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Archive for 08.2009

Weg mit der Barriere – o2 erlaubt das Skypen auf dem Handy17.08.09

Skype bei o2 erlaubt Es geht doch! Der erste deutsche Mobilfunk-Netzbetreiber hat sich dazu durchringen können, Voice-over-IP-Dienste wie Skype offiziell zu erlauben. Wer von euch einen o2-Vertrag nutzt, darf ab sofort zum Beispiel nach Herzenslust skypen. Und zwar weil o2 nach eigenen Angaben “neue Maßstäbe im Bereich mobiles Internet” setzen will.

Mit diesem Schritt setzt o2 die Konkurrenz von T-Mobile und Vodafone ordentlich unter Druck. Zwar ist man bei den beiden Konkurrenten auch bereit, die Nutzung von Skype zu erlauben, hält seinen Kunden aber ohne mit der Wimper zu Zucken das Sparschwein vor die Nase. Besser gesagt: man entreißt es ihnen. Denn wer in den D-Netzen skypen will, soll gefälligst eine zusätzliche monatliche Grundgebühr zahlen. Die darauf immer wieder gestellte Warum-Frage wird recht oberflächlich mit der durch VoIP-Dienste angeblich stark beanspruchten Netz-Technik begründet. Soviel zum Thema Generation Upload

Dass es aber auch anders geht, beweist nun o2. Extragebühren werden bei den Münchner Unternehmen nicht fällig. Lediglich die Nutzung einer Flatrate für mobiles Internet wird empfohlen. Wenignutzer können für zehn Euro das Internet-Pack-M mit monatlich 200 Megabyte Inklusivvolumen bestellen, Vielnutzer für 25 Euro das Internet-Pack-L mit fünf Gigabyte. Im Rahmen des monatlichen Datenvolumens ist die Nutzung von HSDPA möglich, anschließend erfolgt eine Drosselung auf GPRS-Niveau.

Zugegeben: ich würde nie auf die Idee kommen, auf dem Handy zu skypen. Ich telefoniere nämlich viel zu wenig mobil und bin zudem ein großer SMS-Fan. Aber für alle, die Skype und Co. lieben ist das Vorpreschen von o2 ein wichtiger Schritt. Nicht nur, weil die Münchner selbst auf Extragebühren verzichten, sondern auch, weil sie der Konkurrenz zeigen, wie es richtig geht. Statt eine Blockade-Haltung oder fiese Tarif-Falltüren aufzubauen: freie Fahrt für mobile Dienste – egal welcher Art.

Hayo Lücke

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Den iPod verkaufen? Jetzt wäre wohl ein guter Zeitpunkt.17.08.09

ipods

In der vergangenen Woche konnte war auf All Things Digital zu lesen, dass Apples diesjähriges September-Event mit großer Wahrscheinlichkeit musikalische Töne anschlagen wird. Mehrere Vertreter der Musikindustrie seien bereits von Cupertino aus gebeten worden, sich den 7. September in Kalender dick anzustreichen. 2007 wurde zu dieser Zeit der iPod touch vorgestellt, ein Jahr später war der runderneuerte Nano dran: flacher – und vor allem bunter – als der Vorgänger. Nach der gewohnten Routine wären nun also wieder einmal Überarbeitungen an der Reihe.

Dementsprechend kocht es in der Gerüchteküche: Nicht nur neue iPods werden erwartet, einige sehnen zudem Steve Jobs Rückkehr nach nun fast einjähriger Pause herbei, wieder andere spekulieren darauf, dass endlich der Vorhänge für das MacBook Touch fällt – der ja eigentlich (hachja, “Exklusiv”-Meldungen) schon vor zwei Jahren auf den Markt kommen sollte. Doch was ist wirklich an all dem dran?

Fangen wir mit dem Nano an: Schon Ende Juli überfluteten chinesische Hersteller das Internet mit Werbefotos von Hüllen für den kleinen iPod. Schick sahen sie aus – aber auch anders als bisher. Hervorstechendes Merkmal sind die Aussparungen auf der unteren Seite des Geräterückens, die Platz für eine Kamera lassen. Nimmt man ein Lineal zur Hand könnte man schnell den Eindruck bekommen, dass Apple dem Nano der fünften Generation ein größeres Display spendieren wird, dass nicht mehr im Verhältnis 1,33:1 sondern 1,5:1 ausfällt. Gleichzeitig wurde das Click-Wheel verkleinert und weiter an den unteren Rand geschoben: daumendrucktauglich für Schnappschussaufnahmen. (weiterlesen…)

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The Pirate Bay zum Mitnehmen: 21,3 Gigabyte Backup gegen den Abschiedsschmerz17.08.09

tpb

“Ja!” – “Nein!” – “Vielleicht.” – “Mal gucken?”: Seitdem die Global Gaming Factory (GGF) im Juni den Gründern von The Pirate Bay ein Übernahmeangebot gemacht hat, herrscht ein Riesenchaos in Schweden. GGF-Chef Pandeya, der zunächst überschwänglich angekündigt hatte, aus der Torrent-Börse ein durch und durch legales Entertainment-Angebot zu machen, strauchelt und sowohl potentielle Partner als auch die Gründer selber werfen ihm vor, weder über Visionen noch über das nötige Kleingeld zu verfügen. Dazu kommen die gerichtliche Forderung zur sofortigen Stilllegung aus Holland und die furchteinflößende Sammelklage der zehn größten Filmstudios des Universums. So oder so: The Pirate Bay, wie es manche bislang kannten, wird in wenigen Tagen Geschichte sein.

Da ist es nicht verwunderlich, dass der ein oder andere Stammnutzer mit einer Träne im Knopfloch vor dem Monitor sitzt und über eine Lösung nachsinnt: Warum nicht ein Backup anfertigen, um den Status quo der Plattform zu konservieren? Genau das hat nun der Nutzer mit dem vielsagenden Namen Anonymous angefertigt:

Im Index befinden sich 873.671 Torrents – angefangen von ID 3.211.594 bis 5.051.940 (13.08.2009). Ich habe nur 873.671 Torrents erwischt, laut der Website sollten es eigentlich zwei Millionen sein. Die Diskrepanz erklärt sich wohl daraus, dass viele Torrent-Files zwar den TPB-Tracker beinhalten – aber nicht auf die Website hochgeladen wurden.

Das Backup-Paket hat die gigantische Größe von 21,3 Gigabyte und beinhaltet alle wichtigen Metainfos wie Titel, Kategorien, Upload-Daten, Größen, Bewertungen und Beschreibungen. Sämtliche Kommentare und die Nutzernamen der Uploader wurden hingegen entfernt. “Ich schätze, ich wollte eine Art Versicherung haben”, erzählt der Urheber der Index-Datei dem Torrent-Freak. “Wenn der TPB-Deal uns enttäuscht, können wir jederzeit von da weitermachen, wo wir aufgehört haben.” Theoretisch wäre das tatsächlich möglich: Alles, was zum Start eines Pirate Bay-Klones nötig ist, ist dabei. “Die einfache Website, die mit dem Torrent kommt, ist eine funktionierende Seite, mit der der Index durchsucht werden kann. Man braucht nur einen Haufen Hardware, um eine Datenbank von solcher Größe bei anständiger Geschwindigkeit laufen zu lassen.”

Der TPB-Index steht ab sofort zum Download bereit. Interessenten müssen sich jedoch in Geduld üben: “1 seeder, 147 leeches? You filthy leechers — seed dammit!” – so lautet einer der Kommentare zum File. Ein Download dürfte also einige Tage in Anspruch nehmen. Außerdem sei noch mit erhobenen Zeigefinger auf Folgendes hingewiesen: Man munkelt, dass bei The Pirate Bay auch urhebergeschützte Werke getauscht werden. Nicht nur, da die Plattform derzeit unter besonderer Beobachtung von Rechteinhabern steht, sollten Nutzer es sich gründlich überlegen, bei den Piraten an Bord zu gehen.

(André Vatter)

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Basic Sunday: Warum Unternehmen Social Media nutzen sollten16.08.09

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Die Zeiten sind vorbei, als es für ein Unternehmen nur die Frage zu beantworten gab, ob man eine eher teure oder eher günstige Internetpräsenz aufbauen möchte. Gerade in Märkten mit hoher Konkurrenz sind Unternehmen von heute gezwungen, sich besondere Inhalte zu überlegen, die sie selber von ihren Mitbewerbern abgrenzen. Und dazu gehört eben mehr, als nur eine einfache Homepage zu entwickeln, die vielleicht mit Fachinformationen nur so strotzt, sonst aber keine nennenswerten Interaktionsmöglichkeiten mit aktiven oder potenziellen Kunden ermöglicht. Wenn sich ein Unternehmen auf die Suche danach begibt, wie es denn neue Stammkundschaft aufbauen kann, muss es nachschauen, wo sich Personengruppen aufhalten, die man bislang vielleicht überhaupt nicht auf der Beobachtungsliste hatte. Gerade in den sich schnell verändernden Welten des Internet ist daher eine laufende Aktualisierung Pflicht, um Schritt halten zu können.

Während sich die Verbreitung von Instant Messengern und E-Mail weitestgehend etabliert haben, sind seit einigen Jahren komplett neue Dienste entstanden, die sich jedes Unternehmen zumindest einmal angeschaut haben sollte. Ob nun Twitter, Facebook, StudiVZ, Second Life oder mobile Dienste im Allgemeinen. Unternehmen, die sich viel mit Endverbrauchern beschäftigen, sollten sich nicht der Illusion hingeben, dass man mit einem dieser Dienste vielleicht nur 1% zusätzliche Kundschaft erreichen könnte. Vielmehr gilt es die Chancen zu sehen, die sich ergeben, wenn man sich von seinen Mitbewerbern abhebt und Möglichkeiten bietet, die eben nicht überall vorhanden sind. Dabei spielt es im ersten Schritt keine allzu große Rolle, wie viel man an Kapital wirklich in diese Dienste investiert. Wichtig ist zum einen die Nachhaltigkeit und zum zweiten natürlich das geübte Auge, ob man in den richtigen Dienst investiert hat. Ein Aufruf für mehr Mut und Weitblick in den Chefetagen.

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Playstation Network: PSP Go-Spiele sollen nicht mehr als fünf Euro kosten14.08.09

psp-goDie Spielemesse Gamescom, die nächste Woche in Köln beginnt, wirft ihre Schatten voraus. In der Gerüchteküche brodelt es bereits heftig. Ein aktuelles Beispiel ist Sony. Neben der Vermutung, dass der Unterhaltungskonzern am Dienstagabend auf seiner Pressekonferenz (ich hab übrigens eine Einladung ergattert) mit der PS3 Slim eine überarbeitete Playstation 3-Konsole vorstellen wird , ist jetzt auch das Thema Download-Spiele für die PSP Go aufgetaucht. Den durchgesickerten Informationen zufolge sollen alle Titel für die neue Handheld-Konsole maximal fünf Euro kosten.

Ähnlich wie im App Store soll es im Playstation Network verschiedene Preisstaffelungen geben. Welche Spiele ab dem ersten Oktober (an diesem Tag gibt es die neue Mini-Konsole für 249 Euro zu kaufen), herunter geladen werden können, ist leider nicht bekannt. Sony ist allerdings derzeit fleißig auf der Suche nach Entwicklern. Diese sollen neben neuen Titeln auch bereits erhältliche Spiele (beispielsweise auf dem iPhone) auf die PSP Go bringen.

(Michael Friedrichs)

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Lehrer-Bewertungsportal: die Pläne der Schulministerin und was Spickmich dazu sagt14.08.09

spickmich-tino-kellerDie Diskussion um Sinn und Unsinn von Lehrer-Bewertungsportalen reißt nicht ab. Ich weiß nicht, ob es am aktuellen Sommerloch oder an der bald beginnenden  heißen Wahlkampfphase liegt, NRW-Schulministerin Barbara Sommer hat heute in Düsseldorf Pläne für ein eigenes Internet-Portal vorgestellt. Ihre Ziele: Den Austausch zwischen Schülern und Lehrern mit einem wissenschaftlich begleiteten Rückmeldeverfahren fördern, den bereits etablierten Bewertungsportalen ordentlich Konkurrenz machen – und vor allem die Persönlichkeitsrechte der Lehrer wahren.

Da dachte ich mir, da rufe ich gleich mal Tino Keller an, seines Zeichens Chef bei spickmich, und höre mal nach, was er von den Plänen der Politikerin hält:

Tino, aktuell geistert die Idee der NRW-Schulministerin durch alle Medien. Explizit wird auch euer Portal spickmich.de genannt. Wie findest du die Pläne von Barbara Sommer?

Grundsätzlich freuen wir uns darüber, dass jetzt auch die Politik die Wichtigkeit von Schüler-Feedback erkannt hat. Ganz wichtig ist, dass auch diese Plattform die Anonymität der Schüler garantieren soll – hier haben wir in einem entscheidenden Punkt jetzt auch noch mal von offizieller Seite Rückenwind bekommen. Wir sehen es auch als Bestätigung unserer Arbeit, dass sich der Vorschlag in vielen Punkten an spickmich.de orientiert – zum Beispiel bei den Bewertungskategorien.

Das Hauptargument der Schulministerin für ein eigenes Portal ist die Wahrung der Persönlichkeitsrechte der bewerteten Lehrer. Ich dachte, die Sache sei durch die Entscheidung des Bundesgerichtshofs vom Tisch. Oder liege ich da falsch?

Der BGH hat zu der Thematik abschließend entschieden: Spickmich verletzt eben nicht die Persönlichkeitsrechte der Lehrer. Trotzdem will die klagende Lehrerin wohl noch vor das Bundesverfassungsgericht. In Bezug auf die Pläne von Frau Sommer freuen wir uns natürlich, dass jetzt eine konstruktive Diskussion zum Thema Feedbackkultur an Schulen in Gang kommt. (weiterlesen…)

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Eröffnungskonzert verlegt, Sonderzüge fahren nicht – Wird die Gamescom ein Flop?14.08.09

gamescom-logoIn der kommenden Woche feiert in Köln die Gamescom als “Europas größte Messe für interaktive Spiele und Unterhaltung” (O-Ton Veranstalter), ihre Premiere. Fünf Tage lang dreht sich in der Domstadt dann alles rund um das Thema Gaming. 420 Aussteller aus über 30 Ländern sind vor Ort mit dabei, im Gepäck mehr als 100 Spiele-Neuvorstellungen. Es soll ein Event der Superlative werden, ein echtes Feuerwerk an neuen Computer- und Videospielen, versprechen die Organisatoren der Gamescom in ihren Pressemitteilungen. Ihr erklärtes Ziel zum Auftakt: Mehr als 200.000 Besucher in die Kölner Messehallen zu holen.

Warum gerade 200.000 Besuche plus X? Um symbolisch ein Zeichen in Richtung Messe Leipzig zu setzen. Ihr könnt euch sicherlich noch an die ganze Diskussionen erinnern, die die überraschende Ankündigung des Branchenverbandes BIU mit sich brachte, künftig in puncto Spielemesse eigene Wege gehen zu wollen – und zwar in Köln mit der Gamescom. Gleiches Konzept, gleicher Termin und genau so viel Besucher wie in Leipzig (Rekordmarke 2008: 203.000 Besucher), heißt die Devise hinter vorgehaltener Hand. Wenn in wenigen Tagen die Gamescom ihre Tore öffnet, schauen insbesondere die Kritiker genau hin.

In Köln dürfte die Messlatte besonders hoch liegen. Ebenso die Erwartungen der Aussteller und (Fach-)Besucher. Doch irgendwie habe ich das Gefühl, dass da im Moment nicht alles so läuft, wie es laufen sollte. Vor drei Wochen verlegte die Organisatoren das Eröffnungskonzert mit den Toten Hosen vom RheinEnergieStadion (50.000 Sitzplätze) in den Tanzbrunnen (maximal 12.500 Zuschauer). Offiziell begründet wurde diese etwas peinliche Verlegung damit, dass das Konzept des Gamescom-Festivals geändert worden sei und man sich entschlossen hätte, alle Konzerte im Rahmenprogramm im messenahen Tanzbrunnen zu veranstalten. Gemunkelt wird jedoch ein ganz anderer Grund: Der Kartenvorverkauf lief nicht wie erwartet. Sollte ich schlecht sagen? Jedenfalls hätte man den Veranstaltungsort gewechselt, um sich nicht zu blamieren.

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Heue lese ich nun die nächste Hiobsbotschaft. Die Deutsche Bahn hat auf ihrer Homepage verkündet, dass die beiden Sonderzüge leider entfallen müssen. Die Züge sollten von Hamburg über Bremen, Osnabrück und Münster beziehungsweise von Berlin über Hannover, Bielefeld und Hamm in die Domstadt rollen. Besucher, die sich bereits ein Ticket gekauft haben, bekommen ihr Geld zurück. Ein Grund für die Stornierung nennt die Deutsche Bahn nicht. Dürfte meines Erachtens auch nicht nötig sein. Ich gehe davon aus, dass das Interesse von Berlin aus nach Köln zur Gamescom zu fahren, nicht gerade groß war.

db-sonderzug-gamescom

Seit Ende April läuft bundesweit auch der Ticket-Vorverkauf. Ich bin gespannt, wie der läuft. Im Netz habe ich jedenfalls keinen Zwischenstand gefunden. Mein Gefühl sagt mir aber, dass sich das Interesse trotz Kostenersparnis hier ebenfalls in Grenzen halten wird, denn sonst hätte die Messe schon längst eine Pressemitteilung diesbezüglich veröffentlicht und gesagt, wie toll der Verkauf läuft. Ich habe heute Morgen versucht, den Gamescom-Sprecher telefonisch zu erreichen. Bis dato warte ich aber noch auf eine Rückmeldung. Später also hoffentlich mehr.

UPDATE: Eben hat der Pressesprecher bei mir angerufen. Der Ticketverkauf laufe besser als erwartet. Grundlage dafür seien verschiedene Erfahrungswerte aus den Vorjahren.

(Michael Friedrichs)

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China Unicom bestellt fünf Millionen iPhones – aber ohne WLAN-Funktion14.08.09

china-unicom-logoLange wurde hinter verschlossenen Türen verhandelt, nun ist es scheinbar soweit. Das iPhone kommt ab September ganz offiziell in das Reich der Mitte. Wie die International Business Times berichtet, hat China Unicom, der zweitgrößte Mobilfunkbetreiber des Landes, bei Apple für 1,46 Milliarden US-Dollar (rund 290 Dollar pro Handy) insgesamt fünf Millionen iPhones bestellt. Allerdings keine Standardware, sondern modifizierte Geräte. Neben GSM/WCDMA mit den Frequenzen 900, 1700 und 1900 Megahertz sollen die chinesischen iPhones auch Bluetooth unterstützen. Käufer müssen allerdings ohne eine WiFi-Schnittstelle auskommen, sie wurde aus welchen Gründen auch immer deaktiviert.

Welches iPhone-Modell in China zu haben sein wird, haben die Kollegen von International Business Times nicht herausgefunden (wahrscheinlich aber das 3G). Bekannt ist hingegen, dass es sich bei den iPhones um Modelle sowohl mit acht Gigabyte (Verkaufspreis 350 Dollar) als auch mit 16 Gigabyte (Verkaufspreis 700 Dollar) Speicher handeln soll. Eine Umsatzbeteiligung wie beispielsweise in Deutschland soll Apple laut einem China Unicom-Sprecher übrigens nicht bekommen.

Inoffiziell ist das iPhone natürlich schon seit Monaten im Reich der Mitte zu haben. Im Umlauf sind neue und gebrauchte Modelle, die über Umwege ins Land geschmuggelt wurden. Nicht von der Hand zu weisen sind auch die zahlreichen iPhone-Nachbauten, die es für einen Bruchteil des eigentlichen Verkaufspreises zu kaufen gibt.

China Unicom erhofft sich von dem exklusiven Vertrieb des Apple-Handys vor allem einen regen Kundenzuwachs, um Hauptkonkurrent China Mobile, der größte Mobilfunkbetreiber des Landes, endlich mal die Stirn bietet zu können. Auch für Apple lohnt sich der Deal. Die Mannschaft von Steve Jobs hat zwar auf die sonst übliche Umsatzbeteiligung verzichtet, dafür aber auf einen Schlag fünf Millionen Geräte verkauft. Um diese Dimension zu verdeutlichen: Von April bis Juni hat Apple weltweit 5,4 Millionen iPhones verkauft. Nicht schlecht, oder?

(Michael Friedrichs)

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SMAA: Sony gründet Selbsthilfegruppe für Social-Media-Süchtige13.08.09

smaa-logo

Seid ihr es leid, täglich mit euren Profilen auf Xing, Facebook, StudiVZ und Co. kostbare Zeit zu vergeuden? Nervt euch das nichtssagende 140-Zeichen-Geblubber auf Twitter? Und wollt ihr endlich mal wieder ein bisschen Freiheit zurück bekommen, um euch mit alten Freunden und Bekannten zu einer Tasse Kaffee zu treffen. Nein, nicht virtuell in einem der vielen Chaträume, sondern im realen Leben? Dann habe ich vielleicht die richtige Lösung für euch.

Sony hat kürzlich den Ausstieg gewagt und infolgedessen eine Selbsthilfegruppe für Social-Media-Süchtige ins Leben gerufen.

Just say no to social media!
Are you one of the millions of people whose lives have been ruined by a never-ending torrent of tweets, friend requests and ‘Which kind of pasta are you?’ quizzes? Then it’s time you joined the Social Media Addicts Association.
SMAA is run by reformed social media addicts who all had the courage to stand up and admit to their problem. Will you stop poking people you haven’t seen since college, and join us?

Aber woran kann ich erkennen, dass ich ein Betroffener bin? Und was kann ich tun, um von meiner Sucht los zu kommen? Selbstverständlich hat die Selbsthilfegruppe auch auf diese Fragen ein paar passende Antworten und Tipps im Angebot.

  • Gestehe dir ein, dass du ein Problem hat, aber twittere nicht davon!
  • Akzeptiere, dass du keine Zustimmung von anderen Leuten brauchst, um zu erkennen, dass du süchtig bist!
  • Mache dir die Risiken bewusst, welche Folgen es haben kann, wenn du fremde Menschen gruschelst oder pokst!
  • Sprich mir nach: Twitter und Alkohol vertragen sich nicht!
  • Mach keinen harten Entzug. Lösche jeden Tag ein Freund aus deiner List!

sony-smaa_vaioSpätestens jetzt werdet ihr euch sicherlich fragen, was das hier alles soll. Die Antwort will ich euch nicht schuldig bleiben. Die Selbsthilfegruppe und deren Mitglieder (Videos!) gibt es nicht wirklich (zumindest nicht diese). Hinter der Aktion steckt wie oben bereits erwähnt Sony Europe und der virale Werbeversuch, das neue Vaio-Notebook (“Perfect for social media addicts”) ins Gespräch zu bringen. Übrigens das erste Mal, dass Sony auf virales Marketing für ein neues Produkt setzt. Ein gelungener Versuch, wie ich finde. Was meint ihr?

(Michael Friedrichs)

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Erwischt! Palm sammelt unerlaubt Nutzerdaten von Pre-Besitzern13.08.09

palm-pre-phone-home-feature

Auweia, da kommt wohl ordentlich Ärger auf den amerikanischen Handyhersteller zu. Wie jetzt bekannt wurde, spioniert das Unternehmen seit Juni rund 500.000 Besitzer eines Palm Pre ohne deren Wissen und Einverständnis aus. Möglich mache dies eine versteckte Phone-Home-Funktion, die ein Debian-Entwickler namens Joey Jess auf dem Smartphone jetzt durch Zufall entdeckt hat. Demnach werden gleich mehrmals am Tag zahlreiche Nutzerinformationen an die Server des Geräteherstellers übertragen, wie in der Log-Datei des Palm Pre zu lesen ist.

Um welche Daten geht es? Da sind einmal die GPS-Koordinaten des Gerätes. Auf diese Weise könnte Palm verfolgen, in welchen Gegenden der jeweilige Pre-Besitzer unterwegs ist. Gesammelt werden auch Informationen, welche Programme auf dem Smartphone installiert sind und wie lange diese genutzt werden. Unerlaubte Datenpost an den Gerätehersteller wird ebenfalls versendet, wenn die Firmware des Palm Pre abstürzt.

In den Nutzungsbedingungen gibt es zwar einen kleinen Passus zum Thema Datensammlung, welche Daten allerdings an den Hersteller übertragen werden, ist explizit nicht angegeben. Unklar ist daher auch, warum oder wofür Palm die Daten benötigt. Die Benachrichtigung bei einem Systemabsturz mag ja noch seinen Grund (beispielsweise Programmfehler) haben, aber alle anderen Daten gehen den Hersteller meines Erachtens nichts an. Wenig erfreulich dürfte auch die Tatsache sein, dass die Pre-Besitzer nur ungenügend oder gar nicht über die Spionage-Aktion aufgeklärt werden – und dass sie keine Wahlmöglichkeit haben, welche Daten sie senden wollen, welche nicht und überhaupt.

Joey Hess hat sich nach seiner Entdeckung natürlich sofort hingesetzt und sich Gedanken gemacht, wie der Datenversand an Palm künftig verhindert werden kann. Bis jetzt allerdings ohne Erfolg. Es bleibt zu hoffen, dass Palm nach den Negativ-Schlagzeilen reagieren und die Nutzer entsprechend aufklären wird. Was passiert mit den Daten? Wofür werden sie verwendet? Warum wurden sie gesammelt? Werden sie an anderen Firmen weitergegeben? Fragen über Fragen, die nur der Hersteller beantworten kann. Seine Reaktion ist jetzt gefragt.

Im Herbst soll das Smartphone auch in Deutschland auf dem Markt kommen – dann hoffentlich ohne Datencrawler. Vielleicht hat auch o2, die den Pre hierzulande exklusiv vertreiben, ja ein Wörtchen mitzureden.

Via: Golem

(Michael Friedrichs)

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Aktuelle Studie: Hersteller verkaufen weniger Handys, dafür mehr Smartphones13.08.09

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In ein paar interessante Zahlen hat das Marktforschungsunternehmen Gartner gestern veröffentlicht. Demnach seien von April bis Juni 2009 weltweit 286,1 Millionen Handys verkauft worden – 6,1 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum 2008. Stark angestiegen sind dagegen die Smartphone-Verkäufe. Über 40 Millionen Geräte seien über den Ladentisch gegangen, 27 Prozent mehr als im zweiten Quartal des Vorjahres, heißt es in der Studie. Damit verzeichne dieses Marktsegment das stärkste Wachstum bei den Geräteverkäufen.

Spitzenreiter ist Ranking ist Nokia mit 18,4 Millionen verkauften Smartphones, was einem aktuellen Marktanteil von 45 Prozent entspricht. Platz zwei geht an Research in Motion (RIM) mit 7,6 Millionen verkauften Geräten (Marktanteil 18,7 Prozent). Auf Rang drei befindet sich Apple mit dem iPhone. Laut Gartner-Studie könnte die Mannschaft von Steve Jobs im zweiten Quartal 2009 weltweit 5,4 Millionen iPhones verkaufen. Beeindruckend hierbei ist meiner Meinung nach allerdings nicht die Anzahl der veräußerten Geräte, sondern der Umstand, dass es Apple innerhalb eines Jahres geschafft hat, seinen Marktanteil von 2,8 Prozent auf nunmehr 13,3 Prozent zu steigern. Platz vier geht übrigens an HTC. Der taiwanesische Gerätehersteller (produziert unter anderem Google-Phone G1) konnte zwischen April und Juni 2009 insgesamt 2,4 Millionen Geräte absetzen (Marktanteil sechs Prozent).

Was steht noch interessantes in der Studie drin? Die Marktforscher haben in ihrem Bericht auch ein paar aktuelle Zahlen für den Bereich mobile Betriebssysteme verraten. Demnach ist Symbian mit 51 Prozent Spitzenreiter, das BlackBerry OS kommt auf 18,7 Prozent und das iPhone OS liegt mit 13,3 Prozent auf Platz drei. Der Marktanteil von Microsoft Mobile sinkt auf neun Prozent, das Android-Betriebssystem bleibt knapp unter zwei Prozent.

Wie sieht der Markt in einem Jahr aus? Ein Blick durch die Plastikkugel auf meinem Schreibtisch (ist eigentlich ein LED-Wellness-Ball-Werbegeschenk) hilft mir bei dieser Frage jedenfalls nicht weiter. Ich gehe aber davon aus, dass sich der Trend – weniger normale Handys, mehr Smartphones – auch in den nächsten Jahren so fortsetzen wird. Auch in Sachen Marktanteil gibt es sicherlich noch die eine oder andere Überraschung geben. Schafft es Apple, sich in zwölf Monaten vor RIM zu positionieren? Wie erfolgreich wird Android? Schafft es Microsoft, den Sinkflug von Windows Mobile aufzuhalten?

(Michael Friedrichs)

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Griff in die Mottenkiste: Wing Commander und Populous sollen neu aufgelegt werden12.08.09

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Fällt den Publishern nichts mehr Neues ein oder warum setzen in letzter Zeit immer mehr etablierte Spielehersteller auf das Recycling alter Schätzchen aus den 90er Jahren? Das jüngste Beispiel ist Electronic Arts (EA). Demnach gibt es dort ernsthafte Pläne, die überaus erfolgreichen Klassiker wie Populous, Theme Park, Road Dash und Wing Commander aus der Mottenkiste zu holen und verpackt in frischer Grafik und Soundkulisse neu auf zu legen. Eine offizielle Bestätigung, dass EA bereits mit den Renovierungsarbeiten begonnen hat, gibt es allerdings nicht.

Erst kürzlich hatte Harvey Elliot, Chef des EA-Studios Bright Light, in einem Interview verraten, dass er sich die Remakes ganz gut vorstellen kann. Die Titel hätten damals genau den Nerv der Zeit getroffen. Man müsste sich jetzt überlegen, wie man die Spiele der aktuellen Zeit anpassen könne. Ein Indiz, dass die Überlegungen abgeschlossen sind und die Arbeiten an den Neuauflagen vielleicht schon beginnen könnten, ist die Erneuerung des auslaufenden Markenschutzes für eben jene vier Klassiker. Es könnte sich bei der Verlängerung der Markenrechte allerdings auch nur um eine reine Vorsichtsmaßnahme handeln, damit sich kein Konkurrent die Titel wegschnappt.

Mit Spielen wie Populous und Wing Commander (Theme Park fand ich nicht so gut) bin ich groß geworden. Stundenlang habe ich damals vor meinem PC gesessen und mir die Zeit mit Weltraumkämpfen und Gottspielen tot geschlagen. Wenn EA die Klassiker tatsächlich neu auflegen sollte, würde ich mich darüber natürlich sehr freuen. Bleibt zu hoffen, dass sich die Ergebnisse dann sehen lassen können – denn die Ansprüche an ein gutes Remake dürften nicht gerade niedrig sein.

Via: Gamers.de

(Michael Friedrichs)

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“Wir haben es uns anders überlegt”: tr.im ist wieder da und stänkert weiter gegen Twitter12.08.09

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Es liest sich wie ein schlechter PR-Scherz . Noch am Montag habe ich darüber gebloggt, dass die Betreiber des Kurz-URL-Dienstes tr.im ihr Angebot eingestellt haben – wegen der zu hohen Kosten und wegen der fehlenden Möglichkeiten zum Geldverdienen. Offensichtlich hat es sich die Chefetage aber noch einmal anders überlegt, denn heute heißt es im hauseigenen Blog: Der Dienst mit allen Funktionen (unter anderem auch das Statistik-Tool) stehe ab sofort wieder allen Nutzern bereit – und zwar auf unbestimmte Zeit. Der Grund für Kehrtwendung: Die überaus positiven Reaktionen der Nutzer hätten die Betreiber dazu bewogen, ihre Entscheidung, bei tr.im den Stecker zu ziehen, zu revidieren und weiter zu machen.

Zugleich erneuerte Nambu Network (die Firma hinter tr.im) seine Kritik in Richtung Twitter. Durch die extreme Bevorzugung von bit.ly bei der Auswahl eines Kurz-URL-Dienstes seien die Möglichkeiten, mit tr.im Geld zu verdienen, stark eingeschränkt. Um bit.ly von seiner Monopolposition zu vertreiben seien hohe Investitionen nötig, um die Entwicklung des eigenen Dienstes weiter voranzutreiben. Auch an einen fairen Wettbewerb könne hier nicht die Rede sein.

Deshalb sei man auch weiterhin auf der Suche nach finanzkräftigen Partnern (die Rede ist von 80.000 bis 100.000 US-Dollar), die tr.im dringend brauche, um weiter existieren zu können. Angebote von Spammern und unseriösen Partner würde man allerdings rigoros anlehnen, heißt es. Ebenfalls nicht zum Zuge kämen Angebote, mit Werbeeinblendungen zwischen den Redirects ein paar schnelle Dollar zu machen.

(Michael Friedrichs)

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Schick, aber teuer: Großer Relaunch beim Deutschen Bundestag12.08.09

comic-adlerDamit ihr mich nicht falsch versteht: Nicht der Bundestag wurde relauncht (obwohl das mal dringend nötig wäre), sondern der Internetauftritt mit rund vier Millionen Besucher pro Monat. Bundestagspräsident Norbert Lammert hat die neue Homepage vor einer Stunde (um 11 Uhr) freigeschaltet und in einer Live-Pressekonferenz ein paar interessante Details verraten. Demnach fand die letzte große Überarbeitung des Internetauftritts vor fünf Jahren statt. Investiert wurde ein einstelliger Millionenbetrag (die genaue Summe wollte die Sprecherin auf Nachfrage nicht verraten). Umgesetzt wurde der Relaunch von der Düsseldorfer Agentur Babiel, die schon für das letzte Redesign (2004) verantwortlich war.

Im Mittelpunkt des neuen Internetauftritts stehen bewegte Bilder. Bundestagsdebatten und öffentliche Ausschusssitzungen werden nicht nur live übertragen, sondern stehen anschließend auch als Video-on-Demand-Angebot zur Verfügung. Neben einem aktuellen Termin- und Sitzungskalender finden sich auf der Startseite Tagesordnungen, Rednerlisten und Abstimmungsergebnisse wieder. Ebenfalls an prominenter Stelle, direkt unter dem Comic-Adler, stehen die aktuellen Online-Petitionen.

bundestag-relaunch

Am Einfachsten ist es, ihr macht euch selbst ein Bild von dem neuem Internetauftritt des Deutschen Bundestages. Ich habe schon einmal ein bisschen rumgeklickt und mir gefällt die neue Homepage. Viel zeitgemäßer als vorher. Die Navigation ist selbsterklärend und barrierefrei. Eine Frage-Such-Funktion sorgt zudem für eine schnelle Orientierung.

Wie findet ihr die neuen Seiten? Sind der neue Internetauftritt sein Geld wert? Was vermisst ihr?

Update: Eben hat eine Sprecherin die frühere Aussage korrigiert, wonach der Relaunch einen einstelligen Millionenbetrag gekostet habe. Die tatsächlichen Kosten würden sich auf rund 300.000 Euro belaufen.

(Michael Friedrichs)

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Kampfansage: Facebook Lite und die gewollte Ähnlichkeit mit Twitter12.08.09

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Das ging aber flott. Vor nicht einmal 48 Stunden hat Facebook für 50 Millionen US-Dollar den Online-Dienst FriendFeed übernommen, heute gibt es schon die nächste Überraschung. Demnach hat das Freunde-Netzwerk mit weltweit rund 250 Millionen Mitgliedern vor ein paar Tagen ausgewählte Nutzer zu einem Beta-Test eingeladen. Dabei geht es allerdings nicht um ein künftiges Feature, was auf Herz und Nieren ausprobiert werden darf, sondern um eine neue, abgespeckte Version des Sozialen Netzwerks. Facebook Lite eben.

We are building a faster, simpler version of Facebook that we call Facebook Lite. It’s not finished yet and we have plenty of kinks to work out, but we would love to get your feedback on what we have built so far.

Und Feedback gab es reichlich. Sreeyesh Vijayan, einer der glücklichen Tester aus Indien, bringt es auf den Punkt: “Auf den ersten Blick sieht es aus wie eine vereinfachte Version von Twitter. Mein zweiter Gedanke war, es sieht eher aus wie eine Light-Variante von FriendFeed”. Würde ja prima passen zur jüngsten Neuakquisition. Andere Tester berichten wiederum von keinen Unterschieden zur bekannten Facebook-Version. Schuld daran ist ein etwas peinlicher Fehler der Entwickler. Sie hätten wesentlich mehr Tester eingeladen, als eigentlich vorgesehen waren. Einige Testzugänge seien deshalb wieder gesperrt worden, heißt es.

facebook-lite-detail

Damit dürfte klar sein, in welche Richtung Facebook-Chef Marc Zuckerberg künftig marschieren will und welche wichtige Rolle FriendFeed dabei zugedacht ist. Wann Facebook Lite für alle Nutzer zur Verfügung stehen wird, ist derzeit nicht bekannt. Der Launch dürfte jedoch mit Spannung erwartet werden, denn dann geht der Kampf der Giganten – Facebook vs. Twitter – in eine neue Runde.

Via: TechCrunch

(Michael Friedrichs)

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