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Archive for 11.2009

Eltern aufgepasst: Das als Bilderbuch getarnte iPhone kommt12.11.09

PhonebookIn meinem Artikel über Kinder und Technik hab ich mich ja schon mal darüber ausgelassen, wie mein Sohn mit meinem iPhone rumspielt. In dem Zusammenhang habe ich auch Bedenken geäußert, ob dies vielleicht seine geistige Entwicklung und sein Phantasievermögen beeinträchtigen könnte. Diese Bedenken werden nun durch die japanische Firma Mobile Art zerstreut. Dort hat man entweder meinen Artikel gelesen und fühlte sich inspiriert (eher unwahrscheinlich), oder am anderen Ende der Welt werden Eltern von ähnlichen Fragen, Ängsten und Sorgen geplagt. Und von Kindern, die mit dem iPhone spielen wollen.

Nun, jedenfalls hat diese Firma jetzt einen iPhone-Buch-Hybriden auf den Markt gebracht: das Phone Book. Dabei handelt es sich um ein fast normales Buch mit umschlagbaren Seiten. Wären da nicht die große rechteckige Aussparung in der Mitte und der Schlitz am oberen Rand des Buchs. Durch diesen schiebt man das iPhone hinein, bis dessen Display an der Stelle mit dem Loch erscheint. Mit diesem Buch-Phone-Mix sollen sich die Kinder laut Hersteller “an interaktiven Aktionen erfreuen” können, indem sie durch Drücken auf das Display eine speziell für sie entwickelte App spielerisch nutzen können. So, genug der Worte – schaut’s euch mal an: (weiterlesen…)

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Gefundene Körperscan-Daten: Michael Jackson könnte als 3D-Klon zurückkehren12.11.09

michaeljackson3dWann macht ein erfolgreicher Künstler das meiste Geld? Wenn er nicht mehr unter den Lebenden weilt. Und wie kann man sicherstellen, dass diese Geldquelle nie wieder versiegt? Man inszeniert immer wieder aufs Neue seine Wiederauferstehung. Dieses makabere Spektakel hat etwas mit dem pekuniären Vorteilsdenken der Hinterbliebenen zu tun, denn oft ist die Verlockung dicker Schecks einfach zu groß. Da werden dann ein paar Rechte vergeben und Lizenzen erteilt und dann kommt es zu so groteskten Ausrutschern, wie wir sie schon öfters hatten.

Wie nun bekannt wurde, steigt die Wahrscheinlichkeit rapide, dass sich dieses Spielchen mit dem im Juni verstorbenen Michael Jackson wiederholen könnte. Ich meine, man hätte es ja ahnen können… der Boom bei den Plattenverkäufen, ein neuer Song, dann der Film – ich hab an anderer Stelle schon eine ganze Menge darüber geschrieben.

Wie es aussieht, hat Jackson selbst maßgeblich zu seiner bevorstehenden Wiedererweckung beigetragen. Der “Daily Star” berichtet, dass sich der Ex-King of Pop im Jahr 1996 einem Ganzkörper-Scan unterzogen hat. Die Absicht Jacksons sei es damals gewesen, eine Art Roboter-Klon und/oder Virtual-Reality-Abbild zu schaffen. Bei den Plänen ist es dann allerdings auch geblieben. (weiterlesen…)

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Manipulierte Seitentitel: Wie Google den SEOs ins Handwerk pfuscht12.11.09

Die auf der Google-Ergebnisseite angezeigten Titel und Snippets spielen eine entscheidende Rolle dabei, ob sich ein User dafür entscheidet, meine Seite zu lesen, oder die eines anderen Betreibers. Daher geben sich Webmaster und SEOs allergrößte Mühe damit, diese so “attraktiv” wie möglich zu gestalten und den Suchenden somit auf die eigene Seite zu locken.

So locker und nett Matt Cutts, seines Zeichens Mitarbeiter in der “Search Quality Group” und SEO-Spezialist bei Google, in dem obigen Filmchen daher auch vor sich hinplaudern mag – das, was er sagt, wird den einen oder anderen Webseitenbetreiber aufhorchen lassen. Sehr offen gesteht er nämlich ein, dass wenn Google ein Titel oder Snippet zu lang, wenig selbsterklärend oder schlichtweg irrelevant erscheint, man nicht davor zurückschreckt, diese nach eigenem Gutdünken zu ändern: “Wir behalten uns das Recht vor, nach einem besseren Titel zu suchen, nach einem besser erklärenden Titel oder Snippet, den wir dem User zeigen können.” Er weißt darauf hin, dass man als User zwar daran gewöhnt sei, dass sich die Angaben unterhalb des Titels änderten, “der Gedanke, dass sich auch der Titel selbst in den unseren Suchergebnissen ändern kann”, sei vielen aber noch nicht so vertraut. (weiterlesen…)

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Verbraucher- und Datenschutz: Soziale Netzwerke einigen sich auf ein Mindestmaß12.11.09

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Der Verbraucherzentrale Bundesverband hat den sozialen Netzwerken Xing, MySpace, Facebook, Lokalisten, Wer-kennt-Wen und StudiVZ in Deutschland einen Regelkatalog aufgedrückt. Freiwillig haben die Portale aber nicht eingewilligt, diesen umzusetzen. Erst im Sommer mussten sie reihenweise Abmahnungen einkassieren. Die Netzwerke hatten sich in den verklausulierten Nutzungsbedingungen weitgehende Rechte gegenüber ihren Mitgliedern eingeräumt. Das betraf besonders den Umgang mit deren privaten Daten. “Wir hatten angesichts einer Vielzahl von Selbstverpflichtungen und anderen Erklärungen der Betreiber nicht mit solch schlechten Standards gerechnet”, empörte sich der Verband.

Dass es nun zu einer Einigung gekommen ist, hat also nur damit zu tun, dass die Anwälte der einzelnen Netzwerke die Unterlassungserklärung unterschreiben mussten. Veränderungen aus eigenem Antrieb? Keine Chance! Es wird nur das umgesetzt, was rechtlich vorgeschrieben wird. “Man muss nicht immer auf Gesetze warten. Vertrauen bei den Nutzern schafft, wer freiwillig für mehr Verbraucherschutz eintritt”, beklagt sich der Vorstand Gerd Billen in Richtung Betreiber. Die nun erzielte Einigung umfasst im Wesentlichen vier Bereiche: (weiterlesen…)

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Aufgeschraubt: So sieht das Motorola Droid von innen aus12.11.09

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Ifixit – das sind die Jungs, die immer alles kaputtmachen und ich war wirklich verwundert darüber, dass sie bislang noch nicht das Droid von Motorola (aka “Milestone”) unter ihre Schraubenzieher bekommen haben. Offenbar hatten sie aber keine Lust, sich selbst bei Verizon in die Kassenschlange zu stellen, weshalb sie dieses Mal die Aufgabe des Filetierens einfach an die Leser abgegeben haben.

Ein Mann namens “Dr. Wreck” war bereit, für 300 Dollar einen nagelneues Droid in sämtliche Einzelteile zu zerlegen: “Keine leichte Aufgabe”, wie er einräumt. Motorola habe beim Design darauf geachtet, alle störenden Elemente (zum Beispiel Schrauben) bis zur Unauffindbarkeit zu verstecken. Warum man überhaupt nagelneue Geräte zerstören muss, weiß ich nicht – zumal ein Droid bei Verizon mit 199 Dollar zu Buche schlägt (plus 2-Jahres-Vertrag). Doch als Außenstehender macht es schon Spaß, ein paar Einblicke in die Technik zu bekommen. Mehr Bilder gibt es nach der Pause – oder auch bei iFixit. Übrigens: Wie mir gerade die Kollegen zurufen, wir es das Smartphone in Deutschland ab dem 16. November bei o2 geben. Vodafone möchte auch mitmachen, hat aber noch keinen genauen Termin für den Start genannt. (weiterlesen…)

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SimplicITy Computer: Damit auch Omi und Opi “drin” sein können12.11.09

SimplicITyInsbesondere aufgrund ihres verringerten Seh- beziehungsweise Hörvermögens, das in den meisten Fällen altersbedingt ist, haben ältere Menschen nicht selten Probleme bei der Nutzung von technischen Geräten. Erschwerend kommt häufig hinzu, dass eine große Anzahl dieser Geräte eine hohe Funktionsvielfalt aufweist, die die älteren User überfordert.

Viele Unternehmen haben dieses Problem erkannt und versuchen daher, speziell auf dieses Klientel ausgerichtete Produkte auf den Markt zu bringen. Zuletzt tat dies Intel mit seinem Reader, sonst ist mir diese Zielkundenorientierung aber einmal mehr im Bereich Mobilfunk aufgefallen. Hier entwickeln die Unternehmen speziell für die Generation “Erwachsen+” designte Geräte mit größeren Displays sowie weniger Tasten und Features. Und sie bieten sogar dazugehörige kostenlose Lehrkurse an, was aber natürlich eher am ihrem Profitdenken als an Nächstenliebe liegt. (weiterlesen…)

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Krieg der Suchmaschinen: Bing schnappt sich Wolfram|Alpha – Google die Weltbank (Update)11.11.09

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Ich hatte ja nach dem anfänglichen Hype nicht mehr damit gerechnet, noch einmal etwas von Wolfram|Alpha zu hören. Doch wie es aussieht, hat sich Bing gerade die Maschine für semantische Eingaben und wissenschaftliche Ergebnisse geangelt. Es ist schon beeindruckend zu sehen, wie Microsoft und Google derart aggressiv ihr Waffenarsenal aufstocken. Bing schnappt sich Twitter… Bam! Nur wenige Stunden später zieht Google nach. Und motzt das Angebot dann noch durch Music Search auf. Und nun ist Bing offenbar wieder dran.

Doch zurück zum Anfang: Gerade habe ich eine Mail vom Wolfram|Alpha-Team bekommen, in der bestätigt wird, dass die erst kürzlich freigegebene API ihren ersten großen Nutzer gefunden hat. Microsoft integriert Wolfram|Alpha-Suchergebnisse aus den Bereichen Ernährung, Gesundheit und “fortgeschrittene Mathematik”. Nun, wie wir daraus schließen können, haben wir es hier mit einem vorsichtigen Herantasten seitens Microsoft zu tun, doch ich gehe jede Wette ein, dass weitere Bereiche folgen werden. In einem Blog-Eintrag der Bing-Entwickler zeigt man sich jedenfalls stolz, den akademischen Bruder der gemeinen Internet-Suche an Land gezogen zu haben – ein “sehr cooles Projekt”, wie uns versichert wird. (weiterlesen…)

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Casual Games: “Mein Name ist Carsten – Ich bin Bejeweliker”11.11.09

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Angefangen hat alles mit irgendeinem Vorgänger eines Vorgängers meines aktuellen Mobiltelefons. Irgendwann in der Generation nach “Snake”. Tetris kam einem eh schon zu den Ohren raus und so war es natürlich mehr als begrüßenswert, dass sich die treuen Begleiter nicht nur größentechnisch zu ihrem Vorteil veränderten, sondern immer mehr zu Multifunktionsgeräten mutierten, auf denen man sich mit kleinen Spielchen damals schon sehr nett die Langeweile vertreiben konnte. Irgendwann in dieser Zeit, als die Spiele dabei waren, qualitativ und grafisch ihre Dinosaurier-Vorfahren (Sega Master System und NES lassen grüßen) hinter sich zu lassen, habe ich das erste Mal Bejeweled gespielt.

Das Spielprinzip muss ich hier niemandem erklären, oder? Bei über 50 Millionen Handys, auf denen Bejeweled installiert wurde, ist die Wahrscheinlichkeit zumindest groß, dass die meisten von euch wissen, wovon ich hier überhaupt rede. Die Firma hinter Bejeweled (und anderen Hits wie Zuma oder Peggle) heißt PopCap und hat nicht nur mich zu einem Süchtigen, sondern auch den Gründer John Vechey zum Multimillionär gemacht. Das Geheimnis seines Erfolges ist genauso simpel wie einleuchtend: Mit sogenannten Casual Games hat man sich auf einfache Spiele mit Suchtpotential eingeschossen. Perfekte Spiele, um sie in der Mittagspause, beim Warten auf den Zug oder gar in Abwesenheit des Chefs während der Arbeit zu spielen. Genauso leicht, wie sie zu erlernen sind, genauso schwer kann man mit ihnen wieder aufhören. Über eine Milliarde Downloads von PopCap-Games sprechen jedenfalls eine deutliche Sprache. Der Erfolg kam mit der gelungenen Mischung aus kostenlosen Online-Games und kostenpflichtigen Deluxe- und Mobile-Versionen der gleichen Spiele. (weiterlesen…)

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Erste twitternde Waage: @alle Mir fehlen noch drei Pfund bis zum Traumgewicht!11.11.09

WithingsEndlich müssen wir uns nicht mehr für unser Gewicht im stillen Badezimmer schämen. Jetzt ist es Zeit, die Hosen komplett runterzulassen und zwar vor der ganzen Welt! Vielleicht kennt ihr ja die Withings-Personenwaage, eine Art WLAN-Technologie, die Maß nimmt. Drahtlos schießt sie die Ergebnisse durch den Äther auf den Rechner oder auf das iPhone. Hier werden die Daten gesammelt, ausgewertet und dermaßen grafisch aufgestylt dargestellt, dass diametral zur Gewichtskurve die Motivation immer weiter zunimmt. Ein nettes Spielzeug, das einem auf dem Weg zum Schlankwerden helfen könnte – sofern man bereit ist, 140 Euro dafür hinzulegen.

Doch vielleicht reicht der selbst aufgebürdete Druck nicht aus, dachte sich nun Withings. Vielleicht nehmen die Leute ja noch schneller ab, wenn die ganzen schonungslosen Infos über Gewicht und Körperfettanteil für alle sichtbar in die Welt hinausgeblasen werden. Und welches Tool eignet sich dafür besser als Twitter? Gedacht, getan – hier ist sie: die erste twitternde Waage. (weiterlesen…)

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‘Go’ for Fun & Productivity: Google stellt eigene Programmiersprache vor11.11.09

bumperBei Google ist man offenbar der Meinung, die Zeit sei reif – nicht nur für ein neues Produkt aus dem eigenen Haus, sondern auch für eine neue Programmiersprache. Und weil die bisherigen offenbar allesamt nicht einfach zu handhaben sind, lahmen, unproduktiv sind, keinen Spass machen und nicht Open Source sind, hat man beschlossen, dem abzuhelfen – mit “Go“.

Bei der mit den gebündelten Erfahrungen der eigenen Entwickler gespeisten, neuen Programmiersprache handelt es sich eigenen Angaben zufolge um ein Experiment des Suchriesen, die Entwicklungsgeschwindigkeit einer dynamischen Sprache wie Python mit der Performance und Sicherheit kompilierter Sprachen wie C und C++ zu verknüpfen. Tatsächlich erweckt ”Go” auch derzeitig noch eher den Eindruck, ein Potpourri aus verschiedenen, bereits vorhandenen Programmiersprachen zu sein, als eine eigene. So entdeckt man das Konzept des Interfaces, das man beispielsweise für das Sortieren von Daten benötigt, bei “Go” ebenso wieder, wie den Garbage Collector, der die Freigabe von nicht mehr benötigtem Speicherplatz verwaltet. Stark orientiert hat man sich offenbar an C und C++. Tools wie “Compiler” und “Linker” sind in C geschrieben und die Datentypen “int”, “float” und “unit” sind bereits aus C bekannt. Zudem kann man Funktionen von C von “Go” aus nutzen.  (weiterlesen…)

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‘Realistischer denn je’: Entwickler geben erste Einblicke in ‘Modern Warfare 3′11.11.09

Modern Warfare 2” wird der Hammer – trotz oder aufgrund des nachspielbaren Gemetzels an Zivilisten! GamPro hat in einem ersten Test bereits 93 Prozent vergeben, bei 4Players reichte es immerhin für 88 Prozent (Übersicht). Der Buzz ist jedenfalls so ungeheuerlich, dass es ein Wunder wäre, wenn Activision Blizzard nicht schon am nächsten Teil der Ballerina-Eskapade feilen würde. Doch – stopp! Das tun sie ja schon…

In “Modern Warfare 3″ schlüpfen die Spieler in die Haut des Ex-Autohändlers Keeshon Leweis. Der junge Soldat muss im hochaufgelösten Wüstensand herumstehen und damit Säcke befüllen oder stundenlang Wache stehen. Das alles in einer naturgetreuen, ultra-realistischen Atmosphäre! Andere Aufgaben umfassen das Putzen und Reparieren von Humvees und sinnlose Botengänge. Spannend wird es vor allem dann, wenn sich die Soldaten untereinander über den schlechten Handy-Empfang beklagen oder darüber streiten, ob Shakira oder Jessica Biel der geilere Feger ist. Es gibt kein Spiel, das so exakt das Soldatenleben abbilden kann, jubeln jetzt schon die Entwickler.

The Onion hatte bereits Gelegenheit, erste Beta-Tester zu interviewen. Das Satire-Video dazu seht ihr oben.

(André Vatter)

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Apple steckt Nokia in die Tasche: Warum weniger manchmal mehr ist11.11.09

cell-phoneIch will im Folgenden ein wenig poltern, deshalb stelle ich gleich am Anfang die gerade veröffentlichten Zahlen vor. Nokia macht in diesen Tagen eine extreme schlechte Figur. Die Quartalsergebnisse sind raus und auch, wenn sich 1,1 Milliarden Dollar Gewinn in der Handy-Sparte nicht schlecht anhören, so ist es doch nichts gegen die die 1,6 Milliarden, die Apple zwischen Juli und September dank des iPhone einfahren konnte. Dass der kleine Wettbewerber den Mammut (sowohl in der Größe als auch in Alter) des Mobilfunks mit einem Produkt (das es vor zwei Jahren noch gar nicht gab) links überholt, ist auf den ersten Blick mehr als überraschend. Nokia beherrscht rund 44 Prozent des weltweiten Handy-Marktes, während Apple die 11-Prozent-Marke bereits im Blick hat. In konkreten Zahlen ausgedrückt: das iPhone wurde im dritten Quartal 7,4 Millionen Mal verkauft, Nokia vertickte 108,5 Millionen Geräte. Wie es so etwas geben kann?

Vielleicht habe ich hier eine Antwort: Wer blickt beim Nokia-Lineup (hier schön vom Kollegen Lücke zusammengetragen) denn überhaupt noch durch? Geht man auf die Produktseite der Finnen, heißt es: “139 Modelle entsprechen Ihrer Auswahl.” Wie viele Zielgruppen sollen hier bedient werden? Und ich schätze, genau das ist der Grund, weshalb Nokia im Smartphone-Segment immer weiter an Bedeutung verlieren wird. (weiterlesen…)

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Ob Original oder Raubkopie: Windows 7 erobert vier Prozent aller PCs11.11.09

windows_7Als Windows Vista damals auf den Markt kam, in einer dunklen Stunde im Januar 2007, dauerte es ganze sieben Monate, bis bei den Marktanteilen die 4-Prozent-Hürde geknackt wurde. Noch einmal: es dauerte sieben Monate! Dagegen scheint Windows 7 der Liebling aller Early Adopters zu sein. Am 22. Oktober kam die Rettung aus Redmond in die Läden, Microsoft gab bereits wenige Stunden später ein euphorisches Feedback, hielt sich aber mit absoluten Zahlen zurück: “Allein an den ersten zwei Tagen nach Verkaufsstart wurde Windows 7 in Deutschland fünf Mal so oft verkauft wie damals Vista”, lautete einer der O-Töne. Man hätte sogar befürchten können, dass der Bestand aufgrund des großen Andrangs zeitweise knapp werden würde, nach einem Tag waren 60 Prozent der verfügbaren Ware ratzefatz ausverkauft.

Dieser Trend scheint sich nun weiter fortzusetzen. Anfang vergangener Woche berichtete der Marktanalyst NetMarketShare.com, dass Windows 7 bereits spürbar Anteile von Windows XP verschlingt. Besonders beachtenswert seien die Ausschläge am Wochenende, was nichts anderes heißt, als dass Windows 7 vor allem in Privathaushalten seine Fans gefunden hat. Zu diesem Zeitpunkt lag der weltweite Marktanteil bei 3,67 Prozent; nun – eine Woche später – wurden die vier Prozent erreicht. (weiterlesen…)

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Hier kommt die Multi-Button-Maus! Und bei OpenOffice.org ist man nicht erfreut.10.11.09

OOmouse_modelWürde ich damit nicht extrem die Wahrscheinlichkeit dafür erhöhen, mir bald wieder bei der Bundesagentur für Arbeit einen Account eröffnen zu müssen – ich würde diesen Post so veröffentlichen: Nur Foto. Keinen Text. Denn eigentlich sagt das Bild schon alles, was man wissen muss. Da sich aber hinter dem Produkt ein handfestes Skandälchen abgespielt hat…

Also: Bei dem Ding auf dem Bild handelt es sich um eine Maus. Kein Fake, eine echte Maus. Sogar eine aus diesem Monat dieses Jahrhunderts! Sie wurde von der Firma Warmouse - was für ein passender Name – entwickelt, trägt die Bezeichnung OOMouse (00Mouse wäre auch ein passender Name gewesen) und ist vor allem eines: hässlich! Darüber hinaus verfügt sie über nicht weniger als 18 Tasten, ein Mausrädchen und einen analogen Joystick (das Ding, das auf dem obigen Foto seitlich aus der Maus herausragt). All diese vielen Tasten haben natürlich ihren Sinn: Sie sollen die Arbeit mit der OpenOffice-Suite erleichtern. Dazu kann für jede Applikation der Suite ein eigenes vordefiniertes Profil auf einer der Tasten gespeichert werden. Nimmt man diejenigen Profile hinzu, die voreingestellt sind und den Zugriff auf Anwendungen wie Photoshop oder Spiele bieten, kommt man insgesamt auf stolze 63! Diese werden im 512 KB großen, integrierten Speicher abgelegt. Trotzdem ist die Maus hässlich.

Wa steckt nun aber hinter dem Skandal, den das 110x68x43 Millimeter kleine Mäuschen ausgelöst hat? (weiterlesen…)

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10.000 Euro Versandkosten: Millionenschwerer Schumacher-Rennbolide bei eBay (Update)10.11.09

schumacher

Es gibt wohl nicht viele, die für eine 15 Jahre alte Karre mehr als einen Tausender hinblättern würden. Da ich keinen Führerschein habe und auch keinen Vorgarten, in den ich die Rostlaube stellen könnte, wäre sie mir wohl nicht einmal einen Euro wert. Doch die Formel-1 muss ein unglaublich emotionales Erlebnis für manche sein, dass sie bereit sind, für ein Stück Motorsport-Geschichte nicht nur tausend, zehn- oder hunderttausend Euro, sondern gleich Millionenbeträge auszugeben.

Anders ist es nicht zu erklären, dass Schumachers erster Weltmeister-Bolide des 1994-Rennens auf eBay den Leuten das Geld wie ein Magnet aus den Taschen zieht. Richtig gehört: Schumis Ex-Karre wird versteigert. Derzeit (Stand: 16:12 Uhr) steht das höchste Gebot bei 2,6 Millionen Euro (übrigens: als ich mit dem Posting anfing – vor etwa fünf Minuten -, lag es noch bei 2,1 Millionen). Der Benetton B194 wurde laut Artikelbeschreibung vor einiger Zeit grundüberholt, der Wagen wird inklusive Vorheizgerät, Hydraulikfüllanlage, Front- und Heckflügel sowie einem Satz Extrareifen geliefert. Außerdem – und das würde mich ja mal genauer interessieren – gehört zum Zubehör ein Laptop mit passender Software zur Konfiguration des Rennwagens (so sahen die Dinger 1994 noch aus). (weiterlesen…)

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