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Archive for 07.2009

Internet-Benimmregeln: StudiVZ spielt den Moralapostel und hält sich selbst nicht daran24.07.09

studivz-jugendschutz

Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen will demnächst Benimmregeln für soziale Netzwerke, Blogs und Chat-Foren einführen, damit Kinder und Jugendliche im Netz noch besser geschützt werden können. Das hat sie gestern der Rheinischen Post erzählt und damit gleich wieder eine neue Debatte über Notwendigkeit, Sinn und Unsinn eines Verhaltenskodex vom Zaun gebrochen. Heute Morgen dann der erste “Hier, ich mach mit”-Schrei. Die VZ-Gruppe unterstütze die Forderung der Familienministerin ausdrücklich, heißt es in der Pressemitteilung von CEO Markus Berger-de León. Man appelliere an Politik, Gesellschaft, Bildung, Kultur und Online-Wirtschaft, gemeinsam einen für alle Internet-Teilnehmer verbindlichen Kodex nach Vorbild der VZ-Verhaltensregeln zu entwickeln.

Ganz schön nett das Angebot der Betreiber. Aber es kommt noch besser. Weil die VZ-Gruppe ja bereits seit 2007 Verhaltensregeln für die Nutzung seiner Plattformen eingeführt habe, lade man Ursula von der Leyen jetzt ein, sich ein umfassendes Bild von den praktischen und vor allem guten Erfahrungen in den Bereichen Daten- und Jugendschutz sowie Medienkompetenzförderung zu machen – und auf Basis dessen allgemein gültige Benimmregeln auszuarbeiten.

Das hat gesessen und ich bin erst einmal ein wenig sprachlos. Außerdem weiß ich nicht, ob ich weinen oder laut lachen soll. Stand die VZ-Gruppe als Betreiber “von Deutschlands größtem sozialen Netzwerk für alle Altersgruppen” mit knapp 15 Millionen Mitgliedern in der Vergangenheit nicht schon des Öfteren in der Kritik, es mit Daten- und Jugendschutz nicht so genau zu nehmen. Spontan fallen mir folgende Geschichten ein: Dubiose Nazi-Satiren, unflätige Spanner-Videos, umstrittene Gruppen-Inhalte, Sex-Angebote gegen Taschengeld, zahlreiche Sicherheitspannen und versehentliche Löschung von ganzen Gruppen. Von welchen praktischen und guten Erfahrungen ist hier also die Rede? Keine Ahnung. Sicher, in letzter Zeit ist es in Sachen Pannen ruhiger geworden in Berlin. Mit der Wahlzentrale zur Europa- und Bundestagswahl will der Betreiber verlorenen Boden wieder gut machen. (weiterlesen …)

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„Generation Upload“: Vodafone UK zeigt Vodafone Deutschland, wie es gehen kann24.07.09

vodafone-uk-facebook

Bei unseren europäischen Nachbaren ticken die Uhren schon mal anders. Heute stehen allerdings nicht die Franzosen mit ihrem Dauerstreitthema Three-Strikes-Gesetz oder die Italiener mit ihrem lustwandelnden Ministerpräsidenten im Mittelpunkt meines Interesses, sondern die Briten. Nein, es gibt keinen neuen Datenskandal, keine neuen Lauschangriff der Boulevardmedien und auch keinen neuen Sexskandal – soweit ich das beurteilen kann. Heute ist mir das Inselvolk jedenfalls einmal positiv aufgefallen. Konkret geht es um eine aktuelle Aktion des britischen Mobilfunkanbieters Vodafone. Wie Facebookbiz berichtet, startet das Unternehmen heute eine Kampagne, die sich speziell an die “Generation Upload” und an die Nutzer von Facebook richtet.

Und das sind in Großbritannien eine ganze Menge. Derzeit greifen rund 18 Millionen Briten Tag für Tag auf ihren Facebook-Account zu. Gemessen an der Gesamtbevölkerung ist jeder dritte Brite Mitglied in dem Kontakte-Netzwerk – so viel wie in keinem anderen Land der Erde. Ganz klar, dass ein Unternehmen wie Vodafone UK diese Zielgruppe für sich gewinnen will. Und im Gegensatz zu Vodafone Deutschland (“Generation Offline“), die das gleiche Ziel vor Augen hatten, haben sie den richtigen Ton in der Community gefunden. In der Zeit vom 24. bis 30. Juli können Kunden des Mobilfunkanbieters zum Nulltarif auf ihr Facebook-Profil zugreifen, Daten hochladen, neue Freunde treffen, ihren Status updaten und Nachrichten lesen. Eine super Aktion, die hoffentlich bald – nicht nur in England – wiederholt wird.

Passt auch zu den aktuellen Geschäftszahlen, die Vodafone Deutschland heute veröffentlicht hat. Demnach sind die mobilen Datendienste “ein überdurchschnittlicher Wachstumsgenerator”. Um das Ganze in Zahlen auszudrücken: Die Sparte hat einen Umsatz von 258 Millionen Euro generiert, 16,5 Prozent mehr als im Vorjahr. Vodafone-Chef Friedrich Joussen rechne damit, dass der Bereich mobile Datendienste auch künftig eines der wichtigsten Wachstumsfelder für das Unternehmen sei.

Ich will es mal in Vodafones eigenen PR-Worten sagen: “Es ist deine Zeit”. Vodafone UK hat es mit der “Free Facebook Access“-Aktion vorgemacht. Darüber hinaus gibt es sicherlich noch weitere Ideen, sich für die “Generation Upload” interessant zu machen. Die Zeit ist jedenfalls da.

(Michael Friedrichs)

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Studie widerlegt Vorurteile: “Online-Gamer haben mit Actionspielen nichts am Hut”24.07.09

bitkom-studie

Nächstes Wochenende (vom 31. Juli bis 2. August) geht in Leipzig die Games Convention Online an den Start. Als weltweit erste Messe für Online- und Mobile-Spiele, so der Werbeslogan der Veranstalter, sind die Erwartungen auf allen Seiten entsprechend hoch. Insbesondere deshalb, weil die Messe Leipzig als Ausrichterin der Games Convention Online ihr bisher erfolgreiches Konzept nach dem Weggang der Spielemesse nach Köln ändern musste. Da kommt eine aktuelle Studie des Branchenverbandes Bitkom den Veranstaltern gerade recht. Demnach haben 10,3 Millionen Deutsche über 14 Jahren schon einmal ein Online-Spiel gespielt. Besonders bei den 14- bis 29-Jährigen sei diese Form der Freizeitbeschäftigung angesagt. Hier spielt fast jeder Zweite über das Internet.

Online-Spiele seien schon längst kein Nischenmarkt mehr und aus der heutigen Video- und Computerspiel-Landschaft gar nicht mehr wegzudenken, heißt es in der Erklärung. Besonders beliebt seien Denk- und Strategiespiele (45 Prozent). Auf dem zweiten Platz stünden Casual Games wie Kreuzworträtsel, Sudokus und Wissensspiele (24,4 Prozent). Und jetzt kommt das Interessante: Laut Bitkom hat ein Großteil der Online-Gamer mit Actionspielen nichts am Hut. Lediglich fünf Prozent der Befragten, gaben an, sich damit die Zeit zu vertreiben.

Welche Ergebnisse gab es noch? Schauen wir mal. Fast drei Viertel (72,7 Prozent) aller Online-Zocker greifen auf Spiele zurück, die direkt im Internetbrowser gespielt werden. Kann ich bestätigen. Früher habe ich gleich mehrere Browsergames auf einmal gespielt. Meine Favoriten: OGame, Travian und Mafia. Mittlerweile spiele ich allerdings nur noch clientbasierte Games wie World of Warcraft oder Runes of Magic. Voll im Trend sind übrigens mobile Spiele via Handheld und Smartphone. Kein Wunder. Erstens werden die Geräte technisch immer besser, zweitens entdecken auch immer mehr Publisher den mobilen Spielemarkt und bieten entsprechenden Daddel-Nachschub an. Gut sichtbat wird dieser Trend im Apple App Store. Dort gibt es aktuell rund 13.000 Spiele (bei 56.000 Anwendungen insgesamt) sowohl für der iPhone als auch für den iPod touch.

Die komplette Studie gibt übrigens hier als PDF zum Download.

(Michael Friedrichs)

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Hersteller stellen klar: Unser Militärroboter isst keine Menschen23.07.09

terminator1Sie sind groß, sie sind laut, sie sind tödlich – und sie fressen die Überreste gefallener Soldaten! So eine Story kann auch wirklich nur aus dem Land der grenzdebilen unbegrenzten Möglichkeiten kommen. Im Mittelpunkt der Diskussion steht der Energetically Autonomous Tactical Robot, kurz EATR (dt. der “Esser” – hier das PDF-Datenblatt), eine motorisierte Militäreinheit, die in der Lage ist, autonom in der Wildnis zu überleben, indem neben konventionellem Treibstoff auch organische Energiequellen verwertet werden können. Man muss sich das so vorstellen: Wie ein Rasenmäher fährt die Maschine durch das Feld, nimmt dabei Biomasse auf und verwandelt sie in Strom, der den Motor antreibt.

Als die Geschichte vergangene Woche die Runde machte, schlugen einige Amateurforscher und Journalisten die Hände über den Kopf zusammen: Um Gotteswillen! Der rollt über die Opfer hinweg, die im Kampfgebiet zurückgeblieben sind – und isst sie auf! FoxNews hat einige von ihnen zu Wort kommen lassen: Nach einer ersten Beurteilung ließe sich sagen, dass diese Gerätschaft angefangen von Laub über alte Möbel bis hin zu Leichen alles verspeisen wird, was ihr in den Weg kommt. Mittlerweile wurde der Artikel geändert.

Grund für die Neufassung des Panik-Posts war ein Dementi der beiden Erfinderunternehmen, Cyclone Power Technologies Inc. und Robotic Technology Inc., die vom Pentagon zum Bau des EATRs beauftragt wurden. Dabei handelt es sich um unzweifelhaft die beste Pressemitteilung, die mir in diesem Jahr unter die Augen gekommen ist. Ich zitiere im Folgenden ein paar Stellen daraus: (weiterlesen …)

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Samsung Jet – schneller als die Aliens erlauben23.07.09

In Sachen viraler Werbeclips muss dem südkoreanischen Handy-Hersteller mittlerweile niemand mehr etwas vormachen. In diesem Bereich spielt Samsung bereits in der ersten Liga (Beispiel hier, Beispiel da). Der neuste Streich der Marketing-Abteilung ist ein viraler Clip für das aktuelle Jet S8000-Smartphone. Passend zur Produkt-Homepage (im Intro-Filmchen fällt das beworbene Telefon aus den Tiefen des Weltalls in die Hände eines jungen Mannes) steht in dem knapp ein minütigen Video ein mysteriöser UFO-Auftritt (ich sag nur “Elefanten”) im Mittelpunkt des Geschehens. Klar, dass alle Passanten das Geschehen mit ihren Videohandys festhalten müssen. Allerdings gelingt dies nur einer netten Dame mit eben jenem Samsung-Telefon.

Warum? Keine Ahnung. Angeblich, weil das Samsung Jet S8000 das schnellste Smartphone auf dem Markt sei. Sagt jedenfalls der Hersteller und verweist stolz auf die Spezifikationen: 800 Megahertz-Prozessor, großer Touchscreen-Bildschirm (AMOLED) und einer Kameraauflösung von 800 x 480 Bildpunkten bei der Auflösung von fünf Megapixeln und 16 Millionen Farben. Blöd nur, dass Toshiba mit dem TG01 (Ein-Gigahertz-Prozessor) mittlerweile ein schnelleres Modell im Portfolio hat.

(Michael Friedrichs)

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Warner Bros. beschäftigt Spanner mit Nachtsichtgeräten23.07.09

nachtsichtSchlechte Nachrichten, liebe Teenager: Fummeln und knutschen ist ab sofort im Kino nicht mehr angesagt. Diese Erkenntnis verdanken wir einer Magdeburgerin, die sich im lokalen Cinestar-Filmtempel eigentlich nur den neuen “Harry Potter” ansehen wollte – sich aber schon nach kurzer Zeit in einem Horrorstreifen wiederfand (wahrscheinlich lief es so ab). Grund waren die beiden Herren, die mit Nachtsichtgeräten ausgestattet links und rechts der Leinwand umherschlichen und das Publikum die gesamte Veranstaltung über kritisch beäugten. Erst dachte sie, dass die Typen im Security-Look das Geschehen jenseits des Vorhangs auch direkt mitschnitten, doch die Kino-Chefin konnte sie später beruhigen: Das seien nur die Jungs von Warner Bros. und die nehmen nichts auf, sondern kontrollieren nur, dass auch ja niemand auf die Idee kommt, den “Potter” später auf einem Camcorder-Band mit nach Hause zu nehmen. Und so ungewöhnlich sei es nun auch nicht, immerhin hätten die beiden bereits sämtliche Vorstellungen von Mittwoch bis Sonntag überwacht.

Na, was sagt man dazu? Ist das der Grund für die steigenden Kinopreise? Die erhöhten Personalkosten? Die Cinestar-Filialleiterin wehrte sich gegen den Vorwurf, cineastische Spitzel bereitwillig in ihr Haus zu lassen: “Wenn wir das nicht zugelassen hätten, würden wir von Warner keinen Film mehr bekommen”, klagte die Dame gegenüber der “Volksstimme“, die die Story als erste aufgriff. Das glaube ich ihr sogar. Ich glaube auch, dass Warner so gar kein Problem mit der ganzen Sache hat, wie ein Sprecher bestätigte: “Wir möchten sicherstellen, dass Harry-Potter-Fans den neuen Film so sehen, wie die Filmemacher es vorgesehen haben: auf der großen Leinwand im Kino.” Das ist um drei Ecken gedacht und stellt jeden Kinogänger unter Generalverdacht. Ebenso kritisch empfindet Sachsen-Anhalts Datenschutzbeauftragter Harald von Bose das Vorgehen, der nun eine Prüfung der Überwachung angeordnet hat.

Bis endlich Klarheit herrscht und die Spanner des Verleihers aus dem Kino verschwunden sind, müssen sich die Erstverliebten dieses Landes also noch in Geduld üben. Liebe Teens: Kuschelt euch im Wohnzimmer vor den Fernseher – aber lasst vorher lieber die Rolladen herunter. Es könnte ja sein, dass ein Warner Bros.-Kollege mit Feldstecher durch die Scheibe lugt.

(André Vatter / Bild: Pixelio / Fotograf: Henrik G. Vogel)

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Netiquette: Nach Netzsperren will Zensursula jetzt Benimmregeln fürs Internet einführen23.07.09

netiquetteIrgendwie scheint unsere geliebte Familienministerin Ursula von der Leyen trotz politischem Tagesgeschäft und Wahlkampfvorbereitungen zu viel Freizeit zu haben, denn sonst käme die CDU-Politikerin nicht immer auf komische Ideen, auf die ganz Deutschland – speziell die deutschen Internetnutzer – schon lange gewartet haben. Jedenfalls hat Zensursula (sie selbst findet den Kosenamen übrigens “patent”) der Rheinischen Post eine Audienz in Form eines Interviews gewährt, in dem es eigentlich um den Ausbau von Kinderbetreuungsplätzen, um Elterngeld und um die Dauerstreiks der Erzieher gehen sollte. Natürlich blieb am Rand des Gesprächs immer noch Platz für ihr Lieblingsthema: die Sperrung von Websites mit kinderpornografischen Inhalten.

Sie habe ihre Meinung zu diesem Thema trotz der Dauerkritik von vielen Seiten nicht geändert. Das Internet sei kein “rechtsfreier Raum” und die “Freiheit der Massenkommunikation” habe eben ihre Grenzen. Darüber hinaus sollten Kinder und Jugendliche im Netz künftig noch besser geschützt werden. Besonders soziale Netzwerken müssten in dieser Hinsicht noch sicherer sein. Deshalb möchte sie gemeinsam mit den Verantwortlichen solcher Kommunikationsforen und “kompetenten Jugendlichen” einen speziellen Verhaltenskodex entwickeln.

Es geht um achtsamen und wachen Umgang miteinander. Minderjährige müssen beispielsweise wissen, dass sich Erwachsene mit üblen Absichten in ihre Chats einschleichen können. Sie können soziale Kompetenzen im virtuellen Miteinander ebenso erwerben wie im realen Leben. Mobbing im Netz kann nicht toleriert werden. Respektvoller Umgang muss in Chats, Blogs oder Foren so selbstverständlich sein, wie wir das auch im Schulalltag mit Streitschlichtern oder Vertrauenslehrern einfordern.

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“Monkey Island” ist wieder da!23.07.09

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“Grog! Grog! Grog!” – hoch die Tassen, denn es ist endlich verfügbar: “The Secret of Monkey Island” (Special Edition) ist nach langem Warten im deutschen App Store gelandet und kann ab sofort auf das iPhone und den iPod touch geladen werden. Wenn ich daran zurückdenke, wie einige von euch beim Anblick von Guybrush-Schuhen aus dem Häuschen waren, dann dürfte diese Nostalgie-Bombe euch besinnungslos vor Freude durch die lauen Sommernächte bringen. Wer es traditioneller mag, kann die Zeit auch vor der heimischen Kiste verbringen und das Adventure mit PC und Xbox 360 zocken. Gähn.

Der Ausflug in die Karibik lässt sich im App Store für derzeit 5,99 Euro buchen – ein wenig Platz solltet ihr dann noch auf der Geräteplatte haben, da “Monkey Island” satte 350 Megabyte belegt, wobei während der eigentlichen Installation wohl für kurze Zeit das Doppelte benötigt wird. Dafür bekommt ihr aber auch den kompletten ersten Teil der Piraten-Saga und zwar wahlweise im ursprünglichen VGA-Design (256 Farben) oder mit einem zeitgemäßen Game-Anstrich. Das Ganze ist durchgängig synchronisiert und natürlich braucht auch auf den eingängigen Soundtrack nicht verzichtet zu werden. Wer sich vor dem Kauf von der Performance überzeugen möchte, kann sich einmal dieses Video zu Gemüte führen.

So. Hüstel. Klang das zu überschwänglich? Ich hoffe doch!

Kleines Update am Abend

So, ich hab es mir besorgt und dachte, ich teile mal ein paar erste Erfahrungen:
mi

  • Das Ding ist der Hammer! :)
  • Zur Installation müssen mindestens 800 MB frei sein. Danach reduziert sich der belegte Speicher wieder auf 350 MB.
  • Wie bekannt, ist die Steuerung gewöhnungsbedürftig. Nach 30 Minuten klappt es hervorragend.
  • Benutzt Kopfhörer, der Sound ist die halbe Miete.
  • Sprachausgabe gibt es auf Englisch – dazu deutsche Untertitel.
  • Das Spiel kann jederzeit gespeichert werden.
  • Mit zwei Fingern über das Display streichen bringt die VGA-Ansicht mit den eckigen Nasen hervor (s. Screenshot).
  • Hinweise gibt es, indem das iPhone / der iPod touch geschüttelt wird.
  • Der Akku wird nicht wirklich überstrapaziert.
  • (André Vatter)

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    Xing öffnet Plattform für Fremdentwickler – viele neue Apps und Vorteile für Premium-Mitglieder22.07.09

    xing-partner

    Das Hamburger Karriere-Netzwerk Xing startet durch und scheint es der Konkurrenz wie LinkedIn und Facebook mal so richtig zeigen zu wollen. Heute Vormittag verkündeten CEO Stefan Groß-Selbeck und Technikvorstand Michael Otto stolz die Öffnung ihrer Online-Plattform für Fremdentwickler – und wie sollte es auch anders, hatten die beiden Web 2.0-Experten bereits die ersten 13 Anwendungen im Gepäck. Von aktuellen Nachrichten über die Organisation von Geschäftsreisen bis zum Projektmanagement und Dateiaustausch – in den kommenden Tagen werden alle Tools sowohl normalen Mitgliedern als auch Premium-Kunden zur Verfügung stehen. Allerdings dürfen sich zahlende Mitglieder bei einigen Apps auf einen gewissen Mehrwert wie beispielsweise mehr Speicherplatz für Dokumente freuen.

    Die Öffnung von Xing war meiner Meinung nach längst überfällig. Nicht nur Facebook bietet seit längerer Zeit zahlreiche Anwendungen von Drittentwicklern an, auch LinkedIn ist vor ein paar Monaten auf diesen Zug aufgesprungen. Heute Nachmittag geht es jedenfalls auch bei Xing los. Einen kleinen Vorgeschmack auf die Möglichkeiten gab es ja bereits schon mit den hauseigenen OpenSocial-ToolsTwitter Buzz“, “Xing-Mitglieder fragen” und “Xing News”. (weiterlesen …)

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    Bericht: MySpace führt @myspace.com-Mailadressen ein22.07.09

    myspace4Erinnert ihr euch noch an MySpace? Richtig. Das soziale Netzwerk, das seit 2006 so langsam vor sich hinbröckelt und Facebook von Tag zu Tag besser dastehen lässt. Vergangene Wochen haben wir bereits die Ankündigungen zu einem zaghaften Wechsel im Geschäftsmodell besprochen (siehe auch “Logowechsel“)– und erste Versuche der Umsetzung sollen schon morgen zu bestaunen sein.

    Laut Paid Content (und eingeweihten Quellen) soll MySpace am Donnerstag einen eigenen Mail-Dienst starten. Mitglieder der Plattform haben dann die Möglichkeit, sich zusätzlich zu ihrer Vanity-URL nun auch eine hübsche Mail-Adresse in der Form von Nutzername@myspace.com zu sichern. Angeblich sollen “ein paar Ex-Hotmail-Typen” für die Umsetzung des Features verantwortlich sein.

    Wie zu erwarten war, will das Unternehmen die neue Funktion nicht an die große Glocke hängen: Sollte irgendetwas schief laufen, wäre der Image-Schaden immens, wird Paid Content gegenüber argumentiert. Heute bevölkern 130 Millionen Nutzer die Plattform. MySpace selbst war erwartungsgemäß kein Kommentar zu entlocken. Wer von euch also irgendwo in den kommenden Stunden einen Registrierungslink entdeckt – bitte bei mir melden.

    Für das kriselnde Social Network wäre ein Webmail-Angebot ein kleiner Schritt in Richtung Nutzerbindung – gleichzeitig würde auch bei Nichtmitgliedern nonchalant durch eine @myspace.com-Adresse ein wenig Werbung gemacht. Doch es bleibt eben ein kleiner Schritt. Ein ganz kleiner.

    (André Vatter)

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    Flughafen im Central Park: Huffington Post läuft in die Hoax-Falle22.07.09

    hp_airport

    Der 1. April liegt zwar schon einige Zeit zurück, doch es ist niemals zu spät für ein kleines Späßchen, oder? Angenommen, ein US-amerikanischer Interessenverein, die Manhattan Airport Foundation, würde sich dafür einsetzen, einen gigantischen Flughafen mitten im New Yorker Central Park zu errichten: würdet ihr es glauben? Wie ihr sehen könnt, macht die Seite auf dem ersten Blick einen seriösen Eindruck, dazu wurde gerade auch eine Pressemitteilung veröffentlicht, in der zu lesen steht, dass bereits ein Architekturwettbewerb für das Projekt ausgerufen wird.

    Nur einige wenige Medien haben die Meldung aufgeschnappt und verarbeitet – vorne weg: die Huffington Post, die dem Thema heute Nacht auf der Startseite einen großen Aufmacher spendierte. Bereitwillig gab man hier Einblick in die Pläne, halb Manhattan zunächst plattzumachen, um dann ein Design-Monster mit zig Terminals aus dem Boden zu stampfen. Die Manhattan Airport Foundation hätte bereits 100 Investoren an der Hand, die rund 130 Millionen Dollar für das Projekt springen lassen. Ach, ja: Auch der Mann von der Straße könne mitmachen und für 1.000 Dollar Pate einer Bank in der Wartehalle werden.

    flughafen1Zugegeben, der Hoax war (bis auf das durchgeknallte Thema) beinahe perfekt inszeniert. Nur hier und da hätte der aufmerksame Blogger oder Journalist (die Huffington Post hat ja wieder bei der “Washington Post” zugeschlagen) Unstimmigkeiten über den Weg laufen können. Etwa, dass die Organisation mitnichten seit 2006 operiert und sowohl die Website als auch der Wiki-Eintrag in diesem April beziehungsweise Juli ins Leben gerufen wurden. Mathematisches Geschick brauchte man für die Entschlüsselung eines weiteren Hinweises: nämlich dass sich das vermeintliche Hauptquartier nicht in der 58ten Etage des Woolworth Building am Broadway befinden kann: das Gebäude verfügt nur über 57 Stockwerke.

    Via: Gawker

    (André Vatter)

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    Videoportale: Soapbox packt ein, YouTube packt aus22.07.09

    soapbox

    Mindestens zwei Unternehmen waren damals im Rennen, als die drei Gründer Chad Hurley, Steve Chen und Jawed Karim die Videoplattform YouTube auf den Markt warfen: Google und Microsoft. Der Suchmaschinenriese bekam den Zuschlag für etwa 1,65 Milliarden US-Dollar, Microsoft ging leer aus. Das sei aber auch nicht so schlimm, ließen damals die beleidigten Redmonder verlauten: Das Ding sei eh viel zu teuer, man werde sich etwas Eigenes ausdenken, um “auf diesem neuen Feld einen kostengünstigeren Weg zu finden”. Kurze Zeit später startete Microsoft Soapbox.

    Kein aufgeklärter Netz-Junky muss sich schämen, wenn er von diesem Namen noch niemals etwas gehört hat. Heute räumt Microsoft ein, dass Soapbox weniger als fünf Prozent des Gesamt-Traffics von MSN Video verursacht. In anderen Worten: Das Ding war und ist ein Riesenflopp. Kein Wunder, dass Microsoft nun das offizielle Ende von Soapbox ankündigt, spätestens im August soll hier der letzte Clip über den Bildschirm flimmern. Die Videosparte des MSN-Netzwerks wird nach den Plänen im Herbst im Zuge eines Relaunches ein wenig aufgemotzt werden.

    Der Zeitpunkt für die Aufgabe der Plattform ist allerdings denkbar ungünstig gewählt. Erst gestern hat der alte Konkurrent YouTube erstmals seine Segel in den Wind gedreht und selbstbewusst bessere Zeiten für die Plattform versprochen. Das Geschäft mit Werbung auf der Plattform habe spürbar angezogen, sagte Eric Schmidt am Wochenende. Plakativer wurde die Trendwende auf dem eigenen YouTube-Blog beworben: Mit einer In-your-Face!-Liste, die interessante Details verrät. Die folgenden Mythen kamen dabei zur Sprache:

    Mythos 1: YouTube hat nur Schrottvideos auf Lager
    Mythos 2: Sämtliche Videos sind unscharf, verwaschen und grieselig
    Mythos 3: Der Traffic frisst Google die Haare vom Kopf
    Mythos 4: Werber fürchten sich vor YouTube
    Mythos 5: YouTube verdient nur an 3 bis 5 Prozent der Inhalte

    Alles Quatsch, postuliert YouTube erleichtert. Man habe Tausende Premiumpartner an Bord, dazu mehr HD-Videos als jede andere Plattform, der Traffic koste gar nicht soviel und 70 Prozent der Ad Age Top 100-Werbepartner hätten im vergangenen Jahr mit Video-Overlays oder In-Stream-Ads auf YouTube geworben. Das mit Punkt fünf würde zwar stimmen, jedoch sehe man darin kein Problem: Eine Prozentzahl sagt nichts aus – auf die Gesamtsumme der mit Werbung ausgestatteten Videoseiten käme es an.

    Hol mich der Teufel: Sollte YouTube es am Ende doch geschafft haben, das Ruder herumzureißen?

    (André Vatter)

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    Speicherspezialist Trekstor meldet Insolvenz an22.07.09

    trekstor

    Auf der CeBIT im vergangenen Jahr wurde ich in die Presselounge von Trekstor eingeladen. Wir saßen auf kniehohen Hockern, kauten Klebebonbons und sahen einen knackig-bunten Werbefilm, während Mola Adebisi auf einer externen Festplatte herumsprang und dabei immer wieder sagte: “Sehen Sie? Nix geht kaputt! Sehen Sie?” Ich trank eine Cola und checkte den Fluchtweg, bevor auch noch Dieter Bohlen die Bühne betreten sollte.

    Jetzt soll der Spaß vorbei sein: Trekstor hat Insolvenz angemeldet. Noch warten wir auf Informationen zu den Hintergründen des Entschlusses. Alles was wir wissen ist, dass gestern beim Amtsgericht Darmstadt ein entsprechender Antrag eingegangen ist. Als Insolvenzverwalter wurde der Frankfurter Rechtsanwalt Jan Markus Plathner bestellt.

    Überrascht hat uns dieser Schritt schon, im Gegensatz zur Import-Schrott-Billigmarke Maxfield hatte Trekstor immer Qualität im Angebot, egal, ob bei Speicherlösungen oder MP3-Playern (der i.Beat organix hat seinerzeit neue Standards gesetzt). Von letzteren hat man in letzter Zeit weniger gehört, vielleicht hatte Trekstor die Zeichen der Zeit erkannt und eingesehen, dass man in einen vom iPod beherrschten Markt, zuviel Energie aufbringen muss, um sich Anteile zurückzuholen. Vielleicht ist deshalb der Schwerpunkt auf Home Entertainment verlegt worden – ein Markt, der allerdings wiederum von AVM und Co. angeführt wird.

    Ich rechne damit, dass wir im Laufe des Tages mehr wissen. Für alle Besitzer von Trekstor-Gerätschaften dürfte es interessant sein, wie oder ob nun etwaige Garantieleistungen abgewickelt werden.

    Update, 13.30 Uhr

    Gerade sind erste offizielle Infos von Trekstor reingekommen. Also, zunächst wird sich der Insolvenzverwalter dafür einsetzen, dass der Geschäftsbetrieb fortgeführt wird. Um neues Geld zu beschaffen, wurde bereits die Dresdner Bank kontaktiert, die – trotz notorischer Knausrigkeit in der Finanzkrise – ihr Wohlwollen signalisiert habe. Auch die Lieferanten hätten ihre Unterstützung zugesichert. Schwierig sei die Sanierung aber allemal. Ob Arbeitsplätze abgebaut oder ins Ausland verlegt werden (worauf “in der Vergangenheit im Hinblick auf die Qualität der Produkte” verzichtet wurde), bleibt weiter offen. Ebenso verliert Trekstor kein Wort über die eigentliche Ursache der Insolvenz.

    (André Vatter)

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    Pons schickt Basic Thinking zurück auf die Schulbank: Note 2-, könnte besser sein22.07.09

    schulheft1Meine Schulzeit liegt schon ein paar Jahre zurück, 17 Jahre um genau zu sein. Ziemlich lange jedenfalls, was mich aber nicht weiter stört oder beeinträchtigt. Eigentlich erinnere ich mich an meine Pennälerzeit nur noch selten zurück, aber gestern Nachmittag war es wieder soweit, als auf meinem Schreibtisch ein Briefumschlag mit einem Premium-Schulheft A5 mit Kontrastlineatur samt grüner Schutzhülle landete. Auf der Vorderseite des Heftes wurde handschriftlich mein Name eingetragen, darunter der Name des Blogs und als Datum 06/2009. Als Absender ist die Pressestelle von Pons abgegeben. Hm, als freier Journalist hatte ich mit dem Verlag hin und wieder zu tun, aber als Blogger bisher noch nicht. Und warum schicken die mir ein Schulheft aus der Grundschulzeit?

    Was soll’s! Das Heft also schnell aufgeklappt und siehe da, auf Seite zwei klebt ein ausgedruckter Blogbeitrag von mir: “Pirate-Bay-Domain für 5,6 Mio. Euro verkauft“. Geschrieben am 30. Juni 2009 und mit ein paar roten Markierungen sowohl im Text als auch am Rand versehen. Daneben ein handgeschriebener Text:

    schulheft2

    (weiterlesen …)

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    Rekordquartal für Steve Jobs: Apple verkauft mehr Macs, mehr iPhones, aber weniger iPods22.07.09

    apple-logoDie Chefetage von Apple hat vor ein paar Minuten die aktuellen Geschäftszahlen für das dritte Quartal bekannt gegeben. Demnach konnte die Mannschaft von Steve Jobs trotz Wirtschafts- und Bankenkrise das Gesamtergebnis des Konzerns erneut verbessern. Laut Bericht gingen in den Monaten April, Mai und Juni insgesamt 2,6 Millionen Macs über den Ladentisch. Das sind vier Prozent mehr als im Vorjahresquartal. Grund dafür sind wahrscheinlich die neuen MacBook Pro-Modelle, die sich bei den Kunden großer Beliebtheit erfreuen.

    Doch weiter im Text. Im dritten Quartal hat Apple weltweit 5,2 Millionen iPhones verkauft, was einer Steigerungsrate von 626 Prozent entspricht. Das neue iPhone 3GS (offizieller Verkaufsstart am 19. Juni) und die Preissenkung des Vorgängermodells iPhone 3G dürften das Ergebnis hier ordentlich nach oben geschraubt haben. Für mich nicht verwunderlich ist dagegen die Tatsache, dass Apple im dritten Quartal nur noch 10,2 Millionen iPods (entspricht einem Minus von sieben Prozent) absetzen konnte. Der Grund liegt meiner Meinung nach in der Kaufentscheidung vieler iPod-Besitzer, die sich an Stelle eines iPod-Neukaufes für ein iPhone entschieden haben.

    Was gibt es sonst noch zu berichten? Apple hat im Zeitraum April bis Juni einen Umsatz von 8,34 Milliarden US-Dollar generiert. Daraus folgt ein Nettogewinn von 1,07 Milliarden Dollar. Im Vergleich: Im dritten Quartal 2008 lag der Umsatz bei 7,46 Milliarden Dollar. 44 Prozent aller Einnahmen hat Apple übrigens außerhalb der USA erzielt.

    (Michael Friedrichs)

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