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Archive for 09.2009

Wer-kennt-wen bekommt einen eigenen Mobilfunktarif15.09.09

wkw2Erst kürzlich habe ich über den plötzlichen Kuschelkurs geschrieben, den die deutschen Telcos gemeinsam mit den sozialen Netzwerken eingeschlagen haben: Sowohl Facebook- als auch VZ-Nutzer können sich kostenlos per SMS über Aktivitäten auf den Plattformen informieren lassen. Nun kommt ein dritter Wettbewerber hinzu: Wer-kennt-wen konnte Vodafone für eine neue Kooperation (PDF) gewinnen.

Ab Oktober soll ein Mobilfunkangebot an den Markt gebracht werden, das “speziell auf die Bedürfnisse der Mitglieder eines sozialen Netzwerkes” zugeschnitten ist. Der wkw-Tarif soll kostenloses Surfen mit dem Handy beinhalten (auch auf der Plattform), sowie Gratis-Telefonate zwischen den registrierten Nutzern erlauben.

Vodafone und wkw-Chef Fabian Jager freuen sich über die neue Partnerschaft: “Mit unserem community-orientierten Mobilfunktarif wkw-Mobil haben wir ein neuartiges Angebot geschaffen. Wir sind begeistert, dass unsere sieben Millionen Mitglieder sich jetzt auch mobil mit ihrem eigenen Tarif miteinander vernetzen können”, sagte der 27-Jährige. Mehr wurde über den Tarif allerdings vorerst nicht verraten. Alle relevanten Informationen und Einzelheiten wolle man erst im Oktober bekannt geben. Sobald wir mehr wissen, geben wir es weiter.

(André Vatter)

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Das Eee Keyboard soll nächsten Monat kommen15.09.09

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Damit dürfte der Marktstart bestätigt sein: Wie PCWorld berichtet, habe ein Top-Manager von Asustek Computer angekündigt, dass das lange erwartete Eee Keyboard schon im kommenden Monat in den Regalen der Händler zu finden sein wird. In der Branche wird davon ausgegangen, dass der Preis dann zwischen 400 und 500 US-Dollar liegen könnte.

Das Eee Keyboard wurde bereits Anfang des Jahres auf der CeBIT der Öffentlichkeit vorgestellt, Asustek präsentierte die Tastatur als “vollwertigen PC”, der vor allem im Wohnzimmer sein Einsatzgebiet finden soll. Statt eines Monitors wurde ihm ein 5-Zoll Touchscreen verpasst, zudem können über eine kabellose Ultra Wideband HDMI-Schnittstelle die Inhalte auch auf kompatiblen Monitoren dargestellt werden. Im Inneren arbeitet ein 1,6 GHz Intel Atom Prozessor, als Arbeitsspeicher steht ein Gigabyte DDR2 DRAM zur Verfügung. Die Festplattengröße beträgt wahlweise 16 oder 32 Gigabyte und wird per Flash-Speicher zur Verfügung gestellt – für das vorinstallierte Windows XP sollte es also reichen. An weiteren Schnittstellen sind WLAN (802.11 b/g/n), Bluetooth 2.0, zwei USB-Ports, je ein HDMI- und VGA-Kabelanschluss sowie ein Ein- und Ausgang für Audio an Bord. Das Ganze konnte Asustek in einem kompakten Gehäuse unterbringen, das gerade einmal 900 Gramm wiegt. Die (übrigens mal überhaupt nicht schönen) Pressefotos geben Anlass zur Annahme, dass es eine schwarze und eine silberne Ausführung geben wird.

(André Vatter)

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Sieben Regeln für erfolgreiches Online-Flirten15.09.09

compliments-chartDie Dating-Plattform OkCupid hat sich einmal hingesetzt und eine halbe Million erster Chat-Kontakte seiner Mitglieder ausgewertet – bevor kritische Stimmen laut werden: Zuvor wurden sämtliche Beiträge anonymisiert (so wurden die IP-Adressen und Zeitstempel entfernt). Das Ergebnis ist ein interessanter Regelkatalog voller Do’s und Don’ts. Ich habe die Tipps mal zusammengefasst und auf das deutsche Internet übertragen

1. Wortwahl
Schlechte Grammatik, Rechtschreibfehler, Abkürzungen und Netspeak sind ein absolutes Tabu! Die einzige Ausnahme: “Haha” und “Lol” können als Eisbrecher hin und wieder doch noch gute Dienste erweisen. Hier lag die Antwortfrequenz bei 41 bis 45 Prozent. Humor ist also auch im Internet angesagt!

2. Komplimente
Der Austausch von Höflichkeiten ist so eine Sache: “Sexy”, “hübsch” und “heiß” sind absolute No-Gos, zumal sie beim noch nie gesehenen Gegenüber Befremden auslösen könnten. Beschränkt euch beim Hofieren des Gesprächspartners auf eher allgemeinere Qualitäten: “cool”, “faszinierend”, “großartig.”

3. Begrüßung
Tut euch den Gefallen und beginnt niemals ein Gespräch mit “ASL?” (“Age, Sex, Location”). Der Einstieg muss locker und ungewöhnlich sein: “Hi” oder “Hallo” sind ebenfalls keine Alternativen, da sie nur zu einer gleichlautenden Antwort verleiten. “Wie geht’s?” wirkt interessierter, “Wie läuft’s?” kommt ebenfalls gut an. Alle Begrüßungen, die ein wenig aus der Art geschlagen sind, haben eine 27-prozentige Chance, eine Antwort zu erhalten.

4. Plattformtreue
Klar, dass ein Flirt-Treffpunkt wie OkCupid auf den Standpunkt beharrt, dass Liebe dort am besten gedeiht, wo sie begonnen hat: nämlich bei OkCupid. Doch an dem Argument ist tatsächlich etwas dran. Wer schnell auf andere Kanäle wie E-Mail, Instant Messaging oder gar auf das Telefon ausweicht, riskiert den Verlust des sicher geglaubten Partners. Wir reden hier immerhin von einer zehn Prozent Chance, dass dies geschieht. Lieber also noch ein paar Tage abwarten, bevor ihr die ICQ-Nummern tauscht und aus der Anonymität heraustretet. (weiterlesen…)

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Macht Wahlkampf für Eure Rechte!15.09.09

Alexander Lehmann hat nachgeschoben. Der Urheber des Protestvideos “Du bist Terrorist” bringt knapp zwei Wochen vor der Bundestagswahl einen weiteren Clip ins Netz, der hart mit der aktuellen Politik ins Gericht geht: “Rette deine Freiheit” ist ein ironisches Statement zur aktuellen Überwachungslage der Nation – und ein fragwürdiges Orakel für künftige Repressionsmaßnahmen. Die “Zeit” nennt das Video (zunächst) “einseitig und polemisch” – und wisst ihr was? Wir brauchen mehr davon!

Wenn die Stimmen der größten Petition in der Geschichte der BRD, bei der 132.000 Menschen gleichzeitig aufgestanden sind, um ein Zeichen gegen das Vorgehen der Regierung zu setzen, einfach weggewischt werden, ist es Zeit für den nächsten, höheren Gang. Polemik ist das Instrument der Politik, schaut euch die “Demagogie der Zensursula” an, die ohne rot zu werden vom Podium herunter ihr Netzzensur-Plädoyer mit der widerlichsten, bildhaftesten Sprache zum Ausdruck bringt. Drehen wir den Spieß um.

Die Politik hat diese Debatte längst vom Pfad der Sachlichkeit geführt, spielt mit den Ängsten und Sorgen der Bevölkerung, verlacht, diffamiert – oder noch schlimmer – kriminalisiert die Kritiker der Netzsperren. Warum sie das tun können? Weil das Wählervolk im Internet vernachlässigbar ist. Im Vergleich zur Kreuzchenmacher-Masse der Offline-Stammwählerschaft ist die “Community” – sofern es so etwas gibt – ein kleiner Kreis, in dem vielleicht noch nicht einmal jeder wahlberechtigt ist.

Deshalb finde ich es gut und richtig, dass die Diskussion vom Netz auf die Straße getragen wird – dort, wo Oma Schmidt und Opa Müller dir mit der Einkaufstasche entgegenkommen. Die etablierten Medien haben in der Vergangenheit versagt, als es darum ging, die Internetpolitik auch in den Printausgaben zu erklären und die brisanten Hintergründe zu beleuchten. Die Berliner Demonstration vom Samstag war so eine Gelegenheit, der Generation Offline überhaupt erst einmal zu verdeutlichen, was hier abläuft.

Dabei geht es längst nicht mehr alleine um Netzpolitik. Diese ist nur ein Teil der dramatisch wachsenden populistischen Maßnahmen, die nicht nur kurzsichtig, sondern in erster Linie gefährlich sind: Amoklauf an der Schule? Zack: “Killerspiel”-Verbot! Vermehrte Diebstähle von Teenagern? Zack: Verschärftes Jugendstrafrecht! Prügelszenen in der U-Bahn? Zack: Mehr Kameras! Damit ist die Angelegenheit für die Politik gegessen. Was ist mit mehr Vertrauenslehrern? Was ist mit dem Problem der steigenden Zahl von Hartz4-Haushalten und wachsender Kinderarmut? Warum gibt es nicht mehr Sicherheitspersonal in den öffentlichen Verkehrsbetrieben? Zu teuer? Zu kompliziert?

Es bleiben noch knapp zwei Wochen Zeit, das Augenmerk der Wähler auf diese Probleme zu lenken. Videos wie “Rette deine Freiheit” leisten ihren Beitrag dazu. Betreibt auch ihr weiter Aufklärung, geht auf die Straße und macht vor allem am Wahlsonntag die richtigen Kreuzchen. Ich will am 28. September nicht erwachen und mich im finstersten Mittelalter wiederfinden.

(André Vatter)

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England: Brückenschlachten via Twitter15.09.09

towerbridgeSeit 1894 öffnet und schließt sich die Londoner Tower Bridge, um Schiffe die Durchfahrt auf der Themse zu ermöglichen – und seit 2009 twittert sie auch. Unter @towerbridge wurde ein offizieller Kanal eingerichtet, der die Bewohner der britischen Hauptstadt über den aktuelle Verkehrslage auf dem Fluss unterrichtet: “Ich öffne für die SB Gladys, die flussaufwärts fährt”, heißt es da. Wenige Minuten später: “Ich schließe, nachdem die SB Gladys flussaufwärts passiert hat.” Zugegeben, das Ganze klingt roboterhaft dröge, doch was will man verlangen? Es handelt sich um eine Brücke und die haben naturgemäß nun einmal nicht viel zu sagen.

“Oh, doch!”, sagte sich jedoch ein unbekannter Brite. Als Reaktion hauchte er der konkurrierenden London Bridge ebenfalls auf Twitter ihr Leben ein – und gab gleich von Anfang an mächtig Gas: “Gewisse andere Brücken denken, dass sie so cool sein, wenn sie twittern. Nun, das sind sie nicht. Ich bin die coolste Brücke in London. Offiziell”, lautete die erste Kampfansage in 140 Zeichen auf @ImLondonBridge. Seitdem poltert die Brücke quer durch die Hauptstadt:

**ACHTUNG** Bitte benutzen Sie meinen linken Gehsteig. Ein fettes amerikanisches Paar läuft den östlichen Bürgersteig entlang und ich bräuchte Hilfe beim Ausbalancieren.

Oder auch:

Hey @towerbridge. Wann machst du mal wieder etwas? Du bist ja noch langweiliger, wenn du da nur rumsitzt. Gähn.

Oder:

Lust darauf, einen Blick ins Familienalbum zu werfen? Das ist mein Großvater im Jahr 1745: http://bit.ly/HNCaE

Die @towerbridge hat sich trotz der monotonen Ankündigungen einen Follower-Stamm von rund 2.100 Nutzern erarbeiten können, die mitteilungsbedürftige Brücke @ImLondonBridge hat die Verfolgungsjagd aufgenommen und konnte bis heute über 1.800 Follower einsammeln. Doch dabei bleibt es nicht: Inzwischen haben auch andere Brücken im Land ihren Dienst bei Twitter aufgenommen. Die Severn Bridge (@severnbridge) zum Beispiel, die den Fluss Severn zwischen England und Wales überquert, und sich beim Anblick eines Portraits der London Bridge vorstellen könnte, sich neu zu verlieben. Auch in Bristol wird getwittert. Dort ist es die – architektonisch tatsächlich hinreißende – Clifton Suspension Bridge (@CliftonSBridge), die für sich herausnimmt, einfach “die beste Brücke zu sein”. Auch wettert sie gegen den Kollegen aus dem Westen:

Wie es aussieht, macht die @severnbridge eine 5 Pence-Party. Gebt sie ihm, er braucht das Geld, um seine Sucht nach Außenfarbe zu bezahlen.

Via: Telegraph

(André Vatter / Bild: Pixelio – Fotograf: Ingelotte)

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Wahl-Talk auf YouTube: Startschuss für Live-Inhalte in Europa14.09.09

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Entschuldigt, wenn ich heute einen etwas müden Eindruck mache, aber ich habe gestern das Kuschelduett von Merkel und Steinmeier gesehen; nicht in voller Länge, denn irgendwann nickte ich bei laufender Glotze weg, um irgendwann von Münte aus dem Schlaf gerissen zu werden, als er mit dem Pils in der Hand laut dem Kameramann zuprostete. Die Ermattung in meinen Knochen ist also die Nachwirkung vom wohl wichtigsten TV-Duell Deutschlands in der größten Wirtschaftskrise der Geschichte.

Naja, vielleicht wird es ja morgen besser. Am Dienstag bekommen die politischen Parteien nämlich eine weitere Chance – und zwar auf YouTube beim Open Reichstag. Hier versammeln sich dann allseits beliebte Volksvertreter aus allen Lagern, wie Ursula von der Leyen (CDU), Sigmar Gabriel (SPD), Dirk Niebel (FDP), Cem Özdemir (Grüne), Gregor Gysi (Linke) und Markus Söder (CSU), um den drückenden Fragen der Wähler Rede und Antwort zu stehen. Eine Reihe solcher Interview-Impulse sind bereits eingegangen: Sie beschäftigen sich mit dem Afghanistan-Einsatz, Studiengebühren, dem Notstand der Berliner S-Bahn, Verstaatlichung wichtiger Unternehmen und der Bekämpfung der Kinderpornografie.

Wer seinen Clip noch einschicken hochladen möchte, kann dies gerne tun. Werft aber bitte zuvor einen Blick auf die Teilnahmebedingungen, ihr tretet nämlich sämtliche Rechte für die Veröffentlichung und den Vertrieb an das ZDF ab, und zwar “zeitlich, räumlich und inhaltlich unbeschränkt”.

Nach den Erfahrungen der vergangenen Wochen verspreche ich mir zwar nicht viel von der morgigen Veranstaltung – aber bitte…

Hey, worüber ich mich hingegen wirklich freue, ist die kleine Premiere, die das Event begleitet. Im November 2008 hatte Google in den Staaten den Anfang mit Live-Inhalten auf YouTube gemacht – und eine Mischung aus Konzerten, Stand Up-Comedy und Party ins Netz gestreamt. Dem morgigen Open Reichstag soll dieselbe Ehre zuteil werden: ein Novum – nicht nur für Deutschland, sondern ganz Europa. Wer es zu diesem Zeitpunkt nicht an den Rechner schafft, kann ab 20.15 Uhr beim ZDF die Debatten auch im Fernsehen verfolgen. Stellt euch dann ein paar koffeinhaltige Getränke neben den Sessel – die Sendung geht bis 23.30 Uhr.

Via: Pressemitteilung

(André Vatter)

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Noch ein Grund für Paid Content: Hacker knacken Ad-Server der “New York Times”14.09.09

nytimesDie Zeitung spielt den Vorfall ein wenig herunter und hält sich dementsprechend auch mit Details zurück, deshalb müssen wir auf andere Quellen ausweichen. Also, was war passiert? Am Wochenende bekamen Besucher von nytimes.com Werbung vorgesetzt, von der sogar die eigenen Vermarkter überrascht waren. Es handelte sich um so genannte Scareware-Ads, also Pop-Ups, die den Nutzer darüber informieren, dass sein System angeblich von Viren befallen sei. Folgt er dem Link, landet er auf einer Seite, die ihm direkt das passende Gegenmittel anbietet – gegen Bezahlung, versteht sich.

In einer Stellungnahme spricht die “New York Times” von “einigen Lesern”, die das Fenster sehen konnten: “Wir glauben, dass dieses (PopUp) durch unautorisierte Werbung generiert wurde und arbeiten daran, dass sich dieses Problem nicht mehr wiederholt.” Nutzer werden bis dahin ermutigt, die falschen Warnungen nicht anzuklicken und stattdessen den Browser zu schließen und neu zu starten.

Bei All Things Digital meldete sich jedoch ein Leser, nach dessen Worten diese Warnung allerdings nicht ausreichen würde:

Die Werbung hat meinen Rechner gijacked. Ich lese also einen Artikel (zum Beispiel über den Clean Water Act) und der Browser leitet mich umgehend auf sex-XXX-the-city.XX um. Diese Seite leitet wiederum auf die Anzeige weiter, von der ich den Screenshot gemacht habe – das ist das Gemeine an dieser Malware. Glücklicherweise wusste ich, dass es Malware war, da ich Mac OS X benutze (Windows XP auf einem Mac zu sehen, auf dem es nicht installiert ist, macht es verdächtig).

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Das Sicherheitsteam von TrendMicro berichtet, dass die Viren, vor denen gewarnt wurde, reine Erfindungen seien. Noch etwas wurde herausgefunden: Die falschen Virenscanner, die zum Verkauf angeboten worden, werden von einem deutschen Provider gehostet – Hetzner, um genau zu sein. Dieser Anbieter habe bereits eine “farbenfrohe Liste von Einträgen, wenn es darum geht, zwielichtige Inhalte zu verbreiten, da hunderte schadhafter URLs gehostet werden”.

Bei Paid Content wäre das nicht passiert. Auf der anderen Seite: Wer weiß schon, wer sich früher oder später unerlaubter Weise in die Abrechnungsverfahren der Verlage einklinkt?

(André Vatter)

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Netbook im Porzellan-Look: Lenovo IdeaPad S12 im Test14.09.09

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Wenn die Finger beim Tippen immer auf den falschen Tasten landen wollen und das ewige Gescrolle beim Surfen nervt, sind das eindeutige Anzeichen dafür, dass das kleine Netbook nicht die richtige Wahl war. Wer dennoch ein leichtes Gerät für unterwegs möchte, passt zur Beschreibung der Subnotebook-Zielgruppe. Der Haken: Diese “mittelgroßen” Notebooks sind nicht gerade günstig. Eine Alternative könnten die neuen, größeren Netbooks sein. Zumindest dann, wenn man mit der Leistung der üblichen Verdächtigen – Intel Atom, ein Gigabyte RAM, Intel Onboardgrafik, 160-Gigabyte-Festplatte – auskommt. All dies bot das 12-Zoll-Testgerät des brandneuen IdeaPad S12 von Lenovo, das im Energiesparmodus knapp 6,5 Stunden Display und Gemüt erhellte. Bei voller Auslastung ging es zwei Stunden früher in den Feierabend.

Hübsch sieht es aus, innen und außen komplett weiß und auf dem Deckel mit Retro-Kreisen verziert. An den Seiten haben sich die Designer auch noch ein bisschen ausgetobt, aufgehübschte, runde Scharniere hatte ich zuerst beim Sony Vaio TZ vor zwei Jahren gesehen. Bei Lenovo leuchten sie aber nicht. Den allseits beliebten Hochglanzlook gibt es nur außen und auf dem Display-Rahmen, die teilweise orange-bezifferte Tastatur ist matt. Es drängt sich die Frage auf, wie lange der Porzellan-Teint wohl erhalten bleibt, insbesondere am angerauten 6-Zellen-Akku. Wer für weiße Hardware nichts übrig hat, kann das S12 auch in schwarz kaufen. Der Preis: 469 Euro UVP, ab 400 Euro in Onlineshops.

Auch wenn man häufiger liest, das Netbooks mit der HD-Wiedergabe auf Kriegsfuß stehen, spielte das S12 einen HD-Trailer (WMV-Datei) in der Auflösung 720p ohne zu murren ab. Noch mehr Pixel wären Unsinn, da das Display “nur” 1.280 x 800 Bildpünktchen versammelt. Zum Thema HD sei noch gesagt, dass Lenovo das Ideapad S12 auch mit Nvidia Ion anbietet. Der Atom Prozessor bleibt bestehen, dank GeForce 9400 soll dann aber auch 1080p drin sein. Hierfür verlangt Lenovo 499 Euro. Im US-Shop des chinesischen Herstellers gibt es übrigens auch eine Ausführung mit VIA Prozessor. (weiterlesen…)

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Prototyp-Bilder waren echt: Den iPod Touch mit Kamera gibt es doch14.09.09

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Ich war bestimmt nicht der einzige, der sich von der Apple-Keynote am vergangenen Mittwoch ein wenig mehr versprochen hatte: Okay, Jobs ist zurück, iTunes 9 ist toll und die kleinen iPods können jetzt Videos drehen – doch wirkliche Innovationen blieben aus. Was ist mit dem Tablet Mac oder dem iPod Touch mit Kamera, auf dem On Bord-Videobearbeitung richtig Spaß gemacht hätte? Alles Gerüchte? Immerhin: Beim Letztgenannten lagen wir nicht ganz daneben mit unserer Prognose. Apple hat einen Video-Touch in der Pipeline.

Anlass für diese Annahme lieferten bereits die Mitte August aufgetauchten Fotos und ein Video, die eindeutig einen Touch mit Kamera auf dem Rücken zeigten. Dass mehrere ostasiatische Hersteller kurz vor dem Apple-Event ihre Regale mit entsprechenden Gerätehüllen bestückten, befeuerte ebenfalls das Gerücht. (weiterlesen…)

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Neuer Werbeclip: Windows 7 ist ja so was von süß14.09.09

Microsoft hat in der Vergangenheit nicht immer ein glückliches Händchen für überzeugende Werbung bewiesen, ich glaube soviel lässt sich heute sagen. Es gab gute Kampagnen, wie der Notebook-Jäger in den “I’m a PC”-Clips, das jüngste Viral zum Projekt Megawoosh war erfolgreich oder auch der Trailer zum Film “Office 2010″. Doch ebenso gab es einige Ausrutscher: Das Kotzvideo gehörte dazu, das den Internet Explorer 8 schmackhaft machen sollte. Oder das höchst offizielle und ebenso peinliche Bing-Jingle.

Bei Microsoft scheinen die Werbeabteilungen nicht alle an einem Strang zu ziehen. Diese Annahme lässt sich auch sehr schön mit dem neuesten Clip aus Redmond untermauern, der Windows 7 als ernstzunehmendes Betriebssystem präsentiert: Hello? Kitty?

Via: Mashable

(André Vatter)

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Basic Sunday: Gegen die Willkür13.09.09

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Heute ist wieder einer der Tage, auf die ich mich schon wochenlang vorbereitet habe. Einfach mal ein wenig Spaß haben, schön chillen und natürlich für Ärger sorgen. Für meine Kumpels und mich ist das jedes Jahr immer wieder etwas besonders Spaßiges, einfach mal ein Fest zu stürmen und einigen Leuten das Leben mal so richtig schwer zu machen. Jeder feiert eben auf seine ganz eigene Art und Weise und ich habe meinen größten Spaß, wenn ich meinen Mitbürgern genau diesen ein wenig vermiesen kann. Naja – seien wir mal ganz ehrlich. Wenn ich der Einzige wäre, der sich mit diesem Thema befassen würde, wäre es ja nur halb so lustig. In der Gruppe macht ja alles noch viel mehr Spaß. Und ohne die Leute, die uns hassen und uns im Internet mit irgendwelchen Hasstiraden begegnen, würden wir gar nicht erst zu unseren Plänen kommen. Also mal schnell die volle Montur angelegt und dann mal langsam los mit den Jungs. Diese Wichser können uns überhaupt nichts.

Tausende von Menschen sind heute auf den Straßen. Es geht um eine Demo für Freiheit, für Sicherheit und für Ordnung. Was für ein Schwachfug. Wenn es Sicherheit auch nur im entferntesten geben würde, dann würden wir nicht das machen können, was wir tun. Einfach mal durch die Menge ziehen mit stolz geschwellter Brust und großem Selbstbewusstsein. Gerade eben hat jemand meinen Kumpel angerempelt und ihn als “Arschloch” beschimpft. Naja – wäre fast sein letzter Fehler für den heutigen Tag gewesen. Denn wäre er nicht schnell zwischen den Massen verschwunden, hätten ihn meine Kumpels und ich doch mal schnell zusammengefaltet und ihm gezeigt was passiert, wenn man keinen Respekt vor Menschen hat. Und ja, ich bin eine Respektsperson, auch wenn ihr das vielleicht nicht so seht. Die ganzen Berichte in den Zeitungen und im Fernsehen sind doch der letzte Schrott. Ich mache genau das, was ich möchte und nicht das, was irgendjemand von mir hätte. Schließlich stehe ich über euch – ihr wisst es nur noch nicht so genau.

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In eigener Sache: Euroweb vs. Basic Thinking12.09.09

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Wie einigen Lesern bereits aufgefallen sein dürfte, wurden heute Morgen die Kommentarfunktionen von zwei Posts gesperrt. Es handelt sich um die Artikel Euroweb: Geschädigte aus NRW gesucht und Euroweb: Prozessgegner gesucht.

Zu den Hintergründen: Wir wurden schriftlich von Euroweb aufgefordert, Kommentare zu entfernen. Die Vorwürfe des Unternehmens lauteten unter anderem “Aufruf zu Straftaten”, “Verbreitung unwahrer Tatsachen” und “unzulässige Schmähkritik”. Wenige Leserhinweise wurden von uns auf Wunsch von Euroweb editiert bzw. gelöscht. Zum Glück handelte es sich aber nur um eine Hand voll Kommentare, die bearbeitet wurden. Bei mehr als 1.600 Kommentaren bis heute, eine vernachlässigend kleine Anzahl. Dem Schreiben war netterweise zumindest keine Kostennote beigefügt.

Wir verstehen, dass das Unternehmen ein Interesse daran hat, negative Publicity im Internet auf einem Minimum zu halten. Die betreffenden Posts werden bei Google hoch gerankt, sind also laut der Suchmaschine zu dem Thema Euroweb relevant und wichtig. Deshalb haben wir beschlossen, die Kommentare zu schließen, die Artikel aber weiter frei zugänglich zu halten. Die bislang angelaufenen Informationen stehen Besuchern also weiterhin offen.

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Guitar Hero 5: Kurt Cobain in der Hölle auf Erden11.09.09

cobain

Kündigt eure “Gala”, euer “Frau im Spiegel”-Abo, das Internet bietet Boulevard im Überfluss – mit dem Vorteil, dass ihr auch noch in Echtzeit dabei sein könnt. Die Rede ist vom Streit Jahrhundertkrieg zwischen einem Spielehersteller und Rechteinhabern. Es geht um Guitar Hero 5! Ich stolperte schon Anfang der Woche über ein Video, das mir mit “Wenn Kurt Cobain in der Hölle gelandet ist – so könnte es aussehen!” angekündigt wurde: Grunge-Legende und Nirvana-Frontman Cobain singt Bon Jovi-Schmonzetten im jüngsten Wurf von Activision. Dabei sieht er wie eine furchteinflößende Aufziehpuppe aus, die mit einem Klapperskelett und einem halbnackten Engel die Unterwelt zum Rocken bringt. Und wie zu erwarten war, folgte ein Donnerwetter ungeahnten Ausmaßes.

Der reichlich bekannte Musikjournalist Everett True, der den Clip zu Gesicht bekam, rastete förmlich aus. Natürlich nicht im stillen Kämmerlein, sondern direkt auf seinem Blog. Ziel seines Angriffs war Cobain-Witwe und Skandalnudel Courtney Love, ebenso wie der Nirvana-Drummer Dave Grohl (jetzt bei Foo Fighters), die offensichtlich aus purer Geldgeilheit grünes Licht für die Horrorshow gegeben haben:

Um. Grohl and Love sanctioned this one for the new Guitar Hero. So respect due to Grohl and Love then. Fucking corporate cock-sucking memory-destroying fret-wanking MTV-supporting fame-chasing money-grabbing grave-turning publicity-loving vacuous spoiled jaded cunting rock whores. (Ich übersetze hier absichtlich nicht.)

Damit die Tirade auch direkt an den richtigen Adressat ging, wiederholte er den Wutausbruch noch einmal via Twitter – eine Plattform die auch regelmäßig von Frau Love frequentiert wird. Die Dame konterte umgehend mit einem Tweet, in dem sie unmissverständlich zu verstehen gab, dass nicht sie ihr Okay gegeben habe, sondern Trommelmann Grohl, mit dem True bei der Gelegenheit auch gleich ein paar intime Stunden teilen könne. Laut Gawker war es damit aber nicht genug, Courtney Love schoss in den folgenden sechs Stunden 214 Tweets in die Welt und teilte allen Kritikern in bildhaftester Sprache mit, was sie von ihnen halte (und sie ist immer noch dabei). Die Darstellung ihres verstobenen Mannes sei ein klarer Verstoß gegen die Abmachung und deutlicher: “Ich habe niemals meine Unterschrift für diesen Avatar hergegeben, von diesem verf*ckten Feature nicht zu sprechen!”

Ein zweifelhaftes Statement, berichtet der “Guardian” doch schwarz-auf-weiß über die relaxte Antwort der Entwickler bei Activision: “Es war toll mit Love zu arbeiten. Courtney hat uns Fotos und Videos gegeben”, sagt Vize-Chef Tim Riley. “Sie hat die Garderobe ausgesucht und die Frisur – die übrigens im ‘Teen Spirit’-Look ist – dann sind wir sämtliche Änderungen noch einmal durchgegangen. Einige waren größer, andere kleiner. Sie wollte eine Art ‘athletische Definition’ (für Cobain), aber nicht zu prägnant.” (weiterlesen…)

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Android-Smartphone Dext: Dieses Handy soll Motorola retten?11.09.09

cliq1Moment, das ist es jetzt? Das wird die Wende für Motorola bringen? In der Redaktion wissen die meisten, dass ich eigentlich ein großer Fan des amerikanischen Geräteherstellers bin. Kommt schon, wer von euch hatte nicht vor ein paar Jahren ein Razr in der Tasche? In einer Zeit, als das einzige Unterscheidungsmerkmal zwischen Handys das Design war, war das Klapptelefon die einzig gescheite Alternative. Auch danach blieb ich noch der Marke treu und besorgte mir das Razr V9 – was außer mir wohl niemand tat, denn sonst würde das Unternehmen jetzt nicht am Rande des Abgrunds stehen. Seitdem schrieb ich einen “Go! Motorola!”-Artikel nach dem anderen, doch irgendwie war die Luft raus. Vor einem Jahr lag der Marktanteil noch bei zehn Prozent, jetzt dürften wir wohl im Promille-Bereich angekommen sein.

Neue Hoffnung kam mit Android auf, der Konzern warf unzählige Mitarbeiter raus, die besten zog er in einem speziellen Team zusammen, das etwas Revolutionäres mit dem Google-OS anstellen sollte. Jetzt wurde das Ergebnis erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt: In den Staaten wird es Cliq genannt, hier wird es wohl unter dem Namen Dext firmieren. Motorola begleitete den Launch mit einem Haufen Presse-Tamtam (seht euch diese Infoseite für Journalisten an), wobei schnell klar wird, dass der Laden eigentlich eher stolz auf eine neu entwickelte Software als auf das Gerät ist.

Doch fangen wir beim Dext an: Wir haben es mit einem Android-Slider mit eher klobiger QWERTZ-Tastatur zu tun, darüber prangt ein 3,1-Zoll großes Touch-Display mit einer Auflösung von 480×320 Pixeln (wie beim iPhone). Auf dem Rücken befindet sich eine 5 Megapixel-Kamera für Fotos und Videos mit Autofokus, auch gibt es einen Klinkeneingang für Kopfhörer und einen Speicherslot für microSD-Karten, der mit bis zu 32 Gigabyte bestückt werden kann. UMTS ist an Bord, ebenso wie WLAN-Unterstützung. Über GPS oder gar Bluetooth wird kein Wort verloren. Und was ist mit der Akkulaufzeit? Wie groß und wie schwer ist es? Es ist ein Datenblatt aufgetaucht: GPS hat es, Bluetooth auch. Das schlägt wohl auch auf das Gewicht: 163 Gramm. Wohlwollende Kritiker könnten die Liste als “durchschnittliche Spezifikationen” für ein Android-Handy bezeichnen.

Das alles soll aber “Motoblur” aufwerten. Motorola bezeichnet die vorinstallierte Software als “einzigartige Lösung für sein Android-Portfolio”. Nebenbei wird erwähnt, dass es auch bei allen kommenden Android-Handys eingesetzt werden wird, was zumindest die Hoffnung schürt, dass weitere Geräte folgen werden. Dabei handelt es sich um ein Tool, das Kontakte, Notizen, Nachrichten und Fotos mit Plattformen wie Facebook, MySpace, Twitter, Gmail und LastFM synchronisieren kann. Klingt praktisch. Doch beim Anschauen des Produktvideos fiel mir in erster Linie eine weitere Vokabel ein: “unübersichtlich”. Motorola war niemals ein Meister darin, gute GUIs zu machen, zumal bislang alle mit einem physischen Steuerkreuz bedient wurden.

Doch verbergen wir noch ein wenig die Enttäuschung und warten ab, bis es in den Handel kommt. In den USA und England soll es bereits zum Weihnachtsgeschäft da sein. Ein Preis wurde nicht genannt.

(André Vatter)

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Font Capture macht in fünf Minuten aus der Handschrift eine Rechnerschrift11.09.09

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Gut, dass es Weihnachten und Geburtstage gibt – wann sonst haben wir noch Gelegenheit, Briefbogen und Füller aus der Schublade zu nehmen, um mal wieder ein paar Zeilen aufs Papier zu bringen? Ernsthaft – und ich frage nicht die Schüler unter euch: Wann hattet ihr das letzte Mal einen Stift in der Hand, um mehr als auch nur einen Satz zu schreiben?

Na, jetzt ist es auch egal: Selbst Weihnachten und Geburtstage sind keine zwingenden Anlässe zum analogen Schriftverkehr mehr. Ich wollte das Tool schon Anfang der Woche getestet haben, bin aber erst jetzt dazu gekommen. Die Seite heißt Font Capture und die Ankündigung hatte mich schon umgehauen: Deine Handschrift als Rechner-Font, für PC, Mac und alle Syteme, die mit *.ttf etwas anfangen können. Der Test ist nun fertig und ich kann nur sagen: es funktioniert erstklassig! Spitze! Wahnsinn! Weitermachen!

Font Capture, noch in der Beta-Phase, funktioniert in vier einfachen Schritten, die nicht zusammen mehr als fünf Minuten Zeit in Anspruch nehmen. Zunächst ladet ihr euch das vorgefertigte PDF herunter. Es zeigt ein ganzseitiges Raster von allen Buchstaben, Zahlen und Zeichen – obwohl es sich um ein US-Projekt handelt, wird hier dankenswerterweise auch nicht auf Umlaute verzichtet.

screen-capture-18Druckt die Seite und füllt den Bogen gewissenhaft aus, es gibt in jedem Kästchen drei Höhenmarkierungen. Großbuchstaben bleiben in der Mitte, “g”, “p”, “q” und so weiter dürfen hingegen gerne nach unten ausschlagen. Dann ab damit in den Scanner. Achtet darauf, dass die Seite richtig eingelesen wird, sollte sie nach dem Einlesen auf dem Kopf stehen, dreht sie noch einmal manuell per Bildbearbeiter herum. Speichert das Ergebnis abschließend als JPG (noch besser: als PNG) ab und ladet es über die Maske auf die Seite. Vergesst nicht, euren Namen und den Namen der zu erstellenden Schrift anzugeben, da beides später im Metatext des TTF wieder auftaucht.
Die Verarbeitung dauert wenige Sekunden, dann bekommt ihr eine beeindruckende Voransicht aller Zeichen angezeigt. Darunter könnt ihr einen kleinen eigenen Probetext eingeben (bitte nicht: “Franz jagt im komplett verwahrlosten Taxi quer durch Bayern.”) und eure eigene Handschrift am Bildschirm begutachten. Wenn alles zur Zufriedenheit ist, ladet die Schrift herunter.

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Windows-Nutzer kopieren die Datei in den Ordner Windows/Fonts. Beim Mac reicht ein Doppelklick auf das Icon und der Befehl “Font installieren”. Das war’s.

Jetzt möchte ich hier aber auch mal eure Ergebnisse sehen! :)

(André Vatter)

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