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Archive for 10.2009

DENIC-Papier bei WikiLeaks: Chaos bei der Vergabe von Kurz-Domains30.10.09

DENIC_logo“Das Registrierungsverfahren wurde in einer mehrtägigen Testphase unter realistischen Bedingungen getestet”, hatte die DENIC bei der Ankündigung versprochen. Doch offenbar gab es bei der Antragsannahme von Domains mit einem oder zwei Zeichen oder Ziffern ein bislang unbekanntes Wirrwarr hinter den Kulissen. Wie der Focus berichtet, ist bei WikiLeaks ein internes Dokument der DENIC aufgetaucht, in dem gleich mehrere technische und organisatorische Probleme eingeräumt werden. Die Fehleranalyse ging in den vergangenen Tagen den Hoster-Mitgliedern zu, einer von ihnen muss den Bericht weitergegeben haben.

Im Folgenden ein paar Auszüge aus dem Protokoll: Die Anträge wurden am 23. Oktober im Mail-Verfahren mit einer Zeitstempelfunktion angenommen, jedoch wies der dafür zuständige EXIM-Mailserver im Live-Betrieb mehr als eine Macke auf. Die DENIC selbst spricht davon, dass er sich “bereits vorher” nicht so verhalten habe, “wie spezifiziert”. An anderer Stelle wird ein “unzuverlässiger Betrieb” bescheinigt. Die Mängel waren zwar vor dem Roll-Out bekannt, man begnügte sich jedoch damit, einfach ein Update einzuspielen. Als Gründe werden “mangelndes Know-How” genannt, zudem hätten die Tester “wenig Ahnung” von der Materie gehabt. Durch einen Router-Fehler landeten einige Anträge außerdem in einer völlig falschen Queue. Sie wurden zwar bearbeitet, jedoch zunächst nicht unter der selbst proklamierten Devise “First come, first served”. Eine vorherige Überprüfung hätte hier aufschlussreich sein können, doch wurde das Format durch das angewandte Testsystem seinerzeit nicht simuliert. (weiterlesen …)

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‘Assassin’s Creed Lineage’: Noch Trailer oder schon Film?30.10.09

UbisoftIch hatte mich heute schon einmal auf einen Artikel von gestern bezogen und muss dies nun wieder tun. Im Zusammenhang mit der anstehenden Veröffentlichung von  ”Call of Duty – Modern Warfare 2″ war ich auf die – nicht offiziell bestätigte - Marketingstrategie der Macher des Spiels eingegangen. Dabei habe ich frech unterstellt, die vorab “durchgesickerten” Videoaufnahmen von der ersten Spielszene seien ebenso Teil einer PR-Aktion, wie der in der Szene vorkommende, völlig unnötige Gewaltexzess gegenüber Zivilisten.

Zu beweisen, dass man Promotion auch anders betreiben kann, nämlich ohne gefaktes Leaking oder Drehen an der Gewalt-Schraube, dazu schickt sich jetzt ausgerechnet die Konkurrenz aus dem Game-Sektor an. Ubisoft, seines Zeichens Schöpfer des Videospiels “Assassin’s Creed“, hat ein paar Dollar aus der hauseigenen Schatulle gegriffen und einen ungewöhnlichen (und nicht ganz kurzen!) Trailer gezaubert, mit dem man auf den baldigen Start von “Assassin’s Creed II” aufmerksam machen möchte. (weiterlesen …)

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Das Bing-Jingle: Der Horror hat sich verhundertfacht!30.10.09

Bing BongManche werden sich erinnern: Vor einiger Zeit stellte Microsoft seine eigene Suchmaschine namens Bing vor. Im Fahrwasser des an sich nicht schlechten Produkts wurden zwei sehr wohl schlechte Produkte an die Oberfläche gespült: Das sogenannte Bingle und das dazugehörige Video. André hatte seinerzeit darüber in seinem Artikel “Microsoft hat jetzt ein offizielles “Bingle” für seine Suchmaschine – und es ist peinlich” berichtet und am Ende eine Art Stoßgebet gen Himmel beziehungsweise Microsoft geschickt: Lasst es gut sein! Diese Bitte ist ungehört verklungen. Also haben wir tapfer die Zähne zusammengebissen und freundlich gelächelt, denn es hätte schlimmer kommen können… Heute ist es nun so weit!

Wie ich vorhin bei Techcrunch ungläubig lesen durfte, hat Microsoft den albernen Pyjama-Typen aus dem Programm gekickt und stattdessen durch unschuldige Schüler – die Ärmsten! – der Keith Valley Middle School in Pennsylvenia ersetzt. Vom intellektuellen Niveau ist also alles beim alten geblieben, nur wurde der “Gesang” eines Einzelnen nun durch den von vielen ersetzt. Damit hätte Microsoft die Mauern von Jericho wahrscheinlich innerhalb von Sekunden niedergerissen. Wer sich das Spektakel mal selbst anhören möchte, kann dies nach dem Klick tun… (weiterlesen …)

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Respect Copyrights: 40 Prozent aller Kinofilme illegal verfügbar30.10.09

Raubkopierer-Bestrafer-VereinKaum bewege ich mich gestern noch im Grenzbereich des Graubereichs der Legalität und weise auf den Trailer von “Avatar” hin, stolpere ich heute promt über diese Meldung: “40 Prozent der Kinofilme online.” Sie ist das Ergebnis der “Available for Download”-Studie (AfD-Studie), die seit 2005 jährlich im Rahmen der Kampagne RESPE©T COPYRIGHTS (RC) von der Firma OpSec Security durchgeführt wird. Ziel dieser Initiative ist es, das Ausmaß des Online-Film-Raubkopierens aufzuzeigen. Grundlage dafür bieten alle 465 Kinofilme, die zwischen dem 1. Oktober 2008 und dem 30. September 2009 in den deutschen Lichtspieltheatern gestartet sind. Hierbei wurden nach eigenen Angaben alle relevanten Foren, Portale, Newsserver und Filesharing-Technologien berücksichtigt.   

Na gut, dann schauen wir uns das Ausmaß also mal näher an: Erstmals seit Beginn der Zeitrechnug für die AfD (2005) waren weniger als die Hälfte der Filme, die hierzulande im oben genannten Zeitraum über die Leinwand flimmerten, illegal online verfügbar – nämlich nur 40 Prozent (zum Vergleich: Im Jahr 2007 lag der Prozentsatz bei 456 Filmen noch bei 54 Prozent). Also ein Grund zur Freude? Eigentlich schon, zumindest für diejenigen, für die ein halbleeres Glas halbvoll ist. (weiterlesen …)

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Twitter-Listen: Wie geht das und was soll das überhaupt?30.10.09

twitter_lists_teaserEs hat genau einen Monat gedauert, bis der bloßen Ankündigung die Umsetzung folgte: Die Twitter-Listen sind da! Die gerade von mir sondierten Tweets der Leute lassen mich jedoch zu dem Schluss kommen, dass sich die Euphorie bei den Nutzern noch in Grenzen hält. Listen? Brauche ich so etwas?

Von Anfang an hatte ich mir ein Limit gesetzt, was die Zahl der von mir Verfolgten angeht; mittlerweile hat sie sich bei etwa hundert Profilen eingependelt. Vielleicht würden 150 auch noch funktionieren, doch dann ist es mit der Übersicht endgültig vorbei. Offensichtlich denken nicht alle so. Viele Twitter-Nutzer folgen vielen anderen Twitter-Nutzern, so dass früher oder später diese auf sie aufmerksam werden und damit der Kreis der Follower wächst. So kommt es, dass ein Großteil von Profilen dank Autofollow-Funktion oder sonstigen API-Spielerein heute eine 1:1-Relation aufweisen, was Verfolgte und Follower angeht. Doch blickt man bei einem Tweet-Stream mit tausend oder mehr Stimmen überhaupt noch durch?

Um nach außen hin weiter mit einem großen Follower-Stamm protzen zu können und doch nicht in der Informationsflut unterzugehen, wichen diese Nutzer auf externe Clients wie Seesmic oder Tweetdeck aus, um die Zahl der sichtbaren Tweets hinter den Kulissen wieder auf ein augenfreundliches Maß zurechtzustutzen. Carsten hatte auf Basic Thinking bereits über andere Methoden der Follower-Organisation geschrieben. Nun soll dieses Mittel zum Allgemeingut werden, denn genau dafür hat Twitter heute für alle die Listen eingeführt. (weiterlesen …)

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stereomood: Musik mit Gefühl30.10.09

stereomoodbehind every song there’s always an emotion. we don’t know why but maybe that’s why we love music.

Wer das behauptet, hat – unterstelle ich jetzt einfach mal – Ahnung von dem, was er sagt. Finden kann man dieses Zitat auf stereomood.com. Dieser Satz sagt zugleich auch aus, was uns auf dieser Seite erwartet: Der Stimmung entsprechende Musik-Streams!

Ähnlich wie bei last.fm könnt ihr auch hier kostenlos Musik hören, in Playlists organisieren und neue Musik entdecken. Der Unterschied zum Streaming-Platzhirsch ist – wie ihr in der Tag-Cloud unten sehen könnt – die thematische Ausrichtung nach Stimmung bzw Aktivität. Ich habe einige “Stimmungen” ausprobiert und fand in der Tat einiges äußerst passend. Wähle ich beispielsweise “melancholy” aus, bekomme ich es direkt zu Beginn mit “By this river” von Brian Eno zu tun. Später folgen dann unter anderem Leonard Cohen, Eddie Vedder, Morrissey, Beck und George Michael. Durchaus also eine melancholische Mischung, die komplettiert wird von so manchem Track, den ich vorher noch nicht kannte und den zu entdecken sich durchaus gelohnt hat. Ihr könnt die Songs natürlich skippen und auch in eure Library aufnehmen beziehungsweise in Playlists organisieren. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, die Lieder zu taggen und wahlweise bei iTunes oder Amazon zu kaufen. (weiterlesen …)

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Heiß: Neuer “Avatar”-Trailer aufgetaucht29.10.09

avatar_movieIn seinem Artikel Avatar Day 2009 hatte Alper ja schon wunderbar alles zu James Camerons neuem Meisterwerk (ja, ich glaube, so kann man den Film jetzt schon nennen) geschrieben. Die Betonung liegt aber auf “geschrieben”. Denn der Trailer, den er damals unter seinem Artikel eingebettet hatte, war etwas kurz und konnte nur teasen – der Imposanz des Film aber noch nicht wirklich gerecht werden. Das lag aber natürlich nicht an Alper!

Der neue, längere Trailer soll nun laut unseren Kollegen von Mashable morgen im Web zu betrachten sein. Eigentlich. Denn natürlich würde ich hier keinen Artikel über ungelegte Eier schreiben. Und natürlich schreibe ich auch nicht, um euch zu sagen, dass ich nicht über ungelegte Eier schreiben würde. Bevor ich also noch mehr drum herum schreibe… hier ist er:

Hammer, oder? Die Untertitel sind zwar schwer verständlich, aber so kann man sich umso besser auf die imposanten Bilder konzentrieren. Ich weiß gar nicht, um wie viel cooler das Filmerlebnis noch durch die 3D-Brille sein wird. Was ich aber wohl weiß, ist, wo ich am 17. Dezember sein werde – im Kino! Dann startet der Film nämlich weltweit. Wen der Trailer genau so angefixt hat wie mich und wer sich den Termin ebenso sehnlich herbeiwünscht, für den hab ich noch was. Auf Megaupload kann man sich einen kurzen Making-of-Clip runterladen und damit ein wenig die Wartezeit verkürzen…

Via: Mashable / Traileraddict

(Marek Hoffmann / Bild: avatartrailer.com)

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Nintendo DSi XL: Angriff auf eine neue Zielgruppe?29.10.09

Nintendodsill

Die Preissenkungen haben geholfen, Sony und Microsoft konnten mit ihren Konsolen dem Platzhirsch Nintendo ordentlich Wind aus den Segeln nehmen. Die heute veröffentlichten Zahlen dürften die Japaner zumindest ein wenig beunruhigen. 5,55 Millionen Wiis gingen im zurückliegenden Geschäftsjahr über den Ladentisch – klingt toll, im Vorjahr waren es jedoch 43 Prozent mehr. Auch der Absatz der DS-Konsolen ging von 13,73 auf 10,1 Millionen Einheiten zurück. Sei es drum: Trotz Verlusten können die Japaner noch immer auf einen satten Gewinn von 1,7 Milliarden Euro zurückblicken. Und es gibt auch einen kleinen Schimmer Hoffnung, dass es 2010 besser wird!

Für die Aktionäre war nämlich in der Kyoto-Zentrale diese Tage Zuckerbrot und Peitsche angesagt. Spätestens, wenn der Umsatz abschlafft, ist es Zeit für neue Produkte. Und da der Markt vor Sättigung bereits ein Bäucherchen macht, müssen neue Nischen aufgetan werden. Es wird gemunkelt, das der neue und jetzt vorgestellte Nintendo DSi XL speziell für die älteren Herrschaften der Gamerszene entwickelt wurde. Warum? Nun, die beiden Bildschirme wurden von jeweils 3,25 Zoll auf 4,2 Zoll erweitert – wobei die Auflösung gleich geblieben ist. (weiterlesen …)

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Wirbel um Modern Warfare 2: Massaker an Zivilisten – uncut29.10.09

modernwarfare2

Ich erzähle euch mit Sicherheit nichts Neues, wenn ich sage, dass man provozieren muss, um schnellstmöglich höchstmöglich viel Publicity zu erhalten. Vor allem dann, wenn man eine zeitlang von der Bildfläche verschwunden war. Dies funktioniert bei Bands wie Rammstein genau so gut wie bei Filmen wie Rambo. Je expliziter die Paarungs- und/oder Todherbeiführungsbereitschaft demonstriert wird, desto sicherer kann man sich sein, Aufmerksamkeit zu erlangen beziehungsweise zu bekommen. Schlechte PR ist besser als keine und so weiter, ihr wisst schon.

Offenbar scheint man dies bei dem amerikanischen Spielehersteller Infinity Ward und dem Publisher Activision auch zu wissen – und zu beherzigen. Die Macher des Ego-Shooter-Klassikers Call of Duty haben dem sechsten Teil ihrer ohnehin schon nicht ganz vorschultauglichen Spielreihe “Modern Warfare 2″ daher noch eine Portion mehr “Konfliktpotenzial” beigemischt. Was man nämlich einem (dem letzten von seit ein paar Tagen immer wieder auftauchenden) Video entnehmen kann, das die Anfangssequenz des Spiels zeigt und vorab an die Öffentlichkeit gelangt ist, ist das: Der Spieler, undercover in eine Terror-Organisation eingeschleust, befindet sich mit dieser auf einer Mission an einem Flughafen. Dort richtet man – der Spieler mittendrin und aktiv beteiligt – ein Blutbad an, bei dem man auch unbewaffnete, wehrlose Zivilisten niedermetzelt! (weiterlesen …)

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Jibbigo: Die Audio-Sprachübersetzung für das iPhone ist da29.10.09

jibbigoSo Kinder, legt das Englisch-Buch weg und vergesst mal für ein paar Minuten eure Spanisch-Karteikarten – hier kommt die Rettung! Wir sind noch nicht ganz beim Universal Translator von Star Trek angekommen, doch wir befinden uns auf bestem Weg dorthin. Zu verdanken haben wir das Professor Alex Waibel von der Uni Karlsruhe und der Carnegie Mellon Universität in Pittsburgh (er lehrt an beiden). Gemeinsam mit seinem Team hat er Jibbigo entwickelt, eine neue iPhone-App, die gesprochene Worte auf Knopfdruck übersetzt.

Bislang werden nur Englisch und Spanisch unterstützt, ich verwette aber meine Halloween-Bonbons darauf, dass hier in Kürze nachgeliefert wird. Die App ist jedenfalls schon jetzt bei iTunes zu haben – und zwar auch in Deutschland. Der Preis sticht mit 19,99 Euro ein wenig hervor, aber lasst mich erst einmal ein wenig erklären, bevor ihr lamentiert.

Jibbigo ist also ein bidirektionales Übersetzungstool: Es werden ein oder zwei englische oder spanische Sätze in das Mikrofon gesprochen und die Sprachausgabe spricht das Ganze in der Übersetzung zurück. Derzeit verfügt Jibbigo über einen Wortschatz von rund 40.000 Vokabeln. Die Anwendung ist rund 160 Megabyte schwer, da sämtliche Daten lokal gespeichert sind. Dies hat allerdings auch den Vorteil, das Reisende nicht auf die Funkversorgung vor Ort achten müssen. “Vor allem für Entwicklungshelfer, die fernab der großen Städte arbeiten müssen, ist das wichtig”, so Waibel. “Gerade in diesen Gebieten, in denen es kaum – wenn überhaupt – WLAN-Hotspots gibt, wird Jibbigo am meisten gebraucht.” (weiterlesen …)

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Bye, bye Text-Link? Visualisierer Ask Ken zeigt, wie es auch ohne geht.29.10.09

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Seit Beginn des World Wide Web – also seit rund 18 Jahren – nutzen wir Links, um uns von Seite zu Seite vorzuarbeiten: “Wenn Sie mehr Informationen zu dem Thema wünschen, klicken Sie bitte hier!” In all der Zeit wurden unsere Zugänge schneller und die Seiten aufwändiger. Dann kamen Multimedia-Inhalte hinzu und seit ein paar Jahren könne Nutzer selbst Content ins Netz schießen. Doch noch immer benutzen wir das veraltete Hyperlink-System, um durch das Klicken auf unterstrichene Keywords den Querverweisen zu folgen. Beim Zurückzublättern hilft uns der Browser mit seinem “Zurück”-Button. Angebote wie Wikipedia sind in diesem Sinne wahre Link-Monster.

Natürlich gibt es ambitionierte Projekte im Bereich der Visualisierung von Informationen und Navigationen. Doch offenbar hat es hier noch keinen großen Knaller gegeben – sonst würden wir heute jedenfalls mehr davon sehen. Ein gescheites grafischen User Interface auf die Beine zu stellen, ist eben ziemlich anspruchsvoll. Einen erstaunlich vielversprechenden neuen Ansatz hat nun die österreichische Agentur Quasipartikel (“Kanzlei für Datenweitwurf”) mit ihrem Projekt Ask Ken geliefert. Wie es zu dem Namen kam, ist mir schleierhaft, jedenfalls hat das Ganze nichts mit Mattel zu tun. Ask Ken visualisiert Informationen, die aus Wikipedia und Freebase gesammelt werden. (weiterlesen …)

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Datenklau – bei der Agentur für Arbeit kein Problem29.10.09

Agentur für MalocheEs scheint kein Tag zu vergehen, an dem nicht über irgendwelche Datenlecks im Netz berichtet wird. Oder eben, wie man locker an vermeintlich sicher geschützte Daten herankommen kann. Tja, und nun hat es offenbar die Bundesagentur für Arbeit (BA) beziehungsweise die von ihr betriebene Jobbörse erwischt. Wie sueddeutsche.de heute berichtet, kann sich jeder Interessierte über diese Plattform Zugriff zu sensiblen Bewerberdaten verschaffen – und zwar auch dann, wenn er gar keine Stelle zu vergeben hat!

Möglich wird dieser Nepp durch eine eigentlich löbliche Überlegung von Seiten der Arbeitsagentur. Um potenzielle Arbeitgeber nämlich nicht durch langwierige und umständliche Anmeldeprozedere zu vergraulen, müssen diese nur ihren Firmennamen, die Branche sowie Anschrift und Ansprechpartner hinterlegen. Allerdings werden diese Angaben von der BA nicht gegengecheckt. Und selbst wenn: Da der vermeintliche Arbeitgeber bei der Anmeldung weder Betriebsnummer noch Gewerbeschein vorlegen muss, wäre eine eindeutige Identitätsprüfung durch die BA so ohne Weiteres ohnehin nicht möglich. (weiterlesen …)

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Leichter Songs finden: Google Music ‘Onebox’ gestartet29.10.09

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Wie angekündigt, hat Google heute Nacht seine Musik-Suchfunktion vom Stapel gelassen. Google Music – auch Onebox genannt (ein Suchfenster mit vielen Features) – wird es allerdings zunächst nur in den Vereinigten Staaten geben. Dass der Dienst eines Tages nach Deutschland kommen wird, ist mehr als gewiss, doch ich wage keine Versuche hinsichtlich einer Prognose, wann dies der Fall sein wird. Denkt nur an das Urheberrecht-Chaos, das derzeit bei YouTube herrscht.

Google hat sich zu dem neuen Dienst entschlossen, da sich mittlerweile zwei von zehn US-Suchanfragen explizit auf Musik beziehen. Mit Google Music soll es einfacher und vor allem schneller gehen, an bestimmte Songs oder Infos dahinter zu gelangen. Dazu reicht es aus, den Namen eines Liedes, Künstlers oder eines Albums einzugeben, schon tauchen oben auf der Ergebnisseite alle relevanten Inhalte auf. Dank der neu geschlossenen Partnerschaften mit dem MySpace-Musikdienst iLike und Lala.com lassen sich einige Lieder direkt im Browser (teilweise auch in voller Länge) streamen – bei anderen wird nur ein mehrsekündiger Ausschnitt geboten. Je nach Suchanfrage stellt entweder Lala.com oder iLike seine Dienste zur Verfügung. Beide Anbieter präsentieren aber jedes Mal einen “Kauf”-Button. Während iLike hier eher den konservativen Weg geht, bietet Lala.com in den Staaten “In The Cloud”-Musik an, das heißt, der für 10 Cent gekaufte Song kann danach jederzeit online anghört werden (ein ganzes Cloud-Album kostet auf Lala.com übrigens um die 80 Cent). (weiterlesen …)

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Google stellt eigenes Navigationssystem für Android-Handys vor28.10.09

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Zeitgleich mit der Vorstellung des Motorola Droid von Verizon hat auch Google ein weiteres – und lang gehütetes– Geheimnis gelüftet. Künftig wird für alle Android 2.0-Smartphones eine komplette und hochfunktionale Navigationslösung kostenlos verfügbar sein. Um Features wie 3D-Ansichten, Turn-by-Turn-Ansagen, Staumelder und automatisches Rerouting nutzen zu können, wurde Google Maps ordentlich aufgebohrt.

Das Kartenmaterial liegt ausschließlich online vor. Das spart Speicherplatz, erfordert aber auch einen gescheiten Datentarif, da während der Fahrt ständig neue Informationen geladen werden müssen. Nicht nur Straßenzüge sollen auf diese Weise auf dem Display angezeigt werden, sondern auch die Locations von Unternehmen, die sich im Google Business Center angemeldet haben. Um das Ziel zu suchen, muss keine komplette Adresse ins Suchfeld eingegeben werden – es reicht der Name eines Geschäfts. Alternativ lässt sich Google Maps Navigation natürlich auch per Stimme steuern.

Dank der offenen Datenverbindung wird die Map-App permanent mit Informationen zum aktuellen Verkehrsgeschehen gefüttert. Eine Art Ampel zeigt dann im Display an, ob zähflüssiger Verkehr oder ein Stau die Weiterfahrt verzögern könnte. Für mehr Infos (zum Beispiel die Geschwindigkeit von Autoschlangen) reicht ein Tippen auf den Zoom-Button an der entsprechenden Stelle. (weiterlesen …)

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Brenn, CD, brenn! Musik-Industrie scheitert mit Klage gegen Privatkopien28.10.09

Marek freut sich über CD-Brenn-GesetzIch habe gute Nachrichten: Die Musikindustrie muss es hinnehmen, “dass private Digitalkopien der von ihnen auf den Markt gebrachten Tonträger grundsätzlich zulässig sind.” Demnach sind “einzelne Vervielfältigungen eines Werkes durch eine natürliche Person zum privaten Gebrauch auf beliebigen Trägern, sofern sie nicht Erwerbszwecken dienen” legitim. Was ist passiert und was bedeutet das nun im Klartext?

Die Musikindustrie, die seit Jahren aufgrund einbrechender Absätze im CD-Verkauf einen Schuldigen für die Misere gesucht hatte, fand ihn in Lieschen Müller und Hänschen Schmidt. Der Vorwurf lautete: Letztgenannte machten sich immer häufiger digitale Privatkopien von Musik-CDs – im Volksmund “brennen” genannt -, würden damit aber gegen das Eigentums- bzw. Urheberrecht der Unternehmen (beziehungsweise der von ihnen vertretenen Künstler) verstoßen.

Dem sei nicht so, stellte der Gesetzgeber bereits im Jahre 2003 klar. Tatsächlich ließe das deutsche Urheberrecht private Kopien von digitalen Medien zu – vorausgesetzt, diese wurden rechtmäßig erworben (im Volksmund “kaufen” genannt) und ausschließlich zum privaten Gebrauch genutzt. Gerade der letzte Punkt werde aber von vielen Verbrauchern nicht beherzigt, so die Musik-Industrie. Stattdessen würden sie ohne Unrechtsbewusstsein CDs kopieren und an Dritte weitergeben oder für kommerzielle Zwecke missbrauchen. Dieses Urteil wollten einige der Musikunternehmen nicht hinnnehmen und zogen mit einer Verfassungsbeschwerde erneut vor Gericht. Aber leider zu spät. (weiterlesen …)

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