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Archive for 11.2009

WSJ: Wikipedia-Autoren fliehen von der Wissensplattform24.11.09

wikipedia

In Deutschland wissen wir nur, dass ein kleiner Krieg hinter den Kulissen von Wikipedia tobt – die Auswirkungen sind uns bis auf Einzelfälle jedoch unbekannt (“Von diesem Verein fühle ich mich echt nur noch verarscht. Ich frage mich, ob das nicht einem Großteil der Wikipedia-User genau so geht.” via Fefe). Es geht um die große Relevanzdebatte, Machtmissbrauch der Admins und die Rolle, die der Förderverein bei all dem spielt. Das “Wall Street Journal” hat nun erstmals Zahlen vorgelegt, wie sich diese Entwicklung in den Staaten vollzogen hat – auch dort herrscht großer Unmut der Autoren gegenüber pöbelnden Kollegen oder zensierenden Admins: “Wikipedia wird zu einer immer feindseligeren Umgebung”, sagt der Wissenschaftler Felipe Ortega, der den Autoren-Exodus in seiner Doktorarbeit (PDF) protokolliert hat. “Die Leute sind ausgebrannt und haben keine Lust, wieder und wieder Debatten über die Inhalte bestimmter Artikel zu führen.”

In den ersten drei Monaten dieses Jahres haben deshalb 49.000 Freiwillige der amerikanischen Mutter der Wissens-Plattform den Rücken gekehrt. Nur zum Vergleich: 2008 waren es in demselben Zeitraum nur 4.900. Offenbar gilt dieser Trend aber nur für die Autoren, bei den Lesern erfreut sich Wikipedia weiter wachsender Beliebtheit. Innerhalb eines Jahres (bis September 2009) wuchs der Besucheransturm laut comScore um 20 Prozent. Warum hat niemand mehr Lust, eigene Beiträge zu schreiben, immerhin lebt Wikipedia doch davon? (weiterlesen …)

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SC140: Erstes Twitter-Musikalbum veröffentlicht23.11.09

twitter_albumDan Stowell ist Komponist und IT-Wissenschaftler an der Queen Mary-Universität in London. Anfang des Jahres experimentierte er ein wenig mit der Programmiersprache SuperCollider herum, einer kleinen Entwicklerumgebung, die es erlaubt, auch lange Musikstücke in kurzen Codes festzuhalten. Echtzeit-Klangsynthese und algorithmische Komposition lauten die Zauberwörter. Selbst wenn ein Song mehr als 140 Noten umfasst, kann eine Notierung mit bis zu 140 Zeichen völlig ausreichend sein, da sich wiederholende Sequenzen oder zufällige Elemente zusammengefasst werden können.

Stowell nahm sich den Sound brechender Meereswellen am Strand vor und brachte sie in einen mundgerechten 140-Zeichen-Satz, den er dann twitterte. Die Follower waren begeistert und begannen nun ihrerseits, mit SuperCollider herumzuspielen. Die Ergebnisse sind jetzt in einem Album zusammengefasst worden, “SC140“, das ab sofort kostenlos heruntergeladen (ZIP-Datei mit MP3s) werden kann.

“Meine Oma würde wahrscheinlich ihre Augenbrauen heben, wenn ich ihr SC140 zu Weihnachten schenken würde. Doch wenn sie auf Aphex Twin stünde, wäre das ihr Ding”, so Stowell. Insgesamt haben 14 Musiker ihre Ergebnisse abgegeben, darunter auch ein recht interessantes Pseudo-Vocal Stück (Track 4, von Nathaniel Virgo). Die Songs wirken anfangs ein wenig… gewöhnungsbedürftig, doch man braucht kein Fan von Zwölftonmusik sein, um irgendwann dahinter zu steigen: wir haben es hier mit Minimal Electro/Drum&Bass-Verschnitten zu tun. Putzig anzuhören. “Es klingt in der Tat ein wenig piepsend”, meint Stowell. “Das hat damit zu tun, dass 140 Zeichen recht einschränkend sind.” Egal – ich finde die Idee jedenfalls toll.

Via: NewScientist

(André Vatter / Bild: Flickr)

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Busfahren in Manhattan: Die Entdeckung der Langsamkeit23.11.09

Entschuldigt, offensichtlich habe ich irgendetwas nicht mitbekommen. Sind jetzt wieder Langeweile und Müßigkeit in? Ich will ja niemanden auf die Füße treten, deshalb frage ich lieber vorher höflich nach. Doch dieser Bus-Simulator kann doch wohl nicht ernst gemeint sein, oder? Ich stieß eben über Metafilter auf das Demo-Video, wo man sich ebenfalls nicht sicher ist, was das sein soll: “Der Nerd-Grad von diesem Teil ist der Wahnsinn. Ich frage mich, ob die Leute im Bus umherfliegen, wenn man schnell bremst.” Oder auch: “Das Video sagt nichts über die total durchgeknallten Passagiere mit Messern – doch davon abgesehen sind die NYC-Details gut gelungen.” (weiterlesen …)

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AOL: Neustart mit geändertem Logo23.11.09

aol_logoNach einem neun Jahre währenden finanziellen Desaster, trennt sich Time Warner von AOL und bringt die Internetsparte am 10. Dezember an die New Yorker Börse. Um diesen Cut beziehungsweise den Neuanfang auch optisch deutlich zu machen, wird AOL zum Börsengang ein neues Logo präsentieren. Am Wochenende gewährte das Unternehmen Neugierigen bereits einen ersten Blick darauf.

Der Schriftzug enthält, wie auf dem Bild zu sehen ist, zwei Modifikationen (oder Modifizierungen?): Ab sofort wird der Firmenschriftzug mit einer Majuskel (dafür halte ich es zumindest; andere bezeichnen es als Initiale, was ich aber aufgrund der fehlenden Verzierung für einen Fehler halte) und einem Punkt am Ende geschrieben. Big Deal? Weiß nicht. In meinen Augen nicht. Aber ich bin auch kein Werbefachmann.

Darüber hinaus soll es verschiedene Hintergrundbilder geben, die mit dem Schriftzug kombiniert werden sollen. Eine erste Auswahl seht ihr hier: (weiterlesen …)

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Dell enthüllt das Android-Smartphone Mini 3i23.11.09

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So sieht es also aus, Dells erstes Smartphone. Es hört auf den Namen Mini 3i und setzt auf das Android-Betriebssystem. Bevor hier aber irgendwelche Euphorie aufkommt, lasst mich sagen, dass es das Handy zunächst nur in China geben wird. In einem Blog-Post verrät Dell, dass man vorhabe, die Hardware immer an die jeweiligen Bedürfnisse des Marktes anzupassen: “Erwarten Sie nicht, dass Dell-Smartphones überall über dieselben Spezifikationen und Features verfügen.” Das wollen wir hoffen!

Doch werfen wir erst einmal einen Blick auf die vorliegende Liste der technischen Details: Das Quadband-Handy Mini 3i bietet ein 3,5 Zoll großes Touch-Display mit einer Auflösung von 640×360 Pixel. GPS ist ebenso vorhanden wie Bluetooth und ein MiniUSB-Eingang. Auf der Rückseite befindet sich eine drei Megapixel starke Kamera mit Blitz, Zoom und Auto-Fokus. Der interne Speicher kann mittels einer MicroSD-Karte auf bis zu 32 Gigabyte erweitert werden. (weiterlesen …)

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Second Life will einfach nicht sterben23.11.09

2ndlife

Kennt ihr noch Second Life? Ja, genau, das ehemalige Herzstück des Boom-Themas Virtual Reality. Die Plattform war 2003 an den Start gegangen, gleichermaßen von Nutzern und Medien gefeiert: “Schaut! So sieht die Zukunft aus!”, wurde überall gerufen. Die Mitglieder flogen mit ihren Avataren durch die 3D-Pixelwelt, quatschten miteinander, kauften Klamotten – niemand würde in ein paar Jahren noch das Haus verlassen müssen, um zur Arbeit zu fahren. Es geschieht ja alles direkt im Netz, direkt in Second Life, wo die Millionen locken!

Ich komme auf das Thema, weil die BBC gerade in einem Nostalgie-Anfall einen Rückbesinnungs-Artikel verfasst hat, in dem ganz interessante Details zutage gefördert werden. Unter anderem auch die Feststellung, dass Second Life (wie war ich überrascht) noch nicht gestorben ist und sich – im Gegenteil! – bester Gesundheit erfreut. Dabei deuteten doch alle Indizien auf ein frühes Ableben hin: 2008 sackte die Berichterstattung über Second Life alleine in England um 40 Prozent ab (2007 nahmen noch 600 Artikel Bezug auf die Plattform), American Apparel machte seinen Shop dicht, Reuters zog verschämt seinen Korrespondenten ab. Es war ein klares Verlustgeschäft für alle Unternehmen und Medien, die in Second Life investierten. Im Februar öffnete dann der Plattmacher Facebook seine Pforten, seitdem boomt das schnelle, textbasierte Networking an allen Ecken der Welt. Und vergesst nicht den mobile Zugriff auf diese Netzwerke, der seit ein, zwei Jahren rasant ansteigt. All dies sollte doch ein Todesstoß für Second Life sein – oder nicht? (weiterlesen …)

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Apple: ‘Kontaminierte’ Rechner von Rauchern werden nicht repariert23.11.09

BiohazardKann man eigentlich davon sprechen, dass Raucher heutzutage diskriminiert werden? Wenn man seinen Blick Richtung Cupertino in Californien wendet, könnte man diesen Eindruck durchaus gewinnen – wenn man ihn nicht vorher ohnehin schon hatte. Dem Consumerist zufolge, einer Website der US-amerikanischen Verbraucherschutzorganisation Consumers Union, hat man nämlich bei Apple zwei Besitzern eines iMacs beziehungsweise MacBooks trotz gültiger Garantie die Reparatur ihrer Geräte  veweigert – weil diese durch Zigarettenrauch “kontaminiert” waren.

Im ersten Fall hatte ein Kunde sein MacBook in einen Apple-Store zur Reparatur gebracht, weil es überhitzte und er annahm, dass etwas mit dem Lüfter nicht stimmte. Einige Tage später wurde er von dem Store kontaktiert und erhielt folgende Auskunft: Aufgrund des Umstandes, dass der Computer im Haus Zigarettenrauch ausgesetzt worden war, sei die Gerätegarantie erloschen und man weigere sich, das Gerät zu raparieren – aufgrund von Gesundheitsrisiken, die sich aus dem Passivrauchen ergeben. (weiterlesen …)

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News Corp/Bing-Deal: ‘Es geht Microsoft nur um Google-Marktanteile’23.11.09

bing“Was haben die, was wir nicht haben?” – immer häufiger dürfte im kalifornischen
Mountain View diese Frage fallen. Google – und vielleicht auch einige von uns – haben beim Marktstart von Bing den Fehler gemacht, die Microsoft-Suchmaschine zu unterschätzen: “Viel zu später Einstieg in das Online-Geschäft, Google ist etabliert, Google ist das Internet. Wie will Microsoft da noch etwas reißen?” Offenbar lagen wir alle falsch. Bing zog innerhalb kürzester Zeit bei Yahoo! ein, motzte kontinuierlich die eigene Suche auf, schlug als Erstes bei der Integration von Twitter-Suchergebnissen zu und angelte sich zuletzt noch Wolfram-Alpha. Vergangene Tage riss Bing folgerichtig die 10-Prozent-Hürde bei den Marktanteilen. Und jetzt das…

Die Gerüchte brodelten schon seit einer Woche, News Corp und Bing befänden sich in einem heißen Flirt. Rupert Murdoch könnte seinen Traum wahr machen und endlich von Google loskommen. Der Großmeister der Massenmedien verabscheut den Marktführer der Suchmaschine, der Content kapert und mit dem Diebesgut auf frechste Weise das eigene Geschäft aufbessert, dieser elende Geier. Gut, sollte sein News Corp-Imperium von Google abziehen, würde das den Traffic empfindlich beeinträchtigen, doch dafür sind ja auch bald verlagsweit Bezahlinhalte geplant, das passt schon. Und offenbar steht ja Bing dann bereit. (weiterlesen …)

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Basic Flashback: Der verlorene Pakt der Piratenjäger22.11.09

polizeisperreIch verstehe das nicht, ich meine… Was denkt ihr, passiert, wenn sich die Piratenjägervereine Deutschlands, Österreichs und der Schweiz an einen Tisch setzen, um über die aktuelle Situation in der Raubkopierszene zu beratschlagen? Richtig: Sie liegen sich jammernd in den Armen, klagen über die schier unlösbare Herkulesaufgabe und die fiesen Bittorrent-Teens und beschwören das Ende der Welt herbei. Eben das ist diese Woche passiert, wie uns in einer 180-seitigen, gemeinsamen Presseerklärung der Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen e.V. (GVU), des österreichischen Vereins für Anti-Piraterie (VAP) und der Schweizerischen Vereinigung zur Bekämpfung der Piraterie (SAFE) mitgeteilt wird.

Noch immer würde die Nutzung von P2P-Technologien im “allgemein zugänglichen Internet” weiter zunehmen, doch der Löwenanteil im Filesharing würde derzeit durch Direct Downloads und Streaming eingenommen. Glückwunsch, Schulterklopfen – tolle Erkenntnis. Hier der Ablauf des Treffens im Schnelldurchlauf: GVU-Vorstandsvorsitzender Christian Sommer hatte gleich zu Anfang das passende Mittel gegen die illegale Nutzung parat:

So müssen diese (die Rechteinhaber) die Voraussetzungen für die Aufdeckung und Verfolgung von Urheberrechtsverletzern durch die Anti-Piraterie-Organisationen schaffen – etwa durch Einräumung entsprechender Vollmachten, zeitnahe und kontinuierliche Information sowie technische Maßnahmen. Es gelte, neue Instrumente gegen rechtlich nicht oder nur schwer greifbare Ziele zu entwickeln, wobei die Anti-Piraterie-Organisationen als Kompetenzzentren für die Kreativbranchen in Sachen Anti-Piraterie fungieren.

Die Forderung ist so allgemein und so weitreichend, dass man schnell den Eindruck gewinnen kann, Schäubles Ex-Redenschreiber hätte die Worte dafür geliefert. Tatsächlich haben die drei Vereine auch analog am Vokabular (“Gefährder”) gefeilt, Raubkopierer seien in Wirklichkeit “digitale Hehler“. Schluss mit den Verniedlichungen, der kino.to-schauende Tobias (16) macht sich nach deutschem Recht in § 259 StGB strafbar! Gut, damit hätten wir die Definitionsproblematik aus dem Weg geschafft. (weiterlesen …)

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Anleitungen im Netz: iPod-Beamer selbstgemacht20.11.09

ipod-beamer

Weil gerade dieses Beamer-Thema für iPods wieder hochkocht, dachte ich, es sei mal Zeit für ein paar kostengünstige Alternativen. Ihr wisst schon. Regen, lange Tage, warmer Tee und runter in den Bastelkeller. Der Cinemin Swivel von WowWee ist schon ein leckeres Teil. Im Abstand von zwei Metern wirft er ein zwei Meter großes Bild an die Wand, wobei die Auflösung von 480 x 320 Pixeln etwas knackiger sein könnte. Ein kleiner Lautsprecher ist ebenfalls eingebaut und der integrierte Akku soll für mindestens eine Spielfilmlänge durchhalten, bevor er wieder aufgeladen werden muss. Aber: er kostet rund 300 Dollar. Ein weiteres Schmuckstück machte diese Woche die Runde: der Sparks, eine Mischung aus Docking-Station und Beamer.

Er schafft eine Auflösung von 640 x 480 Bildpunkten, die maximale Größe des Bildes beträgt anderthalb Meter. Stereo-Lautsprecher sind an Bord, ebenso ein Akku, der es auf 2,5 Stunden bringt. Der Preis? Satte 500 Dollar. Und so sieht das Ding in Aktion aus. (weiterlesen …)

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Facebook: Börsengang steht offenbar kurz bevor20.11.09

facebookSich darauf zu verlassen, was irgendwelche Börsencracks einem erzählen, kann ganz schön in die Hose gehen. Letztes Beispiel hierfür, das mir spontan einfällt, ist die Meldung gewesen, wonach Xing von seinem amerikanischen Konkurrenten LinkedIn übernommen werden sollte. Damals hatte man die Prognosen auf “auffällige Kursbewegungen” gestützt, die man irgendwo ausgemacht hatte. Aber nix war und stattdessen ist Burda neulich bei Xing eingestiegen.

Jetzt ist offenbar Facebook dran. Nachdem man bereits im Jahr 2008 den Börsengang des Sozialen Netzwerks von Mark Zuckerberg “mit Spannung erwartet” hatte und zuletzt im April dieses Jahres derartige Gerüchte wieder genährt wurden, will man nun den untrüglichen Indikator für Facebooks Gang an die Börse ausgemacht haben: nämlich den durch Facebook-Mitarbeiter im Sekundärmarkt rege betriebenen Handel mit den Aktien ihres Arbeitgebers. (weiterlesen …)

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Nette Vollkorn-Oma flitzt für uns: So sieht Google von hinten aus20.11.09

insideyoursearch

Ein Weetabix ist ja eigentlich eine knochentrockene Angelegenheit, genauer gesagt ein “Weizen-basiertes Frühstücks-Getreide in Form flacher Kekse”. So zumindest formuliert man bei es Wikipedia. Ich kenne die Dinger noch aus England und erinnere mich daran, dass man es tunlichst vermeiden sollte, sich so einen Cerealien-Block reinzuschieben, ohne einen Eimer Milch bereit stehen zu haben. Doch alles ist in dieser Hinsicht besser, als der Corny-Schokoriegel mit seinen in Form gepressten Mehlbällchen.

Zurück zum Weetabix. Wir haben es also mit einem recht sperrigen Produkt zu tun, das den Marketing-Verantwortlichen den Schweiß auf die Stirn treiben könnte. Wie kann man das Ding den Leuten schmackhaft machen? Wie so viele Unternehmen setzt man deshalb auf virale Aktionen, in diesem konkreten Fall soll auf die kraftspendende Eigenschaft des vollen Korns hingewiesen werden. Klickt mal bitte auf insideyoursearch.com. Ja, genau: so sieht Google von hinten aus! Die Bibliothekarin kann so dermaßen schnell flitzen, weil sie bis oben hin mit Müsli vollgepumpt ist – so wie Homer bei der Besteigung des Mörderhorns.

Neu ist die Idee nicht, ähnliche Aktionen hatten zum Beispiels schon Burger King mit dem Unterwürfigen Huhn und beer.com mit den Tresenmädels auf die Beine gestellt. Dennoch schön, die Vorstellung, dass eine liebe Oma unser Navigator im Netz ist. Wer übrigens wirklich wissen möchte, wie es hinter Google aussieht: Quarks & Co. bietet ein schönes und zudem aktuelles Video dazu als Stream an.

Besten Dank an Matze von semplicity für den Linktipp!

(André Vatter)

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Premiumdienste, Geolocation, Sicherheit: User fragen, Twitter antwortet20.11.09

Techcrunch Real Time Crunch UpEinige von euch werden es vielleicht schon wissen: Heute um 9 Uhr Ortszeit findet in San Francisco das (der?) TechCrunch Real-Time CrunchUp statt. Dort werden sich die Großen der Internet-Szene die Klinke beziehungsweise das Mikro in die Hand drücken und man darf gespannt sein, wer mit welchen Krachern für Furore sorgen wird. Wer das Spektakel live mitverfolgen möchte, aber nicht mal eben in die USA jetten kann oder wem das nötige Kleingeld für die Karte fehlt, kann dies bei uns (siehe unten) oder direkt auf Ustream.tv tun.

Ich bin ja besonders gespannt darauf, was Twitter-COO Dick Costolo so zum Besten geben wird. Zum einen deswegen, weil er von TechCrunch-Gründer Michael Arrington - von dem man im Übrigen halten kann, was man will - mit von Usern gestellten Fragen konfrontiert wird. Schaut man sich diese an (es wird zum Beispiel nach den Sicherheitsstandards von Twitter gefragt oder ob man FourSquare als Konkurrenz im Bereich Geolocation ansieht), verspricht das Interview sehr spannend zu werden. Zum anderen natürlich deswegen, weil ich hoffe, etwas völlig Neues zu erfahren. Vielleicht einige Hinweise auf Features, an denen man “unter Ausschluss der Öffentlichkeit” momentan arbeitet.  (weiterlesen …)

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Google stellt Chrome OS vor – Nutzer müssen sich noch ein Jahr gedulden20.11.09

Ja, zugegeben, wir hatten alle erwartet, dass der Vorhang fällt, Google eine kleine Präsentation vorführt und anschließend der Download-Link freigegeben wird. Doch auf dem Event, das die Suchmaschine anlässlich seines neuen Betriebssystems Chrome OS gab, wurden nur ein paar Vorab-Einblicke gewährt. “Es wird weder einen Launch, noch eine Beta geben”, sagte Produktmanager Sundar Pichai. Das Betriebssystem sei noch gut ein Jahr von der endgültigen Marktreife entfernt. “Aber wir machen Fortschritte.” Nun gut, das ist besser als gar nichts, aber Beobachter konnten schon bemerken, dass im Plenum lange Gesichter gemacht wurden. Das hier war eine reine Show für Entwickler (hier das komplette Video). Doch schauen wir uns nun erst einmal Chrome OS genauer an – zumindest das, was uns bislang gezeigt wurde.

Google will als aus dem Schlagwort “Cloud Computing” endlich Realität machen. Chrome OS kommt völlig ohne native Programme aus, was bedeutet, dass sämtliche Apps direkt im Browser laufen. Keine Installation, keine Updates, kein Programm-Management. Zudem ist die ganze Kiste sehr entwicklerfreudig; jeder, der eine Web-App programmieren kann, kann auch für Chrome OS programmieren. Google hat das System nach eigenen Angaben allein auf Netbooks (die Demo wurde auf einem Eee PC gezeigt) ausgerichtet, da man einen offenbar einen Trend in den Minirechnern ausgemacht hat. Doch ob der Boom auch im kommenden Jahr noch anhält? Was ist, wenn der leistungsstarke Tablet Marktanteile von Netbooks und Smartphones aufsaugt und Nutzer kein spartanisches, sondern ein anspruchsvolles Betriebssystem wünschen? Diese Frage schiebe ich nur so dazwischen… (weiterlesen …)

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Spieler verunsichert: Ist Modern Warfare 2 eine Trojaner-Schleuder?19.11.09

modernwarfare2Boah! Sollte die Nachricht wirklich stimmen, hätte Infinity Ward echte Probleme. Vor nicht einmal einer Woche brachten sie ihr Game-Baby “Modern Warfare 2” in den Handel – in den ersten fünf Tagen spülte der umstrittene Ego-Shooter sagenhafte 550 Millionen Dollar in die Kassen. Das schaffte noch nicht einmal “Grand Theft Auto IV”.

Doch so groß die Freude ist, ebenso riesig breitet sich allmählich auch die Beunruhigung unter den Spielern aus. Grund sind sich mehrende Meldungen, in denen sich Gamer über den plötzlichen Virenbefall ihrer Rechner beschweren. Wie das Zocker-Netzwerk tek9 berichtet, haben Hacker die Multiplayer-Plattform von Infinity Ward geknackt und einen Weg gefunden, den Spielern global einen Trojaner unterzujubeln. Die Sache ist aufgefallen, nachdem reihenweise Virenscanner (offenbar in erster Linie Freeware-Lösungen) Alarm schlugen, nachdem sie den Trojaner Crypt.XPACK.Gen fanden. Bei Windows XP nistet er sich nach Spielerangaben unter C:\Documents and Settings\yourusername\Local Settings\Temp ein, die Dateinamen lauten ~B8.tmp und ~B8.vir. (weiterlesen …)

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