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Archive for 06.2010

Visitenkarten-Digitalisierer ‘Pitrec’: Nützliches Gadget oder Produkt ohne Markt?30.06.10

Mal angenommen, ihr kommt zum Online-Stammtisch – auf den ich an dieser Stelle noch einmal ausdrücklich hinweisen möchte – und ihr erhaltet von einem neuen Kontakt dessen Visitenkarte zugesteckt. Wie geht ihr dann mit der Karte um? Seid ihr stolzer Besitzer eines dieser speziellen Edelstahl-Etuies, steckt ihr die Karte zu Hause in so ein Buch mit Steckfächern oder verschwindet sie bei euch zunächst in der Hosentasche und beim nächsten Waschgang im Flusensieb? Da ich die Teile hasse und es zudem nicht ausstehen kann, wenn sie mir mein Portemonnaie ausbeulen, tippe ich die Kontaktdaten immer direkt in mein Smartphone ein (obwohl es mit dieser App vermutlich schneller ginge) und schmeiße die Karte anschließend weg (obwohl es um manche wirklich schade ist).

Der japanische Hersteller King Jim wartet nun mit einer neuen Möglichkeit auf: dem “Pitrec“. Bei dem auch unter der Bezeichnung “DNH10″ laufenden Kästchen handelt es sich um einen Visitenkarten-Digitalisierer. Das etwa 120H x 60B x 13T Millimeter kleine und knapp 85 Gramm leichte Gerät besteht im Kern aus einem 3,5 Zoll großen WQVGA-TFT-Display und einer zwei Gigabyte großen microSD-Karte. Auf dieser können bis zu 2.000 Visitenkarten digitalisiert werden. Und wie das funktioniert, könnte ihr eigentlich schon dem Teaser-Bild entnehmen. (weiterlesen…)

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YouTube-Angebot ‘FriendlyMusic’: Nicht so freundlich, wie es den Anschein hat30.06.10

Manch einer bei der GEMA oder Viacom wird diese Aussage wohl für einen ziemlich schlechten Scherz halten. Schreiben die Verantwortlichen bei YouTube doch tatsächlich Folgendes in ihrem aktuellen Blog-Eintrag: “Seit seiner Gründung hat YouTube Pionierarbeit beim Auffinden von Möglichkeiten geleistet, wie User professionell erstellte Musik in ihre Videos einbinden können - bei gleichzeitiger Wahrung des Copyright.” Und weiter: “Und generierte damit Erlöse und Promotion für Künstler, Songwriter und Label”.

Ob man diese Ansicht nun teilt oder nicht, YouTube bleibt seiner eigenen Linie treu und präsentiert nun ein neues Ergebnis seiner diesbezüglichen Bemühungen: eine Kooperation mit Rumblefish, einem Musik- und Technologieunternehmen, das sich unter anderem auf die Lizenzierung von Musikstücken spezialisiert hat. Und Ergebnis dieser Zusammenarbeit ist das für User seit dem gestrigen Dienstag zugängliche Angebot “Friendly Music” (FM). Was es kann, könnt ihr dem nachfolgenden Filmchen entnehmen, was es nicht kann, versuche ich im Anschluss daran kurz aufzuzeigen.    (weiterlesen…)

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Amazon-Chef Bezos: Keine Angst vor iPad, da es eine ‘andere Produkt-Kategorie’ ist30.06.10

Interviews mit Konzern-Spitzen sind eine feine Sache. Bereinigt man sie um das ganze PR-Geblubber, das natürlich in den Aussagen des Interview-Partners enthalten sein muss, erhält der Fragensteller exklusiven Content aus erster Hand. Und zwar auf die Fragen, die ihn persönlich beziehungsweise seine Leser am stärksten interessieren. Und das gilt selbst dann, wenn der Befragte nicht direkt oder gar nicht auf eine Frage antwortet. Frei nach dem Motto “Man kann nicht nicht kommunizieren” enthält die Verweigerung oder indirekte Antwort auch einen beträchtlichen Informationsgehalt. Warum dieser laien-psychologische Vortrag? Weil Jeff Bezos, Chef des Internet-Versandhauses Amazon, dem Tech-Fortune ein Interview gegeben, das einige erhellende Antworten enthält.

Die vielleicht Bemerkenswerteste ist die, dass Bezos Tablets im Allgemeinen und das iPad im Besonderen nicht als Konkurrenz ansieht. Vor Kurzem hatte der Konkurrent Barnes & Noble den Preis für seinen Nook-Reader auf dem US-Markt deutlich gesenkt. Kostete er zuvor 259 Dollar, werden jetzt nur noch 199 Dollar verlangt. Zudem launchte der größte amerikanische Buchhändler ein spezielles WLAN-Modell für 149 Dollar an. Umgehend reduzierte dann auch Amazon den Preis seines Kindle um knapp ein Viertel, nämlich von 259 auf 189 Dollar. Danach gefragt, ob das eine direkte Reaktion auf den Preisnachlass des Mitbewerbers sei und ob gegebenenfalls auch der Erfolg des iPad dabei eine Rolle spielte (bislang 3 Millionen verkaufte Tablets und 1,5 Millionen verkaufte E-Books aus dem iBook Store), antwortete Bezos: “Nein. Das iPad… Ich denke, es wird künftig eine ganze Reihe an Tablet-ähnlichen Geräten geben. Es handelt sich wirklich um eine andere Produkt-Kategorie. Das Kindle ist für Leser.” (weiterlesen…)

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SmartPad von 1und1: Markteinführung könnte schon am 1.Juli sein [2. Update]29.06.10

Durch einen Tipp von den Kollegen aus der Onlinekosten-Redaktion bin ich eben auf folgende Meldung aufmerksam geworden: “1und1 SmartPad Android Tablet gesichtet – ab 1. Juli?” Über die Kommentarfunktion wurden dem Betreiber des Online-Magazins TouchmeMobile, Andrzej Tokarski, von einem Unbekannten eine Werbebroschüre des Telekommunikationsunternehmens 1und1 als PDF zugeschickt. Und darauf ist ein Tablet abgebildet, das ihr auf dem obigen Screenshot sehen könnt.

Schön ist sicherlich etwas anderes. Interessanter als die Frage nach der Optik dürften aber zwei andere sein. Zum einen die nach den Hardware-Spezifikationen und dann natürlich die nach der Wahrscheinlichkeit, dass es sich bei dem Gerät um kein Fake handelt und es so in den Handel kommt. Bezüglich der technischen Ausstattung gibt die Broschüre laut Tokarski nichts her. Klar dürfte aber sein, dass der Telco das Gerät nicht selbst baut, sondern bauen lässt, um anschließend seinen Namenszug draufzuklatschen. Da weder Tokarski, noch die Kollegen von Onlinekosten oder ich selbst das Gadget zuvor aber irgendwo gesehen haben und es somit auch nicht zweifelsfrei einem Hersteller (Motorola könnte ein Kandidat sein) zuzuordnen ist, lässt sich über dessen Innenleben rein gar nichts sagen. Einem Tipp einer anderen anonymen Quelle zufolge, könnte es aber bei Markteinführung unter anderem mit einem 7-Zoll-Display, Touchscreen, einem 500MHz ARM Prozessor und 256MB Speicher aufwarten. Kommen wir nun zu der zweiten Frage. (weiterlesen…)

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Online-Stammtisch Köln am 8. Juli – Wir verlosen Tickets29.06.10

- DIE GEWINNER WURDEN ERMITTELT! – (siehe unten)

Ja ist denn heit scho Weihnachten? Nein, ist es nicht. Dafür steht aber ein anderes, sich regelmäßig wiederholendes und mindestens ebenso freudiges Ereignis vor der Tür: der Online-Stammtisch Köln (OSK). Er findet nunmehr zum sechsten Mal statt und wir als Medienpartner möchten es auf gar keinen Fall versäumen, euch auf das Event hinzuweisen. Aber nicht nur das: In bekannter und beliebter Tradition verlosen wir wieder einmal zehn Tickets für das kölsche InterNETwork. Bevor ich dazu aber mehr erzähle, kurz ein Blick auf die Eckdaten.

Am Donnerstag, 8. Juli 2010 ab 19 Uhr, werden rund 450 Teilnehmer ins zentral gelegene Consilium direkt am Kölner Rathaus eingeladen. Die genaue Adresse lautet Rathausplatz 1 in 50676 Köln. Einige Teilnehmer werden sich schon von den vergangenen Treffen kennen, viele dürften aber zum ersten Mal aufeinander treffen. Wer also dabei sein möchte, sollte auf keinen Fall seine Visitenkarten vergessen – oder sich eben eine andere Möglichkeit überlegen, wie er bei seinem Gegenüber nachhaltig in Erinnerung bleiben kann. Die Karten werden an der Abendkasse übrigens zehn Euro kosten (Anmeldung erforderlich). Womit wir wieder bei den Freitickets wären. (weiterlesen…)

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Niemals geht man so ganz: Google bastelt an Hintertürchen für Verbleib in China29.06.10

Die einen US-Amerikaner ziehen aus China ab, die anderen marschieren ein. Und in beiden Fällen geht es um Suchmaschinen. Um meinen kryptischen Worten etwas mehr Sinn zu verleihen: Im März hatte Google nach einer Cyber-Attacke durch chinesische Studenten und dem darauf folgenden Disput mit der Regierung des Landes die Drohung ausgesprochen, seine Suchergebnisse nicht weiter zu zensieren oder sich aus China zurückziehen zu wollen. Letzteres ist dann geschehen, nachdem sich das totalitäre Regime des Reichs der Mitte als nicht sehr  kooperationsbereiter und vor allem nicht erpressbarer Verhandlungspartner erwiesen hatte. Um jenen chinesischen User, die auf die Suchmaschine angewiesen waren und sind, bei der Abreise aber nicht ganz auf sich gestellt zu lassen, hatte Google folgende Vorkehrung getroffen: Jeder Nutzer, der in der Folgezeit die Seite Google.cn aufrief, wurde zu der auf einem Server in Hongkong gehosteten Seite Google.com.hk umgeleitet, wo die Suchergebnisse nicht gefiltert werden. Zumindest bis jetzt.

Wie der Suchriese nämlich aktuell auf seinem Blog verkündet, ist der chinesischen Regierung diese Lösung ebenfalls ein Dorn im Auge. Und weil Google natürlich nicht von selbst daran denken würde, deswegen am Status Quo etwas zu ändern, tat sie das, was sie zur Durchsetzung ihrer Forderungen bei gescheiterten Verhandlungen am besten kann: sie hat gedroht. Und zwar damit, dass dem Suchriesen die sogenannte “Internet Content Provider License” (ICPL)entzogen wird. (weiterlesen…)

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Windows 8: Geleakte Präsentation offenbart Details zu Features und Strategien29.06.10

Ich weiß nicht genau, wie dieser Leak zustande gekommen ist. Fest steht wohl offenbar nur, dass es sich bei den Slides vom April dieses Jahres um kein Fake handelt. Sichtbar sind interne – “mit “Confidential” und “Under NDA” gelabelte - Informationen zum Microsofts neuem Betriebssystem Windows 8. Das behaupten zumindest einige Experten, die das besser einschätzen können als ich, und zu denen unter anderem Stephen Chapmen von Microsoft Kitchen zählt. Die streng vertraulichen Daten sollten eigentlich nur die engsten Kooperationspartner des Softwareherstellers zu Gesicht bekommen.

Wie die Infos dann aber unters Volk geraten konnten, ist noch nicht wirklich geklärt. Es scheint aber so, als sei Microsoft sehr viel daran gelegen, dieses Rätsel zu lösen. Der Blog von Francisco Martin, einer der ersten auf dem die Präsentation aufgetaucht war, ist von Microsoft mittlerweile abgeschaltet worden (wurde auf deren spaces.live.com gehostet, war also offenbar keine große Hürde). Desweiteren sind die Bluthunde aus Redmond offenbar auf der Fährte der Seite Win7Vista und Derek Goode von HP. Auf der genannten Website hatte ein User namens “DanielRemains” die ursprünglichen XPS-Daten als PDF gepostet. Offenbar als Erster und mit der Absicht, die sich auf den Slides befindlichen Wasserzeichen zu eliminieren. Das ist ihm auch gelungen, bis auf eine Ausnahme, die er entweder übersehen hat oder mit Absicht drin gelassen hat. Keiner weiß es so genau. Jedenfalls enthielt dieses Wasserzeichen die Mail-Adresse des zuvor genannten HP-Mitarbeiters. Microsoft wird wohl nun versuchen herauszufinden, ob er die Infos geleakt hat oder ein Kollege oder… (weiterlesen…)

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Mit kleinen Tricks viel Geld sparen28.06.10

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Haben Sie je nachgedacht, wie viel Strom Sie verschwenden, wenn Sie Ihr Faxgerät rund um die Uhr eingeschaltet lassen? Oder wie viel Papier umsonst im Papierkorb landet, da Sie mit einem Faxgerät keine Möglichkeit haben, nur die Faxe auszudrucken, die Sie wirklich brauchen? Dazu kommen noch die Kosten für die Tinte.

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MP3-Player: Eine Ära neigt sich ihrem Ende28.06.10

Kinder, wie die Zeit vergeht. Habe ich es tatsächlich geschafft, ein komplettes MP3-dominiertes Jahrzehnt lang den Kauf eines entsprechenden Players zu versäumen? Es scheint zumindest so, als hätte ich den Zeitpunkt verpasst, mir so ein schmuckes, kleines Gerät zuzulegen. Schenkt man nämlich der EITO-Umfrage im Auftrage des Bitkom Glauben, befinden sich die handlichen Wegbegleiter langsam aber sicher auf dem Rückzug.

Konnten allein auf dem deutschen Markt 2005 noch 8,4 Millionen Geräte für insgesamt 700 Millionen Euro unters Volk gebracht werden, gehen die Schätzungen für dieses Jahr deutlich in den Keller. So wird erwartet, dass nur noch 5,7 Millionen Geräte über den Ladentisch wandern und für einen Umsatz von 400 Millionen Euro sorgen. Das entspricht im Vergleich zum Vorjahr einem Rückgang von 14 Prozent beziehungsweise 21 Prozent.Wie aber konnte es zu dieser Entwicklung kommen? (weiterlesen…)

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Lockmittel für Anzeigenkunden: Bild-Zeitung setzt auf 3D28.06.10

Na dann bin ich aber auf die Werbepartner und ihre Ideen gespannt, wenn das Projekt am Wochenende des Wochenende 28./29. Augusts an den Start geht. Dann nämlich wird die “Bild” auf den 3D-Zug aufspringen und ihren Lesern die Werbebotschaften ihrer Anzeigenkunden in plastischer Form präsentieren. Die Aktion umfasst die Gesamtausgabe inklusive Regionalberichterstattung der Tageszeitung, ist aber offenbar (erst einmal) auf einen Tag beschränkt. Die für das 3D-Erlebnis notwendige Brille wird vom Axel-Springer-Verlag gesponsert und liegt der Ausgabe bei.

Neben der Bild werden an dem Feldversuch zur Steigerung der Werbe-Einnahmen auch das “Bild am Sonntag”-Journal “Multimedia” sowie die Bild.de teilnehmen. Wer also gern die Geschichten aus der Welt des Boulevards liest, sich aber nie die Springer-Zeitung kauft, muss nicht traurig sein. Wie er allerdings ohne Kauf an die notwendige Brille gelangt, bleibt seinem Einfallsreichtum überlassen. Sinnigerweise ist das Thema des Journals die 3D-Technik und deren Funktionsweise bei Fernsehern, auf dem Computer oder dem Handy. Insofern ist die Aktion ganz nett. (weiterlesen…)

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Das iPhone 4 im Schnell-Test: Schönes Gerät mit Makeln28.06.10

Weil die Kollegen von Onlinekosten so nett sind, durfte ich heute Morgen ein Smartphone-Testgerät aus ihrem Redaktions-Fundus entwenden und testen - und zwar das iPhone 4. Nachfolgend präsentiere ich daher meine Eindrücke von dem Geister-Scheider, wobei ich zu Vergleichszwecken mit einem Auge auch immer auf das Vorgängermodell geschielt habe. Grund ist die Frage, ob sich ein “Upgrade” für die Besitzer eines 3GS-Modells lohnt. Und der erste Unterschied zwischen den beiden Modellen zeigt sich schon in der Verpackung.

Die Box, in der das iPhone 4 geliefert wird, kommt nämlich nicht nur mit einem anderen Foto daher (siehe Teaser), sie ist auch deutlich abgespeckter als bei den vorherigen Modellen. Das bezieht sich allerdings nur auf ihre Ausmaße – der Karton ist in der Höhe gefühlt um die Hälfte geschrumpft -, der Inhalt (iPhone, Kopfhörer, USB-Datenkabel, Adapter, Betriebsanleitung) und das Gewicht sind fast unverändert geblieben. Das iPhone 4 wiegt nämlich mit 137 Gramm weiterhin so viel wie der Vorgänger. Das ist zum einen positiv, weil das Gerät dadurch sowohl einen sehr robusten/soliden Eindruck erweckt, als auch zum anderen gut in der Hand liegt. Allerdings, und das ist der größte Nachteil, kann bei längeren Telefonaten der Arm schon mal etwas schwer werden. (weiterlesen…)

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Basic Flashback: Das Jahrzehnt der Entwickler bricht an27.06.10

Das Internet hat seit seiner kommerziellen Öffnung in den frühen 1990er Jahren ganze Berufszweige für immer verändert. Für Journalisten, Fotografen und Musiker etwa oder für Banken und den Handel ist seitdem nichts mehr wie es war. Andere Branchen hingegen wie Versicherungen, das Handwerk oder die Lebensmittelindustrie streift der Wandel allenfalls, was Einkauf und Marketing angeht.

Für andere Berufe wie Lehrer, Steuerberater oder Rechtsanwälte könnte ein gravierender Wandel bedingt durch oder begleitet von immer filigranerer Software noch bevorstehen. Schaut man sich an, was in den vergangenen Jahren alles privatisiert worden ist und welchen Stellenwert die Bildung in der Regierung hat, könnte der Staat zum Beispiel auf die Idee kommen, alle Schulen zu privatisieren. Sämtliche Lehrer könnten dann befristet oder in Zeitarbeit angestellt werden oder gleich freiberuflich in Teilzeit einspringen, damit der “Wettbewerb” unter ihnen angekurbelt wird. Dann wäre plötzlich auch der Markt für Lehrer überschwemmt. Viele müssten sich selbst vermarkten und würden ihre Dienste im Internet anbieten. Und dort bei immer besseren Lernplattformen wie Scoyo oder Babbel anheuern oder mit ihnen konkurrieren. (weiterlesen…)

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Facebook vs Google: Wer suchet…25.06.10

Facebook will das gesamte Internet umspannen – so habe ich in meinem Artikel Ende April getitelt, als Facebooks Like-Button seinen Siegeszug um die weite Internet-Welt begonnen hat. Mittlerweile hat – wie zu erwarten war – eine Vielzahl von Angeboten im Netz einen Button platziert mit diesem kleinen Daumen, der scheinbar immer kostbarer wird.

Natürlich ist ein “Daumen hoch” bzw “gefällt mir” zunächst einmal eine positive Meinung eines Lesers. Das ist schön für mich als Blogger, wenn ich so nachvollziehen kann, mit einem Thema, einer Argumentation oder einer These scheinbar den richtigen Nerv getroffen zu haben.

Aber mal ehrlich: So ziemlich jeder Blogger und jede Medienseite ist auch interessiert daran, mehr Menschen mit den eigenen Inhalten zu erreichen. Da ist es auch echt egal, ob das Spiegel, Stern und Co sind oder der kleine Blogger, der sich wünscht, statt 20 Feed-Abonnenten vielleicht einmal die Grenze von 50 zu überschreiten. Für beide gilt, dass der Like-Button entscheidenden Anteil daran haben kann, die eigene Reichweite zu erhöhen. Jeder Klick auf diesen Button bringt wieder Aufmerksamkeit, weil mich jeder Klick wieder in den Newsfeed vieler Facebook-Nutzer spült. (weiterlesen…)

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Online-Video-Ranking von Comscore: YouTube mit zwei Rekorden im Monat Mai25.06.10

Das wird sich die Google-Mutter aber freuen. Nach dem positiven Urteil im Urheberrechtsstreit mit Viacom am vergangenen Mittwoch gibt es heute schon die nächste gute Nachricht. Die US-amerikanische Internet-Marktforschungsfirma Comscore hat sein Online-Video-Ranking für den Monat Mai veröffentlicht. Und da steht YouTube nicht nur erwartungsgemäß auf dem vordersten Rang, sondern kann zudem gleich zwei historische Rekorde verbuchen.

Zum ersten Mal seit bestehen der Video-Plattform haben sich die US-User nämlich dort pro Kopf gemessen mehr als 100 – es waren exakt 101,2 – Videos angeschaut. Und noch nie zuvor waren es insgesamt so viele Videos wie im Mai, nämlich stolze 14,6 Milliarden. Um diese Zahlen einmal ins Verhältnis zu setzen: Insgesamt haben sich 183 Millionen amerikanische Internet-Nutzer im vergangenen Monat Videos im Web angeschaut, dabei wurden knapp 34 Milliarden Filmchen angeklickt, was in etwa 187 Stück pro User entspricht. Damit entfällt auf Googles Tochter ein Marktanteil von circa 43 Prozent oder anders ausgedrückt: Bald jedes zweite Internet-Video, das sich die Amerikaner im Mai angeschaut haben, wurde auf YouTube gehostet. (weiterlesen…)

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‘Ad-serving machine’: Microsofts Windows Phone 7 soll zur Werbe-Plattform werden25.06.10

Auf dem 57. International Advertising Festival in Cannes, das am 20. Juni begann und noch bis morgen dauert, präsentierte Kostas Mallios dem Fachpublikum “das” Windows Phone 7. Der Chef der Abteilung “Strategy and Business Development” bei Microsoft hob dabei besonders die Möglichkeiten hervor, die das Gerät als Marketing-Plattform auszeichnen und es somit für die Werbetreibenden besonders wertvoll machen sollen. In diesem Zusammenhang sprach er von dem Microsoft Smartphone als “Ad-serving machine” – eine Vorstellung, bei der sich jedem User, offenbar im Gegensatz zu den Vermarktern, die Nackenhaare vor Entsetzen aufstellen dürften.

In seinem Vortrag, dessen entscheidenden Part ich für euch als Video-Mitschnitt nachfolgend in den Artikel eingebunden habe, hebt er hierzu zwei Kern-Features hervor, um dieses Potenzial des Geräts hervorzuheben. Zum einen spezielle Apps, die sich von denen anderer Smartphone-Anbieter wie Google oder Apple unterscheiden, indem sie auf die Stärkung der Kunden-Anbieter-Bindung ausgerichtet sind. Sie können von den Seiten der Hersteller heruntergeladen werden und halten den User dann automatisch mit News, Informationen oder Angeboten auf dem Laufenden. Wenn der Kunde das wünscht, kann er diese Apps dann noch an die sogenannten ”Dynamic Tiles” – Icon-ähnliche Gebilde – pinnen, und sie dann nach Belieben auf seiner Benutzeroberfläche anordnen. Sobald es was Neues gibt, erscheint auf dem “Tile” eine Benachrichtigung. Schlimmer wird es aber noch mit “Toast”. (weiterlesen…)

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