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Archive for 09.2009

“Moby Dick” soll reiner Emoticon-Roman werden22.09.09

mobydick
Ah! Der erreicht uns interessante Kunde aus dem Bereich “abgefahrene Netzkunst”! Wer von euch weiß, was Emoji sind? Richtig: japanische Emoticons, die es in Fernost vor allem auf die Handys geschafft haben. Und genau diese Smiley-Sprache spielt beim Projekt des New Yorkers Fred Benenson eine zentrale Rolle: Er will den gesamten “Moby Dick” von Herman Melville in Emoji übersetzen lassen: immerhin 6.438 Sätze.

Um den Plan in die Tat umzusetzen, hat er ein Crowd-Sourcing-Projekt mit dem Namen Emoji Dick ausgerufen. Ingesamt will er 3.500 Dollar an Spenden einnehmen, 641 Dollar hat er zur Stunde bereits einnehmen können. Mit dem Geld will er über Amazons Mechanical Turk – eine Art Zeitarbeitsplattform für Arbeiten, die nicht vom Computer erledigt werden können – Helfer anheuern, die die Übersetzungsarbeit übernehmen. Da es sich weltweit um das erste Experiment dieser Art handelt, sollen gleich drei alternative Ausführungen angefertigt werden – immerhin könnte sich ja der eine oder andere Fehler einschleichen. Die drei Versionen werden nach Vollendung einer Jury präsentiert, die jeden Emoji-Satz miteinander vergleichen und aus den besten die Finalübersetzung zusammentragen.

Jeder, der zehn Dollar zum Projekt beiträgt, wird am Ende mit seinem Namen und einem selbst gewählten Emoji-Schriftzug auf dem Buchrücken belohnt. Ab 40 Dollar erhält der Spender eine Schwarz-Weiß-Kopie von “Emoji Dick”. Für 200 Dollar gibt es eine bunte Special-Edition.

Über Sinn und Unsinn solcher Projekte lässt sich ja streiten, ich halte es trotzdem für eine nette Idee, nicht zuletzt, da Benenson von A bis Z auf das Internet und seine Nutzer setzt, um sie zu verwirklichen. Die Aktion ist übrigens bis zum 19. Oktober befristet. Sollten bis dahin nicht die benötigten 3.500 Dollar zusammengekommen sein, wird “Emoji Dick” wohl nicht Wirklichkeit werden.

(André Vatter)

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Fake-Version: Finger weg von diesem Google Chrome OS22.09.09

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Hier eine Warnung für alle experimentierfreudigen Early Adopters mit Filesharing-Allüren: Derzeit kursiert im Netz eine 500 MB große Kopie von Chrome OS. Eigentlich sollte das Google-Betriebssystem ja erst Mitte 2010 veröffentlicht werden. Doch wie es scheint (und Winfuture berichtet), haben bislang Unbekannte aus Polen eine gefälschte Version bereits heute in Umlauf gebracht. Das Perfide daran: Die Seite, die den Download anbietet, wird sogar von Google (per Google Sites) selbst gehostet. Wer also weniger kritisch Quellenanalyse betreibt, könnte auf den Trick hereinfallen, da als Domain google.com angegeben ist.

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Das gefälschte Betriebssystem soll eine “leichtgewichtige” Linux-Distribution sein, die mit SuSE Studio entwickelt wurde und unter anderem eine GNOME-Desktop-Umgebung, den Chrome-Browser, Open Office und ein Flash-Player-Plugin mitbringt. Die Distribution wird als virtuelles Festplatten-Image zur Verfügung gestellt. Der Download-Link führt zu susestudio.com, allerdings haben offensichtlich die Betreiber den Stecker gezogen und die Datei gelöscht. Das Google Watch Blog weist zurecht darauf hin, das in der kurzen Zeit der Verfügbarkeit Kopien bereits in P2P-Netzwerken gelandet sein können. Solltet ihr also irgendwann über eine angebliches Chrome OS stolpern: Finger weg. Wartet lieber auf die offizielle Beta.

Update, 23. September

Der Fall scheint neue Dynamik zu bekommen: Nachdem SuSE Studio den Download-Link gespert hatte, schränkte auch Google gestern den Zugriff auf die Seite ein (“Verstoß gegen die Nutzungsbedingungen”). Heute Morgen ist die Lage allerdings wieder anders. Die Seite ist aufrufbar und die Unbekannten haben sogar ein Update des Fake-Chrome OS nachgeschoben – mit funktionierendem Download-Link.

(André Vatter)

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Fanpost für Basic Thinking – Ein Ölbild aus Hamburg22.09.09

Basic Thinking Ölbild

Skurrile Tagespost zu erhalten, nun, das sind wir inzwischen ja schon gewohnt. Von Wein über Bier und Zahnbürsten bis hin zu Plexiglas-Puzzleteilen einer zerstückelten Deutschland-Karte war schon alles dabei. Jetzt haben wir erneut Post bekommen. Und dieses Mal waren wir nicht nur überrascht, nein, wir haben uns echt gefreut. Ohne übertreiben zu wollen, waren wir fast schon gerührt über die erste echte Fanpost, die uns hier in Hürth erreicht hat.

Reiko Donner hat uns ein handgemaltes Ölbild zukommen lassen. Und wie ihr oben auf dem Foto sehen könnt, ist es nicht etwa ein Mini-Bildchen. Im Gegenteil: das Gemälde misst 100 Zentimeter in der Breite sowie 75 Zentimeter in der Höhe und wurde in liebevoller Feinarbeit mit  Basic-Thinking-Logo samt Schriftzug gefertigt. Doch warum wurden wir mit dem Unikat bedacht? Die Antwort auf diese Frage liefert Reiko in seinem Anschreiben gleich mit.

Mit diesem Bild möchte ich mich für die schöne Zeit in eurem Blog bedanken. Eure Themen verschönern mir fast jeden Abend und brachten mich bei der Entwicklung und Ausarbeitung meiner Geschäftsidee oft weiter.

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“Arbeit”, “Essen”, “Schlafen”: Microblogger sind Langweiler22.09.09

twitter

Na, ihr lieben Twitter-Hasser – dann wetzt mal die Kommentar-Feder! Das Helsinki Institute for Information Technology HIIT will in einer aktuellen Studie herausgefunden haben, dass Nutzer von Microblogging-Plattformen alle Mühe damit haben, ihre Follower zu unterhalten. Die Top-5 der dort am häufigsten verwendeten Vokabeln seien “arbeite”, “zuhause”, “Arbeit”, “Mittagessen” und “Schlafen”. Für viele Nutzer sei es eine Gratwanderung: Auf der einen Seite erhalten die meisten von ihnen täglich Kommentare auf ihre Postings, was die Motivation zum Schreiben erhält. Auf der anderen Seite wissen sie aber genau, dass alles öffentlich ist und vermeiden daher allzu private Einträge. Die Forscher halten dies für die Gründe für die große Anzahl nichtssagender Posts.

Bevor ihr aber nun zustimmt oder protestiert, sollte ich noch erwähnen, dass die Microblogging-Studie nicht auf Twitter gemacht wurde, sondern auf Jaiku. Das Google-Projekt wurde Anfang des Jahres abgeschossen und zu Open Source erklärt. Die Entwickler der Suchmaschine kümmern sich heute nur noch sporadisch um das Projekt – nämlich in ihrer Freizeit. Das also ist eine Einschränkung, die wir machen müssten. Ingesamt wurden 400.000 Jaiku-Postings ausgewertet. Dabei wurde auch herausgefunden, dass sich Neulinge schnell entmutigen lassen: Wer frisch auf der Plattform ankam und es nicht in kürzester Zeit schaffte, sich eine Publikum zu erschreiben, meldete sich schnell wieder ab. Eine kleine Gruppe etablierter Nutzer schaffte es hingegen zeitweise, rund die Hälfte aller Kommentare für sich zu verbuchen.

Na, dann machen wir mal unsere eigene kleine Umfrage zum Thema:

(André Vatter)

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Schwulenradar für Facebook: Nichts als heiße Luft22.09.09

schwulSollte es stimmen, dass von hundert Menschen bis zu zehn in Liebesdingen eher dem eigenen Geschlecht Aufmerksamkeit widmen – dürften jetzt bis zu zehn von hundert Menschen ziemlich sauer sein. Und nicht nur die. Grund ist ein Experiment der beiden MIT-Studenten Carter Jernigan und Behram Mistree, die mit “GayDar” ein reichlich umstrittenes Online-Analysetool für die sexuelle Orientierung erfunden haben wollen. Also, worum geht es?

“GayDar” funktioniert nach dem Prinzip “Zeig mir deine Freunde und ich sage dir, wer du bist!”. Dazu untersuchten die beiden die Facebook-Profile von 1.544 Männern, die öffentlich angaben, heterosexuell zu sein – sowie die von 21 bisexuellen und 33 homosexuellen Nutzern. Dabei wollen sie herausgefunden haben, dass Schwule im Schnitt häufiger mit Schwulen befreundet sind. Eine angebliche Probe aufs Exempel sollte Sicherheit für diese These bringen. Also schrieben sie ein Programm, das eine Blindanalyse anstellen sollte: 947 Profile von Männern, die auf Facebook ihre Präferenzen verschwiegen hatten, wurden dabei unter die Lupe genommen. Da eine empirische Überprüfung der Ergebnisse reichlich schwierig zu bewerkstelligen ist, griffen die beiden Studenten auf ihren privaten Bekanntenkreis zurück. Zehn ihrer Freunde, die zwar schwul leben, es aber auf Facebook verschweigen, sollen als Homosexuelle identifiziert worden sein. Bumm! Das Schwulenradar wurde erfunden.

Mit der Geschichte gingen Jernigan und Mistree dann zum Boston Globe, wo sie ihre vermeintlichen Erfolge in aller Breite darlegen konnten.

Jetzt, wo ich den Bericht in voller Länge gelesen habe, kann ich nur sagen, dass ich “GayDar” für gefährlichen Mumpitz halte. Und ich sage euch warum: Erstens lässt sich hier von keinem empirischen Beweis – oder gar einer wissenschaftlichen Studie – sprechen, da nur zehn von knapp tausend Annahmen validiert wurden. Zweitens scheitert “GayDar” nach aufrichtigen Angaben der beiden Forscher bei der Voraussage von bisexuellen und lesbischen Nutzern – die nun einmal im Dunstkreis der Homosexualität angesiedelt sind. Und drittens geht es hier um Wahrscheinlichkeiten – und nicht um unumstößliche Beweise: Die Kriterien für die Analyse stützten sich auf die Profilpunkte “Geschlecht”, “Freunde” und “Interesse”. Nun ist es aber auch nicht so, dass gleich jeder Krimifan, der die Bibliothek mit einem Stapel Agatha Christie-Schinken verlässt, gleich Reverend Green mit dem Kerzenständer in der Bibliothek erschlägt.

Laut des Boston-Berichts hatten die beiden Studenten den Segen der Ethik-Abteilung des eigentlich so renommierten MIT (wo immerhin Chomsky lehrt). Ob sie das Einverständnis der überprüften Nutzer eingeholt haben, weiß ich nicht. Letztendlich ist es auch egal, was die beiden da zu beweisen versuchten: Ob sexuelle Orientierung, Lieblingsfarben, Musikgeschmack oder potentielle kriminelle Energie (“Zählen Ex-Knastis zu ihren Bekannten?”) – völlig egal. Diese Art der Rasterfahndungen hebelt den Datenschutz aus und resultiert in einem riskanten Zwangs-Outing ohne Wahrheitsanspruch, gegen den sich die Überprüften nicht wehren können. Doch ich kann mir schon die Motivation dahinter erklären: Letztendlich ist es nur eine Erweiterung oder besser: ein Vorausgriff des Behavioral Targeting, das sich vor allem für die werbende Industrie als Segen erwiesen hat. Und homosexuelles Klientel – auch, wenn es sich nicht als solches offenbart – ist bekannt dafür, nicht nur im Urlaub mehr Kohle auszugeben.

Wer mithelfen will, solche schwachsinnigen und gefährlichen Kategorisierungen als solche zu entlarven, sollte heute mal seinen Facebook-Freundeskreis um ein paar Schwule erweitern. Schwule machen dann bitte genau das Gegenteil.

(André Vatter / Bild: Helden-Zeit)

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Micro-Videoblogging: Robo.to zeigt Trendthemen in Bewegtbild21.09.09

roboto

Vergesst Microblogging, Twitter ist Old-School: Micro-Videoblogging ist in. Ich konnte es gerade selbst nicht glauben, als ich über Robo.to gestolpert bin, aber es ist wahr. Die Plattform hat schon vor ein paar Monaten ihren Dienst aufgenommen, heute kam ein neues Feature hinzu, was sich wohl am besten mit “Echtzeit-Sondierung des visuellen Social Web” umschreiben lässt. Doch vielleicht zunächst einige Details über Robo.to an sich:

Also, jeder angemeldete Nutzer bekommt ein eigenes Profil zugewiesen, über das er seinen Alltag in Bewegtbild festhalten kann. Maximal vier Sekunden stehen dazu zur Verfügung, Ton ist nicht gestattet. Jeder Clip-Schnipsel lässt sich mit einem Tweet-ähnlichen Text versehen. Die Ergebnisse, die wie animierte Mugshot-GIFs aussehen, lassen sich dann ohne Umwege auf Facebook, Flickr, Twitter und LinkedIn schießen. Sie fungieren dann als eine Art Video-Avatare, die jederzeit über die Stimmung des Nutzers Auskunft geben (Beispiel).

Ich habe mich gerade einmal testweise angemeldet und muss sagen, es sieht alles schick, minimalistisch und vor allem selbsterklärend aus. Und doch musste ich mich fragen: Wer braucht so was? Seit August haben sich 100.000 neue Mitglieder angemeldet. Vielleicht können zum besseren Verständnis der Zahl auch die Hintergründe ein wenig bei der Aufklärung helfen: immerhin gehört Robo.to zu Particle (“We make massively small products.”) – und Particle ist das Investitionsbaby eines gewissen Justin Timberlake.

Mit dem oben erwähnten neuen Feature will Robo.to der Frage “Wer braucht so etwas?” nun entschieden entgegen treten. Heute ist sich jeder der Bedeutung von Echtzeitinformationen bewusst: Live-Tweets spiegeln die momentane Lage des Internet wieder, geben Auskunft über das, was im Hier und Jetzt passiert – was den Michael Jackson-Fan genauso interessiert, wie das Unternehmen, das gerade ein neues Produkt auf den Markt gebracht hat und dessen Marketing-Manager nun aufgeregt vor dem Monitor sitzt, um die Reaktionen mitzuverfolgen. Die heißesten Themen werden bei Twitter in den Trending Topics zusammengefasst – und genau das will Robo.to nun kopieren. Dadurch, dass jeder Clip mit Text versehen wird, kann auch der inhaltliche Bezug der Videos jederzeit erfasst werden. Der jetzt gelaunchte TV-Modus bietet die niemals endende Glotze, bei der sich das Programm per Hashtag, Keyword oder nach einzelnen Nutzern selbst zusammenstellen lässt.

“Das soziale, mobile Web erlaubt es Menschen überall auf der Welt, in Echtzeit an globalen Diskussionen teilzunehmen”, erklärt Particle-CEO Rey Flemings. “Die Masse des user-generated Content, die während großen Events aufläuft, ist beeindruckend.” Doch die Werkzeuge hätten mit dieser Entwicklung nicht mitgehalten und so sei es immer schwieriger geworden, einen Überblick über die Diskussion zu behalten. “Wenn ein Bild mehr als tausend Worte sagt, dann bietet der Robo.to TV Mode einen unschätzbaren Vorteil beim Einblick in Menschen und Konversationen – im Internet und überall auf der Welt.”

Naja. Ich bin wahrlich kein Innovationsmuffel und stehe eigentlich neuen Ideen immer offen gegenüber. Deshalb wäre ich dankbar, wenn vielleicht ein leidenschaftlicher Robo.to-ker unter euch ist, der mir die Begeisterung über stumme, grieselige Miniclips beibringen kann. Ich kenn ja das Gerücht, dass einige Twitter-Nutzer ihre Tweets gerne vom stillen Örtchen aus senden. Ein analoges Verhalten auf Robo.to möchte ich mir lieber nicht vorstellen.

(André Vatter)

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App fährt beim iPhone die Tastatur aus21.09.09

Der Werbeblogger hat gerade dieses kleine, aber feine Video ausgegraben, das sich die Salzburger Designagentur AirosDesign als Viral-Vid hat einfallen lassen. Urheber ist der FH-Student Manuel Eder, offensichtlich ein Animation- und Flash-Künstler.

Bevor jetzt die Debatte à la “Hach, wie unrealistisch!” wieder losgeht, will ich sie direkt auf eine höhere Stufe heben: Schaut mal bei den Kaputtmachern von iFixIt vorbei, die sich das iPhone 3GS bereits einmal vorgenommen und komplett auseinander gebastelt haben. Ja, ihr Zweifler habt recht – da steckt gar keine Alu-Tastatur drin! Auch in den Kommentaren auf YouTube tummeln sich findige Fake-Entlarver: Ein Indiz sei zum Beispiel auch die Unschärfe am Ende des Clips.

(André Vatter)

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Weltpremiere: Headset ohrgesteuert21.09.09

put your headset in your ear

Es ist ja immer eine spannende Sache, wenn ein Unternehmen eine Innovation ankündigt und dafür extra einen Webcast startet. Genau das war heute Mittag bei Sony Ericsson der Fall. Und was da in London neu vorgestellt wurde, hat durchaus die Berechtigung, sich als schicke Neuerung zu bezeichnen: Das nach Herstellerangaben erste Stereo-Headset der Welt, das ohne gesonderte Bedien-Tasten auskommt und stattdessen mit einer speziellen Sensor-Technik arbeitet.

Start-Stopp-Automatik

Das Prinzip ist relativ schnell erklärt: wer das so genannte MH907 an sein Sony-Ericsson-Handy koppelt (das soll übrigens bei allen Modellen mit Fastport Anschluss möglich sein), muss die beiden Ohrstöpsel nur in die eigenen Lauscher stecken und schon startet der ins Handy integrierte MP3-Player. Pause gefällig? Einfach einen Stöpsel (aus dem Ohr) ziehen. Eine Fortsetzung der Wiedergabe startet automatisch, sobald der Ohrhörer wieder zurück ins Ohr geführt wird. (weiterlesen…)

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Nach Netzneutralität-Order: Skype will zurück in das UMTS-Netz21.09.09

iphone-skype-app

Bei so was ist Skype natürlich fix dabei – wenn ein Gerichtsverfahren ins Haus steht, kann sich die Reaktion auch schon mal um ein paar Monate verzögern. Nur einen Tag, nachdem Obama die US-Bundesnetzagentur FCC angewiesen hat, den Internet- und Mobilfunk-Providern die Daumenschrauben anzulegen, um keine (teure) Hierarchisierung des Internet-Traffic vorzunehmen, prescht der VoIP-Dienst vor.

Zum Hintergrund: Bislang war es ja so, dass Skype beinahe überall auf dem Erdball von Telcos ausgesperrt wurde. Wer VoIP auf seinem Handy nutzen möchte, muss sich auf das stationäre WLAN verlassen. Warum? Nun, Anbieter wie die Telekom behaupten, dass Sprachdienste per UMTS soviel Traffic verursachen, dass das Mobilfunknetz in die Knie gehen würde. Deshalb, liebe Kunden, müsse man verstehen, dass für eine solche Mehrbelastung auch Mehrgebühren (aktuelle Übersicht) fällig werden. Dieser Form der Internetsteuer für bestimmte Online-Dienste oder -Angebote werden die Amerikaner also in Kürze einen Riegel vorschieben: in Deutschland ist das muntere Zerpflücken dessen, was einmal Internet genannt wurde, weiterhin gestattet.

Skype wittert nun seine Chance, als günstige Alternative für Telefonate auf das Handy zurückzukehren. Dazu will CEO Josh Silverman heute Abend auf einer Veranstaltung eine Rede vor Branchenvertretern halten, unter denen unter anderem auch der FCC-Vorsitzende Julius Genachowski sitzen wird. “Die meisten Leute wollen Skype auch über das mobile Breitbandnetz nutzen”, sagte Silverman im Vorfeld des Events. “Wir wollen die Telcos aus dem Weg haben!” Die App für das iPhone wurde alleine bis Juli weltweit rund vier Millionen Mal heruntergeladen. Der Gebrauch von Skype auf dem Apple-Handy sei bereits “ziemlich gut” – er wäre jedoch noch immer mit Handschellen gefesselt. “Dies ist ein Internet – und es ist völlig egal, welche Art des Zugangs oder welches Gerät du dafür benutzt”, so Silverman.

In Deutschland scheint der Trend zur Netzmaut erst einmal gefestigt zu sein. Wer sich mehr über die Hintergründe des Streits und das Thema Netzneutralität im Allgemeinen informieren möchte, kann im Anschluss noch ein aktuelles Videointerview mit Silverman finden. (weiterlesen…)

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AmazonBasics: Der neue Grabbeltisch für Elektro-Schnäppchen21.09.09

amazon_basicsEndlich bietet Amazon No-Name-Produkte in Mindeststandardqualität zum Schleuderpreis an! Ein logische, betriebswirtschaftliche Entscheidung, immerhin folgt der Versandhändler damit dem Trend der Kunden, die ihre Einkäufe immer häufiger im Billig-Discounter erledigen, anstatt sich im Supermarkt die Markenprodukte zu Apothekenpreisen auszusuchen. AmazonBasics heißt der neue Billig-Shop, der zum Start hauptsächlich Kabel, CD- und DVD-Rohlinge im Programm hat. Ein kurzer Preisvergleich zeigt, dass Amazon tatsächlich im Billig-Segment mitmischen kann: Eine 50er-Spindel mit Double Layer-DVDs (8,5 GB) kostet als Basics-Variante etwa 35 Dollar. Philips nimmt für ein vergleichbares Produkt knapp 50 Dollar, Imation rund 58 Dollar. Was die Händler dabei besonders ärgern dürfte: Amazon trennt die neue konkurrierende Ware nicht vom übrigen Katalog ab, sondern nimmt auch bei Suchen alles schön übersichtlich in die Ergebnisseiten auf (Beispiel, s. Nr. 6). Auch sonst stehen Kunden alle Möglichkeiten offen, Preise zu vergleichen, Bewertungen abzugeben oder Rezensionen zu schreiben.

Ach, ja – neben dem Preis gibt es noch ein Alleinstellungsmerkmal: die äußere Hülle. Amazon verspricht “frustrationsfreie Verpackung“, was nichts anderes bedeutet, als das auf Blister-Packungen verzichtet wird. Eine Entscheidung, die hoffentlich bald weitere Nachahmer findet. Zum einen macht es für einen Online-Händler absolut keinen Sinn, seine im Netz beworbenen und dann bereits gekauften Produkte in aufwändigen und teuren Sichtverpackungen auf die Reise zu schicken, die auch noch an der Marge knabbern. Zum anderen haben die Kunden schlichtweg keine Lust mehr auf einen erhöhten Puls, sperrigen Plastikmüll und mögliche Schnittverletzungen. Die Amazon-Verpackung ist Karton pur und soll sich problemlos öffnen lassen.

Da das Angebot noch recht überschaubar ist, hat der Händler angekündigt, das Portfolio nach und nach zu erweitern; noch sei man dabei, “Input der Kunden” zu sammeln, bevor neue Produkte eingeführt werden. Unstrittig ist, dass AmazonBasics auch bei anderen Ländershops zum Zuge kommen soll, ein genauer Zeitplan wird in der Pressemitteilung aber nicht genannt. Ein baldiger Start in Deutschland ist schon vorstellbar, zumal Amazon auch hier bereits mit einigen Herstellern kooperiert, um günstigere Produkte auf den Markt zu werfen: Obwohl ich meine Ohrhörer regelmäßig alle sechs Monate schrotte, greife ich immer wieder auf die Creative EP 630 zurück. Als ich kürzlich meine halbjährliche Bestellung abschickte, staunte ich nicht schlecht – Amazon hat sich den exklusiven Vertrieb einer Sonderedition gesichert: Creative EP 630 ECO kommt in fetzigen Farben und Umweltverpackung – und ist zwei Euro günstiger.

(André Vatter)

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Basic Sunday: Die Revolution20.09.09

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4. August: Vier Monate sind vergangen, seitdem du fortgegangen bist. Ich weiß nicht, ob du versucht hast, irgendwie mit mir Kontakt aufzunehmen, aber keine einzige deiner Nachrichten hat mich erreicht. Ich hoffe, dass es dir gut geht, dort wo du jetzt bist. Die Arbeitslosigkeit ist noch immer so schlimm, dass die meisten Menschen ihren Alltag Zuhause verbringen. Ich vermisse die Schule und die vielen Kinder. Auch, ob unsere Nachbarn überhaupt noch da sind, weiß ich nicht. Ich habe sie seit geraumer Zeit nicht mehr gesehen. Die Straßen sind oft wie verwaist. Manchmal hört man Menschen schreien. Wahrscheinlich sind es Aufständische, die von der Obrigkeit verhaftet worden sind. Ich verhalte mich hier weiter ruhig und hoffe darauf, dass dich diese Nachricht erreicht. Ich bin nicht die Einzige, die ihren Mann verloren hat. Ein Schmugglerbande hat mir versprochen, dir meine Nachrichten zu übermitteln. Anscheinend weiß nur ich nicht, wo du dich gerade aufhälst. Ich denke an dich und hoffe, dass dich meine Nachricht erreicht. Bitte melde dich.

Auf der anderen Seite

14. September: Mein Geliebter, nun sind schon fünf Monate ins Land gegangen und noch immer habe ich nichts von dir gehört. Ob mein erster Brief bei dir angekommen ist, weiß ich nicht. Der Anführer dieser Bande hat mir versichert, dass er meine Nachricht persönlich bei dir abgegeben hat. Er meint, du hättest dich sehr darüber gefreut. Eine Antwort hättest du mir aber nicht mitgegeben. Zumindest ist meine Hoffnung geweckt und die Gewissheit, dass es dir wirklich gut geht. Langsam kehrt wieder Normalität in unseren Alltag ein. Es trauen sich wieder die ersten Menschen auf die Straßen. Davor gab es mehrere Wochen lang große Unruhen. Häuser wurden gestürmt und Menschen mitgenommen. Wahrscheinlich, um sie zu verhören. Einige Tage später waren die Bewohner dann wieder in ihren Häusern. Vielleicht geht diese schlimme Zeit langsam ihrem Ende zu. Denn auch die Anzahl der Polizisten ist merklich kleiner geworden. Auch ich werde versuchen, mich langsam wieder in die öffentliche Ordnung einzufügen. Ich werde dir jetzt regelmäßig schreiben – in der Hoffnung, dass du meine Nachrichten liest. Ich denke an dich.

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LucasArts verschenkt erste Episode von “Tales of Monkey Island”18.09.09

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Ich muss schon eine echt wasserscheue Landratte sein, dass ich vom International Talk Like a Pirate Day bis heute nichts mitbekommen habe: ein sich jedes Jahr am 19. September wiederholendes Ritual, bei dem alle Seeräuberfans ein Auge zukneifen und ständig “Arrrrr” sagen. Klasse Sache. Aber darüber wollte ich gar nicht schreiben, sondern eigentlich über LucasArts, wo man sich den diesjährigen Piraten-Tag als Datum für eine neue Promo-Aktion auserkoren hat. Und natürlich geht es um “Monkey Island”! Schon jetzt wurde im Rahmen der Feierlichkeiten der Preis des iPhone-Spiels auf 2,99 Euro gesenkt, auch die Special Edition für PC und Xbox gibt es noch bis zum 21. September für kleines Geld.

Doch das ist nicht alles: LucasArts arbeitet ja schon seit einiger Zeit an einem neuen Teil der Guybrush Threepwood-Story mit dem Namen “Tales of Monkey Island“. Das Spiel wird als Episoden-Game mit fünf Teilen auf den Markt kommen, der Rundumkaufpreis soll insgesamt bei 35 Dollar liegen. Wer am Samstag zuschlagen möchte, zahlt nur 29,95 Dollar (“Ein so niedriger Preis – das ist fast schon Piraterie!”). Oder er lädt sich kostenlos (!) die komplette erste Episode “Launch of the Screaming Narwhal” herunter. Alle Infos dafür findet ihr auf playlikeapirate.com. Arrrrr!

(André Vatter)

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Double Click Ad Exchange: Auch Blogger können von den Werbeauktionen profitieren18.09.09

double_googleNehmen wir an, Herr Müller von der Sanitäranlagen Müller und Sohn GmbH will sein Geschäft wieder ankurbeln. Werbung soll den gewünschten Erfolg bringen und da passt es, dass er erst kürzlich einen Artikel über Display-Ads im Internet gelesen hat: Banner, kleine Videos, Flash-Animationen können seine Produkte gleichzeitig erklären und bewerben. “Toll, das mach ich”, sagt sich Herr Müller. Dann recherchiert er mehrere Stunden im Netz. Am Abend kratzt er sich am Kopf, lehnt sich im Stuhl zurück und macht den Rechner aus. “Ne,” seufzt er. “Das lokale Käseblatt – das reicht auch.”

Das Problem in Deutschland ist, dass der Markt für Display-Werbung dermaßen zersplittert ist, dass niemand mehr durchblickt. Holger Schmidt (Netzökonom) beziffert die Zahl konkurrierender Vermarkter in diesem Bereich auf 400. Es gibt keine Konsolidierung, die es dem Kunden einfacher machen könnte, einen Einstieg und Orientierung bei den Angeboten zu finden.

Genau das Problem hat Google nun erkannt und beschlossen, das weltweite Geschäft mit Display-Werbung unter ein einziges Dach zu stellen. Natürlich Googles Dach. Die Lösung lautet Double Click Ad Exchange, ihr erinnert euch vielleicht noch daran, dass die Suchmaschine im Jahr 2007 Double Click für rund 3,1 Milliarden Dollar übernommen hat. Jetzt soll der Werberiese erstmals im großen Stile wieder hervortreten. Geplant ist eine Auktionsplattform für Werbeplätze. Website-Betreiber haben die Möglichkeit, die weißen Flächen rund um ihre Inhalte höchstbietend und in Echtzeit an Vermarkter zu versteigern. Google kassiert dann Provision bei erfolgreich verlaufenen Versteigerungen. Durch diese Vereinfachung würde der Zugang zu Werbeplätzen stark vereinfacht, verspricht Google. “Einige Betreiber verkaufen nur 20 Prozent der verfügbaren Fläche. Es ist vergleichbar mit Airlines, die ihre Flugzeuge fast leer auf die Reise schicken. Zusätzlich müssen die Betreiber mit der komplexen Materie umgehen, Tausende von Werbern und Kampagnen zu managen”, schreibt Neal Mohan, Vice President Product Management, im Google-Blog. (weiterlesen…)

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Der intelligenteste Billard-Tisch ist ein Spielverderber18.09.09

Da sagt noch mal einer, dass Bildungsausgaben immer in irgendwelchen Nonsens-Projekten versickern würden! Nein: Ebenso wichtig wie die Entdeckung der Formel für den Weltfrieden oder eine Erfindung, die Delfine zum Sprechen bringt, ist dieser abgefahrene Billard-Tisch, den sich das Robotics Computer Vision Lab (kurz RCVlab) der bekannten Queens Universität in Kanada, Ontario, hat einfallen lassen. “Deep Green & Augmented Reality Pool” wurde er getauft, wobei sich “Deep Green” auf das Gehirn der Anlage (vgl. Deep Blue) und “Augmented Reality” auf das mittlerweile allseits bekannte Phänomen der computergestützten Erweiterung der Realitätswahrnehmung bezieht.

Der Roboter kann das Queue (das grammatikalische Neutrum gehört sich hier so, wurde mir eben durch den Hörer gerufen) selbst bedienen und natürlich auch die Bälle neu sortieren. Alternativ greift der Spieler selbst zum Stock und verlässt sich auf die vorberechneten Laserbahnen, die Deep Green ihm in Echtzeit anzeigt. Kleiner Wermutstropfen: Bierflasche und Zigarette muss der Spieler dabei allerdings selber halten.

Ach, ja, noch eine Info für das partysüchtige House-Volk: Der Soundtrack stammt von Groove Cutter (“My Shooter”).

Via: Reddit

(André Vatter)

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Neue Facebook-App: Obama zeigt noch immer, wie Politik dem Bürger verkauft wird18.09.09

screen-capture-2Wie ihr vielleicht mitbekommen habt, steht Obama in den Staaten derzeit mächtig unter Beschuss. Die geplante Gesundheitsreform fliegt ihm schon jetzt um die Ohren und dass er den megalomanischen Raketenabfangschirm (zunächst Reagans “Star Wars”-Phantasie und dann Bushs Lieblingsprojekt) von der Agenda geschubbst hat, macht ihn in den Augen der konservativen Kräfte des Landes jetzt auch noch zum Russenfreund. Um Gottes Willen!

Doch das Weiße Haus lässt sich nicht entmutigen. Die Gesundheitsreform wird am Ende garantiert einschneidend und schmerzhaft sein, da aber eigentlich jeder weiß, dass sie in Amerika (wo Krankenkassenschutz ein Luxus ist) längst überfällig ist, muss man den Bürgern die kommenden Maßnahmen nur richtig verklickern. So etwas ist aufwändig und vielleicht hin und wieder auch entmutigend. Doch bei gesellschafts-politischen Neuerungen, die von der Regierung ausgehen, reicht es nun mal nicht aus, sich ein, zwei Mal vor eine Kamera zu stellen und zu sagen: “Ja. Das ist die Agenda 2010. Das wird hart. So, ne? Glückauf.” Ich verspreche euch: Eine solche Partei kann sich zu einer späteren Wahl “Projekt 18″ auf die Fahnen schreiben.

Obwohl die Demokraten in Amerika den Wahlkampf längst hinter sich haben, halten sie das Wählervolk auf Schritt und Tritt über aktuelle Entwicklungen in Washington auf dem Laufenden. Überzeugungs- und vor allem Aufklärungsarbeit leistet die Obama-Administration dabei nirgendwo stärker als im Netz. Als jüngstes Beispiel hat whitehouse.gov heute Nacht eine neue Facebook-App gelauncht, die den beunruhigten Bürgern das Konzept der Gesundheitsreform auf fast spielerische Weise näher bringen soll. In Quizform klicken sich die Nutzer durch 13 Fragen an die Antwort heran, wie die ganz persönlichen Folgen der Reform für sie aussehen könnten: Wie alt bist du? Hast du Kinder? Planst du einen Wechsel des Arbeitgebers in naher Zukunft? Ist jemand in deiner Familie schon einmal ernsthaft erkrankt? Am Ende erhält der Nutzer eine leicht verständliche Beschreibung von dem, was ihn erwarten und wie die Reform Auswirkung auf sein Leben haben wird. Per Knopfdruck landet sie dann auf seinem Profil, gemeinsam mit einem eingebetteten YouTube-Video, das Obamas Kongressrede zu den Vorhaben im Gesundheitssektor zeigt.

Transparenz und Glaubwürdigkeit. Die Amerikaner verstehen es, mittels des Internet sensationell zeitnah auf aufkeimende Kritik bei Bürgern und Opposition zu reagieren und sich ihr offen zu stellen, anstatt unpopulistische Maßnahmen einfach auszusitzen. Ich bin kein uneingeschränkter Obama-Fan. Und ich weiß auch, dass die US-Politik – anders als die deutsche – über mehr Erfahrung und auch über mehr finanzielle Mittel für derlei Aktionen verfügt: Doch trotz der plumpen Tapser der deutschen Wahlkämpfer im Internet würde ich mir sehr wünschen, dass die Ambitionen auch nach dem 27. September weiter anhalten. Politik findet nicht nur wenige Wochen vor Bundestagswahlen statt, sondern ganze Legislaturperioden lang. Und die Bürger haben auch abseits von 30-minütigen “Sommerinterviews” mit Spitzenkandidaten ein Recht darauf, jederzeit zu erfahren, was die Demokratie mit ihnen vorhat.

(André Vatter)

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