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Archive for 02.2010

Neue Lehrstunde: Laptop + flüssiger Stickstoff = Ruhe im Hörsaal22.02.10

Kieran Mullen, ein Physik-Professor an der University of Oklahoma, ist entweder dermaßen beliebt, dass er sich einen solchen Stunt ohne Verlust seines Ansehens erlauben konnte. Oder er ist so genervt von überfüllten Hörsälen – oder besser: von zu vielen Studierenden -, dass er hoffte, damit einige von ihnen dazu zu bewegen, sich für einen anderen Dozenten zu entscheiden. Jedenfalls hat er seinen Studenten und Studentinnen verboten, Gadgets jeglicher Art mit ins Auditorium zu bringen. Neben Handys meint er damit vor allem Laptops, die seinen Worten nach nur “eine Ablenkung” darstellen.

Um nun zu demonstrieren, wie ernst es ihm mit diesem Bann ist, hat er zu einer ebenso drastischen wie plastischen Maßnahme gegriffen. Vor versammelter Mannschaft platzierte er auf seinem Pult einen speziellen Kübel, steckte einen Laptop hinein – und übergoss ihn mit flüssigem Stickstoff. Mit den Worten: “Das ist nur Flüssigstickstoff, der allein wird den Computer also nicht beschädigen. Aber das hier schon!”, schmetterte der vermeintlich verrückte Professor das unterkühlte Teil dann mit Schmackes auf den Fußboden und beförderte es dadurch ins Gadget-Nirvana. (weiterlesen …)

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Abmahnanwalt Günter Freiherr von Gravenreuth begeht Suizid22.02.10

Ich hatte es an anderer Stelle schon einmal gesagt: Die schwierigsten Posts hier auf dem Blog sind diejenigen, bei denen ich über menschliche Tragödien schreibe. Und der Selbstmord des Rechtsanwalts Günter Freiherr von Gravenreuth gehört in genau diese Kategorie. Der als “Abmahnanwalt” zweifelhaften Ruhm erworbene Gravenreuth hat sich in der Nacht zu Montag in seiner Wohnung selbst umgebracht. Die kurze Zeit zuvor angerückte Polizei konnte das Unglück leider nicht verhindern.

Eine Sondereinsatzkommando war alamiert worden, weil der Anwalt seine Absicht, Selbstmord begehen zu wollen, zuvor per E-Mail angekündigt hatte. Sie war mit dem Betreff “Ein letzter Gruß an die Runde” versehen und enthielt mehrere Erklärungen für seinen Suizid, darunter auch seine bevorstehende 14 monatige Haftstrafe. Zu dieser war Gravenreuth am 17. September 2008 wegen Betrugs verurteilt worden. Er hatte den Internet-Domainnamen der überregionalen Tageszeitung “taz” pfänden lassen und den Versuch unternommen, ihn zu veräußern. (weiterlesen …)

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Vertipper: Wie Google fast eine halbe Milliarde Dollar jährlich mit Typos verdient22.02.10

Als ich seinerzeit mein Start-Up gegründet habe und mir den dazugehörigen Domain-Namen sichern wollte, habe ich von einem Internet-Experten drei Ratschläge mit auf den Weg bekommen. Einfach ausgedrückt lauteten sie, dass ich mir die gängigen Top-Level-Domains sichern, die Schreibung des Unternehmensnamens mit und ohne Bindestrich registrieren und mir auch jene Schreibweisen des Namens aneignen sollte, die leichte Tippfehler enthielten. Auf Letztgenanntes war ich von selbst nicht gekommen, die Überlegung dahinter leuchtete mir aber ein. Wer meine Seite besuchen möchte, sich aber verschreibt, landet woanders, aber nicht bei mir. Und je nachdem, was er auf dieser Vertipper-Seite vorfindet (Konkurrenzangebot, XXX-Inhalt, Domain-Parking), wird er keinen neuerlichen Versuch unternehmen, um mich zu finden.   

Ein Beispiel: Wer sich verschreibt und anstelle von “Google.de” ein “Gogle.de” in die Adressleiste seines Browsers tippt, landet auf der Seite der Suchmaschine. Bei “gugle.de” geht’s aber zu einem mit Werbung vollgeplasterten Web-Shop. Das Interessante daran ist aber nun, dass Google an solchen Typos kräftig mitverdient. Wissenschaftler aus Harvard haben errechnet, dass sich die Summe im Jahr auf etwa 500 Millionen Dollar (abgerundet etwa 367 Millionen Euronen) beläuft. Wie das möglich ist? Ganz einfach: durch Werbung. (weiterlesen …)

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YuccaTree Post+ soll verkauft werden: ‘Es ist Zeit für etwas Neues’ [Interview]22.02.10

Die Gerüchte schwebten seit einiger Zeit im Raum, nun hat Jürgen Vielmeier das Geheimnis gelüftet: YuccaTree Post+ – ehemals Freshzweinull – soll nach zwei Jahren tatsächlich verkauft werden. Schon im November des vergangenen Jahres hatte Jürgen angekündigt, dass sein Interesse an den Themen Web 2.0 und Start-ups zusehend schwinde und er sich neuen Herausforderungen widmen möchte.

YuccaTree wird als Gesamtpaket gegen entsprechende Bezahlung abgegeben, neben dem eigentlichen Blog gehört dazu auch die Domain und der Twitter-Account mit derzeit knapp 6.400 Followern. Zuletzt zählte das Blog rund 45.000 Zugriffe im Monat.

Natürlich werden bei einer solchen Aktion wieder einige Erinnerungen wach: an den Verkauf von Alles2Null, Datenwachschutz oder Sevenmac – und irgendetwas war da auch einmal mit Basic Thinking. Nun reiht sich YuccaTree in diese Liste mit ein.

Um ein wenig über die Hintergründe und Beweggründe des Verkaufs zu erfahren, habe ich eben kurz mit Jürgen telefoniert und ihm dann ein paar Fragen per Mail zukommen lassen. Weitere Informationen zum Verkauf sind in einem Angebots-PDF zu finden. (weiterlesen …)

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Bloomberg: Neue Einblicke in AOLs Content-Fabrik22.02.10

So sieht er also aus: der Buzz-dominierte Qualitätsjournalismus der “Ad Content”-Ära! Schon im vergangenen Jahr waren einige spärliche Infos zu AOLs Super-Newsroom durchgesickert, doch jetzt konnte Bloomberg den Chef des einstigen Dialup-Imperiums noch einmal zu einer intimen Unterredung bitten. “Wir wollen den Journalismus durch Technik verbessern”, verriet Tim Armstrong. “Wir denken, dass wir ein strategisches Fenster haben, um in Qualitätscontent zu investieren.”

AOL hat insgesamt 500 Vollzeitjournalisten eingekauft – kein großer Akt, denn Redakteure sind seit der Zeitungskrise billige Ausschussware. Dazu kommt noch einmal eine Armee von 3.000 Freiberuflern, die gegenseitig um die heißesten Themen buhlen. Denn nur heiße Themen bedeuten Lohn, andernfalls braucht sich kein Schreiberling die Mühe zu machen. Armstrong will auf jedem Arbeitsrechner eine neue Software installiert sehen, die AOL selbst entwickelt hat. Im Grunde genommen handelt es sich dabei um einen gigantischen Crawler, der Seiten, Dienste und soziale Netzwerke in Echtzeit allein nach aktuellen Top-Themen abgrast. “Gefällt mir!” – dies soll der einzige Maßstab für die Erstellung von Content sein. “Leserwachstum und Leser-Engagement sind die beiden Dinge nach denen wir unser Investment in den Journalismus bewerten”, so Armstrong. Dazu stehen sogar Gedankenüberlegungen im Raum, überdurchschnittliche PI-Generatoren unter den Autoren quartalsweise mit Boni auszustatten. Ganz ruhig, verehrte Mitglieder des DJV, es kommt noch besser. (weiterlesen …)

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Story Book InColor: Kinder-Elektrobuch als neue Bubu-Maschine22.02.10

Tja, der E-Book-Boom wird wohl auch nicht spurlos an den Kinderzimmern vorbeigehen. Im vergangenen Jahr haben wir bereits zaghafte Lösungen aus Japan vorgestellt: etwa ein Bilderbuch mit iPhone-Einschub – doch 2010 nimmt das Ganze professionelle Formen an. Wie Aiptek gerade verlauten lässt, ist für Deutschland eine Revolution der Gutenachtgeschichte geplant, schon nach der CeBIT soll es losgehen.

Eigentlich ist Aiptek für digitale Bilderrahmen und Low-Tech-Kameras bekannt, doch der Markt ist hart umkämpft und so muss man wohl immer wieder mit etwas Unerwartetem um die Ecke kommen. Nun also das “Story Book InColor”, eine Art audiovisuelles Wiegenlied-Paket, das gestresste Eltern abends entlasten soll. Und so funktioniert der Reader: Von außen sieht er wie ein normales Bilderbuch auf, klappt man dieses aber auf, erscheint ein acht Zoll großes Farbdisplay (mit einer Auflösung von 800 x 600 Pixel), dem ein Lautsprecher zur Seite steht. Der interne Speicher fasst ein Gigabyte, kann durch SD-, SDHC-, MMC- oder MS Pro-Speicherkarte aber auf 16 GB aufgemotzt werden. Neben den Büchern – zu denen wir gleich kommen – kann InColor JPGs darstellen (mit automatischer Bildrotation), sowie AVIs und MP3s abspielen. Laut Aiptek soll der Akku des Readers im Dauerbetrieb vier Stunden durchhalten, damit die Kleinen aber erst gar nicht so lange vor dem Mäusekino hängen bleiben, gibt es alle 20 Minuten den automatischen Hinweis: “Hey, mach mal eine Pause!”. (weiterlesen …)

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Apple iPhone 4G: Neue Firmware deutet Richtung Videotelefonie22.02.10

In der Apple-Gerüchteküche köchelt es wieder ein wenig. Wie 9to5mac berichtet, wurden in der Version 3.2 des “Software Development Kit” (SDK) Hinweise darauf gefunden, dass die künftigen Modelle des iPhone/iPad Videotelefonie-tauglich sein werden. Als Indikator hierfür gelten dort vorkommende Icons, die entsprechende Bezeichnungen – “AcceptVideo” und “DeclineOrEndVideo” – tragen. Und in einigen Telefonier-Apps des iPad wurden sowohl VideoChat-Strings als auch Hinweise auf das vom iMac bekannte Chat-Programm iChat gefunden (Screenshots gibt es bei den Kollegen).

Im Grunde ist dieses Gerücht ja ein alter Bekannter. Denn bereits im Juni des vergangenen Jahres haben einige vermutet, dass das kurz vor der Markteinführung stehende iPhone 3GS diese Frontkamera on-board haben würde. Das Patent für dieses Technik wurde Apple allerdings erst zwei Monate zuvor zugesprochen, so schnell haben die Apple-Techniker den Einbau in den 3G-Nachfolger dann doch nicht bewältigt. Nun könnte es aber durchaus soweit sein. Dafür spräche auch das unlängst durchs Web geisternde, vergrößerte Gehäuse eines möglichen 4G und eine entsprechende Aussparung im iPad-Gehäuse. Wir werden es wohl bald wissen… (weiterlesen …)

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Pfui, Flash: Google, gib uns freie Video-Formate!22.02.10

Vielleicht ist dieser Aufruf bereits jetzt schon gänzlich überflüssig – warum sonst hat Google rund 134 Millionen Dollar in das Videounternehmen On2 gepumpt? Vielleicht aber auch nicht. “Obwohl wir nicht über spezifische Produktpläne sprechen können, ehe der Deal besiegelt ist, lässt sich sagen, dass wir die Verbesserung der Videoqualität im Netz anstreben”, hatte Google die Übernahme selbst kommentiert. “Und wir glauben, dass sowohl das Team als auch die Technologie von On2 uns dabei helfen werden, dieses Ziel zu erreichen.”

“Aha!”, dachten sich daraufhin einige Netzaktivisten und witterten Morgenluft. “Das ist der perfekte Zeitpunkt, um Flash endgültig abzuschießen.” Dieses Gedankenspiel leistet sich derzeit zumindest die Free Software Foundation (FSF), die Google in einem offenen Brief die Pistole auf die Brust setzt. Durch den On2-Kauf halte Google nun Rechte an einem Haufen erstklassiger Videocodecs (von VP3 bis VP8) und es wäre töricht, diese nicht auch einzusetzen – und vor allem: diese für jeden Hardware- und Software-Anbieter frei verfügbar zu machen. Die Plattform, die diesen weltweiten Befreiungsschlag in kürzester Zeit möglich machen könnte, sei Googles Cip-Plattform. “Ihr (Google) besitzt den Hebel, um ein solches freies Format zum globalen Standard zu machen. YouTube ist die größte Videoseite der Welt, fast jedes digitale Video, was gemacht wird, taucht dort auf”, erklärt die FSF. (weiterlesen …)

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Basic Flashback: Die große Hure Social Media?21.02.10

Es gehört einfach zum Wesen des Internetmenschens, dass er hin und wieder ordentlich auf die Kacke haut. Er muss es tun, er hat gar keine andere Wahl – das gehört zum Handwerk und wird auch erwartet. “Warum Blogs einfach scheiße sind!”, heißt es dann. Oder: “Tschüss, lieber Telefonanbieter XY.” Oder: “Deshalb wird Deutschland nie nach oben kommen.” Dann geht ein Rumms durch das Netz, ein kurzes Beben, das die Nutzer aufschreckt: sie taumeln, sympathisieren und distanzieren sich und so werden einmal mehr die Grenzen neu gezogen.

Deshalb war ich auch nicht groß überrascht, diese Woche wieder einmal einen von Don Alphonsos Donnerschlägen zu vernehmen. Ein wenig ungewöhnlich war jedoch die Richtung, aus der der Angriff kam: gezündet im klassischen Medium der FAZ (für die der Don seit gut einem Jahr schreibt) raste die Rakete per RSS in das Netz, um auf Twitter ihre Runde zu drehen und dann im Herzen des Internets zu detonieren. Aber, sei’s drum. Alphonso hatte eine Attacke auf Social Media-Berater gestartet, die sich gewaschen hatte. Dabei geizte er nicht mit Details, nannte polternd Gründe und ätzte einige Übeltäter-Namen heraus. Irgendwann lichtete sich die gelbe Schwefelwolke und der Vorhang fiel, ein resignierendes Fazit verdeckend. (weiterlesen …)

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Der Ölberg in Israel und das Facebook der Toten20.02.10

Der Ölberg in Israel beherbergt den größten jüdischen Friedhof der Welt. Über 120.000 Gräber finden sich hier, die zum Teil in einem erbärmlichen Zustand erhalten sind. Um sich das zu verdeutlichen: Dort liegen mehr Menschen begraben, als Städte wie Recklinghausen oder Wolfsburg Einwohner haben. Versucht auf so einem Friedhof mal, gegebenenfalls das Grab eines Angehörigen zu finden – man werfe nur einen Blick auf das Bild oben.

Sieht fast unmöglich aus, was? Das dachte man sich eben auch in Israel und so haben dort jetzt Studenten damit begonnen, Grab für Grab zu reinigen, zu lokalisieren und – eine tolle Idee! – den Ort im Netz auf einer Karte zu verzeichnen. Auf der Seite Mount of Olives kann man diese Karte nun einsehen. Etwa 20.000 Gräber konnte man so lokalisieren und in die Karte aufnehmen. (weiterlesen …)

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‘Was bedeutet Kreativität für dich?’ Projekt auf YouTube sucht ‘Creative Heads’19.02.10

Sich möglichst schnell so zu drehen und zu verbiegen, wie es einem ein angeblicher Starchoreograf ins Ohr schreit oder ein Liedchen zu trällern, das auf drei Wanderakkorden basiert, ist nicht jedermanns Sache. Der Grundgedanke, auf dem Casting-Formate und Talent-Shows aber basieren, ist eigentlich nicht verkehrt: Talenten eine Plattform bieten. Dies will nun auch der Filmemacher und Werbefachmann Hermann Vaske, und zwar mit dem Internet-Wettbewerb “Creative Heads”.

Wer von euch sich für kreativ genug hält, einen maximal zehnminütiges Video dazu zu drehen, was für ihn eben diese Kreativität bedeutet, kann mitmachen. Bis spätestens zum 24. Mai muss das Filmchen auf dem dazugehörigen YouTube-Channel hochgeladen werden, als Preis winkt eine Reise nach Cannes. Und natürlich Weltruhm. Aus den eingereichten Beiträgen will Vaske nämlich einen Film machen, der auf dem Festival in Cannes Premiere feiern soll. (weiterlesen …)

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Facebook als Malware-Schleuder missbraucht: Sicherheitsfirma entdeckt riesiges Botnet19.02.10

Amit Yoran, CEO des amerikanischen Internet-Sicherheits-Unternehmens NetWitness, bezeichnet den im Rahmen der “Operation Aurora” entstandenen Schaden als verhältnismäßig gering. Hinter diesem Namen verbirgt sich jene Cyber-Attacke, die vor kurzem weltweit für Aufsehen gesorgt hatte, weil ihr unter anderem Google zum Opfer gefallen war und in deren Folge der Suchriese seinen Abzug aus China verkündet hatte. Allerdings tut der Sicherheitsexperte dies nur im Vergleich zu dem neu entdeckten ZeuS-Botnet “Kneber”, das schon seit 18 Monaten existiert, auf das seine Firma aber erst im Januar dieses Jahres gestoßen war.

Den Spezialisten zufolge wurden in der Zeit weltweit etwa 75.000 Systeme in über 2.500 Unternehmen und Behörden als Bots – weitgehend selbstständig Aufgaben abarbeitende Computerprogramme - missbraucht. Ihre Funktion bestand aber nicht im Viren- oder Spam-Versand, sondern darin, an sensible Informationen ihrer User beziehungsweise der Unternehmen zu gelangen: 68.000 Login-Daten und Berechtigungsnachweise sowie 2.000 SSL-Zertifikate wurden auf diesem Weg ausspioniert. Zu den Opfern gehören neben Banken und E-Mail-Diensten wie Hotmail und Yahoo vor allem auch Soziale Netzwerke – allen voran Facebook. (weiterlesen …)

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Microsofts Ballot Screen kommt: Ab dem 17. März hat der User die Qual der Wahl19.02.10

Zuerst dauerte es eine ganze Weile, weil Microsoft sich sträubte, jetzt ging dann aber doch alles relativ fix. Die Rede ist vom Web Browser Ballot, zu dem die Europäische Union den Software-Giganten verdonnerte. Wir erinnern uns: Die EU hatte das Unternehmen aus Redmond davor gewarnt, seine marktbeherrschende Stellung auszunutzen und den Internet Explorer 8 auf den neuen Windows 7-Systemen vorzuinstallieren. Daraufhin drohte Microsoft zunächst eine IE-lose EU-Version an, ersetzte diese Idee aber postwendend durch die eines Ballot-Screens, die von der Kommission akzeptiert wurde. In diesem speziellen Fenster wird dem User eine zufällig erstellte Auswahl an Internetbrowsern präsentiert, aus der er sich aktiv einen aussuchen muss, den er als Standardbrowser verwenden möchte.

Früher als der Zeitplan es vorsah, wird Microsoft nun Anfang März damit beginnen, Nutzern von XP, Vista und Windows 7 ein Software-Update als Download zur Verfügung zu stellen, nach dessen Installation sie den Ballot-Screen aufrufen können. In Deutschland wird er voraussichtlich ab dem 17. März verfügbar sein. Entweder startet der Download dann automatisch im Rahmen der Windows-Update-Routine oder muss händisch von der Windows Update-Seite heruntergeladen werden. (weiterlesen …)

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Apple motzt den App Store auf: Mehr Länder, gelockerte Download-Beschränkung – kein Flash19.02.10

Ja, ist es denn schon Mai? Einem alten deutschen Sprichwort zufolge macht dieser Monat nämlich alles neu. Und wenn ich mir die Veränderungen im App Store so angucke, dann könnte ich das glatt glauben: da wird Expansion betrieben, die SDK-Bestimmungen zugunsten fragwürdiger Anbieter beziehungsweise deren Apps geändert, ein Limit nach oben korrigiert und zuletzt - offenbar für immer – einem Anwärter die Tür mit lautem Donner vor der Nase zugeknallt.

Wie der offiziellen News-Seite des iPhone Developer Center entnommen werden kann, erobert der App Store weitere Teile dieser Welt und ist ab sofort in 13 neu hinzugekommenen Ländern verfügbar. Diese wären Armenien, Botswana, Bulgarien, Jordanien, Kenia, Mazedonien, Madagaskar, Mali, Mauritius, Niger, Senegal, Tunesien und Uganda. Das sind gute Nachrichten für alle Entwickler unter euch, da ihr auf diesem Wege Zugang zu einem erweiterten Kundenkreis erhaltet, dem ihr eure Apps anbieten könnt. Um die entsprechenden Länder-Anpassungen an den Applikationen vorzunehmen, müßt ihr euch bei iTunes Connect einloggen. Wer bereits die Option “sell in new territories” ausgewählt hat, braucht nichts mehr zu tun und kann sich entspannt zurücklehnen. (weiterlesen …)

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Microsoft Surface-Table meets Küche: ‘Heart of Home’-Herd-Design macht Lust aufs Kochen19.02.10

André kann es, ich überlass es lieber meiner besseren Häfte – die Rede ist vom Kochen. Sollte das “Heart of Home“-Konzept aber irgendwann tatsächlich Realität werden, dann würde ich die Kunst der Speisenzubereitung auch noch schleunigst erlernen. Auf der anderen Seite: Ich müsste ich es eigentlich gar nicht mehr, denn der futuristische Herd des schwedischen Haushaltswaren-Herstellers Electrolux würde mir selbständig alle Rezepte anzeigen, die zu meinen Speisen passen. Ich müsste hierzu nur die Zutaten auf den Herd legen, die ich verwenden möchte.

Der wahre Clou an dem Future-Brutzler ist aber der, dass er Pfannen und Töpfe überflüssig macht. Um nämlich ein Mahl kredenzen zu können, muss ich zunächst mit meinen Händen die Größe der Kochfläche “einzeichnen” und dann die verformbaren Oberfläche – entsprechend der Tiefe einer Pfanne oder eines Kochtopfs – eindrücken. Im wahrsten Sinne des Wortes. Klingt zu schön, um wahr zu sein - und sieht auch so aus:   (weiterlesen …)

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