sondern auch, weil das Zensurprogramm derart grottig zusammenprogrammiert wurde, dass es nicht einmal Bilder von Schweinen oder Garfield von echter Pornographie unterscheiden kann. Und dann gab es ja noch diesen kleinen Leaking-Fauxpas in Peking, durch den bekannt wurde, dass auch die Keywords “4. Juni”, “Tibet” und “Falun Gong” auf der Sperrliste stehen.

Für Hardwarehersteller ist das Mitmachen zweifelsohne eine unangenehme Sache, der Image-Schaden wird sich schließlich auch bei den Verkäufen im Westen niederschlagen. Laut dem “Wall Street Journal” haben sie sich deshalb bereits im Vorfeld zusammengetan und einen gemeinsamen Brief an die chinesische Regierung formuliert. Darin heißt es dann unter anderen, dass “ernste Befürchtungen” aufkämen. Der eingeschlagene Weg sei kontraproduktiv, um “Chinas wichtigem Ziel, nämlich eine lebhafte und dynamische Informationsgesellschaft zu werden”, näher zu kommen (übrigens: Kann sich jemand daran erinnern, wann ein solches Ziel dort jemals ins Auge gefasst wurde?). Weiter heißt es:

Das Green Dam-Mandat wirft wichtige Fragen in Bezug auf Sicherheit, Privatsphäre, Systemstabilität, den freien Fluss von Informationen und die informationelle Selbstbestimmung auf.

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Keine neuen Spielkonsolen vor 2013 erwartet30.06.09

wii-ps3-xbox360Auf der Electronic Entertainment Expo (E3) in Los Angeles drehte sich in diesem Jahr alles um die künftigen Game-Controller der großen Hersteller Nintendo, Microsoft und Sony. Von neuen Konsolen war hingegen bis auf die PSP Go nichts zu hören. Die Jungs von Playstation Universe haben sich deswegen mit einem Analysten einer renommierten Unternehmensberatung unterhalten und ein paar interessante Antworten bekommen. Demnach erwarte der Experte keine neue Konsolengeneration vor 2013. Seine Aussage begründet der Analyst mit aktuellen Absatzzahlen sowohl für die Geräte als auch für die Spiele. Daraus lasse sich schließen, dass der Höhepunkt an Hard- und Softwareverkäufen noch nicht überschritten sei. Erst in drei Jahren (also 2012) sei dieser Punkt voraussichtlich erreicht.

Bis dahin werde sich auf dem Konsolenmarkt noch einiges verändern: Laut Wedbush Morgan, so der Namen der Unternehmensberatung, wird Nintendo mit rund 93 Millionen verkauften Wii-Konsolen auf dem ersten Platz der Verkaufscharts stehen. Sony belegt dann mit 59 Millionen verkauften Playstation 3 den Platz zwei, dicht gefolgt von Microsoft mit 44 Millionen verkauften Xbox 360-Konsolen.

Bis die Konsolenhersteller eine neue Gerätegeneration an den Start bringen werden, sind es also noch ein paar Jahre hin. Zeit, die die Unternehmen auch dringend benötigen, um mit ihren aktuellen Konsolenmodellen und kleinen Erweiterungen gegen die Konkurrenz bestehen zu können. Nintendo macht in wenigen Wochen mit einer verbesserten Bewegungssteuerung den Anfang. Auch bei Sony gibt es in Kürze Neuigkeiten. Gerüchten zufolge öffnet der Unterhaltungskonzern seine Playstation 3-Konsole wieder für ältere Playstation 2-Spiele.

Via: Play3

(Michael Friedrichs)

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Transformer-MacBook wird zur Brieftaube30.06.09

Pünktlich zum Start des neuen “Transformers“-Streifens hat auch ein neues Viral der französischen Post die Gadget-Szene erreicht. Wir sehen hier einen Franzosen, der sein MacBook nutzt, um eine Nachricht zu verschicken. Was dann passiert, löst bei jedem Betrachter “Wo gibt’s und was kostet das?”-Gefühle aus.

(André Vatter)

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Reporters’ Center bei YouTube: “Wie schaffe ich es, nicht wie ein Idiot zu klingen?”30.06.09

reporterscenter

Google kann es nicht lassen, den etablierten Medien hin und wieder mal kräftig vor das Schienenbein zu treten. Mit Google News praktiziert die Suchmaschine laut Hubert Burda bereits eine “schleichende Enteignung” der Verlagshäuser, doch was nun auf die berichtende Zunft zukommt, dürfte dem noch ein kleines Krönchen aufsetzen. Google will mittels YouTube zur Online-Journalistenschule mutieren, in der jeder Nutzer kostenlos Stunden in Recherche, Interview und im Erstellen von Beiträgen nehmen kann.

Hintergrund des Vorhabens seien die Erfahrungen, die mit Bürgerjournalismus im Iran gesammelt wurden. “Als hunderttausende Iraner in den Straßen Teherans gegen die Wahlen demonstrierten, warf die Regierung ausländische Journalisten aus dem Land – so dass die Bürger als einzige Zeugen über die Geschehnisse berichten konnten”, heißt es im Blog. Auch andere Beispiele werden herangezogen, etwa die Proteste von Myanmar oder die Erdbebenkatastrophe von Sichuan. Der Unterricht findet auf der neu eingerichteten Seite “Reporters’ Center” statt und besteht hauptsächlich aus Videoratschlägen diverser TV-Redakteure – Google hat es sogar geschafft, das Watergate-Urgestein Bob Woodward fünf Minuten lang über investigativen Journalismus sprechen zu lassen. (weiterlesen …)

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Pirate-Bay-Domain für 5,6 Mio. Euro verkauft30.06.09

pirate-bay-verkaufWie vor ein paar Minuten offiziell bestätigt wurde, haben die Betreiber der umstrittenen Download-Seite The Pirate Bay ihre Domain für umgerechnet 5,6 Millionen Euro verkauft. Der neue Eigentümer, ein schwedischer IT-Dienstleister namens Global Gaming Factory, will unter der Internetadresse ein neues Vertriebsmodell für digitale Medien starten.

Ja, es ist wahr! Viele Leute sind beunruhigt deswegen. Wir sind es aber nicht und ihr solltet es auch nicht sein. Wir haben The Pirate Bay weit unterhalb dessen Wert verkauft. Allerdings spielt das Geld hier nur eine untergeordnete Rolle. Das Interessante an dem Verkauf ist, dass die richtigen Leute mit der richtigen Einstellungen und Möglichkeiten diese Seite weiterführen werden. Wie ihr alle sicherlich wisst, gab es auf unsere Webseite in den vergangenen zwei bis drei Jahren nicht viel Neues. Jetzt ist es an der Zeit, neue Leute für das Projekt zu begeistern und an Bord zu holen, damit The Pirate Bay nicht zugrunde geht.

In dem Blogeintrag heißt es weiter, dass die Einnahmen aus dem Domain-Verkauf in eine Stiftung fließen sollen, die wiederum Projekte unterstützen wird, die sich für freie Meinungsäußerung, freien Zugang zu Informationen und offene Netze einsetzen.

Laut schwedischen Medienberichten soll der Kaufpreis in Höhe von 5,6 Millionen Euro allerdings gestückelt werden. Demnach bekommen die bisherigen Eigentümer einen Betrag von 2,8 Millionen Euro in bar ausgezahlt. Die andere Hälfte des Kaufpreises wird in Form von Aktien beglichen werden. Interessant an dieser Version: der Bar-Betrag entspricht fast genau der Summe, zu der die Pirate Bay-Macher wegen Verstoßes gegen das Urheberrecht verurteilt wurden. Ob die Musikindustrie allerdings etwas von dem Geld zu sehen bekommt, ist fraglich.

Die Nutzer sind verständlicherweise alles andere als begeistert über den Domainverkauf. In zahlreichen Kommentaren (über 100  in der ersten Stunde) werden die Betreiber als “geldgeile Kapitalisten” beschimpft, die ihre Seele dem schnöden Mammon verkauft und die Idee des freien Internet verraten haben. Mittlerweile häufen sich auch die Forderungen, den eigenen Nutzer-Account auf der Pirate Bay-Seite löschen zu können.

(Michael Friedrichs)

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Doom Resurrection: exklusives Shooter-Remake auf dem iPhone30.06.09

doom-resurrection

Es darf wieder nach Herzenslust geballert werden. Dieses Mal allerdings nicht auf dem PC oder auf der Konsole, sondern auf dem iPhone. Gestern Abend haben die bekannten Spieleentwickler von id Software mit Doom Resurrection einen exklusiven 3D-Shooter für das Apple-Handy veröffentlicht. Die Story ist banal wie immer: Als Space-Marine auf einer Mars-Forschungsstation muss der Spieler einen ganzen Haufen böser Aliens killen, die einen Angriff auf die Erde planen. So weit so gut. Irgendwie erinnert mich die Story auch an Doom 3 aus dem Jahr 2004. Und das ist laut id Software auch pure Absicht. Deshalb finden Spieler in Doom Resurrection nicht nur bekannte Handlungsstränge wieder, sondern auch Originalgrafiken aus dem PC-Shooter. (weiterlesen …)

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13-Jähriger über den Walkman: “Wo ist denn hier die Shuffle-Taste?”29.06.09

walkmanVor ziemlich genau 30 Jahren hat Sony den Walkman erfunden (diese Aussage stimmt zumindest, wenn man die Stereobelt-Theorie außer Acht lässt). Die britische BBC hat den Geburtstag als Anlass genommen, um den Antik-Player wieder in den Alltag zurück zu holen, genauer gesagt in die Hosentaschen des 13-jährigen Scott Campbell, der im Gegenzug eine Woche lang seinen iPod Touch abgeben musste. Dem Teenager kam der Walkman wie ein tonnenschwerer Toaster vor, aus dem groteskerweise Musik kommt. Im BBC-Magazin beschreibt der Junge seine Erfahrungen mit dem Gerät, etwa die Kommentare der hänselnden Mitschüler (“Niemand benutzt die Teile mehr!”, “Groovy” oder “Das Ding kann man kaum verlieren.”) oder seinen eigenen Kampf mit der Bedienung:

Ich brauchte drei Tage, um zu verstehen, dass die Kassette auch umgedreht werden kann. Das was nicht der einzige naive Fehler, den ich gemacht habe: Ich dachte der metal/normal-Knopf am Walkman sei eine Art Genre-Equalizer – später fand ich dann heraus, dass er dazu dient, um zwischen verschiedenen Arten von Kassetten umzuschalten.

Irritiert zeigte sich Scott auch Anbetracht des fehlenden Shuffle-Modus, “aber ich habe es geschafft, eine spontane Zufalls-Abspielfunktion zu kreieren, indem ich den Rewind-Button gedrückt hielt und irgendwann los ließ”. Eine effektive Methode, die ein wenig Übung verlangt, so der Junge. Als er seinem Vater von der Idee erzählte, schüttelte dieser den Kopf: Ständiges Hin- und Herspulen sorge früher oder später für einen ordentlichen Bandsalat.

Wer sich dafür interessiert: Scott hat eine kleine Gegenüberstellung der Vor- und Nachteile von analogen und digitalen Musikspielern erstellt.

Via: Wired

(André Vatter)

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Die Gewinner der Blog-Umfrage stehen fest29.06.09

umfrageEs folgt ein kurzes Update, das uns gerade von der Uni Flensburg erreicht hat. Vielleicht erinnern sich noch einige von euch daran: Vor rund zwei Wochen haben wir zur Beteiligung an einer Umfrage aufgerufen. Der Grund dafür war eine Anfrage der beiden Wissenschaftler Thomas Kilian und Berthold H. Hass, die sich dem Thema Blogs in Deutschland akademisch nähern wollen (die genaue Frage war: “Was macht Weblogs so erfolgreich?”). Insgesamt sind 357 Nutzer dem Ruf gefolgt und haben brav ihre Kreuzchen gemacht. Dafür gibt es nicht nur den Dank der Forscher, sondern – wie versprochen – auch Geschenke, da die Umfrage mit einer kleinen Verlosung einherging. Also: Ein Apple iPod shuffle mit einem Gigabyte geht an Peter Lentwojt aus Waiblingen vom Blog tonwertkorrekturen.com. Je einen Amazon-Gutscheine à 20 Euro erhalten Bendix Wulfgramm (Stuttgart), Christoph P. (Ottweiler), Matthias Jax (Wieselburg / Österreich), Thomas Krüßmann (Meggerdorf) und Tino Umlauft (Werder). Wir gratulieren allen Gewinnern und bedanken uns auch noch einmal bei all denen, die mitgemacht haben, aber dieses Mal leer ausgegangen sind.

Übrigens: Wer an dieser Stelle bereits die Ergebnisse der Studie erwartet hat, muss sich noch ein wenig gedulden. Derzeit laufen die Auswertungen. Sobald wir das endgültige Umfrageresultat auf dem Tisch haben, werden wir es hier veröffentlichen.

(André Vatter)

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Michael Jackson: Wenn der König tot ist, kommen die Geier29.06.09

mediajackson

“Jetzt lasst den Mann doch in Ruhe!” – Ich habe keinen Fernseher und hatte dafür Donnerstagnacht irgendeinen Livestream von FOX-News LA eingeschaltet – ein unentschuldbarer Fehler. Ich habe die Mattscheibe angeschimpft. “Nix genaues weiß man nicht”, sagten die US-Popexperten, verstanden es dabei aber ziemlich gut, das Informationsloch mit Inhalten zu füllen. Dann der Stream eines deutschen Senders. Erstaunlicherweise hatten die meisten News-Stationen hierzulande die Neuigkeit von Michael Jacksons Tod in den ersten Stunden noch gar nicht auf dem Schirm, bis es plötzlich hieß: “Tausende von Demonstranten wurden heute in Teheran von den Sicherkräft… oh, uns erreicht gerade eine Eilmeldung: Michael Jackson ist tot!” Dann gab es allerlei Mutmaßungen, unheilsvolle Kommentare und verbale Nachtritte, die mit alten Aufnahmen aus Gerichtssälen unterlegt wurden.

Wenn man das Phänomen genau betrachtet, kommt man nicht umhin die Festestellung zu machen, dass viele von Jacksons Ableben profitiert haben: Für die Medien ist sein Tod ein willkommener Startschuss in das Sommerloch. Twitter konnte einmal mehr die Muskeln spielen lassen und seine TV-Überlegenheit feiern – war ja schließlich auch mal wieder Zeit für einen erdrutschartigen Aufmerksamkeitsschub, Oprahs Debüt liegt schon ein wenig zurück. Google, Yahoo und natürlich Bing waren die gefragtesten Einstiegsseiten in die aktuelle Nachrichtenlage (“Hotness: Volcanic”). Dann natürlich der absatzorientierte Rattenschwanz, namentlich Amazon, iTunes und Co., bei denen Michael Jackson binnen weniger Stunden die Charts anführte. Bei Amazon gibt es sogar ein Trauerforum und natürlich eine in Windeseile eingerichtete Sonderseite: Michael Jackson als MP3-Download, Michael Jackson auf Musik-CD, auf Vinyl, auf DVD und – nicht zu vergessen – die Michael Jackson-Bücher. (weiterlesen …)

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eBay-Charity: Der teuerste Steakhouse-Besuch der Welt wird wieder billiger29.06.09

buffet-lunch

Jedes Jahr im Sommer vertickt Warren Buffett ein paar Stunden seiner Freizeit, wobei der Erlös der Auktion für wohltätige Zwecke gespendet wird. Der Höchstbietende darf dann einen Abend mit dem zweitreichsten Mann der Welt verbringen – traditionell wird Steak gegessen und bestimmt der ein oder andere Investment-Ratschlag ausgetauscht. Die Charity-Auktion ist in den vergangenen Jahren immer populärer geworden: 2003 lag der Höchstpreis für den Buffett-Abend noch bei 250.100 US-Dollar, im vergangenen Jahr wurde hingegen eine Rekordsumme von 2,1 Millionen Dollar erzielt.

Die diesjährige Auktion (eBay-Link) zeigte erstmals wieder einen leichten Abwärtstrend: vielleicht Auswirkungen der Wirtschaftskrise, in denen Investorentipps generell weniger gefragt sind, da das Geld nicht so locker sitzt. Bis drei Minuten vor Auktionsende lag das Höchstgebot jedenfalls noch bei 1,3 Millionen Dollar, am Ende schoss der Betrag auf 1,68 Millionen Dollar in die Höhe: Geld, das nun der Glide Foundation zur Verfügung stehen wird und den Obdachlosen in San Francisco zugute kommen soll.

“Ich habe unheimlich Spaß bei den gemeinsamen Essen. Bisher war jeder Gewinner klug und interessant. Sie haben die verschiedensten Hintergründe und ich freue mich darauf, mich mit ihnen zu treffen. Normalerweise dauern die Essen mindestens drei Stunden und die Zeit fliegt nur so vorbei. Ich habe viel von den Gewinnern gelernt – auch von ihren Gästen, die sie mitbrachten. In all den Jahren habe ich auf diese Weise schon einige neue Freunde gewonnen”, so Buffett.

(André Vatter)

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Google doch einfach mit Bing!29.06.09

Via: Business Insider

(André Vatter)

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Web-Dino: Der neue RealPlayer ist da – und niemanden interessiert es29.06.09

realplayer

Seit 15 Jahren bringt RealNetworks in erstaunlicher Regelmäßigkeit neue Versionen von RealPlayer auf den Markt. Vergangene Woche war es wieder soweit, die Nummer 11 steht ab sofort zum Download bereit. Dazu meine Frage: Habt ihr diese Ankündigung bis heute überhaupt mitbekommen?

Ich erinnere mich noch gut daran, dass der Client in den neunziger Jahren zum Standard-Repertoire der PCler gehörte. Wer damals ein neues System aufsetzte, musste nach der Windows-Installation noch das unentbehrliche Triumvirat WinAmp, QuickTime und RealPlayer hinterher schieben. Andernfalls kam jeder Internetausflug einem Dialogbox-Krieg gleich. Aber heute? Die “New York Times” hat den Gründer (und übrigens Ex-Microsoft-Manager) Rob Glaser zur Relevanz des Players gefragt und – wen wundert’s: er jubelt. 2008 soll ein Rekordjahr für RealNetworks gewesen sein. Der derzeitige Marktwert des Unternehmens liege bei 419 Millionen US-Dollar, doch dabei wird verschwiegen, dass 370 Millionen Dollar davon auf die Barreserven in der Bank entfallen. “Das menschliche Gehirn ist darauf programmiert, sich stets auf neue Dinge zu konzentrieren”, giftet Glaser gegen Hype-Dienste wie Twitter. Dabei würde Altbewährtes zu Unrecht auf das Abstellgleis gestellt. (weiterlesen …)

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Basic Sunday: Die Legende des Dragster aus Dragonmoore28.06.09

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Dragster war ein Held. Er war jemand, auf den Andere aufschauten und sich stets gerne mit ihm umgaben. Die Menschen jubelten ihm zu, sobald er auf der Bildfläche erschien und Dragster genoss die Aufmerksamkeit, die ihm zuteil wurde. Er war beliebt, er war mächtig, er war einzigartig. Eigentlich hatte er alles, was die Anderen sich auch wünschten und doch spürte er stets einen inneren Drang, sich weiterzuentwickeln und noch mächtiger zu werden. Irgendwann wollte er der mächtigste Krieger sein, den die Welt jemals gesehen hatte. Dragster war auf dem besten Weg dahin und das Einzige, was ihn von Zeit zu Zeit davon abhielt, war seine Mutter, die ihn dazu zwang, zwischendurch seinen Rechner auszuschalten und sich mit ihr zu unterhalten. Absolute Zeitverschwendung.

Wer war dieser Dragster?

Dragster hieß in der wirklichen Welt Martin und war 29 Jahre alt. Er lebte noch Zuhause mit seiner Mutter und genoss es Tag für Tag, dass er sich um nichts kümmern musste. Er war schon immer faul gewesen – faul und egoistisch. Schon seit seiner Kindheit war er ein Einzelgänger gewesen. Er suchte zwar den Kontakt zu seinen Mitschülern aber es war ihm eigentlich immer nur um seinen eigenen Vorteil gegangen. Früher oder später hatte sich das natürlich herumgesprochen, so dass er in den Pausen zumeist alleine sein Frühstücksbrot aß und den anderen Kindern beim Spielen zusah. Sein Leben änderte sich schlagartig, als er zum zehnten Geburtstag von seinen Eltern seinen ersten Computer geschenkt bekam. Die Welt der Spiele und der Online-Kommunikation nahm ihn vollkommen in seinen Bann. Seine Schulnoten litten unter seiner Begeisterung für die elektronische Welt und so verwunderte es auch seine Eltern nicht, dass er gerade einmal seinen Hauptschulabschluss nach Hause brachte. (weiterlesen …)

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Bundestagswahl: Angst vor Manipulation, deshalb Twitter-Verbot für Politiker?27.06.09

bundeswahlleiter

Nach der peinlichen Twitter-Schlammschlacht rund um die Bundespräsidentenwahl Ende Mai, wo das amtliche Wahlergebnis vor der offiziellen Verkündigung durch den Bundestagspräsidenten bereits via Twitter in die Welt posaunt wurde, mehren sich jetzt im politischen Berlin die Befürchtungen, dass es einen ähnlichen Fall bei der Bundestagswahl am 27. September wieder geben könnte. Demnach wächst sowohl beim Bundeswahlleiter als auch bei Politikern egal welcher Partei die Sorge über eine unzulässige Beeinflussung der Bundestagswahl, wenn Ergebnisse noch vor Schließung der Wahllokale bekannt werden könnten.

Konkret geht es um die sogenannte Wahlnachfrage. Hier fragen Meinungsforschungsinstitute Wähler nach deren Stimmabgabe, welche Partei sie gewählt haben. Die gewonnen Daten werden entsprechend hochgerechnet und den TV-Sendern als aussagekräftige Prognose zur Verfügung gestellt. Die Daten dürfen allerdings erst nach Schließung der Wahllokale um 18 Uhr bekannt gegen werden. Mit einer Ausnahme: Alle Bundestagsparteien werden über die Ergebnisse schon vorab informiert – und genau hier vermutet der Bundeswahlleiter eine nicht ganz unwichtige Schwachstelle. Demnach könnte eine Partei, der noch ein paar Stimmen fehlen, diese Daten via Twitter in die Welt setzen, um noch einige Wähler zu mobilisieren.

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Exklusiv: RWE plant bundesweite Kampagne für Elektrotankstellen26.06.09

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Wer noch immer glaubt, dass Elektroautos in Deutschland Zukunftsmusik sind, sollte einmal in die internen Pläne des Energieriesen RWE blicken, in die uns gut informierte Kreise einen Einblick gegeben haben. Demnach wollen RWE, SIXT und der amerikanische Autobauer Tesla eine eingeschworene Allianz bilden und deutschlandweit eine millionenschwere Werbekampagne fahren. Noch ist der Elektro-Roadstar in Deutschland ein halbwegs unbekannter Umweltfreund (Wiki-Eintrag), doch in diesem Sommer soll sich das schlagartig ändern. Wenn alles nach Plan läuft, könnten alle drei Parteien von dem Marketing-Deal profitieren.

14 Millionen Euro schwere Kampagne

rwe-tesla21Um die Autostrom-Zapfsäule als legitimen Nachfolger der Tankstelle zu feiern, besinnt sich RWE wieder der neunziger Jahre. Damals hatte der Energieriese das deutsche Tankstellennetz von Texaco geschluckt und unter der Marke DEA wieder auferstehen lassen – wenig erfolgreich allerdings, so dass fast sämtliche Filialen vor wenigen Jahren in die Hand von Shell übergingen und RWE sich wieder auf das Kerngeschäft konzentrierte. *** Textpassage nach Rücksprache mit dem Rechteinhaber entfernt. ***

SIXT soll RWE bei den Bemühungen zur Seite springen und ab August halb- und ganzseitige Anzeigen unter anderem in der “Süddeutschen Zeitung”, der “Frankfurter Allgemeinen Zeitung” und beim “Handelsblatt” schalten. Als einleitende Maßnahmen soll auch die Außenwerbung verstärkt werden, man rechnet damit, dass zwischen Juli und Oktober rund die Hälfte aller Deutschen die Billboards und Poster (s. o.) sehen werden. (weiterlesen …)

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