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Archive for 10.2009

Vor der Entscheidung: 24 Internet-CEOs sprechen sich für Netzneutralität aus19.10.09

netzkoepfeEs ist noch nicht so schlimm, dass Julius Genachowski eine kugelsichere Weste tragen müsste, jedoch steht seine Behörde FCC in diesen Tagen ordentlich unter Beschuss. Vor einigen Wochen hatte er in seiner Rolle als neuer Vorsitzender sechs Regeln zur Bewahrung eines offenen Internet aufgestellt. Dazu zählen unter anderem die freie Wahl der Zugangsart, ein Diskriminierungsverbot bestimmter Inhalte, mehr Wettbewerb und ein transparentes Netzwerk-Management. Damit soll verhindert werden, dass das Netz zerfasert wird. Wer beispielsweise P2P nutzen möchte, soll dies auch weiterhin ohne Behinderung tun können, dasselbe gilt für VoIP-Telefonate über das Mobilfunknetz.

Kein Wunder, dass Unternehmen der Netzwirtschaft busweise Lobbyisten nach Washington karren, um Genachowski unter Druck zu setzen. Gemeinsam mit den Konkurrenten von Verizon und Comcast stimmt AT&T das große Klagelied an. Die Forderungen der FCC würden die Investitionskosten in unermessliche Höhen treiben, außerdem solle es doch jedem Unternehmen freistehen, seinen Kunden Premium-Dienste anbieten zu dürfen. Noch ist ja Zeit zu mosern, denn die Richtlinien der FCC sind bislang nichts weiter als rohe Skizzen. Erst am kommenden Donnerstag will Genachowski über die Verbindlichkeit der Regeln abstimmen lassen. Bevor große Freude aufkommt: dieses Verfahren kann sich Monate – viele Monate – lang hinziehen. (weiterlesen…)

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Basic Sunday: Der Schatten18.10.09

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Du kennst mich noch nicht lange. Vor einigen Wochen wusstest du nicht einmal, dass ich überhaupt existiere. Doch ich bin immer bei dir. Ich beobachte dich, ich verfolge dich, ich höre dir zu. Immer dann, wenn du denkst, dass du alleine bist, bist du es nicht. Du weißt es zwar noch nicht, aber ich bin ein Teil von dir. Eigentlich bist du ein Teil von mir. Untrennbar sind wir miteinander verbunden. Noch bist du mir immer noch einen Schritt voraus und doch weiß ich: Mein Tag wird kommen und dann werde ich es sein, der die Fäden in der Hand hält. Du ahnst von alledem nichts. Träumst nur den Schlaf der Gerechten obwohl die Gerechtigkeit uns schon lange eingeholt hat.

Als du heute morgen aufgewacht bist, war ich schon lange wach. Ich bin dir näher als du denkst und jeden einzelnen Schritt von dir habe ich gesehen. Hätte ich eingreifen wollen, hätte ich es getan. Doch ich will dir nicht schaden. Ich begehre dich, ich will bei dir sein und doch hasse ich dich abgrundtief. Die Art, wie du dich im Spiegel anschaust, lässt mich erzittern. Deine zarte weiche Haut – ich habe sie so oft schon gefühlt. Wie gerne würde ich dir sagen, was ich für dich empfinde, wie ich fühle, wie sehr ich dich begehre. Doch noch bin ich zu schwach dafür. Doch jeden einzelnen Tag wird meine Macht stärker und bald schon – bald wirst du mich hören. Doch dann wird es zu spät sein. (weiterlesen…)

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Big Brother Awards: Schäuble und von der Leyen sahnen ab16.10.09

chaperonsc10.jpgHerzlichen Glückwunsch, Herr Innenminister Schäuble! Und auch Ihnen, Frau von der Leyen, ist der aufrichtige Dank der Bürger sicher. Hier ist der Blumenstrauß. Küsschen links, Küsschen rechts. Wenn Sie jetzt bitte beide die politische Bühne räumen könnten, damit wir wieder Platz für ein wenig Demokratie in Deutschland haben könnten – danke. Besten Dank, wir wären Ihnen sehr verbunden. Auf Wiedersehen.

Liebe Leser, die Jury der Big Brother Awards hat gesprochen, vor wenigen Minuten ist in Bielefeld die Entscheidung gefallen, wer in diesem Jahr den mehr oder minder begehrten Oskar für Datenkraken überreicht bekommt. Und er hat es geschafft: Wolfgang Schäuble (CDU) ist für sein Lebenswerk ausgezeichnet worden! In der Laudatio wurden “Schäubles obsessive Bestrebungen, den demokratischen Rechtsstaat in einen präventiv-autoritären Sicherheitsstaat umzubauen”, besonders hervorgehoben. Dazu zählen unter anderem der Umbau des BKA in ein deutsches FBI mit geheimpolizeilichen Befugnissen, die Legalisierung der heimlichen Online-Durchsuchung von Computern und die Errichtung einer gemeinsamen Antiterrordatei sowie einer neuen Abhörzentrale für alle Sicherheitsbehörden. Dies habe unter anderen zu einer “gefährlichen Entgrenzung” von Polizei, Geheimdiensten und Militär geführt. (weiterlesen…)

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Sniff: Der erste Hund mit künstlicher Intelligenz16.10.09

Falls jemand von euch plant, diesen Monat noch in die USA zu fliegen, dann sollte er vielleicht einen Abstecher nach Louisville (Kentucky) einplanen. Dort ist Sniff aus dem obigen Video nämlich noch bis Ende Oktober zu sehen. Bei dem animierten dreidimensionalen Hündchen handelt es sich um ein Gemeinschaftsprojekt der Künstlerin Karolina Sobecka und des Software-Designers James George, das sie mithilfe eines Computers – klar! -, eines Projektors sowie von Infrarotlichtern und -kameras realisiert haben.

Während der Computer das 3D-Bild des Hundes berechnet und dieses via Projektor an eine “Leinwand” wirft, wird er permanent mit Infos von den Infrarotkameras gefüttert. Diese filmen den von den Infrarotlichtern beleuchteten Weg vor der “Leinwand” und registrieren jede Veränderung, die durch vorbeilaufende Passanten verursacht wird. Mittels dieser zusätzlichen Informationen ist es dem Computer möglich, Sniff sozusagen Leben einzuhauchen und ihn beispielsweise auf Personen zu- oder von ihnen weglaufen zu lassen. (weiterlesen…)

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Geheimnis gelüftet: So sieht das Street View-Dreirad aus16.10.09

trikeHaha, klasse Sache! Wie einigen von euch bekannt sein dürfte, setzt Google auf Kamera-Autos (hierzulande sind es Opel Astras), um die Straßenzüge für Street View zu fotografieren. Doch teilweise stoßen die Mitarbeiter auf unwegsames Gelände: Wie fotografiert man kleinste Gassen und Parks, wo Autos entweder keinen Platz finden oder nicht zugelassen sind? Der Street View-Mechaniker Dan Ratner kam auf die Idee, umzusatteln und hat ein Gefährt für Google gebaut, das einem überdimensionierten Dreirad nicht unähnlich sieht. Hinter dem Fahrer, weit über dem Sattel, thront dann die Kamera, die in bestimmten Zeitabständen 360°-Fotos schießt.

Bislang hatte die Suchmaschine mit Infos über das “Google-Trike” geknausert, wahrscheinlich, um die Emotionen rund um Street View und die daraus resultierende Datenschutzdebatte nicht unnötig aufzuheizen: immerhin ist es mit dem Dreirad möglich, noch näher an Wohnobjekte heranzukommen.

Nun aber wurde das Geheimnis gelüftet und Google stellt das Trike in einer detaillierten 3D-Ansicht vor. Außerdem wurde ein kleines Video gemacht, das Dan Ratner bei der Arbeit zeigt: (weiterlesen…)

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Wird Amazon das neue Apple?16.10.09

AmazonLogo

In einem Interview zum Kindle hatte ich kürzlich schon die Vermutung geäußert, dass sich Amazon langsam zu einem zweiten Apple entwickelt: exklusiv, schick, teuer und hinter den Kulissen hin und wieder ein wenig gemein. Ich schaue mir das noch ein wenig an, bevor ich aus meiner Vermutung dann eine felsenfeste Überzeugung mache. Doch mittlerweile häufen sich die Hinweise darauf, dass Amazon-Chef Jeff Bezos die Lektüre des Ratgebers “Wie werde ich einmal ein Steve Jobs?” aufgenommen hat und ich dachte, ich lasse euch einmal an meinen Überlegungen teilhaben.

Der Buchhändler rafft zum Beispiel die Vertriebswege der eigenen Produkte enger an das Unternehmen heran, Affiliate-Partnern werden zusehends mehr Steine in den Weg gelegt. Kürzlich zum Beispiel wurde die Katalog-API für mobile Handy-Programme aus heiterem Himmel gesperrt. Warum? Nun, Kunden hatten zu häufig Bücher und andere Produkte über Partner-Apps bestellt. Amazon sah aufgrund der vermehrten Provisionszahlungen an die Entwickler den Profit schwinden und untersagt nun ganz allgemein “jeglichen Inhalt oder Partner-Link in Verbindung mit jeglicher Anwendungssoftware für mobile Kommunikationsgeräte”. Kommt euch bekannt vor? Richtig, auch Apple wird immer vorgeworfen, durch künstliche Verknappung die Partner-Shops hungern zu lassen, um im offiziellen Apple Store mit einer sofortigen Verfügbarkeit der Produkte zu werben. Um noch unabhängiger von externen Vertrieblern zu werden, schießen ja zudem derzeit überall in deutschen Großstädten Apple-Läden aus dem Boden, erst in München, dann in Hamburg und schon bald in Frankfurt. (weiterlesen…)

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Handy-Versicherung: Mit Sicherheit eine schlechte Idee16.10.09

v-001Ich könnte jetzt eine Top 10-Liste mit den unsinnigsten Dingen im Bereich Handy anfertigen, aber ich lasse es und komme direkt zum Punkt! Platz 1 belegt mit Sicherheit die HANDY-VERSICHERUNG. Sie ist ungefähr so sinnvoll wie eine Lebensversicherung für Wellensittiche oder eine gegen Wasserschäden bei Booten. Natürlich ist ein Handy teuer und enthält oftmals wichtige Daten, die bei Verlust (und ohne vorheriges Backup) unwiederbringlich verloren sind. Aber diese Daten bringt auch eine Versicherung nicht wieder. Und der Punkt ist der: Ähnlich wie beim Fahrrad, bekommt der Handy-Besitzer nur den momentanen Zeitwert seines entwendeten oder verlorenen Handys wieder. Und für den kann er sich vielleicht ein paar Granny-Smith-Äpfel kaufen gehen, aber mit Sicherheit keinen gleichwertigen Ersatz für sein Phone.

Und während der Fahrradbesitzer seinen Drahtesel abgeschlossen in einem abgeschlossenem Raum geparkt haben muss, um Ersatz zu bekommen, muss der Handy-Besitzer bei Diebstahl nachweisen, dass er dieses “sicher” aufbewahrt hatte. Und mit “sicher”, das ist sicher, meint die Versicherung so etwas wie “im Tresor”. Ansonsten kostet einen der Anwalt mehr als das Handy, wegen dessen man sich dann vor Gericht mit der Versicherung streiten muss.

Schliesst eine Versicherung zudem Schäden durch Witterung aus, obwohl die Police den Schutz vor Feuchtigkeitsschäden beinhaltet oder werden so häufig auftretende Schadensfälle wie Vergessen, Verlust oder Abnutzung ausgespart – dann sollte auch dem letzten Menschen klar werden, dass er sein Geld auch sinnvoller anlegen kann, als zur Finanzierung eines neuen Versicherungsgebäudes auf der Schlossallee. (weiterlesen…)

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a.de und 1234.de: Denic erlaubt einstellige und Ziffern-Domains16.10.09

vwDa tun sich neue Chancen für Domain-Grabber, Mathematiker und Freunde von URLs im Format von Namensinitialen auf: Die Denic hat beschlossen, ab dem 23. Oktober, Punkt 9 Uhr, Registrierungen für ein- und zweistellige sowie für aus Ziffern bestehende “.de”-Domains anzunehmen. “A.de” wäre damit möglich, ebenso wie “ab.de” oder irre Nummernschildkombinationen mit Buchstaben, Zahlen und Bindestrichen.

Freiwillig hat sich die Denic allerdings nicht zu diesem Schritt entschlossen: Nachdem Volkswagen 2008 sich vor dem Oberlandesgericht Frankfurt die Second-Level-Domain “vw.de” eingeklagt hatte, legten die “.de”-Registrierer Widerspruch beim BGH ein. “Pustekuchen”, meinten daraufhin die Richter und wiesen die Nichtzulassungsbeschwerde zurück. Denic sei dazu verpflichtet “vw.de” zu schalten, solange Adressen im Stil “.vw” noch nicht möglich seien. Zähneknirschend knickte die Denic ein und verkündet nun, nach “Abwägung aller Risiken” die Registrierungsrichtlinien zu liberalisieren. Leider habe ich niemanden telefonisch in Frankfurt erreicht, weil es mich doch einmal interessiert hätte, welche einst unabwägbaren Gefahren hinter kurzen Domain-Namen lauern. (weiterlesen…)

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Niiu: Naht die Rettung der Printmedien?16.10.09

niiuEs vergeht kein Tag, an dem nicht in den Abgesang auf die klassischen Printmedien eingestimmt wird. “Totes Holz” als Grundlage für das Verbreiten von Informationen hat ausgedient. Ich selbst gehöre auch zu denen, die von der Branche ein bislang nicht gezeigtes Maß an Bereitschaft zur Veränderung fordern, wenn sie denn in Krisenzeiten und gegen das offenbar übermächtige Internet bestehen möchte. Es ist grundsätzlich egal, über welche Branche wir sprechen – ob Musik, Film oder den Journalismus. Für alle gilt die Auflage, dass man sich verändern muss, anstatt sich verzweifelt gegen nicht mehr änderbare Gegebenheiten zu wehren und alte Zustände zurückzusehnen.

Da – wie oben erwähnt – tagtäglich sehr viele und darunter auch viele wirklich fundierte Artikel im Netz erscheinen, die den aktuellen Zustand und Zukunftsprognosen beschreiben, werde ich Euch nun nicht mit einem x-ten Aufguss dessen langweilen, sondern auf ein Projekt aufmerksam machen, welches zumindest einen neuen, anderen Weg zu gehen versucht.

Via dwdl.de bin ich heute auf Niiu aufmerksam geworden. Niiu ist eine vorerst nur in Berlin erscheinende Tageszeitung, die bei den Lesern ab November mit personalisierten Inhalten punkten möchte. Wir als Digital Natives sind es gewohnt, uns unseren gewünschten Content auf unsere Bedürfnisse anzupassen und nur das zu lesen, was uns interessiert. Bei einer Tageszeitung hingegen muss man sich mit dem Themen-Mix abfinden, den man vorfindet. (weiterlesen…)

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Studie: Peer-to-Peer ist eine aussterbende Technologie15.10.09

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Die Parole geistert gerade durch das amerikanische – und vor allem auch chinesische Netz: Das einst so vielversprechende Peer-to-Peer-Verfahren wankt wohl unwiderruflich seinem Untergang entgegen. Wired hatte auf die Studie von Arbor Networks aufmerksam gemacht, die am kommenden Montag veröffentlicht werden soll. Mehr als 70 Prozent aller Top-Internetprovider auf dieser Welt greifen auf das Netzwerkmanagement des Unternehmens zurück. Über 256 Exabytes hat Arbor auf diese Weise in den vergangenen zwei Jahren unter die Lupe genommen. “Der Einblick, den die Firma in den Kern des Netzes hat, kann womöglich nur dem der NSA verglichen werden, die jedoch darüber nicht sprechen darf”, so Wired.

Das Ergebnis: Der durch P2P verusachte Traffic beträgt heute 18 Prozent des gesamten Datenverkehrs im Internet. Klingt viel, allerdings schrumpft die Imposanz der Zahl, wenn man bedenkt, dass sie vor zwei Jahren noch bei 40 Prozent lag. Diese Berechnungen gelten übrigens für die Pakete – die Grafik oben nimmt Bezug auf die gemessenen Protokolle (da immer mehr P2P-Nutzer aber Anonymizer einsetzen, ist diese Angabe letztendlich nicht wirklich aussagekräftig). “Die P2P-Nutzung nimmt weltweit ab – und sie nimmt schnell ab”, sagt Arbors Chef-Wissenschaftler Craig Labovitz. (weiterlesen…)

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“Dexter”-Staffelstart: Finde den Serienmörder auf YouTube15.10.09

Dexter-Morgan-1574Kennt ihr dieses Muttersöhnchen noch, den Wolf im Schafspelz? Für diejenigen, die ihn nicht kennen: Es ist Dexter. Dexter ist Forensiker beim Miami Metro Police Department. Und Serienmörder. Also nicht nur Mörder in Serie, sondern auch Mörder in einer Serie.

Und um auf den Start der neuen Staffel dieser Serie aufmerksam zu machen, hatte sich Showtime etwas ins Zeug gelegt. Zunächst sickerten im Internet vorab Details aus der ersten Folge durch und dann wurde auf YouTube ein Spiel zur Serie online gestellt. ”Where’s Dexter?” ist ein simples Klick-dich-von-Level-zu-Level-durch-Spiel, bei dem es darum geht, Dexter an verschiedenen Orten inmitten einer Gruppe von Menschen zu entdecken.

Auf den ersten Blick nichts Besonderes. Auf den zweiten Blick erkennt man aber, wie clever die Marketingstrategen ans Werk gegangen sind und dass hier der alte Spruch “Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile” durchaus seine Berechtigung hat. Zunächst einmal nutzen die PR-Leute eine neue Plattform, um auf die Serie aufmerksam zu machen: YouTube. Machen andere auch, also sehen wir weiter. Hinzu kommt, dass man ein “Online-Spiel” entwickelt hat, und nicht einfach nur Werbung macht (zum Beispiel in Form eines Teasers). Auch das ist nicht ganz neu, aber auch nicht sehr verbreitet. (Besonders geil wurde das Mal für einen Film umgesetzt, dessen Titel mir jetzt leider nicht einfällt. Der User wurde bei Youtube zum Agenten und musste im Bild bestimmte Dinge erkennen, die Bestandteil eines Puzzles waren und zur Rettung einer Geisel benötigt wurden… Hat einer ne Ahnung, wie der Film bzw. das Spiel hieß?). (weiterlesen…)

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Augmented Reality: Layar für das iPhone ist da!15.10.09

layarAchtung, Achtung! Dies ist eine Meldung, die sich an alle Besitzer eines iPhone 3GS richtet. Alle übrigen dürfen nun vor Neid erblassen – oder aber als Android-Nutzer ein müdes Gähnen von sich geben, da Google-Handys schon lange Zeit Augmented Reality (AR) beherrschen. Es geht um Layar, das endlich für das iPhone verfügbar ist.

Bei der App handelt es sich um eine Art Reality-Browser: Die Kamera fängt das Bild der Umwelt ein, das dann in Echtzeit auf den Bildschirm geworfen wird. Layar (von “Layer”, zu Deutsch: “Schicht”) bietet nun die Möglichkeit, unterschiedlichste Folien auf die aktuelle Ansicht zu legen: Was weiß Wikipedia über meinen aktuellen Standort? Gibt es hier im Umkreis freie Wohnungen? Wo die nächste Pizzeria? Welches Kino in meiner Nähe zeigt innerhalb der nächsten Stunde einen Film? Layar legt die gewünschte Folie auf die Ansicht und der Nutzer braucht sich nur um die eigene Achse zu drehen, um alle Informationen direkt auf dem Display präsentiert zu bekommen.

Das Ganze kostet nichts – weder die App, noch die Folien – bei Wired ist jedoch zu lesen, dass der holländische Entwickler von Layar plant, unter Umständen in Zukunft kostenpflichtige Zusatzangebote von Dritten mit in das Portfolio aufzunehmen. (weiterlesen…)

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Deal-hunter.de: eBay startet ein eigenes Blog15.10.09

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Böse Zungen könnten ja behaupten, dass eBay zunächst die Konkurrenz aus dem Weg räumte, um dann selber aufzutrumpfen. Doch das ist hässliche und ungerechte Polemik! Dennoch fällt es auf, dass der Auktionshausriese erst den Mitgliedern den Saft der ehemals hauseigenen Blog-Plattform abdreht, um dann mit einem eigenen Angebot namens deal-hunter.de selbst dick in Social Media einzusteigen.

Schieben wir den Gedanken aber mal beiseite. eBay ist nun also auch unter die Blogger gegangen. Der erste Post datiert zwar bereits auf den 21. September zurück, doch erst jetzt hat das Unternehmen beschlossen, die Sache publik zu machen. Ein eigenes Blog in einem doch höchst kritikfreudigen Umfeld halte ich für einen sehr mutigen und lobenswerten Schritt – zumal tatsächlich eine Kommentar-Funktion zugelassen wird. (Eine Entscheidung, die zu treffen sich die Telekom anfangs noch nicht traute.) Das Thema des Blogs ist nach eigenem Bekunden: “Die besten Angebote im Netz und in der realen Welt”. (weiterlesen…)

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Snoog Mobile: Kostenloses ICQ auf dem Handy – gegen Werbung15.10.09

snoog_mobileIch weiß, diese Prepaid-Angebote schießen wie blöde aus dem Boden und ich weiß auch, dass heute mittlerweile ein gewisses Überangebot herrscht. Aber auf das gerade gelaunchte Snoog Mobile wollte ich euch dennoch hinweisen. Der neue Tarif stammt aus der Feder des Ex-CEOs von o2, Rudolf (“Rudi”) Gröger, der sich damit speziell an die junge Zielgruppe der 16-24-Jährigen annähern möchte.

Hier also Snoog Mobile im Detail: Es handelt sich um ein Prepaid-Angebot für das Vodafone-Netz. Das Startpaket ist für 15 Euro zu haben, wobei fünf Euro Guthaben bereits inklusive sind. Die Konditionen für Sprachdienste sind eher durchschnittlich, da Snoog-Nutzer untereinander für fünf Cent die Minute telefonieren, für netzexterne Gespräche werden 15 ct fällig – das kennt man schon von den Mitbewerbern (hin und wieder sind diese sogar günstiger). Das Pfiffige am Angebot ist jedoch der kostenlose Zugang zu ICQ. Sowohl der Download als auch der anfallende Traffic des Messengers sind kostenlos, welche Handys genau unterstützt werden, könnt ihr auf einer Übersicht einsehen. Da lässt sich die ein oder andere SMS sparen, die sonst mit 15 ct pro Stück zu Buche schlagen würde. Laut Nachricht zum Snoog Mobile-Start würden heute 84 Prozent der jungen Leute einen Messenger nutzen. Lassen wir das als Info einmal so dahingestellt sein… (weiterlesen…)

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Gute Nachricht für Domain-Inhaber: Keine generelle Haftung für Vertragspartner15.10.09

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Ein kleiner Prolog zu diesem Thema: Kürzlich unterhielt ich mich mit Frau Dr. Verena Hoene von der Kölner Kanzlei Heuking Kühn Lüer Wojtek. Sie ist Anwältin unserer Muttergesellschaft intergenia und erzählte mir von einem interessanten BGH-Urteil, das erstmals ein wenig Klarheit in das Verhältnis zwischen Domain-Inhabern und -Betreibern bringt. Viele sind ja heute der Meinung, dass Abmahnungen zwangsläufig den bei Denic eingetragenen Besitzer treffen; pauschal trifft dies allerdings nicht zu. Ein wichtiges Thema also, das bestimmt einige von euch interessieren wird. Und bevor ich mich selbst in juristische Gefilde begebe, habe ich die Expertin gebeten, uns ein wenig in die Sachlage einzuweihen. Im Folgenden also nun ihr Beitrag. Besten Dank dafür, Frau Hoene! (André)

Auf den ersten Blick ein Klassiker: Im Nachrichtendienst Focus Online war ein rechtswidriger Beitrag erschienen. Der Betroffene mahnte daraufhin den Focus Verlag ab, dem auch die Domain focus.de gehört. Der Verlag verweigerte jedoch die Abgabe einer Unterlassungserklärung, welche natürlich auch mit einer Vertragsstrafe versehen war. Ein klarer Fall – zumindest für das Landgericht Hamburg, das den Verlag dann auch prompt verurteilte. Anders aber sah es schon das Oberlandesgericht Hamburg und jetzt auch der Bundesgerichtshof (BGH, 30.06.2009, abgedruckt z.B. in WRP 2009 1262 ff.): Für diese Gerichte reichte nicht aus, dass der Verlag Inhaber der Domain focus.de ist. Der Verlag hatte diese Domain nämlich nicht selbst genutzt, sondern der Tomorrow Focus AG überlassen, die das Internet-Portal eigentlich betreibt. (weiterlesen…)

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