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Archive for 08.2009

Anbietercheck: VoIP kommt als teure Option auf das Handy31.08.09

skype_logoDas ist vielleicht ein Durcheinander! Ich habe die vergangene Stunde damit zugebracht, in den Sternchentexten der deutschen Mobilfunker die jeweiligen VoIP-Angebote aufzuspüren. Es haben ja sicherlich mittlerweile alle mitbekommen: Nachdem im Mai einige Telcos mit dem Begriffen “Skype” oder “Voice over IP” noch nichts anfangen konnten und sie deshalb vorsichtshalber aus den Verträgen herausstrichen, hat es sich nun herumgesprochen, dass sich damit wohl doch der ein oder andere Cent verdienen lässt. Oder besser die ein oder andere Euro-Münze – denn VoIP über das deutsche Mobilfunknetz ist für die Kunden kein billiges Vergnügen.
 
Anbieter: Vodafone

Da wäre zum Beispiel Vodafone, wo man als Jubelkonzern der “Generation Upload” ja ein wenig unter Zugzwang steht: Die Briten haben ein Angebotspaket geschnürt, das gleichzeitig die Dienste VoIP, Tethering und Instant Messaging beinhaltet. Los geht es hier ab 9,95 Euro zusätzlich im Monat, das Ende der Fahnenstange ist bei 29,95 Euro erreicht. Vorraussetzung ist jeweils, dass ein Super Flat Internet-Tarif gebucht wurde. Die Vertragslaufzeit beträgt – Schnupperkunden mögen bitte draußen bleiben – unflexible 24 Monate.

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Autorenbewertungen: Wikipedia plant bunte Texte als Vertrauensbeweis31.08.09

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Ja, sicher: es gab immer wieder kleine Skandälchen rund um Wikipedia. Da wurden Einträge gelöscht, aufgehübscht, dramatisiert und Diskussionen gesteuert. Doch da immer weniger Menschen die Möglichkeit haben, sich einfach umzudrehen und ins Regal zu greifen, um im guten alten Brockhaus zu blättern, wird die freie Enzyklopädie als verlässliche Informationsquelle immer unentbehrlicher.

Was auf der einen Seite der Segen für Wikipedia ist (das freie Mitmachen) ist auf der anderen auch ihr Fluch (die Anonymität). Das hat nicht erst ein Karlsruher Verfassungsrichter bemerkt, der kürzlich die öffentliche Beschwerde abgab: “Kommerzielle oder anonym auftretende politische Interessengruppen können die scheinbare Anarchie des Netzes für ihre Zwecke geschickt nutzen.” Dabei hat die deutsche Wikipedia bereits einigen Vorsprung auf dem Gebiet der Nachvollziehbarkeit, schon im vergangenen Jahr wurden verschärfte Richtlinien eingeführt, die nun auch langsam in anderen Ländern Einzug erhalten sollen. Demnach müssen sämtliche Artikel über noch lebende Personen nach Veränderungen zunächst von “erfahrenen freiwilligen Redakteuren” freigegeben werden, ehe sie veröffentlicht werden können. Damit könnten Vandalismusattacken verhindert werden, wie sie beispielsweise im Januar geschehen sind, als Edward M. Kennedy – acht Monate vor seinem wirklichen Tod – bereits laut Wikipedia verstorben war. Dennoch trifft das Vorgehen der Wikimedia Foundation nicht bei allen Nutzern auf Zustimmung: Von einer Abkehr von der ursprünglichen Idee, von einer Zwei-Klassen-Gesellschaft im Web 2.0 ist die Rede. Meine Frage dazu: Ist das schlimm? Ein wenig Kontrolle durch Gewaltenteilung bei der Akkumulation von Wissen kann nicht schaden. (weiterlesen…)

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Snow Leopard und die Listen der Inkompatibilitäten31.08.09

snowleopardSeit drei Tagen ist der Tiger in freier Wildbahn – Zeit also für eine erste Bilanz. Leider kann ich meine eigenen Erfahrungen mit Snow Leopard noch nicht beisteuern, da ich Donnerstagnacht Besseres zu tun hatte, als vor einem aufgeschütteten Kunstschneeberg in der Kölner Innenstadt zu warten. Wenn es aber die Zeit erlaubt und ihr mir grünes Licht gebt, werde ich das Upgrade diese Woche nachholen. Versprochen.

Denn nach allem, was man so liest, ist Mac OS X 10.6 ja nicht ganz unproblematisch. In erster Linie ist damit die Inkompatibilität mit einer Reihe von Programmen gemeint. Apple – und das muss man ihnen bei dem eisernen Schweigegelübde wirklich hoch anrechnen – hat eine Liste mit Anwendungen veröffentlicht, die sich entweder nicht installieren oder nicht starten lassen: Parallels Desktop ist dabei, auch VirusBarrier X4 und die DVB-T-Software EyeTV. Snow Leopard verschiebt während des Upgrades alles für ihn Unverständliche in einen gesonderten Ordner.

Bohrt man ein wenig tiefer, wird schnell klar, dass die Aufstellung aber nur die halbe Wahrheit beinhaltet: Mittlerweile gibt es eine inoffizielle Website, die Auskunft über sämtliche Unverträglichkeiten gibt, über die Nutzer bislang gestolpert sind – und die Liste wird immer länger. Wenn ich mir die Kommentare im Netz so ansehe, scheinen Updates der jeweiligen Programme viele der Probleme zu beheben. Das Problem dabei: Nicht immer sind diese Updates schon vorhanden – oder aber sie sind kostenpflichtig. Wie sind eure Erfahrungen? Soll man jetzt schon den Umstieg wagen?

(André Vatter)

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Der Windows Editor als Tagebuch31.08.09

editorDa dachte man jahrelang, dass der abgespeckte Textverarbeiter von Microsoft völlig überflüssig sei – und dann stolpert man über so etwas! All die Zeit über schlummerte im Windows Editor eine Funktion für minutiöse Protokolle. Und so funktioniert sie:

1. Öffnet den Editor (steht im Startmenü unter “Zubehör”)
2. Schreibt .LOG in die erste Zeite
3. Speichert die Datei als *.txt-Datei
4. Wird die Datei wieder geöffnet, fügt der Editor automatisch einen Zeitstempel ein

Voilà: Damit wird der Editor zum perfekten Tool für alle Tagebuchschreiber und Freiberufler, die ihre Arbeitsstunden festhalten wollen. Und das mit Bordmitteln!

Via: Geekyninja

(André Vatter)

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Basic Sunday: Das Geheimnis meines Erfolges30.08.09

basic-sunday-das-geheimnis

“Wer mit dem Bloggen erfolgreich sein möchte, muss einige wichtige Regeln beachten. Natürlich ist jeder Anfang immer schwer, aber letztendlich ist es gar nicht so schwierig, bereits nach kurzer Zeit große Erfolge zu erzielen. Diese Erfolge lassen sich nicht nur in den Statistiken ablesen sondern machen sich bereits nach einigen Wochen auf dem eigenen Kontostand bemerkbar. Selbstverständlich gibt es viele Leute, welche ihren Leserinnen und Lesern das Blaue vom Himmel versprechen, nur um ein wenig Kohle damit zu machen. Aber das ist unter meinem Niveau. Ich persönlich habe es bereits geschafft und denke das es nun an der Zeit ist, mein Wissen weiter zu geben. In diesem heutigen Artikel werde ich euch die wichtigsten Tipps und Tricks erläutern, wie man sich mit einem eigenen Blog in der deutschen Blogosphäre in kürzester Zeit einen Namen aufbauen kann und wie einfach es ist, seine Arbeit und natürlich auch sich selbst zu monetarisieren.”

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Basic Thinking sucht Verstärkung29.08.09

basicthinkingRichtig gelesen: Hier kommt ein Jobangebot! Seit dem Kauf von Basic Thinking im Januar macht sich das Blog prächtig, das große Leser-Feedback und natürlich auch die steigenden Zugriffszahlen zeigen uns, dass wir den richtigen Kurs eingeschlagen haben. Doch wir wollen uns auf dem Erfolg nicht ausruhen, sondern kontinuierlich daran arbeiten, besser zu werden. Und dafür brauchen wir nun Unterstützung.

Deshalb suchen wir für unsere Redaktion in Hürth bei Köln auf Teil- oder Vollzeitbasis ab sofort einen oder eine

Blogger/in.

Du bist gemeinsam mit dem jungen Team für die aktuelle Berichterstattung auf Basic Thinking zuständig, schreibst News, testest neueste Gadgets und analysierst aktuelle Trends im Netz. Geeignete Kandidaten sind IT-Allrounder, die im Social Web unterwegs sind und für die WordPress, Twitter und die einschlägigen Netzwerke zum Alltag gehören. Neben einem fundierten Fachwissen bringst du zudem auch deine eigene Meinung mit, die du im klaren, leicht verständlichen Stil und unter Beachtung der geltenden Regeln der Rechtschreibung auf dem Blog vertreten wirst. Eine gewisse Eigenständigkeit und Sicherheit – auch im Auftreten vor Branchenvertretern – sind dafür unbedingte Vorausetzungen.

Da hinter Basic Thinking das News-Portal onlinekosten.de steht, bekommst du zudem auch die Möglichkeit, im journalistischen Bereich tätig zu werden. Deine bisher gesammelten Erfahrungen im Breitband- und Mobilfunksektor würden sich hier wunderbar einbringen lassen.

Deine Bewerbung richtest du bitte zusammen mit deinen Referenzen und Gehaltsvorstellungen an folgende Adresse:

onlinekosten.de GmbH
Christoph Berger
Daimlerstr. 9-11
50354 Hürth

Aber da du ein Onliner bist, wirst du sicherlich (wie wir auch) den Mailkontakt bevorzugen: cbe@onlinekosten.de. Die ganze Stellenausschreibung gibt es übrigens auch noch einmal als PDF zum Mitnehmen.

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TwitPic-Klau: Wenn Verlage sich im Social Web bedienen28.08.09

twitpicDer schwelende Konflikt zwischen bezahlten Redakteuren und Bürgerjournalisten wie Bloggern erinnert ein wenig an den traditionellen Nachbarschaftsstreit: Man brüllt sich über die Hecke an, bekommt sich aber nicht wirklich in die Haare. Man geht sich eben aus dem Weg und sucht den Kontakt nur dann, wenn es wirklich geknallt hat. So wie in diesem Fall.

Am 5. August hatte es an der Londoner Waterloo Station eine wilde Schießerei gegeben: Die Polizei hatte zuvor einen verdächtigen Radfahrer anhalten wollen, der dann aber ohne Warnung das Feuer eröffnete. Ein gefundenes Fressen für die Boulevard-Presse also, die sich gesammelt auf den Weg zum Bahnhof machte. Doch der Twitterer Joe Neale war schneller. Er knipste ein Foto vom Tatort und schickte es per Twitpic ins Netz: “Heilige Scheiße, ein Polizist wurde an der Southwark U-Bahnstation erschossen”, lautete sein Kommentar (nur zur Info: niemand wurde erschossen, jedoch zwei Wachtmeister verletzt). Nach der Aufregung war der Vorfall vergessen.

Doch dann meldete sich ein Kumpel über Twitter: “Oh, schau mal. Du bist auf Sky News.” Neale folgte dem begleitenden Link und fand sein TwitPic tatsächlich auf der Nachrichtenseite wieder: als Aufmacher zu einem Bericht über die Schießerei. Er schrieb dem entsprechenden Online-Redakteur einen Tweet und bat darum, dass sein Name von “Joe auf Twitter” in “Joe Neale” geändert werde, was nach fünf Stunden auch geschah. Neale, jetzt schon merklich angenervter, wendete sich noch einmal an Sky News, diesmal per E-Mail, in der er dem Nachrichtenmagazin seine Konditionen für den Bildklau mitteilte:

Meine Forderungen dafür, dass mein Foto ohne Erlaubnis verwendet wurde, beläuft sich auf 300 Pfund für den Einsatz auf der Startseite sowie jeweils fünf Prozent der Summe für jede Woche, die es bei Ihnen noch online ist. Angefangen vom fünften August und so lange es weiterhin verwendet wird. Es ist bei Google nach wie vor hoch gerankt und ich habe keine Zweifel, dass es einen hübschen Umsatz generiert. Anbei finden Sie meine Rechnung in Höhe von 326,24 Pfund. Dafür erhalten Sie nachträglich die Erlaubnis, das Foto bis heute, Montag, 17. August genutzt zu haben.

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Facebook 3.0 für das iPhone ist da28.08.09

img_0049“Super.”, “Endlich perfekt!”, “Einfach nur klasse.”, “Top!” – So klingen die überschwänglichen Bewertungen zum heute Nacht erschienenen neuen Facebook-Client (iTunes-Link) für iPhone und iPod Touch. Die langersehnte Rettung? Zugegeben, die Vorversionen haben zwar ihren Job gemacht – in Wirklichkeit handelte es sich bislang immer um kastrierte Unterwegs-Lösungen. Facebook muss sich beeilen, um nicht irgenwann dem Twitter-Trend vollends hinterherzurennen – vorallem im mobilen Sektor steckt hier noch einiges an Potential. Deshab also Facebook 3.0…

Die Liste der Verbesserungen ist tatsächlich lang und beinhaltet Features, die längst überfällig waren. Hier ein kurzer Abriss:

  • Landscape-Modus
  • Anzeige von Veranstaltungen und Geburtstagen
  • Notizen schreiben und die der anderen lesen
  • Direkter Videoupload (beim iPhone 3GS)
  • Fotoupload, Bilder-Zoom und komplettes Album-Management
  • Ändern des Profilbilds
  • Posts und Fotos bewerten
  • Links öffnen sich im integrierten Browser
  • Die Freundesfreunde sind sichtbar
  • Anzeige der möglichen Freunde und Nutzersuche
  • Freundschaftsanfragen stellen und beantworten
  • Direkte Anruf- und Textfunktion
  • Shortcuts zu Freundesprofilen

Auffälligste Neuerung ist der schöne, übersichtliche Home-Screen, der verdächtig nahe am Look und Feel des iPhone-OS liegt. Wir finden hier Neuigkeiten, das eigene Profil, die Freunde, das Postfach, den Chat, offene Freundesanfragen, den Event-Kalender, Fotos und die Notizen. Im unteren Bereich gibt es die aktuellen Benachrichtigung (und nein: ich will kein Bier oder Café con Leche). Für einen noch schnelleren Zugriff auf andere Profile wischen wir einfach mit dem Daumen auf die nächste Seite, wo wir nun so viele Profile von Kontakten hinterlegen können, wie wir möchten. Um wirklich alle Features nutzen zu können, musste ich mich übrigens zunächst erst ab- und dann wieder anmelden.

Wer sonst noch über irgendwelche Probleme stolpert, sollte sich möglichst kurzfristig an Joe Hewitt wenden. Der Facebook-App-Entwickler bietet gerade so eine Art Support über Twitter (?!) an und hat bereits angekündigt, dass man an einer Version 3.0.1 arbeite.

Mehr Bilder gibt es nach dem More-Tag. (weiterlesen…)

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Krippenschaukel 2.0: Der Linux-Papa28.08.09

Das Gerücht hält sich ja hartnäckig, dass Programmierer abseits des Arbeitsplatzes ein wenig bewegungsscheu sind. Problematisch wird es für viele erst, wenn sie Mama oder Papa werden und das Kind zum gemeinsamen Ballspiel aufruft. Oder schon viel früher, wenn es darum geht, das Baby zum Einschlafen zu bewegen. YouTube-Nutzer Macjonesnz hat angesichts dieses Problems also das getan, was er am besten kann: Programmieren.

Via: BuzzFeed

(André Vatter)

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Google Docs bekommt ein eigenes Übersetzungs-Tool28.08.09

google_docs
Ich kann nicht gerade behaupten, dass ich ein großer Fan von Google-Keynotes bin – verglichen mit den Auftritten der Cupertino-Rampensau Steve Jobs sind sie doch meistens ein wenig dröge. Deshalb war ich zunächst positiv überrascht, als die Präsentation von Google Wave auf der I/O 2009 so locker angegangen wurde. Es hat sich gelohnt dranzubleiben und bei der Vorstellung eines Features, sprang ich sogar vom Sitz auf: Es ging um die Simultanübersetzung von Chat-Sitzungen (hier habe ich das Video mal bis zu der genannten Stelle vorgespult). Simultanübersetzungen! Willkommen bei Star Trek.

Google kann es sich als globaler Anbieter nicht leisten, das Sprachenproblem außen vorzulassen. Deshalb wird der Übersetzungs-Service wohl allmählich in alle Dienste einziehen. Der offizielle Anfang (Google Wave steckt ja noch in den Kinderschuhen) wird nun mit Google Docs gemacht: Wie der Suchriese im Blog verrät, wurde das neue Feature bereits implementiert. Um sich Texte auf Knopfdruck übersetzen zu lassen, muss der neue Befehl “Dokument übersetzen” im Menü “Tools” aufgerufen werden. Derzeit stehen 42 Sprachen von Albanisch bis Vietnamesisch zur Auswahl. Der übersetzte Text öffnet sich zunächst in einem neuen Fenster, in dem die Auswahl getroffen werden kann, ob das vorhandene Dokument ersetzt oder ein neues angelegt werden soll. Sämtliche Formatierungen bleiben in beiden Fällen erhalten.

“Die Übersetzungen sind nicht perfekt”, gesteht Google. “Aber wir arbeiten ständig daran, die Qualität zu verbessern.” Wir alle haben unsere Erfahrungen mit Google Translate gemacht und ich muss sagen, dass die neue Docs-Funktion ihre Aufgaben eigentlich ziemlich sauber macht. Immerhin schafft sie es, literarische Texte verständlich ins Englische zu bringen. ReadWriteWeb weist allerdings zurecht darauf hin: Bei wirklich wichtigen Dokumenten, etwa aus dem Geschäftsbereich, sollte man noch die Finger davon lassen.

(André Vatter)

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Dropbox für das iPhone kommt – vielleicht28.08.09

photo4Beginnen wir mit einer kurzen Frage: Wer von euch benutzt schon Dropbox? Ah… ich sehe. Nicht so viele. Schade eigentlich, denn der Dienst ist der Hammer. Robert hatte Dropbox bereits im September kurz vorgestellt, da sich aber seitdem einiges verändert hat, fasse ich noch einmal kurz die Vorzüge des Tools zusammen.

Also, es geht um ein kostenloses Hosting-Angebot, über das ihr plattformübergreifend (Windows, Mac und Linux werden unterstützt) Daten ablegen und synchronisieren könnt. Dazu wird ein kleines Plugin installiert, das euch einen Ordner auf die jeweilige Oberfläche zaubert. Um Dateien zu sichern, werden sie einfach nur hineingeschoben, zudem können so viele Unterverzeichnisse angelegt werden, wie man möchte. Ihr müsst nicht warten, bis der Upload fertig ist, Dropbox erledigt das im Hintergrund – und zwar auch dann, wenn ihr Dateien direkt im Remote-Ordner bearbeitet. Eine Undelete-Funktion ist ebenfalls an Bord. Alles, was auf diese Weise online gestellt wird, lässt sich jederzeit mit anderen teilen, es gibt eine Rechtezuweisung oder auch eine Art One-Klick-Hosting, da sich für einzelne Dateien Download-Links für unregistrierte Dritte erstellen lassen. Wer sich entscheidet mitzumachen, muss sich natürlich auch über die datenschutzrechtlichen Aspekte im Klaren sein – immerhin werden die Daten extern gehostet. Dropbox stellt für die Gratis-Accounts zwei Gigabyte zur Verfügung; wer mehr möchte, kann gegen einen Obolus bis auf 100 Gigabyte aufstocken.

Überzeugt? Prima. Heute soll es aber eigentlich darum gehen, dass Dropbox schon seit einiger Zeit an einer iPhone-App arbeitet und nun gerade stolz verkündet hat, dass man das Werk vollendet habe. Sowohl die ersten Screenshots als auch die Feature-Liste können sich sehen lassen:

dropbox2

  • Der mobile Zugriff gestattet den Zugriff auf alle Daten. Hinterlegte Musik und Filme lassen sich sogar streamen.
  • Dateien können direkt auf das iPhone geladen und später offline verändert werden.
  • Das funktioniert auch andersherum: Geschossene Fotos und Videos lassen sich in der Dropbox sichern – die öffentlichen Links können dann direkt per E-Mail verschickt werden.
  • Eigentlich lassen sich nun alle Dropbox-Daten von unterwegs teilen.
  • Es gibt eine Fotogalerie, so wie der Dienst sie schon im Web-Interface anbietet.

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Facebook führt neue Privatsphäre-Richtlinien ein27.08.09

facebookPassiert gerade viel im Sektor der sozialen Netzwerke – oder kommt nur mir das so vor? Vor wenigen Sekunden erreichte uns eine Pressemitteilung von Facebook: Grund sind die Vorschläge des kanadischen Datenschutzbeauftragten, der jetzt seit einem Jahr das Treiben auf der Plattform unter die Lupe nimmt. In der Mitteilung ist von “einer Reihe von Empfehlungen” die Rede, die Facebook aufgedrückt bekommen hat und innerhalb der kommenden Monaten umzusetzen gedenkt. Ich überspringe den PR-Schwall, der sich eingehend mit der entspannten Beziehung zwischen Datenschützer und dem Netzwerk beschäftigt, und komme gleich zum Wesentlichen – denn die Änderungen werden auch für deutsche Nutzer Konsequenzen haben:

1. Die Privatsphäre-Richtlinien sollen neu – das heißt – verständlicher geschrieben werden. Warum muss ich mein Geburtsdatum angeben? Was ist der Unterschied zwischen einem gelöschten und einem deaktivierten Konto?

2. Facebook wird regelmäßig bei den Nutzern anklopfen und sie bitten, ihre Privatsphäre-Einstellungen zu überprüfen und gegebenenfalls anzupassen.

3. Vor allem im Zusammenhang mit Drittanbietern, deren Apps genutzt werden, soll es mehr Transparenz geben: Dazu will Facebook ein neues Modell für Zugriffsrechte einführen, dass Anwendungen dazu verpflichtet, die Informationskategorien zu benennen, auf die sie Zugriff wünschen. Daneben ist mehrfach das Einverständnis des Nutzers einzuholen: andernfalls werden die eigenen Daten und Informationen über Freunde nicht freigegeben.

Facebook beginnt in diesen Stunden mit den Änderungen, kündigt aber gleichzeitig an, dass es eine Weile dauern kann, “bis sie sichtbar werden”. Außerdem müssen Korrekturen an den Privatsphäre-Richtlinien erst von den Nutzern abgesegnet werden – was wiederum Zeit kostet. Auch die neue API, über die Nutzer den Miniprogrammen ihre Daten freigeben können, muss erst noch entwickelt und getestet werden. Pi mal Daumen wird der gesamte Prozess etwa ein weiteres Jahr dauern, heißt es in der Mitteilung. Ethan Beard, Director of Platform Product Marketing, sagt dazu:

Wir werden uns regelmäßig mit den Entwicklern über die Veränderungen austauschen und ihnen ausreichend Zeit geben, sich mit den Neuerungen auseinanderzusetzen und sich anzupassen. Außerdem werden wir uns die Zeit nehmen um sicherzustellen, dass die Nutzer das Ergebnis nachvollziehen können.

(André Vatter)

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Update-Muffel: Firefox 2.0 und die Pornofalle27.08.09

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Es soll ja Leute geben, die immer noch mit dem Firefox 2.0 unterwegs sind. Und jetzt wissen wir, warum: Es sind alle Pornokonsumenten! Naja, ein Viertel von ihnen. Doch fangen wir von Anfang an…

Mozilla ist bemüht, seine Nutzer immer mit der neuesten Version des Firefox surfen zu lassen – nur beim Wechsel zwischen der zweiten und dritten Generation taten sich viele Nutzer schwer. Die Updates wurden nur schleppend in Anspruch genommen, was Branchenbeobachter zu der These veranlasste: “Ist ja klar. Das sind Unternehmen, die irgendwelche Add-Ons installiert haben, welche der neue Firefox noch nicht unterstützt.” Wie nun bekannt wurde, ist das aber nur die halbe Wahrheit. Mozilla konnte keine Zwangs-Updates durchführen. Stattdessen entschloss man sich im Mai dazu, den Nutzern der in die Jahre gekommenen Zweier-Version mit einem Pop-Up den Wechsel vorzuschlagen. Wer trotz der freundlichen Ansprache die Bitte ausschlug, konnte ein Feedback zu seinen Beweggründen hinterlassen. Insgesamt sind auf diese Weise 5.000 Kommentare eingegangen, die Mozilla nun gründlich ausgewertet hat.

Das Ergebnis? Ja, wie befürchtet gab es Gegenstimmen aus den Unternehmen: 13 Prozent klagten über die Inkompatibilität mit einigen Plugins. Zwei Prozent stimmten dagegen, weil der Firefox 3.0 zuviel kosten würde (?!). Und immerhin ein resigniertes Prozent von Büroangestellten berichtete, dass sie gerne wechseln würden, aber aufgrund der Firmenbestimmungen keine Updates durchführen dürften. (weiterlesen…)

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“Best of Wikipedia”: Ein ganzer Haufen Nonsens-Wissen27.08.09

katzenkavalierIch bin ein großer Anhänger des unnützen Wissens. Dinge wie “Welche U-Bahn ist die tiefste?” oder ” Welches Fassungsvermögen hat ein Elefantenrüssel?” oder “An wie viel Tagen wurde Rom erbaut?” oder “Welches war die erste .com-Domain?” (es war digital.com) halten mich nächtelang wach und sind gleichzeitig die Knaller-Eisbrecher auf jeder Cocktailparty. Oder man wird komisch angesehen. Wie auch immer: Bisher schöpfte ich meine Infos aus dem Fundus der gesammelten Irrelevanzen bei den W-Akten: ein Urgestein des Internet, das seit Jahren von Willi aka Steffen Buchert mit wertvollen Nonsens-Fakten gefüttert wird.

Heute habe ich mir aber eine neue Quelle erschlossen: Best of Wikipedia ist ein Projekt auf Tumblr und wer sich nicht vor der englischen Sprache scheut, kann hier allerlei Lehrreiches aufschnappen. Wer wusste schon, dass “Brfxxccxxmnpcccclllmmnprxvclmnckssqlbb11116” der Name eines schwedischen Kindes werden sollte? Dass es bereits Astronauten in der Vorzeit gab? Oder kennt ihr das Katzenklavier (s.o.)? Wusstet ihr, dass in den vergangenen Jahren sechs Füße am Strand von British Columbia gefunden wurden? Was hat es mit dem Geisterschiff Mary Celeste auf sich und welche Farbe hat das Wasser?

All diese Sahneteilchen der Nischenweiterbildung findet ihr bei Best of Wikipedia.

(André Vatter)

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Gratis WLAN gesucht? Schaut mal bei Burger King vorbei.27.08.09

burgerkingAm Samstag gab es bereits einen kurzen Hinweis in der “WirtschaftsWoche”
und seitdem warteten Kollege Hayo und ich ungeduldig bis hungrig auf die Zustellung der offiziellen Pressemitteilung. Heute war es dann soweit und lasst mich sagen: Burger King knöpft sich Ronald McDonald vor! Der Marken-Relaunch der Burger-Kette soll das mittlerweile etwas angestaubte Image ein wenig auffrischen, mit einer medienübergreifenden Werbekampagne und einem bundesweiten Neuanstrich für alle Filialen soll das Klopsgeschäft wieder angekurbelt werden.

Es ist nicht verwunderlich, dass die Whopper-Macher in ihrem Eifer den Fußspuren des Konkurrenten McDonald’s folgen: Die Einführung von Café-Ecken, obwohl umwabert von ordinärem Frittengeruch, hat sich für das große M als Glücksgriff erwiesen, weshalb künftig auch alle Burger King-Läden lecker Kuchen mit Schlag im Angebot haben werden. Der Trend im Fast-Food geht zum Slow-Food: Die Konzerne haben längst begriffen, dass der kurz angebundene Kunde, der nur “Pommes rot/weiß” haben möchte, weit weniger abwirft, als der zurückgelehnte Zeitungsleser, der am liebsten Frühstück, Mittag- und Abendessen im urbanen Ambiente eines Schnellrestaurants einnehmen möchte. Doch wie stellt man das an? Nun, neben den ohnehin schon langen Wartezeiten in der Schlange, greift man nun auch auf schickes Interieur und Flatscreen-TVs zurück, die den Blick der Kunden auf sich ziehen sollen. Und natürlich auf WLAN.

Während McDonald’s in Kooperation mit T-Mobile seinen Kunden pro Tag eine mickrige Stunde Gratis-Surfen einräumt, soll es bei Burger King keine zeitliche Begrenzung geben: die SSID der Spots lautet jedes Mal free-hotspot.com, ein Passwort ist nicht erforderlich. “Mit der Einführung des Internetangebots und dem neuen Restaurantdesign zeigen wir deutlich, dass wir die Wünsche unserer Kunden ernst nehmen”, so EU-Vice President Thomas Berger. Zu den weiteren Features, die im Rahmen des Relaunches umgesetzt werden, zählt die Einführung von bargeld- und gebührenlosen Bezahlen mit EC und Visa, ein Redesign der Website sowie kleinere Tweaks am eigentlichen Burger-Programm (wer sich dafür interessiert, möge die Originalmeldung bemühen – nur soviel: die 99ers bleiben).

Übrigens – und wo wir gerade beim Thema sind: Wer lieber auf hausgemachte Fleischbrötchen-Kalorienbomben steht, sollte unbedingt bei Cheeseandburger vorbeisehen und der “Cheese & Burger Society” beitreten. Das Projekt stammt aus der Feder der putzigsten US-Lobby, die man sich vorstellen kann: dem Wisconsin Milk Marketing Board. Selbstgemacht ist immer leckerer…

(André Vatter)

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