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Archive for 06.2009

PR-Kampagne: Philips sucht den originellsten Produkttest23.06.09

Gute Werbung muss kreativ, richtig platziert und das gewisse Etwas haben, damit die Botschaft beim Kunden ankommt. Darauf setzt auch der niederländische Philips-Konzern in einer aktuellen Kampagne. Dabei setzt das Unternehmen aber nicht auf großflächige Werbeplakate, Radioclips und TV-Spots, sondern wendet sich ausschließlich an Online-Nutzer. Über YouTube und Twitter können sie nach dem Motto “Philips vs.” eigene Inhalte schaffen und dafür ein paar Preise und Weltruhm abstauben.

Eine Besonderheit der Kampagne: Philips verzichtet hier ganz bewusst auf weitere Plattformen wie eine eigene Webseite. “Wir sind gespannt auf lustige Ideen, wie unsere Produkte im Alltag zum Einsatz kommen”, schreibt ein Mitarbeiter. Dies sei keine virale PR-Kampagne, sondern lediglich die Suche nach originellen Produkttests. Und der Einsender mit der besten Idee hat die Chance, einen großen 21:9-TV zugewinnen. Das ist alles. Allerdings hält sich der Zuspruch der Nutzer bisher in Grenzen. Lediglich vier Einsendungen (mein Favorit) haben es bis dato auf die Plattform geschafft.

Via: Nummer 15

(Michael Friedrichs)

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Vor dem BGH-Urteil: Interview mit Spickmich-Chef Tino Keller23.06.09

spickmich-tino-kellerVor dem Bundesgerichtshof läuft seit ein paar Minuten die Verhandlung über die Klage einer Lehrerin aus Nordrhein-Westfalen gegen das Kölner Onlineportal spickmich.de, auf dem Schüler ihre Lehrer mit Schulnoten bewerten können. Die Klägerin sieht ihr Persönlichkeitsrecht verletzt und fordert die Löschung ihrer persönlichen Daten wie Name, Schule und unterrichtete Fächer. Allerdings ohne Erfolg. Denn die Richter folgten bisher der Argumentation des Bewertungsportals.

Basic Thinking hat mit spickmich-Chef Tino Keller vor dem heutigen BGH-Urteil gesprochen:

Tino, wann fand die erste gerichtliche Auseinandersetzung mit spickmich.de statt und wie haben die Richter entschieden?

Die erste Verhandlung war am 11. Juli 2007. Anlass war die Klage einer Lehrerin, die jedoch abgewiesen wurde. Seit dem gab es insgesamt vier weitere Gerichtstermine, die allesamt zugunsten von spickmich.de ausgingen.

Die Lehrerin hat seitdem nicht locker gelassen. Heute befasst sich der Bundesgerichtshof mit der Frage, ob das Bewerten von Lehrern als Meinungsfreiheit oder Verstoß gegen den Persönlichkeitsschutz zu verstehen ist.

Wir hoffen, dass der BGH die bisherigen Urteile bestätigt und der Weg durch die verschiedenen Instanzen damit ein Ende hat. Auf der Grundlage einer Entscheidung aus Karlsruhe wollen wir uns gerne auch mit den Lehrerverbänden (sie unterstützen die Lehrerin bei ihrer Klage) an einen Tisch setzen und gemeinsame Wege diskutieren. (weiterlesen…)

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“Ein Käffchen bitte, Robot-Girl.”22.06.09

Wieder einmal haben die Japaner Verblüffendes zu bieten: Dieses Mal Hina, eine 36 Zentimeter große Roboterdame, die eigentlich schon morgen bei Starbucks anfangen könnte. Übrigens: Wer eine ebenso putzige Küchenhilfe sein Eigen nennen möchte, findet auf dieser Seite (Google Translate) alle Hintergründe zu Hina sowie eine Anleitung, wie sie gebaut wurde.

Via: BotJunkie

(André Vatter)

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Freiminuten gegen Werbe-SMS: Mobilfunker bringen Mobile Advertising in Stellung22.06.09

getting

Was ist denn da los? Innerhalb von einer Woche haben sich zwei Mobilfunkbetreiber in Sachen Handy-Werbung in Stellung gebracht: Sowohl E-Plus als auch Vodafone wollen externen Werbern gegen Bezahlung ihre Plattformen öffnen. E-Plus hat dazu beispielsweise Gettings gelauncht, über das sich Vertrags- und Prepaid-Kunden von E-Plus, BASE, vybemobile und blau.de für das Werbeprogramm anmelden können. Wer sich damit einverstanden erklärt, erhält zwischen zehn und 25 Werbebotschaften in der Woche per SMS, MMS, E-Mail oder Audio-Nachricht auf das Handy. Im Gegenzug gibt es Extra-Guthaben oder Rabatte auf die Monatsrechnung (maximal zwei Euro), alternativ kann auch zwischen Frei-SMS und -Minuten gewählt werden. Nutzer können den Dienst jederzeit kündigen. E-Plus verkauft Gettings als eine Art Informationskanal (“Früher wissen, was sich lohnt!”), verschweigt aber zu diesem Zeitpunkt noch die Namen der Werbepartner. Dass diese Schlange stehen, ist eher unwahrscheinlich, derzeit macht es eher den Eindruck, als ob der Betreiber zunächst einen Pool von willigen Werbeempfängern aufbauen möchte, um damit dann auf Partnerjagd zu gehen. (weiterlesen…)

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Inspektor Street View: Google hilft bei Verbrechensaufklärung22.06.09

sv_aufnahmeIch weiß es genau: In diesem Moment sitzt irgendein Google-Manager über einer aufgeschlagenen Zeitung und ruft: “Da! Da, ich hab’s doch gesagt! Hab ich es nicht gesagt? Ich hab’s gesagt!” – Er wird bestimmt den Fall des 14-jährigen Niederländers gelesen haben, der im vergangenen September in der Stadt Groningen von zwei Unbekannten vom Fahrrad gerissen und ausgeraubt wurde. Mit 165 Euro und seinem Handy rannten die Diebe davon. Der Junge hatte daraufhin Anzeige erstattet, doch es gab keine Spuren. Bis zum Frühling jedenfalls. Im März entdeckte der Junge sich selbst bei Google Street View wieder, das in Holland schon ein wenig länger aktiv ist. Die Autokameras von Google hatten ihn just an dem Tag aufgenommen, an dem er überfallen wurde; selbst die beiden Angreifer waren bis auf die unkenntlich gemachten Gesichter klar erkennbar.

Die Polizei stellte daraufhin eine offizielle Anfrage bei Google, um an das unbearbeitete Rohmaterial der Bilder zu kommen. “Man muss Google sehr deutlich sagen, was man möchte”, sagte ein Polizeisprecher der Associated Press später. In diesem Fall könnte “das Foto ein wichtiger Hinweis sein, um ein Verbrechen aufzuklären”. Google entsprach dem Wunsch der Behörde und ein Ermittler erkannte die beiden Diebe wieder. Jetzt wird die Strafanzeige vorbereitet.

Der jubelnde Google-Manager war auf den Deal mit den deutschen Datenschützern bezogen. Google hatte sich lange Zeit geweigert, den achso strengen Auflagen für Deutschland zu entsprechen. Unter anderem sollten die Rohdaten von Google Street View gelöscht werden – der Kompromiss besteht nun darin, dass Gesichter und Nummerschilder nicht nur im Internet, sondern auch in den Originaldateien anonymisiert werden. Damit wäre ein zufälliger Ermittlungserfolg wie der von Groningen in Deutschland nicht möglich. Auf der anderen Seite: Ist es Aufgabe einer Suchmaschine für Sicherheit und Ordnung auf unseren Straßen zu sorgen?

(André Vatter)

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Navigon veröffentlicht noch vor TomTom die erste Navi-App für das iPhone22.06.09

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Endlich kommt die Navigation auf dem iPhone in die Gänge. Wenige Tage, nachdem TomTom eine eigene Navi-Lösung (inkl. Halterung) für das Apple-Handy angekündigt hat, prescht nun Navigon vor und bietet ab sofort den MobileNavigator im App Store an. Das Programm ist für 74,99 Euro zu haben, laut MacLife soll es zudem schon bald eine kostenlose Lite-Version geben. Ach, ja – nicht vergessen: Der MobileNavigator läuft nur unter der neuen Firmware 3.0.

Zu den Features der Navigon-App zählen unter anderen eine 2D-/3D-Kartendarstellung in Panorama- oder Portraitansicht, Sprachansagen, Zugriff auf das interne Adressbuch, Reality View Pro (“reale Darstellung von Autobahnkreuzen und Autobahnausfahrten”) und ein Fahrspurassistent. Außerdem gibt es eine Beschilderungsanzeige, einen Geschwindigkeitsassistenten und Europa-Karten mit rund zwei Millionen POIs. Klingt gut, allerdings muss auch erwähnt werden, dass die Software weder TMC unterstützt, noch sich kein Außenstehender anmaßen darf, die Autofahrt durch einen Anruf zu unterbrechen, denn dann schließt sich erst einmal die App. Nach dem Beenden des Telefonats wird die Routenführung dann wieder aufgenommen. Für ebenfalls erwähnenswert halte ich die Tatsache, dass das Navigon-Navi 1,7 Gigabyte (!) an Speicherplatz belegt – vielleicht ein lohnender Hinweis für alle Besitzer, die schon jetzt beim iTunes-Synchronisieren einen vollen Balken angezeigt bekommen.

Wer lieber auf die Konkurrenz warten möchte: Leider hat es TomTom in der Zwischenzeit noch immer nicht geschafft, einen verbindlichen Release-Termin zu nennen. Aber es ist ein Video aufgetaucht, das das iPhone-Kartenprogramm der Holländer in Aktion zeigt.

(André Vatter)

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Monetarisierungsideen: Twitter pfeift seinen Investor zurück22.06.09

twitter-logoAm Wochenende sorgte Todd Chaffee in informierten Kreisen der Twitter-Gemeinde für Aufregung – und für schlechte Stimmung im Hauptquartier des Dienstes. In einem Interview mit der “New York Times” stellte der Twitter-Investor (Institutional Venture Partners) öffentliche Überlegungen an, wie denn nun in naher Zukunft Geld mit Twitter zu verdienen sei. Sein Vorschlag: E-Commerce. Da Twitter heute bereits eine der besten Informationsquellen für das Shopping sei, stelle sich die Frage, warum die Leute nicht die Möglichkeit haben, gleich auch auf der Plattform einzukaufen, heißt es da beispielsweise. Unternehmen sollen gegen ein Entgelt Instrumente an die Hand bekommen, um direkt auf den Zug aufspringen zu können.

Das Commerce-basierte Suchmodell lässt sich extrem gut monetarisieren. Wenn jemand fragt: “Welches Laufband soll ich mir kaufen?” – dann willst du als Laufbandhersteller zur Stelle sein. Da die Leute heute Twitter als Quelle vertrauenswürdiger Kaufempfehlungen von Freunden und Followern ansehen, können wir davon ausgehen, dass Navigations- und Bezahlmodelle für E-Commerce eine Rolle bei den Twitter-Umsätzen spielen werden.

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Basic Sunday: Die Zensur und ihre möglichen Auswirkungen21.06.09

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01. Januar 2008: Das „Gesetz zur Neuregelung der Telekommunikationsüberwachung und anderer verdeckter Ermittlungsmaßnahmen“ – kurz Vorratsdatenspeicherung genannt – tritt in Kraft. Zum Zweck der Strafverfolgung werden ab diesem Zeitpunkt Telekommunikationsanbieter und Internetprovider verpflichtet, die Verkehrsdaten jeglicher Telekommunikation für sechs Monate „auf Vorrat“ zu speichern. Telefonverbindungen, Internet-Verbindungsdaten, E-Mail-Details, IP-Adressen und viele weitere Informationen werden ab diesem Zeitpunkt auf Dauer gespeichert und für die Behörden bereit gehalten.

18. Juni 2009: Durch einen Vorstoß der Familienministerin Ursula von der Leyen gerät das Thema Kinderpornografie immer mehr in den Vordergrund. Durch eine groß angelegte Informationskampagne rückt das Internet in das Zentrum des Interesses. Ein Stoppschild soll künftig vor strafrechtlich relevanten Seiten geschaltet werden, um den Zugriff auf diese Inhalte zu verhindern. Alle Daten von Personen, die aus welchem Grund auch immer auf diesen Seiten landen, werden gespeichert. In der aktuellen Fassung bleibt ein Zugriff auf diese Seiten strafrechtlich folgenlos. Die Daten dieser Nutzer werden nicht an das Bundeskriminalamt (BKA) weitergeleitet. Durch die Sperre soll der Zugriff auf diese Seiten verhindert werden. Den großen Volksparteien gelingt es innerhalb kürzester Zeit, einen Großteil der Bevölkerung hinter sich zu vereinigen. Mit den Stimmen von CDU und SPD wird das “Gesetz zur Erschwerung des Zugangs zu kinderpornografischen Inhalten in Kommunikationsnetzen” an diesem Tag schließlich genehmigt. 389 Abgeordnete stimmen für das Gesetz. 128 Parlamentarier stimmen dagegen, 18 enthalten sich.

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Tschüss SPD, war schön mit dir – Jörg Tauss wendet sich der Piratenpartei zu20.06.09

Kleine Randnotiz am Samstagmittag: der Bundestags-Abgeordnete Jörg Tauss sagt der SPD Tschüss und will sich der Piratenpartei anschließen. Grund: das vom Bundestag abgesegnete Gesetz zur Sperre von Webseiten mit kinderpornographischen Inhalten. In einer Stellungnahme fährt der Politiker schwere Geschütze gegen seine Ex-Partei auf.

Tauss betonte, dass er weiterhin mit vielen Punkten des SPD- Programms übereinstimme. Auf dem Feld der Innen-, Rechts- und Internetpolitik gebe es in der SPD jedoch eine schlimme Fehlentwicklung.

Stück für Stück hat sich die SPD von einer Bürgerrechtspartei, die mutig für Freiheit und Recht kämpft, zu einer Steigbügelhalterin der Union entwickelt, die ohne ein Zögern gewillt ist, eine sicherheitspolitische Aufrüstung ohne Ende zu befördern.

Ein ernsthafter Dialog mit kritischen Bürgern finde nicht statt. Gegenüber Experten zeige man sich beratungsresistent. Immer lauter ertöne der so dumme wie polemische Schlachtruf, wonach das Internet kein rechtsfreier Raum sein dürfe. Doch genau das sei es nie gewesen. Durch das neue Gesetz werde das Internet aber immer mehr zum bürgerrechtsfreien Raum. Das müsse gestoppt werden. (weiterlesen…)

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Für Activision lohnen sich die PS3-Spiele nicht19.06.09

activision-logoEin interessantes Interview hat Activision-Boss Bobby Kotick der britischen Times gegeben. Das Gesprächsthema: die hohen Konsolenpreise und die Entwicklungskosten für neue Videospiele. Besonders der relativ hohe Preis der Next-Generation-Konsole Playstation 3 von Sony ist Kotick schon seit längerer Zeit ein Dorn im Auge. Demnach mache ihm der japanische Unterhaltungskonzern es nicht einfach. Es sei zu teuer, Spiele für die Sony-Konsole zu entwickeln. Zudem würden sich Spiele für die Xbox 360 und Nintendo Wii wesentlich besser verkaufen. Demzufolge sei die Gewinnschwelle auf der Xbox auch schneller erreicht als auf der Playstation.

Seine Forderung: Sony muss den Preis der PS3 senken, damit mehr Spiele verkauft werden können. Eine klare Ansage jedenfalls vom Activision-Chef, die schon fast als Drohung zu verstehen ist. Und es kommt noch besser, denn sollte sich an der Preispolitik von Sony nichts ändern, müsse sein Unternehmen ernsthaft darüber nachdenken, ab dem kommenden Jahr keine Spiele mehr sowohl für die Playstation 3 als auch für die Playstation Portable (PSP) auf den Markt zu bringen.

Via: GameCaptain.de

(Michael Friedrichs)

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Ebay-Powerseller generieren 3,1 Milliarden Euro Umsatz19.06.09

ebay-logoEbay Deutschland hat zum ersten Mal in seiner Unternehmensgeschichte aktuelle Umsatzzahlen für seine gewerblichen Händler veröffentlicht. Demnach haben in der Zeit vom 1. April 2008 bis zum 31. März 2009 159.000 professionelle Anbieter einen Umsatz von 3,1 Milliarden Euro erwirtschaftet. Laut eBay-Pressemitteilung wurden den Produktkategorien Fahrzeuge, Fahrzeugteile, Kleidung & Accessoires, Sport sowie Business & Karriere die höchsten Handelsvolumen erzielt. Ebenfalls interessant: Jeder siebte Powerseller-Artikel ging ins Ausland. Demzufolge verschickten deutsche Händler Waren im Wert von 435 Millionen Euro. Besonders viele Sendungen gingen nach Österreich, in die USA sowie nach Italien, Frankreich und die Niederlande.

Von der aktuellen Wirtschaftskrise merkt man auf der Auktionsplattform nur wenig. “Allein auf den vier wichtigsten europäischen eBay-Märkten Deutschland, Großbritannien, Frankreich und Italien erwirtschafteten insgesamt 322.000 gewerbliche Verkäufer im Zeitraum von April 2008 bis März 2009 ein Handelsvolumen von 5,7 Milliarden Euro”, meint Stephan Zoll, der bei eBay für das Händlergeschäft verantwortlich ist. Käufer nutzten das Internet in Zeiten der Krise verstärkt für die Suche nach preisgünstigen Angeboten – und eBay beziehungsweise die Verkäufer profitierten davon.

Via: Exciting Commerce

(Michael Friedrichs)

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Die Frage des Tages: Hat mein Bundestags-Abgeordneter für Netzsperren gestimmt?19.06.09

zensursula-logoDiese Frage kann ich mit einem klaren JA beantworten. Ich wohne in Alfter (zwischen Köln und Bonn), was wiederum zum Rhein-Sieg-Kreis gehört. Meine beiden Bundestagsabgebordneten Norbert Röttgen (CDU) und Ulrike Merten (SPD) gehören zu den 389 Politikern, die gestern im Bundestag für die Einführung von Internetsperren gestimmt haben. Auch die drei Volksvertreter meiner Eltern im Wahlkreis Bonn haben ihr Votum abgegeben. Stephan Eisel (CDU) und Ulrich Kelber (SPD) haben für JA gestimmt. Guido Westerwelle (FDP) hat sich an der Abstimmung gar nicht beteiligt. Der Grund seines Wegbleibens ist mir nicht bekannt. Vielleicht aus wahlkampftaktischen Gründen (mit Hinblick auf eine mögliche Koalition mit der Union), vielleicht wegen eines wichtigen Termins oder wegen einer plötzlichen Krankheit? Ich weiß es nicht. Verständnis habe ich dafür allerdings nur wenig. Genauso wenig schätze ich das Fernbleiben der anderen 76 Abgeordneten, die gestern im Bundestag kein Votum abgegeben haben. (weiterlesen…)

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Facebook und Google sprechen jetzt persisch19.06.09

facebook-persisch

Mein Kollege André Vatter hat bereits vor ein paar Tagen darüber geschrieben. Der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad hat das Land nach seinem umstrittenen Wahlsieg sprichwörtlich abgeriegelt. Demonstrationen sind verboten; Internet, Medien und Telekommunikationsnetze werden gestört, zensiert und teilweise ganz unterbunden. Doch die Anhänger von Mir Hossein Mussawi lassen nicht locker und gehen trotzdem auf die Straße, machen dort ihren Unmut Luft. Ihre Forderung: Neuwahlen, denn ihrer Meinung nach ist beim Urnengang ordentlich getrickst worden. Unparteiische Wahlbeobachter gab es nicht.

Proteste finden allerdings nicht nur auf den Straßen Teherans statt, sondern Zensur und Sperren zum Trotz auch im Internet. Besonders beliebt bei den Mussawi-Sympathisanten: der 140-Zeichen-Dienst Twitter, über den aktuelle Bilder und Nachrichten in die ganze Welt geschickt werden. Ganz klar, dass da auch Facebook nicht hinten anstehen darf. Das Kontaktnetzwerk spricht seit gestern persisch, der wichtigsten Sprache im Iran, wie Eric Kwan im offiziellen Facebook-Blog mitteilt. Rund 400 Muttersprachler hätten bei der Übersetzung geholfen. Die Seite befinde sich aufgrund der schnellen Umsetzung zwar noch im Beta-Stadium, bietet aber bereits alle Möglichkeiten, damit sich Iraner auf der Plattform in ihrer Muttersprache austauschen können.

Auch Google Translate unterstützt seit gestern die persische Sprache. Derzeit sei das Tool nur für Übersetzungen zwischen Persisch und Englisch optimiert. Man arbeite aber bereits daran, schon bald weitere Übersetzungsmöglichkeiten anzubieten. Auch Persisch-Deutsch soll bald verfügbar sein. Wie Franz Och im Google-Blog schreibt, ist die persische Sprachunterstützung im Moment besonders wichtig. Google Translate sei eine weitere Möglichkeit, damit Iraner mit dem Rest der Welt kommunizieren können.

(Michael Friedrichs)

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Das Zensursula-Lehrstück: Entwöhnung von der Demokratie18.06.09

spd_failMan sollte es nicht für möglich halten, doch es gibt tatsächlich noch kritische Stimmen in der Umfallerpartei SPD. Nachdem der Online-Beirat von den eigenen Genossen gegen die Wand gespielt wurde und die Gegenargumente zu den Netzsperren aus Bequemlichkeit oder Gehorsam dem Koalitionspartner gegenüber einfach weggewischt wurden, meldet sich nun Thorsten Schäfer-Gümbel wenige Stunden vor der Verabschiedung des Gesetzes mit einem offenen Brief an den Parteivorstand zurück. Darin unterstreicht der Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion Hessen die Bedenken und Forderungen des Beirats.

Sowohl das Verfahren als auch das Ergebnis in den Verhandlungen zwischen SPD und CDU/CSU überzeugten mich nicht. Sowohl die strafrechtlichen Wirkungen für den Vorrang der Löschung kinderpornographischer Inhalte sind unbestimmt, die Strukturen sind auf eine wirkliche und systematische Löschung nicht ausgelegt. Das muss aber unser Ziel bleiben! Ähnlich unbestimmt ist die Kontrolle des BKA durch das Gesetz. Daher halte ich das Gesetz nicht für verabschiedungsfähig.

Er teile die Ansicht, dass das geplante Gesetz eine reale Missbrauchsgefahr birgt, zur Ausweitung der Zensur einlädt, sowie ineffizient und zudem mit großer Wahrscheinlichkeit grundgesetzwidrig sei. “Deshalb bitte ich nochmals die Argumente zu überprüfen und eine Beschlussfassung des Gesetzes auszusetzen”, so Schäfer-Gümbel. (weiterlesen…)

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Das Geschäft mit Vertipper-Domains: Dentalklinik setzt auf Pornoseite18.06.09

dentalklinik

Einen netten Fall für alle Domainrecht-Fans habe ich heute im best-practice-Blog von Burkhard Schneider entdeckt. Demnach haben sich japanische Zahnärzte der Well Dental Clinic eine Domain namens www.eeeeeee.jp gesichert. Ja, richtig gelesen. Insgesamt sieben E‘s müssen Kunden in ihrem Browser eingeben, um auf die Homepage der Zahnärzte zu gelangen. Lustige Idee werden sich sicherlich viele denken, allerdings stecken hinter der Wahl des Domainnamens ganz offensichtlich knallharte finanzielle Interessen. Geben Besucher der Dentalklinik nämlich ein E weniger ein, landen sie auf einer stark frequentierten Pornoseite.

Oder andersrum gesehen: Wollen Besucher das Schmuddelangebot aufrufen (und das werden sicherlich nicht wenige sein) und vertippen sich dabei bei der Anzahl der Es, landen sie auf der Seite der Zahnärzte. Das Ziel, mehr Besucher auf die eigene Webseite zu locken und so ihre Dienstleistungen rund um die strahlend weißen Zähne bekannter zu machen, ist damit wohl erreicht. Allerdings dürfte diese Form der Marketings nicht ganz legal sein. (weiterlesen…)

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