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Archive for 11.2009

Vorzeige-App Shazam: Klage wegen Patentrechtsverletzung17.11.09

shazamShazam dürfte heute jeder kennen, entweder, weil er es selbst hin und wieder benutzt, oder weil der Kumpel immer wieder sein iPhone oder Android-Handy rausholt, um es stolz-grinsend vor eine Box zu halten und dabei zu sagen: “Siehste? Siehste?”. Wer es nicht kennt: Shazam ist die Vorzeige-App von Apple und anderen Smartphone-Herstellern, die vor allem beim Marketing immer wieder herausgegraben wird (ja, und auch Supermans Antagonist heißt so). Dabei handelt es sich um ein Musikerkennungsprogramm, das in dem Moment automatisch seinen Dienst aufnimmt, sobald das Handy mit dem Mikrofon in Richtung Lautsprecher gehalten wird. Nach einer kurzen Analyse spuckt Shazam den Titel des Songs aus und bietet weiterführende Links zum Kauf oder zum YouTube-Video. Die kostenlose Minianwendung war monatelang ganz oben in den App-Charts für das iPhone, aktuell belegt sich noch immer Platz 18. Im Android Market reicht es sogar zum Platz 9.

Doch wie so oft ruft Erfolg Neider auf den Plan. Und so hat Digimarc nun Klage wegen Patentrechtsverletzung gegen Shazam Entertainment Ltd. eingereicht. Das Programm würde Technologien verwenden, die sich Digimarc bereits im Jahr 1995 (und damit zwölf Jahre vor dem iPhone) habe sichern lassen.Dabei ging es angeblich um ein Programm, das Geräte befähigt, Audio- und Video-Inhalte zu identifizieren und Nutzer dementsprechend Service-Vorschläge zu unterbreiten. (weiterlesen…)

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Vom Aussterben bedroht: Wo sind all die Trackbacks hin?17.11.09

blogcharts

Die Deutschen Blogcharts bluten aus. Ich nehme die Hierarchie der meistverlinken Blogs in Deutschland hier nicht als Aufhänger, um über die Länge primärer männlicher Geschlechtsorgane zu diskutieren. Es geht nach wie vor um das Phänomen, dass genreunabhängig immer weniger Blogs auf andere verlinken. Nehmen wir das Beispiel Basic Thinking: der Herbst 2007 war die Hochzeit der Trackbacks, zeitweilig verlinkten 2.200 andere Blogs auf Roberts Posts. Von da an schwächelt es in der Statistik, einen Ausreißer nach oben gab es erst wieder zur Zeit der Auktion. Beunruhigt uns das alles? Nein. Mit 323.000 einzelnen Besuchern im Oktober 2009 ist Basic Thinking in Sachen Zugriffszahlen auf bestem Kurs (vor der Auktion, im Dezember 2008, wurden 185.000 Unique User gezählt). Dennoch ist es wert, sich die Entwicklung einmal genauer anzuschauen; immerhin scheint das einige Blogger ja so zu irritieren, dass sie auf Linkbaits zurückgreifen und im Rahmen kleiner Aktionen mit dem Link-Klingelbeutel durch die Blogosphäre streifen. (weiterlesen…)

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Spielverbot: Russen werfen Modern Warfare 2 aus dem Regal (Update)17.11.09

Flughafenmassaker

Eine altes Sprichwort besagt, dass ein Pendel immer zu zwei Seiten ausschlägt. Das müssen nun auch die Macher des Ego-Shooters “Modern Warfare 2” schmerzhaft am eigenen Leib erfahren. Wie ich ja kurz vor der offiziellen Veröffentlichung des Spiels geschrieben hatte, verüben Terroristen in einer Flughafenszene zu Beginn des Games ein Massaker an wehrlosen Zivilisten. Als wäre das noch nicht genug, kann der Spieler in seiner Rolle als Undercover-Agent auch munter mit drauflos ballern. Dies sorgte zwar weltweit für Kritik, bescherte dem Spiel aber eine (von den Machern vermutlich erwartete) sagenhafte Publicity und lies die Verkaufszahlen des Spiels in den Orbit steigen.

Nun schwingt das Pendel aber zurück. Wie nämlich Hellforge unter Berufung auf den russischen Branchendienst gotPS3.ru (Google Translate) berichtet, wurde das Spiel in Russland jetzt verboten und alle verkauften Exemplare für PC, Playstation 3 und Xbox 360 zurückgerufen. Grund ist aber offenbar nicht (nur) die Brutalität der Flughafenszene, sondern die Tatsache, dass es sich bei der Terror-Gruppe um russische Truppen handelt, die durch diese Darstellung verunglimpft werden. Zu allem Überfluss hatte Activision seinerzeit die Szene auch noch mit den Worten kommentiert: “Die Szene zeigt das tiefverwurzelte Böse und die Kaltblütigkeit eines russischen Verbrechers und seiner Einheit auf.” Autsch. Nun kassiert man dort nicht nur von den Medien und Politikern, sondern auch von den Spielern die Quittung. (weiterlesen…)

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Internet-Geschichte: So war das damals mit der E-Mail16.11.09

tomlinsonUnd weiter geht es heute mit unserer kleinen, unregelmäßigen Grundlagenreihe: “Wieso sind die Dinge eigentlich so, wie sie heute sind?” In den vergangenen Stunden hatten wir euch gezeigt, weshalb eine SMS aus maximal 160 Zeichen besteht und woher der unnütze Doppel-Slash in den Internet-Adressen kommt. Heute schlagen wir ein neues Kapitel auf und widmen uns dem Ursprung der gemeinen E-Mail.

Es gilt heute als unumstritten, dass der Amerikaner Ray Tomlinson (siehe Bild) derjenige war, der die Mail zur Welt brachte. 1971 war er als Entwickler bei Bolt Beranek and Newman (BBN) angestellt und damit beauftragt, den Dateiversand auf dem (heute) uralten TENEX-System zu optimieren. Es gab bereits ein Programm mit dem Namen SNDMSG, das kleine Nachrichten über das ARPANET, dem Vorläufer des Internet, verschicken konnte. Das funktionierte allerdings nur für unterschiedliche Nutzer, die an demselben Rechner arbeiteten. Außerdem war die “Mail” eine einfache Datei, in die zwar Text eingefügt werden, das Bestehende aber weder verändert noch eingesehen werden konnte. Es bedurfte also eines weiteren Tricks. Tomlinson schnappte sich das ebenfalls frisch etablierte Protokoll CPYNET, das für den klassischen Transport schreibgeschützter Dateien benutzt wurde, und modifizierte das Mail-Verfahren so, dass SNDMSG den Sprung zu weiteren Rechner schaffte. (weiterlesen…)

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Bildungsstreik 2.0: Studierende kämpfen und lernen im Netz16.11.09

BildungsstreikReform des Bologna-Prozesses, Abschaffung sozial ungerechter Studiengebühren, Aufhebung von Zulassungsbeschränkungen: Das sind nur einige der Forderungen, die Studierende im Rahmen ihres bundesweiten Bildungsstreiks an die Verantwortlichen aus Politik, Wirtschaft und Bildung richten. Ihrem Unmut über die aus ihrer Sicht inakzeptablen Zustände und Entwicklungen im Bildungssystem machen aber nicht nur die Studierenden hierzulande Luft, sondern auch im europäischen Ausland. So wurden in den letzten Tagen und Wochen offenbar bereits über 30 Hochschulen besetzt.

Anders als noch bei den Streiks gegen die Einführung von Studiengebühren, an denen ich selbst auch aktiv teilgenommen habe, spielt das Internet im heutigen Kontext eine viel größere Rolle – und zwar in mehrerer Hinsicht. Zum einen wird Twitter auf vollendete Weise für die eigenen Zwecke instrumentalisiert und genutzt. So können Studierende zum Beispiel den Twitter-Posts von Bildungsstreik folgen, um sich in Echtzeit über die neuesten Erkenntnisse und Veränderungen zu informieren, oder sie benutzen dazu spezielle Hashtags wie #unibrennt. Andererseits dient Twitter aber auch dazu, die Studentenproteste – sogar grenzenüberschreitend – zu organisieren. Die Bloggerin Jana Herwig nennt diese Möglichkeit auf ihrem Blog treffend “Kollektive Organisation in Realtime“. (weiterlesen…)

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Bislang nicht geschützt: Unternehmen schnappt sich Pirate Bay-Logo (Update)16.11.09

altesneueslogoDie teuerste deutsche Marke ist heute “Mercedes” – bewertet mit 19,4 Milliarden Euro -, dicht gefolgt von der “Deutschen Telekom”, die es immerhin auf 19,1 Milliarden Euro bringt. Ganz an der Spitze der europäischen Marken steht übrigens (noch) “Nokia”. Der Name des finnischen Handybauers ist derzeit 35,2 Milliarden Euro schwer. So eine Berechnung des Markenwerts ist reichlich schwierig, da neben Umsatz, Barkasse, Mitarbeitern und gehaltenen Patenten auch ganz subjektive Faktoren in die Kalkulation einfließen: Denkt der Kunde beim Anblick des “Langnese”-Logos an Sommer? Erregt der vorbeifahrende “Coca-Cola”-Truck behagliche Wintergefühle und nebenbei ein bisschen Durst auf Klebebrause?

Über Jahre hinweg werden Firmen-, Produkt- und Bildmarken mit derlei Assoziationen aufgeladen und gewinnen dadurch stetig an Wert. Im Fall von “The Pirate Bay” beträgt diese Zeitspanne bereits fünf Jahre (2004 wurde der Betrieb aufgenommen). Und in Anbetracht der Vielzahl der Nutzer und des ständig neu aufkochenden, internationalen Medienrummels rund um den BitTorrent-Tracker lässt sich schon vermuten, dass – abseits des ganzen Verhandlungs-Krimis – es die Marke schon auf ein paar Milliönchen bringen könnte. (weiterlesen…)

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Time.com launcht Techland: Comics und Games sollen Nerds locken16.11.09

Techland

Ab sofort gibt es für englischsprachige Nerds und Geeks eine neue Anlaufstelle: Techland. Anders als der Name suggerieren könnte, liegt der Fokus eigenen Angaben zufolge aber nicht nur auf Tech, sondern es wird “über alles Nerdige berichtet, dies schließt Tech/Gadgets, Comics, Filme, TV, Video-Spiele etc. mit ein”. Gelauncht wurde die Seite heute von Time.com, die bereits mehrere andere Blogs aus anderen Bereichen (zum Beispiel Entertainment und Gesundheit) ins Netz gestellt hat. Auf einen Hinweis auf die starke Mutter hat man auf Techland aber verzichtet (aus welchen Gründen auch immer) und nutzt konsequenterweise auch nicht deren übliche Domain für Blogs http://blogname.blogs.time.com.

Stattdessen hebt man seinen eigenen Namen auf der Startseite in einer fast schon an Hybris grenzenden Weise hervor. Natürlich handelt es sich hierbei augenscheinlich um eine Hommage an Comic-Klassiker (das “Blau” und der Font-Style erinnern mich stark an den Superman-Namenszug), wofür auch der heutige Artikel über Dr. Horrible spricht. Aber dennoch finde ich die Größe – und vor allem die Farbe, die in Kombination mit Schwarz der Site ihren Stempel aufdrückt -, stark gewöhnungsbedürftig. Zudem wirkt die Seite auf mich noch unaufgeräumt und dadurch etwas “unruhig”. (weiterlesen…)

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Erklärmaschine Twick.it: Wenn Enzyklopädisten sich streiten, freut sich der Dritte16.11.09

twickit

Es dürfte kein Geheimnis sein, dass bei Wikipedia die Fetzen fliegen. Vagabundierende Lösch-Admins treffen auf akademische Trolle und das Ganze im Rahmen einer dermaßen emotional geführten “Relevanzdebatte”, bei deren Anblick sich den Außenstehenden der Magen umdreht. Kürzlich schlug der Konflikt wieder einmal mitten im ständig stattfindenden Spendenmarathon der Wikimedia Deutschland auf, reihenweise hatten Leute Kleinstbeträge überwiesen, um in den Begleitkommentaren gegen den Betreiber zu wettern: “Dies war einmal eine 100€-Spende. Leider wurden 99€ davon mangels Relevanz gelöscht!” Am Sonntagabend wurde “Wikipedia” dann endgültig gelöscht – zumindest der gleichnamige Eintrag zur Enzyklopädie. Wegen zu wenigen “enzyklopädischen Inhalten”.

Ich weiß nicht, wie ihr dazu steht, doch ich hätte niemals gedacht, dass man in so kurzer Zeit das Konzept Crowd-Sourcing ad absurdum führen kann, so dass es wie ein Kartenhaus in sich zusammenfällt. Es gab mal einige, die hielten diese Form der raumübergreifenden Zusammenarbeit für ein Zukunftskonzept, das besser als die bisherigen Modelle funktioniert. Doch offenbar macht uns das Geltungsbedürfnis der Menschen da derzeit einen Strich durch die Rechnung. Ich kann nur hoffen, dass sich alle Beteiligten bald wieder berappeln und den Streit auf einer sachlicheren Ebene fortführen. Sonst steht am Heiligabend der “Brockhaus” bei allen unter dem Weihnachtsbaum und die Papierpreise gehen wieder nach oben. Und auf das nächste Update müssen wir dann ein Jahr warten. (weiterlesen…)

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Auktion beendet: Alles2null.de geht für 5.500 Euro nach München16.11.09

alles2nullDer Hammer ist gefallen, am Freitag wechselte Alles2Null für 5.500 Euro auf eBay den Besitzer. Uwe Ramminger hatte sein Tech-Blog versteigert, um sich künftig neuen Projekten widmen zu können.

Der Käufer ist Wolfgang Vogt von der Münchener Online-Marketing-Agentur Zieltraffic. Wie er aber Uwe im Kurzinterview versichert, will er “aus Spaß an der Materie” das Blog privat – und nicht geschäftlich – weiter betreiben: “Soweit ich das jetzt schon einschätzen kann, werde ich den Blog in ähnlicher Weise und hoffentlich auch Qualität weiterführen und die Leser dadurch über interessante, spannende und lustige Themen rund um das Thema Internet auf dem Laufenden halten.” Das muss allerdings noch ein wenig warten, da Vogt zunächst einmal für einen Monat verreist. Uwe will bis Mitte Dezember Alles2Null kommissarisch weiter mit Inhalten füllen, ehe er endgültig Abschied nimmt.

Also, meinen aufrichtigen Glückwunsch – beiden Parteien! Man kann natürlich nur mutmaßen, ob sowohl Käufer als auch Verkäufer mit dem endgültigen Kaufpreis zufrieden sind. Klar, es sind keine 420.000 Euro (harhar!) geworden, wie BizInformation prognostiziert hatte, doch 5.500 Euro dürfte die Zeit bis zum neuen Projekt ausreichend bequem überbrücken. Ich bin jedenfalls gespannt, wie sich Alles2null machen wird; aus eigener Erfahrung wissen wir ja, wie aufregend ein Betreiberwechsel im laufenden Betrieb sein kann. Doch die Frage, ob ein Blog ohne seinen ursprünglichen Gründer fortgeführt werden kann – die dürfte sich ja erledigt haben.

(André Vatter)

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Basic Flashback: Über den Tod Robert Enkes, Public Viewing und ungestellte Fragen15.11.09

robert_enkeDie Nachricht der Woche war ebenso groß wie traurig: Nationaltorwart Robert Enke ist tot. Ich bin kein Fußballfan und noch weniger ein ausgewiesener Fußballkenner. Hielte ich an dieser Stelle also eine – sicherlich gerechtfertigte – Laudatio auf Enkes Leistungen auf dem Spielfeld, würde ich damit der Sache nicht gerecht. Doch ich denke, das ist auch gar nicht nötig. Auch ohne weltbekannt zu sein und von Hunderttausenden respektiert zu werden – jedes Schicksal, das sich an einem Bahnübergang entscheidet, ist gleichermaßen tragisch.

Dennoch war ich überrascht von den Reaktionen. Schon wenige Minuten nach Bekanntwerden der Ereignisse, begann bei den Anhängern Enkes dieses Graben nach fassbaren Details. Der persönliche Schreibtisch mutierte zum Newsdesk, Twitter wieder einmal zur Infoquelle Nummer eins: Pressemitteilungen der Polizei wurden verlinkt, die mit “noch ist nichts Genaues bekannt” und drei Punkten endeten. Videoschnipsel der privaten TV-Sender, bruchstückhafte O-Töne vom besten Freund. Redaktionen versicherten ihren Followern, dass gleich jemand vor Ort sei. Und immer wieder versuchten die Nutzer, in 140 Zeichen ihrer Fassungslosigkeit Ausdruck zu verleihen.

Ich habe mich einige Zeit gefragt, woher dieses übersteigerte Interesse, diese vielstimmige Anteilnahme kommt. Dabei bin ich auf zwei Ansätze gestoßen. Eine Antwort habe ich in der “Frankfurter Rundschau” gefunden. Dort schreibt Wolfgang Hettfleisch:

Abertausende Fans projizieren ihre Träume und Hoffnungen auf ein paar Fußballer, weil die das richtige Trikot tragen, und erwarten im Gegenzug nicht weniger als sportliches Heldentum und, ja, persönliche Unfehlbarkeit.

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Googles Betriebssystem Chrome OS soll in den nächsten Tagen kommen13.11.09

google-chrome-osHach ja, eine “zuverlässige Quelle” – wie viel ist die wert? Offenbar so viel, dass TechCrunch überzeugt genug ist, einen Post zum Thema zu veröffentlichen. Und da man eigentlich dem Gespür der Kollegen trauen kann (es sei denn es geht um vermeintliche Übernahmen), wollen wir es hier auch tun.

Also, TechCrunch will von einer “zuverlässigen Quelle” erfahren haben, dass Google sein vieldiskutiertes Betriebssystem Chrome OS innerhalb der kommenden Woche vom Stapel laufen lassen will. Bislang ist von Chrome OS gar nicht soviel bekannt, außer dass schnell erste Fake-Versionen in Umlauf kamen und sich Bill Gates gemeinsam mit seinem Kumpel Ballmer darüber kaputt lachen. Chrome soll eine minimalistische Oberfläche bieten, absolut karg ausgestattet sein, da sämtliche alltäglichen Apps und Programmfunktionen über die Google-Cloud abgewickelt werden: Picasa statt iPhoto, Google Documents statt Microsoft Word, Gmail statt Outlook, Google Calendar statt iCal. (weiterlesen…)

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Billionaire Xchange: eBay-Alternative für Besserverdiener13.11.09

BXE_iPhone

“Mich würde es mal interessieren, welche Artikel solche Millionäre sonst noch über eBay kaufen bzw. verkaufen”, lautete ein Kommentar zu Andrés Artikel über die Versteigerung von Schummel-Schumis Benetton-Flitzer auf dem Online-Marktplatz. Weil kein Mensch darauf antworten wollte oder konnte, übernehme ich das jetzt. Die Antwort lautet: Keine! Als Millionär, Milliardär, und was danach sonst noch so kommt, kauft und verkauft man sein Zeugs nämlich neuerdings standesgemäß. Und das bedeutet: auf BXE.

BXE steht für Billionaire Xchange, und das wiederum steht für die “erste Plattform der Welt für Auktionen und Tauschhandel mit luxuriösen Gütern”. Wer also wegen der schlechten Verkehrsanbindung seine Villa in Marienburg verkaufen, oder seinen Porsche wegen der VW-Übernahme nun gegen einen gebrauchten Aston Martin tauschen möchte, der ist bei BXE goldrichtig. Anmelden kann sich jeder. (weiterlesen…)

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1080p HD! YouTube wird schärfer als je zuvor13.11.09

1080pZuckerbrot und Peitsche: Es dürfte kein Wunder sein, dass Google erst ankündigt, sich wieder einmal in der Disziplin der In-Video-Werbung versuchen zu wollen, um dann wenige Stunden später die Nutzer mit der Nachricht von HD-Clips zu umschmeicheln. Bislang war es ja so, dass bei 720p das Ende der Fahnenstange erreicht war. Kommende Woche soll diese Beschränkung fallen, so dass Videos mit einer Auflösung von bis zu 1080p hochgeladen werden können.

Im Blog-Eintrag heißt es dazu: “Da die Auflösungen der Kameras weiter zunehmen, wollen wir sicherstellen, dass YouTube der beste Ort bleibt, um Inhalte vorzustellen.” Vor allem für Zuschauer mit großen Monitoren und schnellen Rechnern bringt der Schritt hin zu 1080p viele Vorteile.

720p? 1080p? Wie viel ist das eigentlich? Da dem Otto-Normal-Clip-Gucker so etwas eigentlich egal ist, solange die Videos ruckelfrei laufen, hat YouTube eine kleine Demonstration der neuen Schärfe zusammengestellt. Klickt dazu auf folgenden Video-Link – Warnung: Klick erfolgt auf eigene Gefahr, da sich dahinter ein 1080p-Clipmonster verbringt, das schwache Rechner (wie meine Redaktions-Möhre) in die Knie zwingen kann. Noch verständlicher wird der Qualitätssprung, wenn man mit Screenshots aus dem Video arbeitet: (weiterlesen…)

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Twitter quo vadis? Retweet-Fail und Userrückgang sorgen für Aufruhr13.11.09

Twitter

Bruchlandung! Anders kann man das, was sich Twitter da geleistet hat, wohl nicht kommentieren. Am Dienstag präsentiert der Microbloggingdienst seiner Userschaft ein neues Feature – Retweet -, nur um es einen Tag später wieder zu deaktivieren (siehe oben). Offenbar deswegen, weil man mit ”einer erhöhten Anzahl an Störungen” zu kämpfen hat, ohne deren Natur oder Ursache(n)  näher zu bestimmen. Aber es kommt noch schlimmer: Während sich die Verantwortlichen darum bemühen, das Problem schnellsmöglich in den Griff zu bekommen, weht ihnen bereits der Wind der Ablehnung ins Gesicht. Nämlich von denjenigen Usern, denen sie das Privileg gaben, das neue Feature exklusiv zu testen – und die es ablehnen!

Mit der Retweet-Funktion sollte es dem User ermöglicht werden, die Kurznachrichten anderer Twitterer zukünftig einfach über das Webinterface per Knopfdruck im Netz weiter verbreiten zu können. Bisher geschieht dieses Zitieren entweder noch durch manuelles Kopieren der ursprünglichen Nachricht und Voranstellen eines “RT” und des Benutzernamens oder durch die Nutzung externen Twitter-Clients. Dass Twitter so oft als besonders schnelle Quelle für Neuigkeiten angesehen wird, liegt vor allem an den Retweets: Da jeder User eine unterschiedliche Follower-Gemeinde hat, breiten sich retweetete Neuigkeiten in Windeseile aus. Von daher ist die Einführung des Retweet-Buttons also eigentlich also eine gute Idee, möchte man meinen. Vor allem deswegen, weil man mit dem Retweet-Feature nicht nur eine Vereinfachung präsentiert, sondern damit auch die Nähe zur eigenen Userschaft demonstriert. Immerhin wurde das Retweeten von diesen selbst erfunden und populär gemacht. (weiterlesen…)

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Magic Mouse: Apples Multitouch-Maus im Test13.11.09

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“…und wird ab sofort verfügbar sein! Die LKW verlassen während wir sprechen die Fabrik. Also schaut morgen bei eurem Apple Store vorbei uns kriegt eines dieser Dinger unter eure Finger.” Das ist Steve Jobs auf jeder zweiten Keynote. Das Problem ist, dass sich nach Ankündigung neuer Apple-Produkte diese nur selten einen Tag später in die Hand nehmen lassen – aus dem einfach Grund, weil der Händler mit den Schultern zuckt und meint: “Hammwa nüsch.”

Bei der Magic Mouse ging es mir wieder einmal so, alle einschlägigen Filialen machten Absagen, beschwerten sich über künstliche Verknappung oder mangelnde Transparenz. Wie schon einmal erwähnt, war das beste Angebot, das man mir machen konnte: “Kaufen Sie sich einen neuen Mac, da ist die Maus dabei.” Ich ließ mich überall auf die Warteliste setzen und bestellte zusätzlich im Online-Store von Apple. Und da – das ist mein Tipp für euch - hat es nun wirklich innerhalb von drei Tagen geklappt (und Apple konnte sich nebenbei die Händler-Provision sparen).

Hier ist sie also, die neue, ultra-schicke Design-Maus, deren Äußeres jeden vom Hocker haut, aber deren Bedienbarkeit ebenso jeden zweifeln lässt. Das Paket kam Donnerstagabend an, ich habe sie sofort installiert und mit ihr rumgespielt und dachte, ich teile mein erstes Fazit mit euch. (weiterlesen…)

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